Verfasste Beiträge ‘Wasserleitungszweckverband’

Besonders Heinrich Schumacher (2. v. l.) und Bürgermeister Heinrich Göbbels (3.v.l.) freuen sich über die neue Wasserenthärtungsanlage. Genau wie die Mitarbeiter des Wasserleitungszweckverbandes und der Baufirmen.

Besonders Heinrich Schumacher (2. v. l.) und Bürgermeister Heinrich Göbbels (3.v.l.) freuen sich über die neue Wasserenthärtungsanlage. Genau wie die Mitarbeiter des Wasserleitungszweckverbandes und der Baufirmen.

„Für die Bürger unserer Gemeinde geht mit dieser Anlage ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Für Langerwehe ist das heute ein guter Tag.“ Bürgermeister Heinrich Göbbels hat allen Grund zur Freude. An der Wassergewinnungsanlage im Langerweher Ortsteil Wenau entsteht derzeit eine moderne Enthärtungsanlage. Am 12. November wurde mit dem Bau der modernen Anlage begonnen, im Juni kommenden Jahres soll die Anlage in Betrieb genommen werden. „Eigentlich sollte heute Spatenstich sein“, schmunzelt Heinrich Schumacher vom Wasserleitungszweckverband. „Aber hier wurde so schnell gearbeitet, dass wir schon bald Richtfest feiern können.“

Derzeit hat das Wasser in Langerwehe einen Härtegrad von 21 und soll auf 9,5 bis 10 Grad eingestellt werden. „Mit der neuen Anlage“, so Bürgermeister Heinrich Göbbels, „sind die Menschen in Langerwehe endlich nicht mehr gezwungen, selbst Maßnahmen für weicheres Wasser zu ergreifen.“

Der Wasserleitungszweckverband in Langerwehe investiert in die neue Anlage knapp 1,6 Millionen Euro.

Darüber hinaus werden noch 250 000 Euro in die Wassergewinnungsanlage in Wenau investiert. Hier werden drei neue, energiesparenden Pumpen installiert, außerdem wird die Elektronik der Anlage erneuert. Finanziert wird die große Investition durch Kredite. Heinrich Schumacher, Geschäftsführer des Wasserleitungszweckverbandes in Langerwehe: „Langerwehe hat schon jetzt eine ganz hervorragend Wasserqualität. Demnächst haben wir dann auch noch weiches Wasser.“ Die geplante Enthärtungsanlage des Zweckverbandes ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch positiv. Weiches Wasser braucht zum Beispiel in der Waschmaschine weniger Energie und weniger Waschmittel – das schont die Umwelt und das Budget.

Wie sich die neue Anlage auf den Wasserpreis in der Töpfergemeinde auswirken lässt, konnte Heinrich Schumacher gestern noch nicht sagen. „Wir haben schon in diesem Jahr die Gebühren um zehn Cents erhöht, weil wir eben für die neue Anlage Kredite aufnehmen mussten. Ende 2014 können wir sagen, wie sich die neue Anlage auf den Wasserpreis auswirkt. Vorher noch nicht.“ Insgesamt werden mit dem Langerweher Wasser rund 20 000 Menschen versorgt. Neben den Bürgern von Langerwehe sind das die Einwohner von Echtz, Konzendorf und Lucherberg sowie demnächst auch die Bürger von Derichsweiler.

Die Stadtwerke Düren haben mit dem Wasserleitungszweckverband Langerwehe einen Kooperationsvertrag abgeschlossen. Ab 2014 werden bis zu 120 000 Kubikmeter des SWD-Trinkwassers aus Langerwehe kommen. Im vergangenen Jahr hat der Wasserleitungszweckverband seine Kunden mit 750000 Kubikmetern Wasser versorgt.

Wollen weicheres Wasser für Langerwehe: Jakob Kuckertz, Heinrich Göbbels, Rolf Kurth und Heinrich Schumacher (von links)

In der Töpfergemeinde wird das Wasser weicher, aber auch teurer. Das teilte Heinrich Schumacher, Betriebsleiter vom Wasserwerk Langerwehe, mit. Auch BürgermeisterHeinrich Göbbels informierte über Wasser und Preise und betonte, die Entscheidung, jetzt aktiv zu werden, sei in der Verbandsversammlung einstimmig getroffen worden.

Schon seit langem ist das Trinkwasser ist Langerwehe zwar sehr bekömmlich und gesund, aber auch außergewöhnlich hart. Härtegrad 17 hatte es schon 2003, derzeit ist man bei Härtegrad 21 angekommen. Einige Langerweher Haushalte haben sich bereits selbst Entkalkungsanlagen angeschafft. Dies war immer mit erheblichen Kosten und nicht immer mit dem gewünschten Erfolg verbunden. „Eigene Anlagen zu finanzieren, das wird nun nicht mehr nötig sein“, sagt Jakob Kuckertz, Vorsitzender der Verbandsversammlung. Der Verbands wird 1,6 Millionen Euro in eine Anlage investieren, die das Wasser deutlich weicher machen wird. „Ziel ist es, auf einen Härtegrad von 9,5 bis 10 zu kommen“, erklärt Rolf Kurth, Vorsitzender des Betriebsausschusses. Die jährlichen Aufwendungen wie Betriebskosten, Abschreibungen und Zinsaufwand werden mit 207 000 Euro beziffert.

Mit dem Bau der Enthärtungsanlage soll Anfang kommenden Jahres begonnen werden. Mitte des Jahres wird der Kubikmeter Wasser um 20 Cent teurer (Wasserpreis derzeit: 1,04 Euro pro Kubikmeter). Die Membranfiltration wird im Januar/Februar 2014 in Betrieb genommen. Die Vorgehensweise ist mit der Bezirksregierung in Köln und dem Gesundheitsamt des Kreises abgestimmt.

