Verfasste Beiträge ‘Walter Jordans’

Jens Bröker

Das Thema klingt spannend. „Klima und Energie im Indeland 2050“ war der Abend mit Jens Bröker, Geschäftsführer der Indeland GmbH, überschrieben, zu dem der Arbeitskreis „Klima und Energie“ der Langerweher Zukunftswerkstatt eingeladen hatte. Zwar waren nur knapp 20 Bürger ins Forum der Wehebachschule gekommen, trotzdem entwickelte sich im Laufe des Abends eine angeregte Diskussion. Und in seinem Vortrag kam Jens Bröker der Aufforderung von Walter Jordans von der Zukunftswerkstatt „Bringen Sie uns Indeland näher“ nach. Die Region, so Jens Bröker, müsse sich für die Zeit nach dem Braunkohletagebau rüsten, sich schon jetzt um die regionalwirtschaftliche Entwicklung des Braunkohlereviers kümmern.

Jens Bröker: „Wir müssen uns für die Zeit nach dem Tagebau wappnen, und da ist es gut, wenn möglichst viele Städte und Gemeinden mit einer gemeinsamen Stimme sprechen.“ Natürlich, so Bröker weiter, sei es schwierig, schon jetzt für die Zeit nach 2030 zu planen. „Ich vergleiche das immer mit einer Expedition von früheren Zeiten. Da wussten die Leute auch nicht genau, was sie an ihrem Ziel erwarten würde. Sie hatten aber Vorstellungen. Und so ähnlich ist das bei uns auch.“ Die demografische Entwicklung, der Klimawandel, die zukünftigen Lebensstile der Menschen der Region und auch deren Freizeitgewohnheiten seien einige Punkte, die bei den Planungen für die Zukunft berücksichtigt werden müssten. Klar sei auch, dass die angestrebte Restsee-Lösung viel kostengünstiger sei als eine Landverfüllung. „Die hohen Einsparungen, die RWE hier macht“, so Bröker, „müssen zu großen Teilen wieder in die Region zurück fließen. Dafür setzen wir uns ein.“ Das Geld könne in Projekte gesteckt werden. Darüber hinaus sei es wichtig, die Standortvorteile des Indelandes herauszuarbeiten, auch um die Region für Unternehmen attraktiv zu machen. „RWE vergibt derzeit jedes Jahr Aufträge in Höhe von 100 Millionen Euro in den Kreis Düren“, so Jens Bröker. „Die fallen natürlich weg, wenn der Tagebau vorbei ist. Und deswegen brauchen wir hier nachhaltige Investitionen.“ Die Region zu stützen und die Strukturdefizite aufzuarbeiten sei auch Aufgabe der gemeinnützigen Indeland GmbH.

Bröker: „Wir sprechen über Zeiträume, die noch 30, 40 Jahre in der Zukunft liegen. Deswegen muss es noch mehr gelingen, auch junge Leute für Themen wie Restsee und Strukturwandel zu gewinnen. Wir können den Restsee vielleicht noch sehen, unsere Kinder und Jugendlichen können ihn genießen.“ Ein erster Schritt, Jugendliche für den Tagebau zu sensibilisieren, ist vielleicht die Tatsache, dass es das Indeland-Gebiet als Beispielregion in ein Schulbuch des renommierten Dierke-Verlags geschafft hat. Kommende Schülergenerationen lernen anhand des Tagebaus Inden, wie sich eine Region aufgrund von Braunkohleabbau verändert und mit diesen Veränderungen zurecht kommt.

Die Entwicklungsgesellschaft Indeland ist 2007 gegründet worden, seit knapp einem Jahr ist Jens Bröker ihr Geschäftsführer. Zur Indeland GmbH gehören der Kreis Düren sowie die Städte und Gemeinden Eschweiler, Jülich, Aldenhoven, Inden, Langerwehe, Niderzier und Linnich.

Ein konkretes Projekt der Indeland GmbH für Langerwehe ist ein Infopunkt, der am Langerweher Bahnhof eingerichtet werden soll. Hier soll es dann auch eine Station geben, bei der E-Bikes aufgeladen werden können.

"Alles für die Katz" war das Motto der Orgelbausitzung.

