Verfasste Beiträge ‘Töpferbrunnen’

Am Ende des Parkplatzes "Töpferbrunnen" soll das Geschäftshaus gebaut werden.

Am Ende des Parkplatzes “Töpferbrunnen” soll das Geschäftshaus gebaut werden.

Auf dem Parkplatz „Am Töpferbrunnen“ in Langerwehe wird demnächst ein Geschäftshaus entstehen. Der Rat hat in seiner jüngsten Sitzung dafür die entsprechenden Weichen gestellt. Investor Dirk Schlun aus Aachen wird vermutlich gleich nach dem Winter mit dem Bau beginnen. Einstimmig haben die Mitglieder des Rates sich dafür ausgesprochen, den Bebauungsplan entsprechend aufzustellen.

Dass auf dem Parkplatz am Töpferbrunnen ein Geschäftshaus entstehen soll, ist in Langerwehe schön länger im Gespräch. Strittig war bis zuletzt die Frage, wie und wo Ersatz für die durch den Bau des neuen Hauses wegfallenden Parkplätze geschaffen werden kann. Bürgermeister Heinrich Göbbels: „Die Gemeinde wird ein Grundstück ankaufen, auf dem zehn Parkplätze entstehen werden, außerdem werden wir ein Grundstück am Schießberggraben pflastern lassen, auf dem Platz für sieben Parkplätze ist. An dem Geschäftshaus selbst wird es 25 Parkplätze geben, so dass den Kunden insgesamt 42 Parkplätze zur Verfügung stehen. Und das sind nur vier weniger als vor dem Bau des Geschäftshauses.“ Es war den Langerweher Ratspolitikern ein besonderes Anliegen, dass die Parkplätze frei zugänglich sind. Göbbels: „Ein kostenpflichtiges Parkdeck wäre für Langerwehe kein gutes Signal gewesen.“

In dem neuen Geschäftshaus mit einer Fläche von etwa 2500 Quadratmetern sollen demnächst die Rossmann-Fililale, die bisher ihren Sitz an der Langerweher Hauptstraße hat, sowie die Geschäftsstelle der Volksbank untergebracht werden. Außerdem ist hier Platz für ein weiteres Geschäft, etwa einen Textilmarkt. Für Bürgermeister Heinrich Göbbels ist die Bebauung am Töpferbrunnen ein „weiterer Schritt, Langerwehe noch lebendiger zu machen. Seit 22 Jahren ist das in unserer Gemeinde ein Thema“, so der Bürgermeister. „Jetzt haben wir endlich eine gute Entscheidung gefunden.“

Überhaupt zeigte sich Göbbels mit der Entwicklung „seiner“ Gemeinde mehr als zufrieden. „Langerwehe ist sehr interessant für die Ansiedlung neuer Firmen. Und auch unsere Baugebiete laufen sehr gut. Als Beispiel möchte ich nur das Baugebiet ‚Seelebach‘ nennen, wo mittlerweile fast alle Grundstücke verkauft sind.“

Als Gründe hierfür nannte Bürgermeister Göbbels die vergleichsweise geringen Gewerbesteuern mit einem Hebesatz von 418 Prozentpunkten. „Und auch die Abfallgebühren“, so Göbbels, „befinden sich in Langerwehe seit Jahren auf einem insgesamt niedrigen und sehr stabilen Niveau.“ Göbbels ist davon überzeugt, dass demnächst auch mit der Erschließung des Gewerbegebietes „Am Steinchen“ begonnen werden kann. „Ich bin sicher, dass die L 12n demnächst gebaut wird“, so der Bürgermeister. „Diese Straße und der Anschluss an die A 4 bei Luchem macht dieses Gebiet am westlichen Ortsrand von Langerwehe noch attraktiver. Und es liegen uns auch schon Anfragen für dieses Gewerbegebiet vor.“
Wenn die Rossmann-Filiale von der Hauptstraße in das neue Geschäftshaus am Töpferbrunnen zieht, steht in Langerwehe ein großes Ladenlokal mit rund 450 Quadratmetern Fläche leer. Hier versuchen Heinz Herten und die Interessenvertretung „Pro Langerwehe“ einen kleineren Lebensmittelmarkt anzusiedeln.

