Verfasste Beiträge ‘Sandra Kinkel’

Die Mitglieder des Vereins zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen freuen sich sehr auf ihr Konzert im Töpfereimuseum.

Langsam wird es ernst. Bis zu ihrem großen Auftritt am 17. November im Töpfereimuseum in Langerwehe haben Gaby Wolff, Wiltrud Maaßen, Manuela Küpker, Michael Hefter, Wolfgang Meinhold, Achim Schmolt, Udo Kinkel, Helga Gräfrath, Markus Pütz und Thomas Steiert noch jede Menge zu tun. Die zehn geistig behinderten Musikerinnen und Musiker des „Vereins zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen” stecken mitten in den Probenarbeiten für ihr „Kleines Herbstkonzert”, das in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit der „Christophorus-Schule” bereits zum 16. Mal stattfindet.

Der „Verein zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen” hat sich vor weit mehr als 20 Jahren gegründet. Damals waren die Musikerinnen und Musiker allesamt Schüler der Christophorus-Schule und haben hier im Musikunterricht angefangen, Noten und Instrumente zu erlernen. Heute treffen die passionierten Hobby-Musiker einmal in der Woche (jetzt in der „heißen Phase” der Konzertvorbereitung auch noch samstags nachmittags), um gemeinsam mit Blockflöte, Akkordeon, Schlagwerk, Gitarre, Klavier und Keyboard Musik zu machen. Diesmal haben die zehn geistig behinderten Erwachsenen bei ihrer Konzertvorbereitung einen besonderen Schwerpunkt auf das Erlernen verschiedener Rhythmen gelegt. Bei dem Konzert im Töpfereimuseum werden viele verschiedene Tänze zu hören sein – eher bekannte wie Walzer oder Polka, aber auch etwas ausgefallenere wie einen Tango.

Manuela Küpker und Udo Kinkel haben ein Duett einstudiert, bei dem gleich vier Mal die Taktart wechselt. Eine besondere Überraschung hat auch Gitarrist Thomas Steiert parat: Er wird auf eigenen Wunsch zwei bekannte Stücke der Beatles vorspielen. Neben dem Musizieren in der Gruppe wird bei dem Konzert in Langerwehe nämlich auch immer dem Solospiel ein großer Platz eingeräumt.

„Die Proben sind schon ziemlich anstrengend”, sagt Manuela Küpker, die beim Konzert mit Altflöte und Keyboard zu hören sein wird, „aber wir haben auch jede Menge Spaß. Und wir wollen im Töpfereimuseum in Langerwehe natürlich auch alles so gut wie möglich machen.” Und natürlich kommt beim „Verein zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen” auch die Geselligkeit nicht zu kurz. Einmal im Jahr unternimmt die Gruppe gemeinsam einen Tagesflug, sehr beliebt sind auch die lustigen Karaokenachmittage, zu denen Gaby Wolff, Wiltrud Maaßen, Manuela Küpker, Michael Hefter, Wolfgang Meinhold, Achim Schmolt, Udo Kinkel, Helga Gräfrath, Markus Pütz und Thomas Steiert sich ab und zu treffen.

Das 16. „Kleine Herbstkonzert” des Vereins zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen findet am Samstag, 17. November, um 16 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe, Pastoratsweg 1, statt. Der Eintritt zu der Konzertstunde ist frei.

Nähere Informationen über die Arbeit des Vereins gibt es unter ☏ 0175/2480169.

Sebastian Berger aus Jüngersdorf hat ein Jahr in Bethlehem gelebt.

