Verfasste Beiträge ‘Theater’

Die Wehter Schützen spielen wieder Theater!

Die Wehter Schützen spielen wieder Theater!

So langsam wird es spannend – bereits seit August stecken die Akteure der Theatergruppe der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft in den Vorbereitungen für das Theaterstück zum Sebastianusfest 2014. Am Wochenende, 18. und 19. Januar, wird die spannende und lustige Gaunerkomödie „Irres Diamantenroulette“ von Martina Röhrich in der Kulturhalle Langerwehe aufgeführt.

Wie immer ist das Sebastianusfest ein Höhepunkt im “Regierungsjahr” des amtierenden Königspaares, das ja mit Richard und Sigrid Cremer diesmal ein Kaiserpaar ist, dem Prinz Sebastian Boom und demSchülerprinzen Lukas Prangenberg. Die Eintrittskarten kosten für Schüler sechs und für Erwachsene zehn Euro, Tickets können unter der Rufnummer 02423/1318 reservier werden.

 Hier nun der genaue Festablauf:

Samstag, 18. Januar:
18 Uhr: Einlass
19.15 Uhr: Einzug des Königspaares mit Gefolge
19.30 Uhr: Großer Festabend mit dem Theaterstück:  „Irres Diamantenroulette“, anschließend Königsehrung

Sonntag, 19. Januar:
10 Uhr: Hochamt
11 Uhr: Frühschoppen in der Kulturhalle mit einer Verlosung durch die Jungschützen und der Siegerehrung der Sportabteilung
17.30 Uhr: Theaterstück: „Irres Diamatenroulette“

Europaschüler spielen erfolgreich Theater.

Schülerinnen und Schüler der Europaschule Langerwehe führten jetzt erfolgreich ein Theaterstück zum Thema Europa auf und zwar anlässlich des Europatages. Neben Aufführungen am Vormittag für Schulklassen Jahrgangsstufen sieben bis zehn fand am Abend eine weitere Aufführung statt.

Das Theaterprojekt basiert auf einer Idee des Landesministeriums für Europa, mit dem Hintergrund, das Bewusstsein für Europa zu stärken. Die Theaterautorin Katja Hensel hat in ihrem Theaterstück Ideen von Schülerinnen und Schülern umgesetzt, die an einem Ideenworkshop teilgenommen haben. In diesem Stück werden aktuelle Probleme der EU aufgegriffen und auf eine Schulklasse übertragen. Die Schulklasse „Europa“ steckt in einer schweren Krise. Sie haben Geldprobleme und geraten immer wieder in Streit. Jedes Land bringt seine eigenen Probleme und Eigenarten mit in die Klasse, die in dem Stück karikiert werden: Bulgarien jammert und fühlt sich unverstanden, Wallonie und Flandern werden sich nie einig, Frankreich hält sich für etwas Besseres und dann klopft auch noch die Türkei ständig an…

Die elf Schülerinnen und Schüler der Europaschule haben das Stück seit Beginn des Jahres unter Leitung von Markus Krings und Christine Mayer geprobt. Mit viel Engagement und Spaß lernten sie ihren Text, probierten Darstellungsformen aus und setzen sich mit „ihrem Land“ auseinander. Dieser Einsatz der Schülerinnen und Schüler, neben dem alltäglichen Unterrichtsgeschehen, hat zu einem erfolgreichen Projekt beigetragen und dafür gesorgt, dass das Ziel erreicht wurde: Eine produktive, kreative Auseinandersetzung mit dem Thema Europa.

In der Kulturhalle Langerwehe wurde Theater gespielt!

Ausgerechnet in der Kulturhalle neben der Europaschule Langerwehe trieb der Sheriff von Nottingham sein Unwesen. „Maid Marian hieß das englischsprachige Stück, das eine Theatertruppe des White Horse Theatre dort aufführte.

Wie in den vergangenen Jahren gastierte das “White Horse Theatre” in der Europaschule Langerwehe und begeisterte Schülerinnen und Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe jeweils mit einem Theaterstück in englischer Sprache.