„Die Größe ist attraktiv“, so Herten, „und wir hoffen, dass die Chancen für einen Lebensmittelmarkt ganz gut sind. Das wäre für Langerwehe eine tolle Sache.“

Am Ende des Parkplatzes "Töpferbrunnen" soll das Geschäftshaus gebaut werden.

Am Parkplatz „Töpferbrunnen“ an der Langerweher Hauptstraße tut sich etwas. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses hat Architektin Sabrina Strobel erste Pläne für ein neues, kleines Einkaufszentrum vorgestellt, das am Ende des Parkplatzes entstehen soll. Das Grundstück gehört der Gemeinde, mit Dirk Schlun ist ein erfahrener Investor gefunden, der auch schon die „Neue Mitte“ in Niederzier mit realisiert hat.

Entstehen soll ein Einkaufszentrum mit einer Fläche von knapp 2500 Quadratmetern, hier sollen der Drogeriemarkt einziehen, der bislang auf der Langerweher Hauptstraße zu finden ist und die VR-Bank, die ihren Geschäftssitz in der Poststraße hat. Außerdem hat das neue Einkaufszentrum noch Platz für einen Textilmarkt. „Wir wollen Langerwehe mit diesem Einkaufszentrum noch attraktiver machen“, so Sabrina Strobel. Das neue Zentrum soll eingeschossig gebaut werden, für die Fassade kann die Architektin sich Ton kombiniert mit modernen Materialien vorstellen. Strobel: „Unser Ziel ist eine städtebauliche Aufwertung von Langerwehe. Wir wollen den Platz am Töpferbrunnen so gestalten, dass hier demnächst auch kulturelle Veranstaltungen stattfinden können.“

Grundsätzlich haben die Mitglieder des Bauausschusses die Pläne für ein Geschäftshaus positiv aufgenommen. „Wir sollten froh sein“, so CDU-Mann Timo Löfgen, „dass sich für diesen Platz eine Perspektive ergibt.“

Ähnlich sieht das auch Heinz Herten, Vorsitzender Interessenvertretung „Pro Langerwehe“, einem Zusammenschluss von Geschäftsleuten, Händlern und Freiberuflern. „Wir begrüßen es sehr, dass hier endlich etwas passiert.“ Man sei auch schon bemüht, so Herten weiter, für das Ladenlokal an der Hauptstraße, wo jetzt der Drogeriemarkt ist, einen neuen Mieter zu finden. Schon lange besteht der Wunsch, wieder einen Lebensmittelmarkt ins Zentrum von Langerwehe zu bekommen. Trotzdem gibt es sicher noch viele Diskussionen zwischen Gemeinde, Geschäftsleuten und Investor. Durch den Bau des Einkaufszentrums fallen rund um den Töpferbrunnen viele Parkplätze weg. Heinz Herten: „Wenn das neue Einkaufszentrum gebaut wird, müssen wir ohne Zweifel über ein neues Parkkonzept für die Hauptstraße nachdenken.“

Es gab fetzige Musik, es wurde diskutiert und die Preise des Malwettbewerbs den die “Dürener Nachrichten” im Rahmen ihrer Serie “Mein Langerwehe” ausgelob hatten wurden vergeben – kurzum der Vormittag am Töpferbrunnen mit meinen Kollegen aus der Lokalredaktion und Redaktionsleiter Ingo Latotzki war ein voller Erfolg.

In der Diskussionsrunde stellten sich Walter Jordans vom BUND und Mit-Initiator der Langerweher Zukunftswerkstatt, Alois Sivers, Chef der Interessengemeinschaft der Langerweher Vereine, Heinz Herten von der IV “Pro Langerwehe”, Roberto Schmitz, Schülersprecher der Gesamtschule, Jochen Bauer, Vorsitzender des Vereins “Jugend in Langerwehe” und Bügermeister Heinrich Göbbels den Fragen von Ingo Latotzki und mir. Und trotz der desoalten Haushaltslage der Gemeinde, so der Tenor der munteren Runde, könne man in Langerwehe optimistisch in die Zukunft blicken. Nicht zuletzt, wegen der engagierten Menschen, die hier leben und sich einbringen.