„Ich konnte mir überhaupt nicht vorstellen wie es ist, in einer arabischen Kultur zu leben. Und es war komplett anders als in Deutschland.“ Sebastian Berger ist 20 Jahre alt, kommt aus dem Langerweher Ortsteil Jüngersdorf. Vor etwas mehr als einem Jahr war hier genau an dieser Stelle schon einmal die Rede von Sebastian Berger. Damals hatte der junge Mann gerade sein Abitur am Stiftischen Gymnasium „gebaut“ und stand kurz vor einem riesigen Abenteuer.  Sebastian Berger hat ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Nahen Osten gemacht, genauer gesagt in Bethlehem. Hier hat er an der „Bethlehem Universität Palästina“ gearbeitet. Jetzt ist Sebastian wieder zurück, und bevor er sich zum Jurastudium nach Freiburg verabschiedet hat, hat er sich noch zum Interview mit toepfergemeinde.de getroffen. Sebastian wirkt erwachsener als er von seinen Erfahrungen im Nahen Osten berichtet, irgendwie selbstständiger als noch vor einem Jahr. „Es war schon eine enorme Umstellung“, so der junge Mann, „in einem völlig unbekannten und völlig fremden Kulturkreis zu leben.“ Sebastian Berger hat sich nach dem Abitur für ein Freiwilliges Soziales Jahr entschieden, weil er nicht zum Militär gehen wollte. „So viel Zeit wie nach dem Abitur, um ins Ausland zu gehen, bekommt man später kaum wieder“, sagt Sebastian Berger. „Und ich möchte die Erfahrungen in Bethlehem auch nicht missen.“

 An Israel haben Sebastian Berger verschiedene Dinge gereizt: „Zum einen natürlich der Nah-Ost-Konflikt. Ich fand es schon spannend, in einem Gebiet zu leben, das sehr stark durch Krisen geprägt ist.“ Zum anderen, so Sebastian weiter, habe es ihn aber auch sehr interessiert, in einem Land zu leben, wo der Glaube der Menschen so eine große Rolle spielt. „Ich konnte die Orte besuchen, zum Beispiel in Jerusalem, wo die ersten christlichen Gemeinden sich getroffen haben. Das war für mich schon sehr beeindruckend.“ 
In erster Linie musste Sebastian aber natürlich auch ziemlich viel arbeiten. Acht Stunden dauerte sein Arbeitstag an der Universität. Der junge musste deutsche Besuchergruppen herumführen, war für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich und zudem für die Gestaltung der Internetseite der Uni. „Das war schon eine relativ vielseitige und auch verantwortungsbewusste Arbeit.“

 „Dienstsprache“ war übrigens Englisch, Arabisch oder Hebräisch hat Sebastian in seiner Zeit in Israel nicht gelernt. „Ich habe keinen Sprachkurs gemacht“, gibt er ehrlich zu, „ich wahr wirklich nicht besonders heiß darauf, Vokabeln zu lernen.“ Sebastian Berger sagt, dass er in Jerusalem viele wertvolle Erfahrungen für sein Leben gemacht hat. „Ich habe gelernt, mit einer neuen Kultur umzugehen. Und ich habe auch gelernt, dass ich schon sehr deutsch fühle und bin.“ Pünktlichkeit und Verantwortungsbewusstsein, so Berger, seien Dinge, die ihm schon sehr wichtig seien. „Das Leben in Bethlehem ist viel spontaner als das Leben in Jüngersdorf“, sagt Sebastian. „Die Leute haben eine völlig andere Lebensdynamik und sind auch nicht so strukturiert wie wir. Auf der anderen Seite meinen sie das, was sie sagen aber auch immer und sagen nichts einfach so daher.“

 Am meisten vermisst hat Sebastian Berger in Bethlehem seine Familie und Freunde, darüber hinaus aber auch sein Fahrrad und seine Musikinstrumente. „Junge Leute“, sagt Sebastian, „haben in Bethlehem auch sehr wenig Freizeitmöglichkeiten.“ Es gebe, so der Jura-Student, keine Parks, keine Kinos und keine Theater. „Das war nicht immer einfach.“ Ob er auch Dinge aus Israel vermisst? Diese Frage kann Sebastian erst nach kurzem Überlegen beantworten. Und dann sagt er: „Es ist schön, jetzt wieder einige Zeit in Deutschland zu sein. Aber ich vermisse schon das Gefühl, eine neue Herausforderung zu haben.“ Wie gut, dass  Sebastians Studium angefangen hat.

