Verfasste Beiträge ‘WM’

 

Albert Trostorf und Sheila Trostorf-Aminatey sind seit fast sechs Jahren verheiratet. Heute Abend hissen die beiden die deutsche und die ghanaische Fahne.

Albert Trostorf und Sheila Trostorf-Aminatey sind seit fast sechs Jahren verheiratet. Heute Abend hissen die beiden die deutsche und die ghanaische Fahne.

„Natürlich halte ich mit Deutschland, aber es ist für mich auch eine große Freude, wenn Ghana heute Abend gewinnt.“ Albert Trostorf (50) aus Langerwehe lacht. Der gelernte Einzelhandelskaufmann, der mittlerweile bei einem Sicherheitsdienst arbeitet, hat beim zweiten Vorrundenspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft heute Abend gegen Ghana gleich zwei Eisen im Feuer. Trostorf ist seit fast sechs Jahren mit einer Ghanaerin verheiratet. „Bei uns ist das ein bisschen wie bei den Boatengs“, schmunzelt Sheila Trostorf-Aminatey. „Kevin-Prince spielt für Ghana, sein Bruder Jerome für Deutschland. Die Familie gewinnt also immer. Und genauso ist das bei uns auch.“

Albert und Sheila Trostorf sind beide Fußball-Fans. Und auch wenn Sheila Trostorf-Aminatey seit 14 Jahren in Deutschland lebt und seit dem vergangenen Dezember sogar die deutsche Staatsbürgerschaft hat, schlägt ihr Herz beim Fußball immer noch für Ghana. „Mein kleiner Bruder Michael“, erzählt die Frau, die unglaublich gerne und herzlich lacht, „hat früher bei den ‚Hearts of Oaks‘ in der Jugend gespielt. Das ist der Fußballclub in Accra, der Hauptstadt von Ghana. Fußball hat in meinem Leben immer eine wichtige Rolle gespielt.“ In Ghana, erzählt Sheila Trostorf-Aminatey, würde mit viel mehr Herz Fußball gespielt als in Deutschland. „Das ganze Volk steht hinter der Mannschaft. Und es wird viel mehr gefeiert, wenn Ghana gewinnt.“ Außerdem, ergänzt die Exportkauffrau, spiele die Religion in ihrem Land eine sehr wichtige Rolle. „In Ghana beten die Trainer und die Spieler vor jedem Spiel. Manche knien sich sogar auf den Platz. Das habe ich in Deutschland noch nicht gesehen.“ Angst oder zumindest ein mulmiges Gefühl vor dem Spiel heute Abend haben Albert Trostorf und seine Frau nicht. „Wir kennen das schon“, schmunzelt Albert Trostorf. „Schließlich waren Deutschland und Ghana vor vier Jahren bei der Weltmeisterschaft auch schon Vorrundengegner.“ Damals war das Ergebnis denkbar knapp, 1:0 hat die deutsche Mannschaft seinerzeit gewonnen. „Egal wie das Spiel ausgeht“, so Sheila Trostorf-Aminatey, „wir bekommen heute Abend keinen Krach.“ Die Trostorfs wünschen sich sowieso, dass beide Mannschaften die Vorrunde überstehen. „Das wäre toll“, sagt Albert Trostorf. „Dann bestünde nämlich die Möglichkeit, dass wir uns im Finale wiedersehen.“

Übrigens tragen die beiden heute Abend das Trikot ihrer jeweiligen Mannschaft. „Und nach dem ghanaischen Trikot“, sagt Sheila Trostorf-Aminatey, „habe ich ziemlich lange gesucht.“ Klar, dass auch am Haus des sympathischen Ehepaares im Langerweher Ortsteil Merode für die Dauer der WM zwei Fahnen hängen. Und wenn Ghana heute Abend gewinnt, kündigt Sheila Trostorf-Aminatey schon einmal an, dann wird sie auf jeden Fall bald wieder ghanaisch kochen. Was es gibt, weiß sie auch schon: „Banku mit Talpia-Filet und Pfeffersoße.“ Banku gehört zu den ghanaischen Nationalgerichten und ist ein Teigkloß, der aus gesäuertem Mehl hergestellt und zu soßigen Gerichten und Eintöpfen serviert wird. Er besteht meist aus Maismehl, häufig wird aber auch eine Mischung aus Mais- und Maniokmehl verwendet.

