Verfasste Beiträge ‘Toepfermarkt’

Der 39. Töpfermarkt war wieder ein voller Erfolg.

Der 39. Töpfermarkt war wieder ein voller Erfolg.

„Bei uns“, sagt Dr. Kirsten Ulrike Maaß, Leiterin des Töpfereimuseums Langerwehe, „finden die Besucher ganz viele tolle Keramiker, die aus dem unscheinbaren Material Ton tolle Sachen, und zwar keine altbackenen, sondern auch sehr moderne, machen.“ Zum 39. Mal fand am Wochenende in Langerwehe der Töpfermarkt statt. Der einzigartige Markt, der seit jeher für Qualität und Individualismus steht, war der erste seiner Art in ganz Deutschland. 50 Aussteller aus der ganzen Republik waren dabei, immerhin 30 von ihnen Keramiker. „Ja, wir haben in diesem Jahr ein paar weniger Stände als sonst“, so die Museumschefin, „viele haben abgesagt, weil sie bei dieser Jahreszeit eben nicht draußen auf einer nassen und matschigen Wiese stehen wollen. Trotzdem ist es uns gelungen, wieder einen qualitativ hochwertigen Markt auf die Beine zu stellen.“ Es gab Neues und durchaus Extravagantes, so wie die Arbeiten der Aachener Künstlerin Eva Kinzius, deren Geschirrteile durchaus auch Kunstwerke sind. Die Arbeiten der Keramikerin werden in der japanischen Raku-Technik gebrannt und sind auf besondere Weise gerillt. Christina Angerer ist aus Höhr-Grenzhausen, genau wie Langerwehe auch Töpfergemeinde, angereist. „Ich bin zum dritten Mal hier. Mir gefällt der Markt mit seinen vielen Facetten. Und ich genieße den Austausch mit den Kollegen.“ Das gilt auch für Elke Bürger, Keramikerin aus Kreuzau, die bisher keinen der 39 Langerweher Töpfermärkte verpasst hat. Kein Wunder eigentlich, hat Elke Bürger doch ihre Ausbildung in der Langerweher Museumstöpferei gemacht – damals noch in der Werkstatt von Christa Schmitt. „Es gibt hier in Langerwehe wirklich ein fachkundiges Publikum“, sagt Elke Bürger, „und die Leute sind durchaus auch bereit, für ein Teil einmal etwas tiefer in die Tasche zu greifen.“ Darüber hinaus, so die Keramikerin weiter, sei einfach die Atmosphäre im Töpfereimuseum einzigartig. Stimmt, Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß und ihr Team sorgen für Stimmung. Alles ist liebevoll vorweihnachtlich dekoriert, der Glühwein wird auf offenem Feuer gekocht – das Töpfereimuseum ist am ersten Adventswochenende einfach ein Ort zum Wohlfühlen.

Zum ersten Mal mit dabei waren in diesem Jahr Kinder der Europaschule, die für das Programm „Action Kidz“ der Kindernothilfe Plätzchen und Weihnachtsschmuck verkauften, um damit Projekte in Äthiopien zu unterstützen. Der Langerweher Töpfermarkt ist vielfältig, es gibt Garten- und Gebrauchskeramik genauso wie Fayencen oder ausdrucksstarke Skulpturen. Neben feinen Keramiken präsentierten sich auch noch andere Kunsthandwerker. Angeboten wurden unter anderem Gefilztes und selbst gemachter Schmuck. „Wir haben einen guten Namen“, erklärt Dr. Kirsten Maaß, warum es auch nach 39 Jahren immer noch gelingt, neue Aussteller für den Langerweher Töpfermarkt zu gewinnen. „Wir sind stolz“, so die Museumsleiterin, „die Wurzeln aller Keramikmärkte in ganz Deutschland zu sein.“ Viele Keramiker wollten gerade zum Jubiläumsmarkt im kommenden Jahr teilnehmen. „Dafür liegen uns schon die ersten Bewerbungen vor.“ Die Vorbereitungen für den Töpfermarkt am 29. und 30. November 2014, so Maaß, würden ziemlich bald beginnen. „Und auch dann hat wieder Qualität unsere oberste Priorität.“ Musik und Atmosphäre machen den Langerweher Töpfermarkt zu einem besonderen Erlebnis. Unter anderem mit von der Partie waren das Duo „KaleidoKlez“ (Foto) und das Jugendorchester der Bläservereinigung Merode. In der Alten Kirche auf dem Rymelsberg gab es wieder ein stimmungsvolles Lichterbild. Herbert Strassfeld, der seit zehn Jahren dieses Bild gestaltet, hatte die Fensterrosette der Pfarrkirche St. Martin auf den Boden gezeichnet.

In Langerwehe ist wieder Töpfermarkt.

In Langerwehe ist wieder Töpfermarkt.

Der traditionelle Langerweher Töpfermarkt, der vor 39 Jahren der erste seiner Art in ganz Deutschland war, ist mittlerweile zu einer echten Gemeinschaftsaufgabe in der Töpfergemeinde geworden. Neben dem Team vom Töpfereimuseum um Leiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß, sind die Akteure des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“, Mitglieder der Interessenvereinigung „Pro Langerwehe“, die Mittelaltergruppe „Wehter Kumpaney“ und diesmal sogar Kinder der Europaschule Langerwehe mit von der Partie.