Der 25. Langerweher Eifelmarkt war eine tolle Sache und lockte Besucherscharen nach Langerwehe.

„Der Kaiser! Der Kaiser ist da!“ Die Aufregung in Langerwehe ist deutlich spürbar. Kaiser Wilhelm II. ist auf dem Weg zum Eifelmarkt, klar, dass die Töpfergemeinde nahezu komplett auf den Beinen ist. Außerdem sind viele Besucherinnen und Besucher von auswärts gekommen, die seine Majestät einmal erleben wollten. Kaiserwetter erwartet Heinrich Göbbels und Käthe Rolfink, die in die Rolle des Kaiserpaares geschlüpft waren, kein Wunder also, dass beim Jubiläumseifelmarkt, der ja gestern zum 25. Mal stattgefunden hat, schon früh morgens in Langerwehe keine Parkplätze mehr zu finden waren.
Der Besuch des Kaiserpaares, den Museumsdirektorin Dr. Kirsten Maaß, ihre Mitarbeiter und vor allem auch die Mitglieder des Museums-Förderkreis äußerst liebevoll vorbereitet hatten, war sicher einer der Höhepunkte des Marktes, aber auch sonst hatte der 25. Eifelmarkt in diesem Jahr besonders viel zu bieten.

Passend zum Kaiserbesuch, der ja im Jahr 1912 stattgefunden haben soll, nämlich genau dann, als Wilhelm II. in Langerwehe Schützenkönig war, waren auch die Museumsdirektorin und ihr Team gewandet. Flötenkinder der Langerweher Grundschule begrüßten den Kaiser mit Musik aus der Zeit, und die Volkstanzgruppe Heistern erfreute die Majestäten aus dem fernen Berlin mit Tänzen der damaligen Zeit. Willibert und Christel Dick mischten sich gemeinsam mit Frenny Simons unter die Marktbesucher und spielten kleine Sketche.

Ansonsten gab es auf dem Eifelmarkt, den Burchard Sielmann vor 25 Jahren erfolgreich ins Leben gerufen und zu einer festen Größe etabliert hat, Köstlichkeiten aus Eifel und Ardennen. Das belgische Starkbier aus Achouffe durfte genauso wenig fehlen, wie leckerer Ziegenkäse Darüber hinaus präsentierten einige der über 50 Eifelmarktbeschicker auch alte Handwerkskünste. Aus Neroth in der Eifel waren Drahtweber nach Langerwehe gekommen, eine Spinnerin zeigte, wie aus Schafswolle feines Garn wird, und geklöppelt wurde beim Eifelmarkt auch. 

„Das ist wirklich ein tolles Fest hier“, sagte Waldemar Frenken, der aus Hürtgenwald nach Langerwehe gekommen war. „Ich bin zum ersten Mal hier“, so der 53-Jährige, „und ich finde es toll. Ich komme garantiert wieder.“ 
Schön auch, dass es beim Jubiläumseifelmarkt besonders viele Angebote für Kinder gab. Viele Tiere konnten gestreichelt werden, ein Seifenblasenkünstler und ein Clown waren vor Ort, und wer besonders mutig war, konnte eine Runde mit einem historischen Traktor drehen oder eine Planwagenfahrt unternehmen.

Wer noch mehr Fotos vom Langerweher Eifelmarkt sehen möchte – eine Bildergalerie gibt`s hier:
https://plus.google.com/photos/106165990478807004987/albums/5786450791003772033?authkey=CK-jg4qTtLWljgE

Die Katholiken in Schlich wollen auch weiterhin in ihrer Pfarrkirche samstags eine Messe feiern.