Das “White Horse Theatre” ist eine professionelle Theatergruppe, die englischsprachige Theaterstücke an Schulen aufführt. Mit jährlich rund 400000 Schülern als Zuschauer ist es inzwischen europaweit das größte Theater seiner Art.

„Maid Marian“ hieß das Stück von Theatergründer Peter Griffith für die Unterstufe. In einfachem Englisch unterstützt durch erklärende Gesten und Pantomime warf dieses Stück einen neuen Blick auf die bekannten Geschichten um Robin Hood, indem Marian ins Zentrum des Geschehens rückt. Der schreckliche Sheriff von Nottingham will Marian heiraten, Robin Hood braucht Hilfe und seine Männer müssen gerettet werden! Doch die einfallsreiche Maid Marian weiß in jeder Situation Rat. Das Stück bot spannende und lustige Unterhaltung sowie viel Publikumsbeteiligung: Die Schüler mussten einige Rollen übernehmen um den Akteuren bei der Bewältigung ihrer Abenteuer zu helfen.

“Dreaming in English” hieß das Stück für die Mittelstufe, ebenfalls von Peter Griffith. Ein deutsches Mädchen aus wohlhabender Familie besucht eine Sprachschule in Brighton. Dort trifft sie Gavin, einen mittellosen jungen Engländer, der ihren Weltblick für immer verändern wird. Nebenbei lernten die Schülerinnen und Schüler vieles über England kennen – von der überfüllten U-Bahn bis zum gemütlichen Pub, von britischer Höflichkeit bis zur verwirrenden Grammatik und von Big Ben bis zum London Eye.

Am Nachmittag gab es dann für die Oberstufe mit William Shakespeares turbulenter Kömödie „Much Ado about Nothing“ in einer gekürzten Fassung anspruchsvolles englischsprachiges Theater um Zuneigung, Neckereien und die Missverständnisse, die Liebesbeziehungen vom ersten Tag an begleiten: Hero und Claudio sind ein Liebespaar und wollen heiraten. Doch ihre Gegner versuchen, die Hochzeit zu verhindern und streuen Gerüchte über Heros angebliche Untreue. Währenddessen sind Beatrice und Benedict, ein anderes Liebespaar, ständig damit beschäftigt, Streitereien miteinander auszufechten, so dass sie eher wie Feinde wirken. Wird die Liebe diese Paare doch noch zusammenbringen? Oder sind Liebesangelegenheiten einfach nur „viel Lärm um nichts“?

Daniel Kaminsky als Aigeus bei Medea.

Daniel Kaminsky als Aigeus bei Medea.

Euripides’ Medea ist eine der tragischsten Figuren und gleichzeitig eine sehr faszinierende Gestalt der klassischen griechischen Tragödie. Eine vor Eifersucht rasende verlassene Ehefrau, eine Kindermörderin und insbesondere eine Frau, die sich ihre Ehre nicht rauben lässt. Medea, die sich in Jason verliebte und ihm mit ihren Zauberkünsten half, das Goldene Vlies zu stehlen hat aus Liebe zu Jason ihre Heimat Kolchis verlassen, um mit ihm in Griechenland zu leben. Für ihre Liebe hat sie ihren Vater betrogen und ihren Bruder umbringen lassen.

Ein Theaterstück, das unter die Haut ging.

Hier beginnt die Tragödie „Medea“ des Euripides aus dem fünften Jahrhundert vor Christus, die jetzt in der Langerweher Kulturhalle im Rahmen des Aischylos-Projektes aufgeführt wurde. Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulen aus drei Ländern, nämlich Deutschland, Holland und Belgien, hatten dafür gemeinsam geprobt. Die Europaschule Langerwehe war in diesem Jahr zum dritten Mal bei diesem seit elf Jahren bestehenden anspruchsvollen Theaterprojekt „Aischylos“ mit dabei, das Schülerinnen und Schüler aus Europa zusammen bringt um alljährlich gemeinsam ein Theaterstück der griechischen Antike zu erarbeiten und aufzuführen. Damit will das Aischylos-Projekt dazu beitragen, die Idee eines gemeinsamen Europa zu realisieren und die noch bestehenden Grenzen in den Köpfen und Herzen nieder zu reißen. Die Besucher des Stücks mussten als Besonderheit in Kauf nehmen, dass alle Akteure in ihren Landessprachen Deutsch, Niederländisch und Französisch sprachen. Es gab aber eine synchrone Übersetzung, die oberhalb der Akteure auf den Hintergrundvorhang der Bühne projiziert wurde.

