Verfasste Beiträge ‘Schloss Merode’

Der Vorsitzende des „Fördervereins Schloss Merode“, Christoph Schmitz-Schunken, sein Stellvertreter Heinz Quast und Geschäftsführer Dieter Zietz (v.r.), blicken stolz auf ihre Renovierungsarbeiten am Schloss Merode zurück.

Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins „Schloss Merode“, Heinz Quast, kann sich an den Tag des Brandes auf dem Schloss noch sehr gut erinnern. „Es war der 19. Juni 2000. Ich war im Erzgebirge in Urlaub“, erinnert sich Quast. Schloss Merode und die Herrschaft sind eine Einheit, die nicht zu trennen ist. Das wissen auch der Vorsitzende des Fördervereins, Christoph Schmitz-Schunken, und Geschäftsführer Dieter Zietz. Deswegen wurde am 5. November 2000 der Förderverein gegründet. Mittlerweile wurden 216 000 Euro gespendet. Neben dem Geld war jedoch die Arbeitsleistung enorm. Über 100000 Arbeitsstunden leisteten Mitglieder und Nichtmitglieder. Mittlerweile sind Fassaden, Türme und Dach wieder in Ordnung. In einem zweiten Schritt wird die steinerne Außenhaut gesichert. Es folgen die Feinarbeiten an Fassaden, Kapelle, Markisenturm und Zwiebelkuppel. Im Jahr 2014 wird Schloss Merode sein 800-jähriges Bestehen in neuem Glanz feiern können. In Zukunft möchte der Verein Ausstellungen, Konzerte und Lesungen fördern. In einigen Räumen des Schlosses kann gefeiert werden.

Prinz Albert-Henri de Merode und seine kleine Tochter Christine-Blanche feiern heute mit der ganzen Familie Weihnachten.

Für Prinz Albert-Henri de Merode (37) und seine Familie ist Weihnachten ein ganz besonderes Fest. Eines, das mit vielen Traditionen gefeiert wird, aber auch eines, das mit viel Spaß und guter Laune begangen wird. Auf toepfergemeinde.de erzählt er, wie die Adelsfamilie Weihnachten feiert. Und eines wurde ziemlich schnell klar: Auch bei den de Merodes ist Weihnachten ein Familienfest – mit Geschenken und leckerem Essen. Und trotzdem ist es irgendwie doch ein bisschen anders als bei anderen Familien.

Heiligabend hat Prinz Henri-Albert mit seiner Frau, Gräfin Marie-Christine Soden-Fraunhofen und den drei Kindern (sieben, fünf und ein Jahr) verbracht, am ersten Weihnachtstag, also heute, kommt dann die ganze Familie zusammen. „Meine Großmütter, die Tanten, Onkel und die ganze Cousinage – alle treffen sich am ersten Weihnachtstag auf Schloss Merode 25 Leute sind wir dann schon.“ Jeder bringt etwas Leckeres zu essen mit, ein Onkel steuert Champagner von seinem Weingut bei, ein anderer einen guten Burgunder. „Wir haben ein großes Buffet“, erzählt Albert-Henri de Merode. „Und verbringen einfach Zeit zusammen. Mit Spielen und Gesprächen.“ Zu Beginn des Festes wird gebetet und gesungen, alle Kinder und Jugendlichen, die mitfeiern, führen ein Krippenspiel auf. „Dabei müssen alle mitmachen“, sagt Prinz Albert-Henri. „Und sei es nur durch Mitklatschen.“

Prinz Albert-Henri kann seine Familie bis zur Zeit Karls des Großen, also bis ins Mittelalter, zurückverfolgen. Die de Merodes haben unter anderem enge Kontakte zum belgischen Königshaus. „Unser Stammbaum ist komplett. Natürlich sind uns da Traditionen wichtig“, sagt der Architekt, der vier Geschwister hat. „Aber das bedeutet nicht, dass wir keine modernen Menschen sind. Im Gegenteil: Die Tradition ist ein guter Grundstein, um nach vorne zu sehen.“ Seine Familie, erzählt der Prinz, sei mit anderen Adelsfamilien in ganz Europa verwandt und befreundet. „Und diese Kontakte möchten wir natürlich auch pflegen. Das ist uns wichtig und nicht etwa eine lästige Pflicht.“ Natürlich gäbe es Regeln und Etikette, sagt Prinz Albert-Henri. „Aber die basieren alle auf einem freundschaftlichen Zusammenhalt. Es ist doch schön, seinen Verwandten und Freunden eine Weihnachtskarte zu schreiben.“

Geschenke spielen bei der Adelsfamilie aus Merode keine große Rolle. „Die Kinder bekommen natürlich Weihnachtsgeschenke“, sagt Prinz Albert-Henri. „Bei den Erwachsenen und Jugendlichen machen wir es so, dass jeder einen Namen zieht, um denjenigen dann zu beschenken.“ 25 Menschen ein vernünftiges Weihnachtsgeschenk zu machen sei einfach nicht möglich, so der Prinz. „Und überhaupt kommt es ja auch in erster Linie darauf an, den anderen zu zeigen, dass man an sie gedacht hat.“ In Merode wird auch am zweiten und dritten Weihnachtstag noch gefeiert. „Während am ersten Weihnachtstag wirklich nur die engere Familie zusammenkommt, haben wir am zweiten und dritten Tag ein offenes Haus – für alle Verwandten und Freunde.“

Beim romantischen Weihnachtsmarkt rund um Schloss Merode darf auch das Christkind (Mitte) nicht fehlen. Prinz Charles-Adrian de Merode (links) freut sich schon auf das bunte Treiben.

