Verfasste Beiträge ‘Töpfereimseum’

Felix Janosas kommt am 22. März nach Langerwehe.

Felix Janosas kommt am 22. März nach Langerwehe. Foto: Peter Leßmann

Der Kabarettist Felix Janosas gastiert mit seinem aktuellen Programm „In der Hitfabrik“ am Samstag, 22. März, im Töpfereimuseum Langerwehe zu sehen. Beginn ist um 20 Uhr. Der Kartenvorverkauf hat begonnen.

Das Programm ist eine Abrechnung mit seinem langjährigen Schaffen im Musikbusiness. Der eine macht eine Therapie oder eine Kur, Felix Janosa hingegen verarbeitet Erlebnisse gerne auf musikalische Art und Weise – satirisch, schwarz und trotzdem charmant-amüsant. Seine rund 25-jährige Erfahrung im Musikgeschäft präsentiert er nun als Kabarettprogramm, unter anderem am 22. März im Töpfereimuseum Langerwehe.

Der Aachener versteht es, sich immer wieder neu zu definieren: sei es als Autor, als Kabarettist, als Hörspiel-Produzent oder Komponist von klassischer Musik. Spricht man Janosa darauf an, warum er nach dem Lehramtstudium Ende der Achtziger nicht den Beruf des Musiklehrers ausüben wollte, be-kommt man eine entrüstete Antwort: „Ich kann unmöglich das Gleiche machen wie meine Frau! Später unterhalten wir uns beim Abendessen darüber, welche Stücke sie heute mit der 8c durchgenommen hat und wer bei mir in der 8b wieder einen Klassenbucheintrag bekommen hat! Da musste ich mir etwas anderes überlegen.“

Somit schlug er zunächst eine Karriere als Kabarettist ein und spielte u.a. in renommierten Theatern wie dem Mainzer Unterhaus und dem Kölner Senftöpfchen Theater.

Zusammen mit seinem Studienkollegen rief er Anfang der 90er „Ritter Rost“ ins Leben: ein Kinderhörspiel-Musical mit durchdachten Geschichten und höchstem musikalischen Anspruch, das nicht, wie viele andere Kinderhörspiele, Eltern in den Wahnsinn treibt, sondern auch zu Fans werden lässt. So wie Judith Holofernes, die Frontfrau der Band „Wir sind Helden“: Sie schrieb 2012 auf ihrer Internetseite, sie sei derart begeistert von Ritter Rost, dass sie gerne beim Hörspiel mitmachen würde. Noch im gleichen Jahr sang sie in „Ritter Rost und die Zauberfee“.

Die musikalische Qualität, die Janosa seinen erwachsenen Kabarettfans bietet, wollte er auch den Ritter Rost-Fans präsentieren – mal eine Anlehnung an die Beatles, mal an Beethoven. „Im Gegensatz zu Rolf Zukowski und Peter Maffay sind wir die reinsten Hochkultur-Punks!“, sagt Janosa mit einem zufriedenen Lächeln.

In seinem aktuellen Programm „In der Hitfabrik“ geht es um One-Hit-Wonder, verbrauchte Talente und egozentrische Produzenten. Die verschiedenste Charaktere, die man in der Musikbranche (zum Beispiel in TV-Casting-Formaten) antrifft, karikiert er mit allen ihren Marotten und überspitzt ihre Showbusiness-Allüren. Da muss man auch schon mal 500 Prozent geben, wenn man es unter die Stars und Sternchen schaffen will – oder gibt sich direkt die Kugel, das kann auch zum großen Karrieresprung helfen!

Musikalisch ist das Programm ein 100-minütiger Parforce-Ritt durch sämtliche Epochen und Stile, virtuose Parodien stehen neben dem groovigen Jazz, schwarzer Humor in bester Georg-Kreisler-Manier wechselt sich ab mit nachdenklichen Popsongs.

Karten sind an folgenden Vorverkaufsstellen erhältlich: Naturkost Simons, Hauptstraße 33, Langerwehe; Pflegedienst Lehnen, Eifelstraße 74, Schlich; Grünes Büro, Friedrich-Ebert-Platz 13, Düren

Dr. Kisten Ulrike Maaß freut sich über die tolle Ausstellung.

„Salt & Potter“ heißt die aktuelle Ausstellung, die noch bis Sonntag, 25. August, im Töpfereimuseum in Langerwehe zu sehen ist. 14 Keramikerinnen und Keramiker aus ganz Europa und Australien präsentieren Kunstwerke aus Keramik ganz unterschiedlicher Art. Gemein ist allen Kunstwerken der Salzbrand.
Museumsleiterin Dr. Kirsten Maaß: „Seit dem 15. Jahrhundert wird auch in Langerwehe mit Salzbrand gearbeitet. Unser Ort und seine Töpfer waren berühmt für die Vorratsgefäße mit Salzbrand.“ Von Langerwehe, so Maaß, sei der Salzbrand damals in die Welt gegangen. „Und heute kommen die Salzkeramiker zurück nach Langerwehe.“ Salzbrand, so die Museumsleiterin, sei eine äußerst komplizierte Technik, die nur von erfahrenen Keramikern wirklich gut umgesetzt werden könnte. Erfahrung, die die 14 Künstler, die derzeit im Töpfereimuseum ausstellen, ohne Zweifel haben.
Die Arbeiten von Dörte Ahrenkiel, Stefan Bang, Petra Bittl, Joop Crompvoets, Richard Dewar, Maria Geszler.Carzuly, Martin goerg, Roz Herrin, Nirdosh Petra van Heesbeen, Sandy Lockwwod, Peter Meanley, Michael Sälzer, Fergus Stewart und Ruthanne Tudball haben alle ganz unterschiedliche Charaktere. Einige haben eine perlige, noppige Oberfläche, andere sind in ihrer Form sehr streng, dafür aber farbenprächtig, bei wieder anderen spielt der Künstler in seinen Arbeiten mit der Form einer Teekanne.

Zu sehen ist „Salt & Potter“ von dienstags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr, samstags von 12 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Wie immer haben Dr. Kirsten Ulrike Maaß und ihr Team auch ein begleitendes museumspädagogisches Programm zu der interessanten Keramikausstellung entwickelt.