Winfried Maier, Präsident der Langerweher Karnevalsgesellschaft “Pannebäckere” hat es wunderschön auf den Punkt gebracht. “Das hier ist unsere Heimat. Hier kommen wir immer wieder gerne hin”, hat er bei der 14. Karnevalssitzung des Langerweher Orgelbauvereins am Samstag Abend im Pfarrheim der Töpfergemeinde gesagt. Und treffender hätte man es eigentlich überhaupt nicht formulieren können. Die Karnevalssitzung mit dem Orgelbauverein ist wirklich ein Stück zu Hause - weil man mit Menschen feiert, die man kennt und mag, und weil das fast siebenstündige Sitzungsprogramm wieder mit jede Menge Lokalkolorit begeistern konnte. Na ja, und ganz sicher auch, weil der Karneval des Orgelbauvereins irgendwie ursprünglich ist: Lustig, natürlich, aber auch bissig und kritisch. Hier wird der Finger – auch – in die Wunge gelegt. Und machmal eben genau dahin, wo es weh tut. Und das ist ja schon seit jeher auch der Sinn von Fastelovend: Die Obrigkeit gründlich aufs Korn nehmen.

Moderator Kurt Gielgen

Wie immer hatten die Organisatoren jede Menge Helferinnen und Helfer, die für Speisen und Getränke sorgten. Clemens von Scheibler ist hier zu nennen, genau wie Nelly und Friedel Pohl mit ihrem Team. Und für die Besucherinnen und Besucher war wie immer alles kostenlos. “Wir sammeln Spenden”, so Kurt Gielgen. “Die neue Orgel ist noch lange nicht bezahlt.” Über 20000 Euro ist bei den vergangenen 13 Sitzungen des Orgelbauvereins zusammengekommen.

Das Motto der 14. Orgelbausitzung war “Alles für die Katz”, auch deswegen gab es im voll besetzten Saal jede Menge Kätzchen und Mäuse zu sehen, aber auch ein echter Kratzbaum ist gesichtet worden. Kompliment für die vielen originellen Kostüme! Eröffnet wurde der Abend wie immer von Uschi Nieveler und Christel Dick, die “Frauen für alle Fälle”, die mit einem flotten Zwiegespräch, das wieder einmal ziemlich “Langerweherisch” daherkam, dem Publikum gleich zu guter Laune verhalfen. Es ging unter anderem um das Geschäftssterben auf der Langerwehe Hauptstraße, die Ehemänner und die Wehter Tankstelle, weil die schließlich der ”teuerste Ort des Dorfes” sei.

Viel Applaus ernteten auch die “Wehter Vokalisten” mit Walter Jordans, Johannes Herten, Bert Graff und Martin Jung, die einige Hits der Kölner Kultband “Bläck Fööss” im Gepäck hatten, und unübertroffen war ohne Zweifel der Auftritt von Lothar Kurth und Alois Sievers, die sich den berühmten Badewannen-Sketch von Loriot vorgenommen hatten, und als Herr Müller-Lüdenscheid und Dr. Klöbner in der Wanne saßen und einen großartigen und sehr erfolgreichen Angriff auf die Lachmuskeln des Publikums starteten.

Viel Spaß mit dem "Chor vom Jung"

Heinrich Dohmen war wie immer als “Doof Nuss” mit dabei, und erstmalig wagte auch Moderator Kurt Gielgen einen Ausflug in die Bütt. Er hatte sich das Motto des Abends zum Thema gemacht und erntete viele Lacher. Die Sängerinnen und Sänger des “Jungen Chores”, der seit Samstag allerdings der “Chor vom Jung” heißt (Kurt Gielgen: “Früher waren die Sängerinnen jung und schön, heute sind sie nur noch schön!”) präsentierten alte Schlager und spätestens als die Eschweiler “Inde-Rebellen” die Bühne im Pfarrheim enterten war der Raum ein echter Hexenkessel. Besser hätte die Stimmung einfach nicht sein können. Schön auch, dass  – wie immer – beide Langerweher Karnevalsgesellschaften, also die KG “Löstige Döppesbäckere” und die “Pannebäckere”, den Jecken beim Orgelbaukarneval einen Besuch abstatteten. Mitsamt Musikkapelle, Funkemariechen, Garden und Schautanzgruppen. Klar, dass auch das Wehter Prinzenpaar, Marlene und Hubert Gasper, bei dem närrischen Treiben nicht fehlen durfte. Und auch Alfred Winges, in der vergangenen Session Karnevalsprinz in Eschweiler und deswegen in Langerwehe nicht mit von der Partie, war wieder da. Als “der Lange” hatte er wieder eine prima Büttenrede im Gepäck.

Höhepunkt des Programms war auch am Samstag wieder der Auftritt der “Drei Grazien”, die wie immer von ihrem Platz auf dem Langerweher Friedhof das Geschehen in Langerwehe bestens im Blick hatten.

Die drei Grazien hatten ihren Giftzahn frisch gefüllt.