Fernsehzuschauer haben den romantischen Weihnachtsmarkt von Merode im vergangenen Jahr zum schönsten Weihnachtsmarkt in ganz Nordrhein-Westfalen gewählt. Eine Auszeichnung, die verpflichtet. „Die Leute”, so Prinz Charles-Adrien de Merode, „kommen natürlich jetzt mit einer ganz anderen, einer viel höheren Erwartung zu unserem Weihnachtsmarkt. Und der wollen wir natürlich auch gerecht werden.”
Der Markt öffnet am Donnerstag, 29. November, zum ersten Mal seine Pforten und ist dann an allen vier Adventswochenenden jeweils von donnerstags bis sonntags geöffnet, und zwar von donnerstags bis samstags von 14 bis 21 Uhr und sonntags von 12 bis 20 Uhr. Erwachsene zahlen 5,50 Euro (sonntags 6 Euro) Eintritt, Kinder ab sechs Jahren einen Euro an allen Tagen. Wer erst nach 19 Uhr zum Weihnachtsmarkt kommt, zahlt einen „Nachtschwärmertarif” in Höhe von 2,50 Euro, Bürger aus Langerwehe (bitte den Personalausweis mitbringen) haben donnerstags freien Eintritt.

Neben einem abwechslungsreichen gastronomischen Angebot werden über (Kunst-) Handwerker in Merode mit von der Partie sein. Es gibt unter anderem selbst gemachte Hüte, handgearbeitete Keramik, geschnitzte Löffel und sogar Modellkleider. Für Kinder gibt es ein Kasperltheater, eine lebende Krippe, außerdem ist die „Lese-Oma” regelmäßig zu Gast auf dem Meroder Weihnachtsmarkt. Wie immer, wird auch das Christkind den Markt täglich um 17 und 18 Uhr besuchen. Johanna Schmidt aus Jülich konnte sich gegen 15 Bewerberinnen durchsetzen und schlüpft in die Rolle des Christkindes. „Darüber hinaus”, so Prinz Charles-Adrien de Merode, „gibt es auch wieder ein kulturelles Rahmenprogramm.” Einige der Termine stehen schon fest: Am Sonntag, 2. Dezember, wird beispielsweise der Jugendchor „Notenzauber” in der Schlosskapelle singen, am Sonntag, 16. Dezember, ist der Eupener Marienchor in Merode zu Gast. Ein großes Anliegen ist den Organisatoren des Marktes darüber hinaus, dass auch soziale Institutionen in Merode, die Gelegenheit bekommen, ihre Arbeit zu präsentieren. In diesem Jahr werden Vertreter des „Weißen Rings”, der sich die Unterstützung von Kriminalitätsopfern auf die Fahnen geschrieben hat, Mitarbeiter des Kinderhilfswerks Unicef, der Hospizbewegung Düren-Jülich und des Vereins „Lernen, Fördern” zur Förderung von Menschen mit einer Lernbehinderung einen Informationsstand im Schloss Merode aufstellen. „Wir haben uns wirklich noch einmal verbessert”, so Charles-Adrien de Merode. „Und wir hoffen, dass wir auch unsere Besucher wieder überzeugen können.”

Susanne Schmidt liest auf Schloss Merode.

Susanne Schmidt kommt nach Langerwehe, genauer gesagt zum Schloss Merode. Am Dienstag, 23. Oktober, liest die Tochter von Alt-Kanzler Helmut Schmidt ab 19 Uhr  aus ihrem Buch „Das Gesetz der Krise. Wie die Banken die Politik regieren.“ Die Verantsaltung findet auf Intiative der CDU-Mittelstandsvereinigung statt.  „Susanne Schmidt befasst sich in ihrem Buch mit einem brandaktuellen Thema. Wir wollten die derzeitige Situation von einer ausgewiesenen Fachfrau beleuchtet wissen“, sagt Organisator und stellvertretender MIT-Vorsitzender Bernd Ohlemeyer. Die promovierte Nationalökonomin hat für ihr Buch „Markt ohne Moral“ 2010 bereits den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis erhalten. „Die Autorin lässt in ihrem Buch keinen Zweifel, dass die jetzige schwierige Situation in Europa auf die Misswirtschaft der Banken zurückgeht“, schildert der CDU-Politiker.

