Verfasste Beiträge ‘Sommerkonzert’

Sommerkonzert in der Wenauer Klosterkirche

Der “Verein der Freunde von Genau” wird sein diesjähriges Sommerkonzert am Samstag, 22. Juni, um 19:30 Uhr in der Klosterkirche Wenau veranstalten. Damit weicht der Verein von einer alten Tradition ab, die Konzerte grundsätzlich an einem Sonntag um 17 Uhr stattfinden zu lassen.Dem Verein ist es gelungen, die Gründerin und Leiterin von “Concert Royal”, Karla Schröter (Barockoboe), zusammen mit dem Ensemblemitglied Harald Hoeren (Cembalo) zu verpflichten.

Auf dem Programm des Konzertes stehen Oboensonaten und Cembalowerke des 18. Jahrhunderts von bekannten Komponisten wie Johann Sebastian Bach oder Georg Friedrich Händel. Es werden aber auch Werke von Komponisten erklingen die weniger bekannt sind wie Johann Sigismund Weiss oder William Babel.

Karla Schröter studierte zunächst Orgel und Cembalo in Freiburg, Stuttgart und Amsterdam (Ton Koopman), bevor sie eine intensive Ausbildung auf historischen Oboen-Instrumenten begann; zu ihren Lehrern zählen hier Paul Dombrecht, Marcel Ponseele und Michael Niesemann. Ihre umfangreiche kammermusikalische Erfahrung beruht auf langjähriger Praxis auf diesem Gebiet in unterschiedlichsten Besetzungen und Formationen. Durch ihre Forschungstätigkeit in Bibliotheken im In- und Ausland können die Programme von „Concert Royal“ Köln mit immer wieder neuen, noch unbekannten Glanzlichtern im Bereich der Kammermusik aber auch des Oratoriums und der Oper aufwarten.

Harald Hoeren begann seine musikalische Laufbahn bei der „Camerata Köln“. Als Cembalist und Fortepianospieler hat er sich in über 100 CD-Einspielungen mit Musik vom Frühbarock bis hin zur Wiener Klassik profiliert. Neben seinen solistischen Auftritten, u.a. im Rheingau-Musikfestival, widmet er sich im „Trio 1790“  dem kammermusikalischen Repertoire von der Frühklassik bis zur Frühromantik. Konzertreisen führten ihn durch fast alle Länder Europas, nach Asien sowie Nord- und Südamerika. Seit vielen Jahren besteht eine lebendige Zusammenarbeit zwischen ihm und dem Kölner Kammerorchester, in denen er als Solist und Ensemblespieler bei vielen Konzerten und CD-Produktionen mitgewirkt hat. 1983 und 1990 war er Gastprofessor an der „University of the Philippines” in Manila und seit 1984 leitet er eine Klasse für historische Tasteninstrumente an der Musikhochschule in Frankfurt am Main, wo er 1999 zum Professor ernannt wurde.

Das Konzert findet statt am Samstag den 22. Juni um 19.30 Uhr in der Klosterkirche St. Katharina in Wenau, Einlass wird ab 19 Uhr sein.

Im Anschluss an das Konzert treffen wir uns zum Dämmerschoppen im Klostergarten.

Der Eintritt beträgt für Erwachsene 10 Euro, für Mitglieder des Vereins, sowie für Kinder, Schüler und Studenten ist der Eintritt frei.

Zwei im Einklang; Organist Theo Palm und Altistin Anna Fischer gestalteten das erste Sommerkonzert der Saison in der Pfarrkirche St. Martin zu Langerwehe.

Von Musik zur warmen Jahreszeit ist zumindest in Langerwehe nicht gerade leichte Kost zu erwarten. Diesen Eindruck vermittelte das erste von insgesamt fünf „Sommerkonzerten“ in der Pfarrkirche St. Martin. Der Stolberger Theo Palm, sonst auch als Pianist im Konzertleben der Region ein Begriff, gab auf der neuen Eule-Orgel des Gotteshauses Proben seiner Kunst, teils im Einklang mit der Sängerin Anna Fischer.