Die neue Gottesdienstordnung der Katholischen Pfarrgemeinde St. Martinus D‘horn im Langerweher Ortsteil Schlich schlägt hohe Wellen. Weil die Vorabendmesse am Samstag nicht mehr in der Schlicher Kirche, sondern in der Obergeicher Kapelle stattfindet und der Seniorengottesdienst mittwochs von 14.30 Uhr auf 18.30 Uhr verlegt worden ist, haben über 100 Pfarrangehörige einen Brief von Heinrich Schumacher an Bischof Heinrich Mussinghoff unterschrieben. „Ich bin normaler Pfarrangehöriger“, sagt Heinrich Schumacher. „Hier musste ich etwas tun.“

Pfarrer Heinz Portz

Die Menschen beschweren sich massiv über Pfarrer Heinz Portz, der seit Dezember 2009 Pfarrer der Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Inden-Langerwehe ist. Beklagt wird, dass Pfarrer Portz die neue Gottesdienstordnung zwar mit dem GdG-Rat, aber nicht mit den Gremien in Schlich diskutiert habe. Weil es in der Schlicher Pfarrgemeinde Unmut gegeben hat, hat Ende Mai eine Pfarrversammlung stattgefunden, zu der weit über 100 Teilnehmer gekommen sind. „Die Vorgehensweise, wie Herr Portz diese Versammlung führte“, so heißt es in dem Brief, „war beschämend. Einzig die Meinung des Herrn Pfarrer gilt.“ Zum Hintergrund: Seit 2003 arbeitet Pfarrer Bernhard Gombert als Subsidiar in Schlich, jetzt, mit der Vollendung seines 80. Lebensjahres bekommt er vom Bischof keinen Auftrag mehr für dieses Amt. Trotzdem wird Gombert weiter Messen in St. Martinus in Schlich zelebrieren. Die neue Gottesdienstordnung ist aber so organisiert, dass Pfarrer Portz zur Not sämtliche Messfeiern auch ohne die Unterstützung eines Kollegen feiern kann. „Der Geburtstag von Pfarrer Gombert“, sagt Pfarrer Portz, „war ein Anlass, über die Gottesdienstordnung nachzudenken.“ In Langerwehe, so Portz, gebe es fünf Kirchen, die drei Pfarrkirchen in Wenau, Schlich und Langerwehe und die Kapellen in Jüngersdorf und Obergeich. Portz: „Alle Orte sollen, was die Feiern der Heiligen Messe angeht, angemessen berücksichtigt werden.“

Die Tatsache, dass die Vorabendmesse am Samstag in Obergeich und nicht mehr in Schlich stattfindet, könne nicht so interpretiert werden, dass die Schlicher Kirche im Zuge des kirchlichen Immobilienmanagements geschlossen werde. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie bei uns die Schließung einer Pfarrkirche sinnvoll möglich sein kann.“ Für Heinrich Schumacher ist das nicht nachvollziehbar. „Warum soll die gut besuchte Abendmesse in Schlich plötzlich in der kleinen Obergeicher Kapelle stattfinden?“ Auf seinen Brief hat er vom Bischof noch keine Antwort bekommen. „Ich werde mich in den nächsten Tagen wieder an den Bischof wenden.“

Der Beschwerdebrief, den hunderte Gläubige aus Schlich unterschrieben haben, im Wortlaut

Das Interview mit Pfarrer Heinz Portz im Wortlaut lesen Sie hier.

Helmut Pohl aus der Mittelstraße in Luchem zeigt Landrat Wolfgang Spelthahn auf der Karte die Probleme in seiner Straße.

„Hier muss einfach was passieren. Die Leute brettern hier durch, und viele telefonieren dabei noch. Wir können froh sein, dass die Mittelstraße in Luchem noch kein Unfallschwerpunkt ist.“ Helmut Pohl wohnt in der Mittelstraße. Und ist schon lange über die Verkehrssituation hier erbost. Als die Polizei jetzt im Vorfeld des „Blitz-Marathons“ aufgerufen hatte, geeignete Standorte für die Radarkontrollen zu nennen, hat Helmut Pohl sofort für die Mittelstraße plädiert. „Ich habe einen Brief an die Polizei geschrieben“, erzählt der Mann. „Und innerhalb kürzester Zeit hatten die 20 Nachbarn unterschrieben.“ Drei Beamte der Kreispolizeibehörde waren gestern in Luchem mit einem Radarmessgerät im Einsatz, im gesamten Kreis wurde an 40 Stellen gemessen. In der Mittelstraße in Luchem war die Ausbeute eher gering. Innerhalb der ersten Stunden waren es gerade einmal fünf Autos, die zu schnell unterwegs waren. Ein älterer Herr im Kleinwagen brauste mit 80 km/h durch Luchem. „Er hat Glück“, so Karl-Josef Becker von der Polizei. „Wir ziehen drei km/h ab, das heißt er bekommt kein Fahrverbot.“ Aber immerhin drei Punkte in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 100 Euro.