Themen hatten Bert Graff, Walter Jordans und Johannes Herten wahrlich genug. Es ging um das leidige Thema Parken auf der Hauptstraße, das neue Begenungszentrum “Marienkapelle”, das derzeit in Jüngersdorf entsteht und ohne Zweifel Tsunami-sicher ist, das rote Haus am Wehebach (das nicht früher einmal in Monschau gestanden hat), den neuen Handyladen an der Hauptstraße. Klar, dass auch das Pfarrleben in St. Martin bei dem Vortrag der “Grazien” eine große Rolle spielte. 
Insgesamt war es bei sechseinhalb Stunden Karneval, der ja fast ausschließlich von Laien gestaltet wurde, keine Sekunde langweilig. Im Gegenteil. Die Zeit ist wie im Flug vergangen.  Danke für eine tolle Sitzung! Und Danke für den schönen Orden, er hat schon seinen Ehrenplatz in der Redaktion von toepfergemeinde.de gefunden! Bis nächstes Jahr!

Aber genug der Worte: Alle Fotos von der tollen Sitzung gibt es hier – ein Klick genügt. Viel Spaß beim Bildergucken!

Aus leckeren Äpfel wird leckerer Saft!

Walter Jordans vom BUND hat eine gute Nachricht für Menschen mit vielen Äpfeln: “Sie bringen Ihre Äpfel, wir waschen, zerkleinern, pressen, pasteurisieren und füllen in eine Fünf-Liter-Box ab. Der Saft ist mindestens ein Jahr haltbar, ganz ohne Chemie und auch der angebrochene Behälter ist liegend 2-3 Monate haltbar. Endlich könnenSihr Obst sinnvoll verwerten. Die Pflege von Obstbäumen und Streuobstwiesen soll sich wieder lohnen”. Deshalb das Angebot des BUND in Kooperation mit der Dürener Gesellschaft für Arbeitförderung im ganzen Kreis Düren. 
Zweimal ist das Saftmobil in Langerwehe, und zwar am Samstag, 6. Oktober am Töpferbrunnen an der Hauptstraße und für die späteren Sorten am Samstag, 27. Oktober,  an der Mettlermühle, so Lothar Kurth, Vorsitzender Der BUND-Gruppe Inden-Langerwehe und Organisator der Langerweher Presstermine. Eine Anmeldung ist sinnvoll, damit die Wartezeitenso kurz wie möglich sind. Diesmal ist das nicht nur per Telefon unter 02423/902476 (täglich zwischen 18 und 19.30) möglich, sondern zusätzlich in einer Doodle-Liste unter http://doodle.com/yy4bkiu3zxnb4a89, wo man sofort die passende Uhrzeit buchen kann.

In unserer Region sind einige Äpfelbäume in diesem Jahr ganz ohne Ertrag. Dr. Rainer Wiertz vom BUND begründet dies mit der Witterung im Frühling. Entscheidend ist immer das Wetter zur Zeit der Blüte. Wenn es da einen Spätfrost gibt, bedeutet dies Totalausfall. Bei kühler Witterung (unter 12 Grad) fliegen die Bienen nicht, und es kommt zu geringer Bestäubung. Da die Sorten zu unterschiedlichen Zeiten blühen, kam es zu den großen Unterschieden. Ein weiterer Faktor waren die guten Erträge im Vorjahr. Einige alte Sorten haben sich da verausgabt und sind dann im Folgejahr einfach zurückhaltender. Dies nennt man bei Obstbäumen „Alternanz“. Sie tragen dann im Wechsel jedes zweite Jahr. Walter Jordans: “Das können wir ausgleichen, wenn Sie dieses Jahr kein Obst haben, dann hilft ein Streuobstwiesenbesitzer der seinen Ertrag nicht allein verwerten kann. Sagen Sie uns rechtzeitig bescheid wie viel Kilogramm Äpfel sie abnehmen wollen, wir stellen den Kontakt her oder bringen das Obst in einer Sammelbestellung mit.”

Unter den Lieferern von Äpfeln zur Pressaktion in Langerwehe wird vom BUND ein Gutschein für einen Hochstamm Obstbaum verlost.

Zudem bieten wir in diesem Jahr bei unseren Saftpressaktionen auch die Möglichkeit Obstbäume zu bestellen. Hier sind auch die regionalen alten Sorten und unterschiedliche Stammhöhen verfügbar. Obstbaumwarte der Region und Mitglieder des BUND beraten zu Sortenfragen für die entsprechenden Standorte. Nicht jede Sorte kann überall gut wachsen. In den rauen Eifellagen sind andere Sorten als in den Niederungen zu empfehlen. Im Rahmen dieser Sammelbestellung werden die gewonnen Obstbäume dann mit geliefert.