Rund 50 Aussteller – davon über 30 Keramiker – präsentieren sich dann im und rund um das Töpfereimuseum. Zum vielfältigen Angebot gehören traditionelles und modernes Gebrauchsgeschirr, fantasievolle Gartenkeramik, edler Schmuck und klangvolle Musikinstrumente aus Ton sowie künstlerisch gestaltete Einzelstücke. Steinzeug, Irdenware, Fayence und Porzellan geben Einblick in das weite Feld der Keramik. Darüber hinaus gibt es aber auch noch leckere Sachen für Genießer – Schnaps aus Bitburg zum Beispiel oder Printen aus Bad Münstereifel. Für die passende Unterhaltung sorgen Gerhard Weiler mit seinem Akkordeon, das Jugendorchester der Bläservereinigung Merode, die Flötengruppe der Musikschule Langerwehe und die Gruppe „KaleidoKlez“. Wie immer gibt es in der Alten Kirche auf dem Rymelsberg ein Lichterbild, das mit unzähligen Teelichtern zum Leuchten gebracht werden soll. Diesmal wird Herbert Strassfeld die Fensterrosette der Pfarrkirche St. Martin mit Sand zeichnen. „Das ist mein zehntes Lichterbild in der Alten Kirche“, so Strassfeld. „Und es ist auch mein letztes. Definitiv.“ Trotzdem wird diese schöne Tradition weiterleben, es hat sich bereits ein Nachfolger für Herbert Strassfeld gefunden. Am Abend des Töpfermarktsamstages wird aus dem Lichterbild in der Alten Kirche ein Lämpchen entnommen und in einem feierlichen, mittelalterlichen Umzug zur neuen Pfarrkirche an der Hauptstraße gebracht. Schüler der Euopaschule Langerwehe wollen auf dem Töpfermarkt selbst gebackene Plätzchen und selbst getöpferten Christbaumschmuck verkaufen. Die Kinder beteiligen sich an dem Projekt „Action Kidz“ der Kindernothilfe. Sie sammeln Geld für Projekte, die sich gegen Kinderarmut in Äthiopien einsetzen. Eine andere Klasse der Langerweher Gesamtschule hat Schuhkartons in Wohnungen umgewandelt und hierfür auch Möbel getöpfert. Diese Arbeiten werden ebenfalls im Rahmen des Töpfermarktes ausgestellt.

„Der Töpfermarkt“, so Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kulturausschusses des Kreises Düren, „hat in all den Jahren nicht an Attraktivität verloren.“ Es sei die besondere Atmosphäre, so Dr. Kirsten Maaß, die die Besucher immer wieder begeistern würde. „Weil wir eben kein Weihnachtsmarkt, sondern ein anspruchsvoller Spezialmarkt sind.“
Wie immer findet der Langerweher Töpfermarkt am 1. Adventswochenende, 30. November und 1. Dezember, jeweils von 11 bis 18 Uhr im Töpfereimuseum, Pastoratsweg 1, statt. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

Am ersten Adventwochenende erstrahlt die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in einem ganz besonderen Licht.

Der “Verein zur Erhaltung der Alten Kirche St. Martin auf dem Rymelsberg” in Langerwehe erstellt in diesem Jahr sein 16. Lichterbild. Dazu wird auf dem Boden der Alten Kirche mit feinen Sandlinien ein Bild vorgezeichnet, auf welchem später die Besucher die von uns verkauften Kerzen abstellen können. So zeigt sich später dem Besucher ein wundervolles Lichterbild wenn mit und mit die Sandflächen vollständig mit Kerzen bestückt sind.
Die Alte Kirche ist am 27. und 28. November jeweils von 10 bis 19 Uhr geöffnet.
Da die Katholische Pfarrgemeinde Langerwehe in Verbindung mit dem Orgelbauverein eine neue Orgel für die Pfarrkirche im Ort bestellt hat, die voraussichtlich im November des nächsten Jahres eingeweiht wird, haben wir uns entschlossen, in diesem Jahr eine Orgel als Motiv für das Lichterbild zu wählen.

Nach Ende des Töpfermarktes am Samstag, den 27. November, gegen 18 Uhr wird sich ein Zug formieren – angeführt von der Wehter Kumpaney – um vom  Töpfereimuseum zur Alten Kirche zu ziehen. Viele Kinder mit Fackeln begleiten den Zug. In der Alten Kirche wird ein Jahresrückblick aus Sicht der Wehter Kumpaney aufgeführt mit Musik und entsprechenden Texten.Daran anschließend dem Lichterbild ein Licht entnommen, welches dann als Fackelzug runter zur Pfarrkirche gebracht wird. Dies soll die Weitergabe des Lichts von der ehemaligen Pfarrkirche zur heutigen Pfarrkirche im Jahre 1907 – also vor 103 Jahren – symbolisieren.