Verfasste Beiträge ‘Vettweiß’

Freuen sich über die Kooperation: Heinrich Schumacher, Heinrich Göbbels, Josef Kranz, Jörg Kemmerling (sitzend von links), Jakob Kuckertz, Rolf Kurth und Konrad Becker (hintere Reihe von links).

Die Wasserwerke Langerwehe und Vettweiß wollen in Zukunft eng zusammenarbeiten. Bürgermeister Heinrich Göbbels (Langerwehe) und Josef Kranz haben jetzt einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Nach den technischen Regeln des Dachverbandes der Gas- und Wasserwerke „DVGW) ist es notwendig das Leitungsnetz in irgendeiner Form vorzuhalten. „Wir sind als Wasserwerk auskunftspflichtig, beispielsweise gegenüber Bauherrn, wo die Leitungen ganz genau liegen“, erklärt Jörg Kemmerling, Betriebsleiter des Wasserwerkes Vettweiß.

Die Gemeinde Langerwehe hat bereits vor acht Jahren einen Kooperationsvertrag mit den Stadtwerken Düren abgeschlossen. Heinrich Schumacher vom Wasserleitungszweckverband Langerwehe: „Uns fehlte aus Kostengründen die Software, um das Rohrnetz erfassen zu können. Die haben wir dann von den Stadtwerken bekommen.“ Die Vermessung der Rohre wollten die Verantwortlichen des Wasserleitungszweckverbandes Langerwehe aber in Eigenleistung vornehmen.

Heinrich Schumacher: „Deswegen haben wir 2005 einen Vermessungstechniker eingestellt.“ Der ist nun mit der Vermessung von 114 Kilometern Rohren in der Töpfergemeinde fast fertig und arbeitet jetzt an der geografischen Datenerfassung des Vettweißer Leitungsnetzes. Und das ist mit 330 Kilometern deutlich länger als das Langerweher Netz. Hierfür stellt ihm der Wasserleitungszweckverband Langerwehe ein Fahrzeug und entsprechende Vermessungsgeräte zur Verfügung. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Kooperationsvertrages ist darüber hinaus, dass unter Federführung des Wasserwerkes Vettweiß in beiden Gemeinden das geforderte „technische Sicherheitsmanagement“ einzuführen. „Dabei“, so Jörg Kemmerling, „geht es in erster Linie darum, die Organisationssicherheit in den beiden Wasserwerken zu überprüfen.“

Die beiden Bürgermeister Heinrich Göbbels und Josef Kranz zeigten sich sehr erfreut über die Zusammenarbeit der beiden Wasserwerke. „Wasser“, so Kranz, ist kein Wirtschaftsgut, sondern ein Lebensgut. Die interkommunale Zusammenarbeit macht Sinn. Wenn wir unsere Ressourcen gemeinsam nutzen, können wir uns mit unseren Wasserwerken auch gegen größere Konkurrenten behaupten.“

Das Wasserwerk Vettweiß versorgt 14 000 Hausanschlüsse mit Wasser und ist damit deutlich größer als das Wasserwerk Langerwehe. Hier werden 5680 Hausanschlüsse versorgt.