Medea und Jason haben zwei gemeinsame Söhne. Jason ist ihr untreu geworden und will die Tochter des Königs Kreon heiraten. Medea ist dadurch in ihrem Stolz, in ihrer Ehre und ihrem Gerechtigkeitssinn verletzt und beschließt sich zu rächen. Diese Rache kommt äußerst grausam daher. So grausam, dass sie alles Menschliche übersteigt und es dem Zuschauer fast unmöglich macht, Empathie zu empfinden. Medea schickt ihrer Rivalin als Hochzeitsgeschenk ein verzaubertes Kleid und ein vergiftetes Diadem. So sterben die Königstochter und der ihr zu Hilfe eilende Vater. Um Jason noch tiefer zu treffen tötet Medea ihre eigenen Söhne.

Vom ersten Augenblick an wird klar, dass es ein eher melancholischer Theaterabend werden würde und insbesondere ein sehr dramatischer. Medea, dargestellt von Jana Huybrechts, ist eine Figur, die die Menschen seit jeher in ihren Bann zieht, gleichzeitig aber auch heftig abstößt. Sie schwankt zwischen verzweifelter Hoffnungslosigkeit, Raserei und Entschlossenheit zur Tat und wirkt dabei in jedem Moment authentisch. Dazwischen gibt es Momente des klaren Verstandes, der Berechnung und Planung der entsetzlichen Tat. Der Chor redet auf Medea ein, beschwört sie, ihre Kinder nicht zu töten. Medeas ganz persönliches Leiden ist jedoch so stark, dass sie anderen Leid zufügen muss. Es gibt kein Zurück, zu stolz, zu eigensinnig und zu gekränkt ist Medea. Sie schreitet zur Tat.

Ganz ruhig kam das Stück zu Beginn daher. Die Figuren auf der kaum beleuchteten Bühne sprachen fast unbeweglich ihre Texte in den Zuschauerraum hinein. Doch die Thematik und die Worte bewegten. Die Mehrzahl der Besucher des Stücks ließ sich von der professionellen Inszenierung des Regisseurs Sjeng Verheijden einfangen, und blickte nur hin und wieder auf die über der Bühne eingeblendeten Dialoge. Von Beginn an entwickelten Körpersprache, Stellungsspiel und Mimik der Schauspieler, die gekonnt eingesetzte Beleuchtung und die vorzüglich zum Stück passende Musik eines Schülerorchesters eine solche Eigendynamik und erzeugten eine solche Spannung, dass man als Zuschauer die Übersetzung der in fremden Sprachen vorgetragenen Worte gar nicht benötigte. Die antiken Figuren waren nicht mehr zweieinhalbtausend Jahre entfernt, sondern unmittelbar gegenwärtig.

Minutenlanger Applaus und laute Jubelrufe waren der Lohn des begeisterten Publikums für die jungen Akteure.

Neben der Europaschule Langerwehe waren sechs Schulen aus Belgien und aus den Niederlanden an diesem Theater-Projekt beteiligt: aus den Niederlanden das Sint-Maartenscollege Maastricht, aus Belgien das Lütticher Gymnasium Athénée Royal „Air Pur“,  das Viio Humaniora aus Tongeren  sowie das Van Maerlant College und das Augustinianum aus Eindhoven und das Eniaio Lykeio Pylos.