Schmidt plädiere für eine Politik, die nicht länger gegenüber den Banken und den Finanzmärkten einknickt, sondern selbstbewusst aus der Krise führt.  Susanne Schmidt war 20 Jahre lang für internationale Bankhäuser tätig. Sie hat in London, einem der wichtigsten Finanzplätze, gelebt und gearbeitet. „In einer konzertierten Vernebelungsaktion ist es der Banken-Lobby gelungen, den Eindruck zu erwecken, als hätten wir es mit drei verschiedenen Krisen zu tun“, schreibt Susanne Schmidt in ihrem Buch. Sie sagt, das sämtliche finanzielle Krisen und Krisengefahren, die derzeit zu beobachten sind, direkte Folgen der Banken- und Finanzkrise sowie der Rettung des ungesunden europäischen Bankensystems seien.  In ihrem Buch befasst sich die Ökonomin mit sechs Krisenherden. Neben dem Bankensystem, setzt sie sich mit den Staatsschulden, der Inflation, der Vergemeinschaftung von Staats- und Privatschulden, dem Auseinanderbrechen der Eurozone und dem demokratischen Defizit der Europäischen Union auseinander. Im letzten Kapitel ihres Buches geht sie der Frage nach, wie es in Zukunft weitergehen soll. Und im letzten Satz fordert sie: „Die Bundesregierung und die Bundeskanzlerin müssen entschlossener und mutiger agieren – auch wenn das mit einiger Wahrscheinlichkeit Wählerstimmen kosten wird.“ 

Anke Otten und Rolf Delhougne, beide Vertreter der MIT, haben die Autorin auf der Frankfurter Buchmesse bereits kennen und ihre charismatisch und bodenständige Art schätzen gelernt. Jetzt freuen sie sich auf den Besuch der Autorin in Merode. Nach der Lesung steht Susanne Schmidt noch für eine Diskussionsrunde bereit. Moderiert wird die Veranstaltung im Schloss von Helmut Frangenberg. Frangenberg ist Redakteur des Kölner Stadt-Anzeigers, Krimi-Autor und Verfasser der Biografie von Hans Süper. Die Veranstaltung ist für alle Interessierten kostenfrei zugänglich. Eine Mitgliedschaft in der MIT ist nicht erforderlich. Allerdings ist eine Anmeldung per Telefon unter 02421/97580 oder per E-Mail an info@cdu-kreis-dueren.de bis Montag, 22. Oktober, erforderlich.

Verschiedene CDU-Politiker aus Langerwehe besuchten Schloss Merode.

Der Prinz von Merode hatte jetzt die CDU-Ortsverbände in der Gemeinde Langerwehe zu einem kleinen Empfang geladen. Damit reiht sich die CDU in die Vorstellung der Langerweher Parteien auf Schloss Merode ein. So wurden durch Charles-Adrien Prinz von Merode die Vorsitzenden folgender Verbände begrüßt: aus Langerwehe Dieter Mirbach (Vorsitzender) und Iris Krifft (stellv. Vorsitzende), aus der Höhengemeinde Aloys Bröcker (Vorsitzender), aus der Herrschaft Philipp Schmitz-Schunken (Vorsitzender) und Andreas Reinartz (stellv. Vorsitzender), Christian Velten (Vorsitzender der Langerweher Jungen Union) sowie Dieter Zietz (Geschäftsführer Förderverein Schloss Merode e.V.)

Es sollte ein lockeres Treffen werden, bei dem sich die politisch Verantwortlichen der CDU und Vertreter der Prinzenfamilie beziehungsweise des Fördervereins näher kennenlernen und verschiedene Themen ansprechen konnten. Aus der angesetzten Stunde wurde schnell ein ganzer Abend, der in einer kleinen Führung durch das Schloss endete.

Die Politiker brachten der Prinzenfamilie einhellig ihre Unterstützung zum Ausdruck, insbesondere bei weiteren Auflagen der neuerdings in Merode stattfindenden Schlossfestspiele. Man zeigte sich erfreut ob des großen Erfolges und des damit einhergehenden Imagegewinns für Merode und der ganzen Gemeinde Langerwehe. Man bat aber auch um die Berücksichtigung der Belange der Anwohner. Dieter Zietz schlug ein konzertiertes Vorgehen aller politischen Amtsträger in Bezug auf die Parkplatzsituation vor.

Als weiteres Thema wurde die Einrichtung der Möglichkeit standesamtlicher Trauungen im Schloss diskutiert. Das Thema wurde vor einiger Zeit von Philipp Schmitz-Schunken in die politischen Gremien eingebracht und solle nun bald zum Abschluss kommen, um auch hier den Bürgern ein attraktives Angebot bieten zu können.

Es war der gemeinsame Wunsch aller Anwesenden möglichst die ganze Gemeinde in die Entwicklung mit einzubeziehen. So wurden die verschiedensten Projekte besprochen, durch die möglichst alle Teile der Gemeinde berücksichtigt werden. Dieter Mirbach, Aloys Bröcker und Iris Krifft werden dazu verschiedene Projekte ausarbeiten.

Zum Schluss führte Prinz Charles-Adrien noch durch das Schloss und erklärte die Geschichte des Hauses und der Familie. Die politischen Vertreter bedankten sich für den freundlichen Empfang und versprachen ihr Wiederkommen.