Was es gibt, wenn Deutschland heute Abend die meisten Tore schießt, haben die Trostorfs nicht verraten. Nur so viel: „Falls die beiden Teams sich im Endspiel noch einmal gegenüberstehen, werden wir das vermutlich beim Schützenfest in Schlich erleben“, sagt Albert Trostorf. „Oder beim Public Viewing in Köln“, meint Sheila Trostorf-Aminatey. „Aber gucken wir erst einmal, wie weit unsere beiden Mannschaften überhaupt kommen.“

Der Redaktionsflitzer ist für die WM gerüstet!

Der Redaktionsflitzer ist für die WM gerüstet!

Heute ist es soweit. Endlich. In Brasilien wird die Fußball-Weltmeisterschaft eröffnet. Punkt 22 Uhr ist Anpfiff des ersten Spiels zwischen Brasilien und Kroatien. “Jogis Jungs” müssen dann am Montag, 16. Juni, gegen Portugal ran (18 Uhr). Liebe User von toepfergemeinde.de: Sind Sie fußballtechnisch vorbereitet? Ist das Auto geschmückt? Das Haus mit vielen Fahnen? Und wo lässt sich in Langerwehe und seinen Ortsteilen eigentlich am besten gucken? Wir freuen uns auf viele Kommentare und Fotos, die wir gerne während der WM hier im Heimat-Blog veröffentlichen wollen. Eine Email an toepfergemeinde@web.de genügt! Toooooooooooor!

Mensch, das waren ja zwei Tage diese Woche. Zwar mit Bundespräsidentenwahl, dafür aber völlig ohne Fußball. Schlimm. Richtig schlimm sogar. Mann, Mann, Mann. Dafür ging es ja dann gestern zum Glück so richtig wieder los, und unsere Freunde aus Holland (die mit den Wohnwagen und dem gelben Nummernschild) haben uns sehr eindrucksvoll vorgemacht, wie das geht, einen Favoriten aus dem Turnier zu kegeln, oder schießen oder wie auch immer. Jogis Jungs brauchen das eigentlich heute nur noch nachzumachen.

Die Redaktion von toepfergemeinde. de hat sich in den Fußball freien Tagen jedenfalls zu intensiv(ste)en Recherchtätigkeiten auf den Weg gemacht, keine Strapazen gescheut, ja und was soll ich sagen, wir haben ein wichtiges Geheimpapier aufgetan. Dazu aber erst später mehr (die Spannung steigt….).

Vorher aber noch ein paar Fakten: Das heute ist die 14. Begegnung zwischen Deutschland und Argentinien, wir haben acht Mal gewonnen und fünf Mal unentschieden gegen die Gauchos gespielt. Argentinien hat in allen Begegnungen 23 Tore geschossen, wir zwei mehr.

Die Metzger in Langerwehe sind für die Grillpartys heute Nachmittag bestens gerüstet, es gibt schon seit Tagen in der Töpfergemeinde nur noch argentinisches Rindfleisch zu kaufen, die Temperaturen in Langerwehe haben sich denen in Südamerika mittlerweile bestens angepasst, und in den Wehter Apotheken bekommt man derzeit alles, was man als Fußballfan so braucht (die Schaufenster sind entsprechend dekoriert): Beruhigungstroppfen, Blutdruck senkende Mittelchen …

Und jetzt unser Geheimpapier: Wir alle erinnern uns ja an den kleinen Zettel, den Torwart Jens Lehmann beim Viertelfinale der WM 2006 (ebenfalls Deutschland-Argentinien, wir haben gewonnen!) vor dem Elfmeterschießen aus seinem Strumpf geholt hat. Und genau so einen Zettel hat Lehmen jetzt für seinen Nachfolger Manuel Neuer angefertigt und den vorgestern nach Kapstadt geflogen. Vorher durfte toepfergemeinde.de einen kurzen Blick und die Kamera drauf halten:

Streng geheim! Spickzettel von Manuel Neuer fürs Elmeterschießen! Streng geheim!