Normalerweise braucht eine Person im Jahr durchschnittlich 35 Kubikmeter Wasser. Bei 20 Cent mehr pro Kubikmeter kann man die Erhöhung noch moderat nennen. Hinzu kommt, „dass die Kunden Wasser sparen und auch sparsame Geräte kaufen“, so Schumacher. Er verzeichnet im Wasserwerk einen sinkenden Verbrauch.

Wollen eine Enthärtungsanlage für Langerwehe: Jakob Kuckertz, Rolf Kurth, Heinrich Göbbels und Heinrich Schumacher.

„Wir wollen etwas für die Bürger tun“, sagt Bürgermeister Heinrich Göbbels. „Das Langerweher Wasser soll weicher werden.“ Derzeit hat das Wasser der Töpfergemeinde einen Härtegrad von 21,4 Grad deutsche Härte (zum Vergleich: das Dürenern Wasser hat 10 Grad). Die Folge: Das „Wasser ist äußerst kalkhaltig. Heinrich Schumacher. Betriebsleiter des Wasserleitungszweckverbandes (WZV) in Langerwehe: „Der Härtegrad unseres Wassers hat in den vergangenen Jahren noch zugenommen. Dagegen wollen wir etwas tun.“ Eine Enthärtungsanlage die an der Gewinnungsanlage in Wenau eingebaut werden soll, soll dafür sorgen, dass sich der Härtegrad des Langerweher Wassers halbiert.

Erste Gespräche mit dem Gesundheitsamt des Kreises Düren und der Bezirksregierung Köln seien sehr positiv verlaufen, so Schumacher. „Jetzt muss nur noch die Verbandsversammlung über die Anschaffung der Membranfiltration entscheiden.“ Schumacher ist genau wie Bürgermeister Göbbels, Rolf Kurth, Vorsitzender des Betriebsausschusses und Jakob Kuckertz, Vorsitzender der verbandsversammlung, zuversichtlich, dass die Verantwortlichen sich für die Investition in Höhe von etwa zwei Millionen Euro entscheiden. „Wenn alles klappt“, so Schumacher, „können wir die Anlage schon Ende 2013 in Betrieb nehmen.“ Ein Ingenierubüro ist bereits jetzt mit vorläufigen Planungsarbeiten betraut. Geprüft werden muss unter anderem, wie sich das enthärtete Wasser auf das bisherige Rohrnetz auswirkt.

Rolf Kurth rät daher auch allen Kunden des WZV, mit der Anschaffung einer privaten Wasserenthärtungsnalage zu warten. Die neue Membranfiltration wirkt sich auch auf den Wasserpreis in Langerwehe aus. „Voraussichtlich“, so Heinrich Schumacher, „wird der Wasserpreis um 20 bis 30 Cents pro Kubikmeter erhöhen.“ Bislang kostetder Kubikmeter Frischmasser 1,04 Euro.

Der WZV versorgt 5680 Hausanschlüsse (18 000 Menschen) mit Wasser. Die Kunden kommen aus Langerwehe, Lucherberg sowie Echtz und Konzendorf. Pro Jahr fließen 755 000 Kubikmeter Wasser. Ist die Anlage gebaut, soll sie auch über den Verkauf von Wasser an die Stadtwerke Düren refinanziert werden. 120 000 Kubikmeter kann der WZV abgeben. Darüber hinaus werden ie 1976 errichteten Behälterkammern am Hochbehälter Schönthal saniert. Die Kosten dafür liegen bei rund 500 000 Euro.

Landwirt Werner Schillings hilft, dass Langerwehe endlich den Kampf gegen die Schneemassen gewinnt. Foto: Gerd Franzen

So langsam ist aber jetzt wirklich genug mit den Schneemassen! Und die Töpfergemeinde räumt auch schon tüchtig auf. Mitarbeiter von Bauhof und Wasserleitungszweckverband haben in der Hauptstraße am Montagabend Schnee geschippt und weggefahren, auch in Stütgerloch ist gestern am frühen Abend ein Unimog gesichtet worden, der die Schneemassen von Straßen und Bürgersteigen abtransportiert hat.

Und Landwirt Werner Schillings aus Luchem hat derzeit Hochbetrieb. Nein, nicht mit seinem Betrieb. Sondern in Sachen Schnee- und Winterdienst. Immer wieder klingelt bei dem hilfsbereiten Bauern dieser Tage das Telefon, dann setzt Werner Schillings sich mit seinem großen Gefährt in Bewegung und macht den Schneemassen den Garaus – ein Supermarktplatz ist seidem wieder bestens befahrbar, der Hof eines Wehter Autohauses auch. Gestern war der dreifache Familienvater dann am Nikolausberg im Einsatz, hier hat Gerd Franzen ihn auch bei der Arbeit fotografiert. Werner Schillings hat Straßenränder und Garageneinfahrten wieder zugänglich gemacht. Toll!

An dieser Stelle deswegen auch einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die seit Tagen unermüdlich in Langerwehe im Einsatz sind, um Straßen und Bürgersteige zumindest wieder einigermaßen passierbar zu machen!

Und an dieser Stelle auch noch einmal an Sie, liebe Leser von toepfergemeinde.de die Bitte: Schicken Sie uns Ihre schönsten Winderbilder! Oder die vom Kampf gegen die Schneemassen! Eine E-Mail an toepfergemeinde@web.de genügt. Wir freuen uns drauf. Und veröffentlichen Ihre Fotos sehr gerne!