Schon von den Programmpunkten her signalisierten die Organisatoren des Konzerts, darunter Kantor Martin Jung und die Mitglieder des Orgelbauvereins, dessen Vorsitzender Kurt Gielgen die Zuhörer begrüßte, einen gehobenen Anspruch. So erklangen neben Präludium und Fuge in g-Moll des norddeutschen Barockmeisters Dietrich Buxtehude (1637-1707) und einer Messe des seinerzeit ungeheuer erfolgreichen Georg Philipp Telemann (1681-1767) ein „Dance“ des 1937 geborenen US-Amerikaners Philip Glass und eine von Palm selbst komponierte Messe für Alt und Orgel, die eine Vielzahl von Einflüssen wie den Klang-Mystizismus des Franzosen Olivier Messiaen (1908-1992) hörbar werden ließ.

Buxtehudes Werk wirkte wie eine Ouvertüre in der Oper: Es ließ, besonders in der gehörten virtuosen Interpretation, aufhorchen und führte die Menschen auf den Kirchenbänken von St. Martin aus der Welt des Alltags hinaus. Telemanns Messe gaben Palm und Fischer Eleganz und bewegliche Dramatizität. Glass’ „Tanz“ aber geriet für den Künstler an seinem Instrument wie für sein Publikum zur Herausforderung: Klangschleifen, die sich über 20 Minuten hinweg wiederholen, nur gelegentlich ein Anschwellen des Tons oder ein Wechsel der Farben durch das Ziehen anderer Register – von diesem stetes Hin und Her der Akkorde geht etwas Hypnotisches aus, ein fast körperlicher, magnetischer Sog in die Meditation hinein.

Vom Konzept her dokumentierte dieses Sommerkonzert, dass auch abseits der Kulturmetropolen Tradition und Gegenwart einen spannenden Dialog eingehen können. Ein paar Musikfreunden mehr sollten es beim nächsten Termin dann doch schon sein – das haben die Veranstalter besser verdient.

Das nächste Sommerkonzert im Langerwehe findet am 27. Juni, 19.30 Uhr, ausnahmsweise in der Alten Kirche auf dem Rymelsberg statt: Studierende des Pianisten und Pädagogen Heribert Koch spielen Werke aus Klassik und Romantik. Der darauf folgende Termin: Elmar Lehnen, Organist an der Marienbasilika im Wallfahrtsort Kevelaer, gastiert am 18. Juli, 20 Uhr, in der Pfarrkirche. Übrigens: Aller Termine fallen jeweils auf einen Mittwoch.

Die Sommerkonzerte in St. Martin starten wieder.

Die Sommerkonzerte in St. Martin in Langerwehe gehen wieder los!  Am Mittwoch, 23.Mai beginnt die diesjährige Konzertreihe um 20 Uhr in der Pfarrkirche St. Martin in Langerwehe. Mit Anna Fischer ( Alt) und Theo Palm( Orgel) freut sich Martin Jung, Organist und Organisator der beliebten Konzertreiche sich, zwei Künstler begrüßen zu dürfen, die schon mehrfach in Langerwehe zu Gast waren.

Auf dem Programm stehen das “Präludium und Fuge g-Moll” von Buxtehude, “Missa brevis” für Alt von Telemann, “Dance Nr.4″ für Orgel von Philip Glass und eine Messe für Alt und Orgel von Theo Palm, die  vor einigen Jahren im Aachener Dom uraufgeführt wurde.
Für interessierte  Konzertbesucher findet vor dem Konzert eine Einführung in das Programm statt. Treffpunkt 19.40Uhr auf der Orgelbühne.

Nach dem Konzert besteht wie in den letzten Jahren die Möglichkeit, bei einem Glas Wein ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei.

Das Sommerkonzert der "Freunde von Wenau" war ein wahrer Ohrenschmaus.