Da kann doch heute wirklich nichts mehr schief gehen. Und deswegen “Don`t cry for us, Argentina! War schön mit Euch.” In diesem Sinne: Viel Spaß beim Fußball und Tooooooor!!!

WM die zweite!

27/06/2010kinkel

"... und am Ende gewinnt immer Deutschland." Das hat ein englischer Fußballer gesagt.

Heute, 16 Uhr, und es geht um alles. Wieder einmal. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist gerade einmal die Vorrunde vorbei und Deutschland, also wir (!), müssen schon unser zweites Endspiel bestreiten. Gegen England.

“It´s a classic” hat Franz Beckenbauer diese Begegnung einmal genannt, was der Kaiser sagen wollte war, dass diese Paarung wirklich ein echter Klassiker, ein “classic” halt, ist.

toepfergemeinde.de hat sich auf den Weg gemacht, um herauszufinden, warum auch heute der schöne Satz des englischen Fußballprofis Gary Linker “Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter dem Ball herjagen, und am Ende gewinnt immer Deutschland” den Tatsachen entspricht. Ja, und wir haben gute Gründe gefunden. Mehrere sogar. Sehr gute sogar. In der Dürener Pfarrkirche St. Bonifatius (Wenn es der guten Sache dient, blicken wir gerne über den Tellerrand!) findet heute morgen um 9.45 Uhr ein WM-Gottesdienst statt. Die Gläubigen sollen in Trikots der deutschen Nationalmannschaft oder überhaupt in Sportklamotten (nur bitte nicht im Outfit der “Three Lions”) in die Kirche kommen, auch Vuvuzelas sind ausdrücklich erwünscht. Gebetet wird vornehmlich, das haben wir jedendalls gehört, für Poldi, Schweinsteiger & Co. Die Hilfe von oben ist also schon mal gesichert.   

Franz Josef Löfgen (links) und Rudi Reinartz.

Zum zweiten haben zwei Männer aus Langerwehe, die es wissen müssen, weil sie in ihrer Jugend jahrelang hochklassigen Fußball beim TuS 08 Langerwehe gespielt haben, der deutschen Elf von Jogi Löw (die ja keinen Spitznamen hat, aber so ein Spitzenteam braucht sich eben nicht “Drei Löwen” zu nennen, wir haben immer elf Raubkatzen, eh Kater, auf dem Platz) schon vor der WM beste Chancen attestiert. Ex-Bürgermeister Franz-Josef Löfgen und Rudi Reinartz haben auf die Qualitäten unseres Teams als Turniermannschaft hingewiesen und darauf, dass nach dem Erreichen der Vorrunde wirklich alles drin ist. Alles! Na bitte.

Und eins muss an dieser Stelle ja auch mal gesagt werden. Ghana (von uns mit 1:0 geschlagen) hat in seinem Achtelfinale die USA aus dem Turnier gekegelt. Und die waren ja bekanntermaßen als Gruppensieger aus der Vorrunde gegangen. Spricht auch irgendwie für Deutschland.

Ach ja, und aus geheimen, aber sehr zuverlässigen Quellen hat toepfergemeinde.de erfahren, dass auch in Langerwehes Partnerstadt Exmouth der ein oder andere uns die Daumen drücken will. Weil man hier lieber mit Siegern hält. Oder so.

Das allein sind schon fünf Gründe für einen deutschen Sieg. Und auch nach eingehenden Überlegungen fallen uns beim besten Willen keine dagegen ein… Deswegen der toepfergemeinde.de-Tipp: 2:1 für Deutschland.

In diesem Sinne nochmal: Tooooooooooor! Und einen schönen Fußballnachmittag.