Eine riesige Portion Engagement zeigte auch die  Schülerband “Pencil-Case” der Gesamtschule Langerwehe unter der Leitung von Lehrer Bernd Fischer. Schon um 8 Uhr in der Früh (es war Samstag, und die Veranstaltung hat erst um 10 Uhr begonnen) waren die Jungen und Mädchen an der Schule, um die Instrumente zu verladen und am Töpferbrunnen alles aufzubauen. Die Schülerinnen und Schüler haben mit ihren Songs von Pink und Avril Lavigne für eine tolle Stimmung gesorgt und ganz westenlich zum Gelingen der Veranstaltung “Mobile Lokalredaktion vor Ort” beigetragen. Und sie waren nicht nur die ersten, die am Samstag zur Stelle waren, sondern auch die letzten, die mit dem Einpacken und zurückfahren ihrer Instrumente, Verstärker und Boxen fertig waren. Kompliment und vielen, vielen Dank!

Mein Langerwehe

08/09/2010kinkel

Familie Schneider ist vor 15 Jahren aus Köln nach Langerwehe gezogen.

Familie Schneider ist vor 15 Jahren aus Köln nach Langerwehe gezogen.

Ab heute lohnt sich der tägliche Blick in die “Dürener Nachrichten” ganz besonders. Der lohnt sich natürlich immer, aber Langerweher, solche die es werden  wollen oder solche, die es einmal waren, sollten ab heute keine Ausgabe der “Dürener Nachrichten” mehr verpassen. Eine Woche lang steht unsere schöne Toepfergemeinde im Mittelpunkt des Geschehens, es wird über Menschen in Langerwehe berichtet, über die Situation der Jugendlichen und auch zum Beispiel darüber, wie sich die Gemeinde zwischen Indeland und Nationalpark Eifel, zwischen Aachen und Köln in Zukunft touristisch positionieren will. Heute geht die Artikelserie los mit einem Bericht über die Schneiders, die vor 15 Jahren aus der Domstadt Köln vom Rhein an den Wehebach gezogen sind und sich mittlerweile pudelwohl fühlen. Sie berichten aus ihrer Sicht, was Langerwehe so liebenswert macht, sagen aber auch, was noch verbesserungswürdig ist.

Am Samstag, 11. September, stehen dann die Kollegen der Lokalredaktion der “Dürener Nachrichten” und ich ab zehn Uhr für Sie am Töpferbrunnen an der Hauptstraße “parat” – um Sie kennen zu lernen, mit Ihnen ins Gespräch zu kommen, und zu erfahren, wo der Schuh hier in Langerwehe eigentlich am meisten drückt.

Darüber hinaus haben wir für diesen Vormittag aber auch ein kleines Programm für Sie zusammengestellt. Die Schülerband “Pencil-Case” der Gesamtschule Langerwehe wird aufspielen, wir werden die Preisverleihung für  unseren Malwettbewerb “Mein Langerwehe”  durchführen. Über 100 Kinder aus Langerwehe haben Motive aus der Töpfergemeinde zu Papier gebracht, und die Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen. So viel Einsatz muss natürlich belohnt werden.

Die Band Pencil-Case.

Die Band Pencil-Case.


Außerdem wird es noch eine kleine Talkrunde zum Thema “Langerwehe – heute fast pleite, aber trotzdem erfolgreich in Zukunft” geben. Wir haben Bürgermeister Heinrich Göbbels, den Mit-Initiator der Langerweher Zukunftswerkstatt Walter Jordans,  Heinz Herten von der IV “Pro Langerwehe”, Alois Sievers von der Interessengemeinschaft der Langerweher Vereine, Jochen Bauer, Vorsitzender der “Jugend in Langerwehe” und Roberto Schmitz, Schülersprecher der Gesamtschule Langerwehe, zum Gespräch gebeten, um mit ihnen über die Finanzmisere der Gemeinde, aber auch über die Vereisstruktur und die Zukunft von Langerwehe zu debattieren. Selbstverständlich sind alle Langerweherinnen und Langerweher, aber natürlich auch “Zugereiste” herzlich eingeladen, zu unserer Gesprächsrunde zu kommen – Fragen und Mitdiskutieren sind ausdrücklich erwünscht. Ich hoffe wir sehen uns:

Samstag, 11. September, 10 Uhr am Töpferbrunnen an der Hauptstraße.