Das Sommerkonzert der “Freunde von Wenau” war ein meditativer Ohrenschmaus. Dem «Verein ist es wieder gelungen, ein hochkarätiges Ensemble für das Konzert zu verpflichten, das mit «Bach in Wenau» überschrieben war.
Tenor Wolfgang Klose, wie seine Mitstreiter bereits in seinen jungen Jahren in Kennerkreisen als aufgehender Stern am Musikhimmel gepriesen, sang “Jesus nimmt die Sünder an” aus der Bach-Kantate 113, Nr. 5 für Tenor, Flöte und Basso continuo. Begleitet wurde er von Darja Großheide mit der Traversflöte und Markus Märkl am Cembalo.
Das anschließende «Benedictus» stammt aus der h-Moll-Messe Bachs für Tenor, Flöte und Basso continuo. Den Schlusspunkt setzte Wolfgang Klose mit “Wo wird in diesem Jammertale” aus der Kantate BWV 114, Nr. 2, in hellen Sommermonaten eigentlich seltener auf dem Programm als in der düsteren Jahreszeit.
Eingestimmt hatte die Konzertbesucher Markus Märkl auf der Kirchenorgel mit dem “Concerto G-Dur für Violine, Streicher und Basso continuo” von Johann Ernst Prinz von Sachsen-Weimar, BWV 592 a, das auch auf der kleinen Orgel für die Hörer in den Kirchenbänken ein Ohrenschmaus war.

Mit der “Sonate in a-Dur, BWV 1032″ für Flöte und konzertierendes Cembalo – Sätze Vivace-Largo e dolce-Allegro – zeigten Darja Großheide und Markus Märkl ihr ganzes Können. Großheide spielte mit Inbrunst, gab jeder Tonfolge ihren eigenen Klang. Technisch perfekt auch der Mann am Cembalo, Markus Märkl, bei dessen Spiel der Hörer das Besondere und Eigene der Interpretation des Musikers heraushörte.
In der “Fantasia pro Cembalo” und “Fuge in a-Moll, BWV 904″ spielte Markus Märkl zur Freude der Zuhörer seine ganzen Fähigkeiten auf dem barocken Tasteninstrument aus.

Die Klosterkirche St. Katharina in Wenau wird zum Konzertsaal.

Am Sonntag, 17. Juli, um 17 Uhr veranstaltet der “Verein der Freunde von Wenau” sein Sommerkonzert in der alten Klosterkirche Wenau. Aufgeführt wird Musik von Johann Sebastian Bach.

Der Tenor Wolfgang Klose wird begleitet von der Flötistin Darja Großheide sowie von dem Cembalisten Markus Märkl, der sich unter anderem als ständiger Begleiter von Andreas Scholl einen Namen gemacht hat. Nichts hat die Kirchenmusik in Deutschland stärker geprägt als die Werke Johann Sebastian Bachs. Kaum eine Musik ist so ergreifend, so intelligent und mit so großem liturgischem Verständnis komponiert wie diese. Musik, die hervorragend in dem schönen, würdigen Raum der Klosterkirche zur Geltung kommen wird.

Die Höhepunkte des Programms:

Einen Großteil der Arien mit konzertierender Flöte schrieb Bach für seinen „Choralkantaten-Jahrgang“ 1724/25. Nicht nur die Anzahl sondern auch die Virtuosität der Flötenpartien ist beachtlich. Das Benedictus aus der h-moll-Messe komponierte Bach hingegen erst in seiner letzten Schaffensphase 1748/49.

Die Flötensonate in A-Dur wird leider nur sehr selten aufgeführt, was wohl daran liegt, dass das Autograph aus Bachs Leipziger Zeit  unvollständig ist. Es handelt sich um eine Flötensonate mit obligatem Cembalo, das heißt die Cembalostimme ist auskomponiert und hat in der rechten Hand eine Gegenstimme zum Flötenpart. Vermutlich hat Bach eine Triosonate umgearbeitet, die nicht überliefert ist..

Bei dem Orgelkonzert in G-Dur BWV 592a handelt es sich um die Bearbeitung einer Komposition des Prinzen Johann Ernst zu Sachsen-Weimar. Dieser jüngere Halbbruder des Herzogs Ernst August erhielt   Kompositionsunterricht bei Walther, einem entfernten Verwandten Bachs.

Traditionell findet im Anschluss an das Sommerkonzert im Wenauer Klosterhof ein Dämmerschoppen statt, zu dem der “Verein der Freunde von Wenau” alle Teilnehmer und Gäste des Konzerts einlädt.