Die mitwirkenden Schülerinnen und Schüler der Europaschule Langerwehe waren Daniel Kaminsky als Aigeus und die beiden Kinder Medeas, dargestellt von Max Neyer und Hendrik Jensch. Im Schülerorchester spielten Joel Gipperich (Trompete), Marius Maubach, (Gitarre), Fabian Rieger (Gitarre), Marvin Wiertz (Bassgitarre). Die betreuenden Lehrerinnen und Lehrer der Europaschule Langewehe waren Fini Vossebürger, Beate Schneider, Mandy Reitz und Markus Krings.

Die Verwirklichung des Projektes war nur möglich, da es vom Förderverein der Europaschule Langerwehe, der Sparkasse Düren und dem RWE Eschweiler finanziell großzügig unterstützt wurde.

Englisches Theater an der Europaschule.

Ausgerechnet im Forum der Europaschule Langerwehe trieben jetzt Piraten ihr Unwesen. „The Tiger of the Seas” hieß das englische Stück, das eine Theatertruppe des “White Horse Theatres” im Forum der Schule aufführte. Nicht einmal die Zuschauer waren vor den Schurkereien der Seeräuber sicher. Kurzerhand entführten sie Lehrerin Sieglinde Löschner-Bressem auf die Bühne, um sie dort „auszurauben“. „Den Beutel mit Gold hatten sie mir natürlich vorher zugesteckt“, beruhigt die Lehrerin auf Nachfrage.

Wie in den vergangenen Jahren gastierte das White Horse Theatre in der Europaschule Langerwehe und begeisterte Schülerinnen und Schüler der Unter-, Mittel- und Oberstufe jeweils mit einem Theaterstück in englischer Sprache.

Das White Horse Theatre ist eine professionelle Theatergruppe, die englischsprachige Theaterstücke an Schulen aufführt. Mit jährlich rund 400 000 Schülern als Zuschauer ist es inzwischen europaweit das größte Theater seiner Art.

In dem Piraten-Stück für die Unterstufe in einfachem Englisch unterstützt durch erklärende Gesten und Pantomime entführt der schreckliche Pirat Nick den jungen Schäfer Robin, um ihn zum Piraten auszubilden. Robins mutige Freundin Jenny macht sich in einem Heißluftballon auf die Suche, um ihn zu befreien…

„Light Fingers“ hieß das Stück für die Mittelstufe, geschrieben von Theatergründer Peter Griffith. Der neuentwickelte „Eureka 17QD“ ist der letzte Schrei auf dem Computermarkt und Dennis muss ihn einfach haben. Schließlich möchte der Jugendliche „cool“ sein. Doch sein Vater ist der Meinung, dass der nur eineinhalb Jahre alte Rechner, der im Zimmer von Dennis steht, noch völlig ausreicht. Nun ist guter Rat im wahrsten Sinne des Wortes teuer. Denn woher die 3500 Pfund für den Computer nehmen und nicht stehlen? Es gelingt Dennis, den Computer aus dem Geschäft mitgehen zu lassen. Doch von da an ist die Angst, entdeckt zu werden, bei jedem Telefonanruf oder Klingeln an der Wohnungstür sein ständiger Begleiter.  “Light Fingers” untersucht die Umstände, die Jugendliche in die Kriminalität abgleiten lassen können und zeigt den Teufelskreis des kriminellen Verhaltens und dessen fatale Konsequenzen.

Mit “The Taming of the Shrew”, William Shakespeares früher, rasanter Komödie in einer gekürzten Fassung mit viel Wortwitz und Humor bot dann das Wite Horse Theatre am Nachmittag den  Schülerinnen und Schülern der Oberstufe klassisches Theater: Bianca ist der Verzweiflung nah, denn sie darf erst heiraten, wenn ihre ältere Schwester Katharina unter der Haube ist. Doch diese ist für ihre Scharfzüngigkeit berüchtigt und schlägt jeden potentiellen Ehemann in die Flucht. Nur der verarmte Edelmann Petruchio tritt, bewaffnet mit Witz und Schlagfertigkeit, zur Brautwerbung um die reiche Katharina an.