Die beiden Polizeibeamten Peter Wolff und Ralf Stoffels waren beim Blitzermarathon auf der Brückenstraße in Luchem im Einsatz.

„Der größte Erfolg“, so Landrat Wolfgang Spelthahn, der gleichzeitig auch Chef der Kreispolizeibehörde ist, „wäre, wenn heute überhaupt keiner geblitzt würde.“ Mit Aktionen wie dem „Blitz-Marathon“, so Spelthahn, wolle man nicht möglichst viele Raser erwischen. „Wir wollen abschrecken. Zeigen, dass die Polizei präsent ist. Und bei den Menschen das Bewusstsein schaffen, dass Rasen immer noch die Haupt-Unfallursache ist.“

Karl-Josef Becker ist davon überzeugt, dass bei den meisten die Erfahrung, „geblitzt“ worden zu sein, schon eine nachhaltige Wirkung habe. „Klar gibt es Autofahrer, die man immer wieder erwischt. Aber das ist wirklich die Minderheit.“

Helmut Pohl und seinen Nachbarn hilft das nicht wirklich weiter. „Am liebsten hätten wir, dass die Mittelstraße ein Tempo 30 bekommt. Hier gibt es zwei Schulbushaltestellen, und die Kinder kommen kaum über die Straße. Und natürlich wäre es toll, wenn die Umgehungsstraße endlich kommen würde.“ Auch wenn der gestrige „Blitz-Marathon“ nicht wirklich bewiesen hat, dass die Mittelstraße in Luchem eine Raserstrecke ist, gibt Helmut Pohl noch lange nicht auf. „Wir haben noch ein Gespräch mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Langerwehe und dem Straßenverkehrsamt“, so Pohl. Wenn schon in absehbarer Zeit weder Tempo 30 noch eine Umgehungsstraße realisiert würde, könnten doch Parkbuchten eingerichtet werden, die helfen, dass die Autos langsamer durch Luchem fahren.

Bereits zum zweiten Mal wurde im Rahmen der NRW-Kampagne “Brems dich – rette Leben!” 24 Stunden lang geblitzt. Insgesamt wurden zwischen Dienstag- und Mittwochmorgen an den 40 eingerichteten Kontrollstellen im Kreis Düren nahezu 4600 Fahrzeuge überprüft.
Ihre gefahrene Geschwindigkeit wurde gemessen, wobei in 260 Fällen eine Überschreitung des zulässigen Tempolimits registriert wurde. Zwei Fahrern droht neben einer Geldbuße auch ein Fahrverbot.
Ein Verkehrsteilnehmer fiel auf, als er mit 105 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer durch eine geschlossene Ortschaft raste. Und auch außerhalb der Ortslagen hielten sich nicht alle an die vorgeschriebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen.
136 Stundenkilometer bei erlaubten 70 km/h ergab die Messung eines Pkw, der bei Niederzier die B 56 in Richtung Jülich befuhr. Der 20-jährige Fahrzeugführer erklärte den Polizeibeamten, er habe gar nicht bemerkt, dass er das Tempolimit um beinah das Doppelte überschritten hatte. Ausgerechnet auf dieser Strecke hatte sich zuletzt am 21. Juni 2012 noch ein Verkehrsunfall ereignet, bei dem ein Motorradfahrer gestorben war.