Obstbaumverlosungen wird es auch bei den anderen Pressaktionen des BUND in der Region geben. Die Termine finden Sie unter: www.bund-dueren.de, www.bund.net/luna oder unter: www.streuobstwiesen.net

Auch ein Hahn wird beim Sommerfest der IV "Pro Langerwehe" sein Unwesen treiben.

„Hier leben wir, hier kaufen wir“, unter diesem Motto lädt die Interessenvertretung (IV) „Pro Langerwehe“, am Sonntag, 1. Juli, bereits zum 18. Mal zu ihrem großen Sommerfest entlang der Langerweher Hauptstraße ein. Und wie immer haben Heinz Herten, Vorsitzender der IV „Pro Langerwehe“ und seine Mitstreiter ein tolles Programm auf die Beine gestellt. Sieben Musikgruppe, von denen sechs übrigens zum ersten Mal in Langerwehe zu Gast sein werden, mit über 250 Musikerinnen und Musikern werden am ersten Julisonntag in Langerweher für Stimmung und Unterhaltung sorgen. Mit von der Partie ist das Musikkorps der Freiwilligen Feuerwehr Grossen-Linden, das schon bei der New Yorker Steubenparade gespielt hat, der Spielmanns- und Fanfarenzug der Freiwilligen Feuerwehr Alsfeld, das „Starriders Drum an Bugle Corps“, die „Strasser Garde Rheinhausen“, „The Sound of Frankfurt“ und die Gruppe „Fliegende Stöcke“.

Ebenfalls mit von der Partie sind drei Schauspieler der Gruppe „Pas-ParTouT“, die in Langerwehe ihr Programm „Cock-Tales“ im Gepäck haben werden. Einer der Schauspieler, Martin Glasmacher, erklärt das so: „Wir sind drei Hühner und Hähne und spielen mit den Zuschauern. Wir nehmen Mensch und Tier und deren Verhältnis zueinander auf die Schippe.“ Wie alle anderen Gruppen auch, ist „PasParTouT“ entlang der ganzen Hauptstraße unterwegs. „Das Publikum“, so Martin Glasmacher, „wird überrascht sein, wo wir überall auftauchen.“ In verschiedenen Langerweher Geschäften wird es zudem ein eigenes kleines Musikprogramm geben, außerdem werden entlang der Hauptstraße über 30 Informationsstände zu den unterschiedlichsten Themen zu finden sein. Auf dem Kirchvorplatz bekommen die drei Arbeitskreise „Wirtschaft“, Soziales“ sowie „Klima und Energie“ der Zukunftswerkstatt die Gelegenheit, ihre Arbeit zu präsentieren. Walter Jordans, Sprecher des Arbeitskreises „Energie und Umwelt“: Wir haben uns in diesem Jahr besonders mit der energetischen Gebäudesanierung befasst und das soll auch auf dem Kirchvorplatz besonders zum Tragen kommen.“ Im Rahmen einer kleinen Ausstellung werden Langerweher Handwerker, die Energieagentur des Landes Nordrhein-Westfalen, die Verbraucherzentrale und das Bauamt des Kreises Düren über die Möglichkeiten der Gebäudesanierung informieren. Unter anderem geht es um Dach- und Fensterisolierung, Heizung und Solaranlagen. Für alle Eigenheimbesitzer wird zudem ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen angeboten. Heinz Herten ist zuversichtlich, dass bei einigermaßen gutem Wetter am 1. Juli viele Menschen nach Langerwehe kommen. „Es gibt an diesem Wochenende in unserer Region keine andere große Veranstaltung, so dass wir hoffen, die 10 000er-Besuchermarke noch einmal mit unserer Veranstaltung zu übertreffen.“

Das Sommerfest der Interessenvertretung „Pro Langerwehe“, findet am Sonntag, 1. Juli, von 11 bis 17 Uhr statt. Die Geschäfte der Töpfergemeinde sind von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Die komplette Hauptstraße soll an diesem Tag zur Flaniermeile werden und ist vom Ulhaus bis nach Stütgerloch gesperrt. Ausreichend Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Exmouthplatz oder auf dem großen Parkplatz am Bahnhof der Euregiobahn.

Der BUND und die Langerweher Umwelt- und Naturschutzaktion “Luna” laden am Freitag, 24. Februar, von 20 bis 22 Uhr zu einem Vortrag zum Thema “Mikroorganismen” ein. Als Referentinnen konnten Marianne Traut und Ellen Jasper gewonnen werden. Nähere Informationen zu der Veranstaltung und den Veranstaltungsort gibt es bei Lothar Kurth unter der Rufnummer 02423/902476.