Verfasste Beiträge ‘Ruth Löbner’

Autorin Ruth Löbner war zu Gast in der Grundschule Langerwehe.

Innerhalb des beachtenswerten Leseförderprojektes „Lesen (er)leben im indeland“ las jetzt die Kinderbuchautorin Ruth Löbner an der Katholischen Grundschule in Langerwehe 60 Kindern der Klassenstufe zwei aus ihrem Buch „Papa, Jonas und der Tauschsonntag“ vor.

Ruth Löbners Buch handelt von den Schwierigkeiten, wenn Kinder mit getrennt lebenden Eltern zurechtkommen müssen. Jonas‘ Papa ist ein Pechvogel, da liegt es nahe, die Rollen zu tauschen, damit der gemeinsame Sonntag gelingen kann.

Witzige Episoden wechseln mit nachdenklichen Passagen ab, so ist es gar nicht leicht für Jonas, Papa die Mathehausaufgaben machen zu lassen. Andererseits ist das gemeinsame Spiel mit der Eisenbahn für beide sehr schön. Beim Eisessen treffen sie dann unverhofft auf Mama und ihren Freund. Nur gut, dass Jonas und Papa die Rollen getauscht habe, sonst wäre das Zusammentreffen viel schwieriger gewesen.

Ruth Löbner schaffte sich mit ihrer bescheidenen Art schnell Aufmerksamkeit bei den Kindern. In der Lesung las sie immer wieder von Erzählpassagen unterbrochen das ganze Buch vor. Die Kinder hatten ihren Spaß und überlegte, wie sie sich verhalten würden. Im Anschluss gab es so viele Fragen an die Autorin, dass erst der Unterrichtschluss die Lesung beendete. Viele Kinder kauften sich das Buch und Frau Löbner signierte mit großer Hingabe und Zuwendung jedes einzelne Buch mit einer persönlichen Widmung.

„Für die Schüler war diese kostenfreie Lesung heute etwas Besonderes. Wir haben uns sehr darauf gefreut und es war auch eine schöne Belohnung am Ende des Schuljahreses“, dankte die Lehrerin Crutz-Völker und die Schulleiterin Frau Dr. Haubner-Moya auch im Namen ihrer Kolleginnen der Autorin sowie der Projektinitiatorin Manuela Hantschel von der Agentur „Leseteppich“. In Kooperation mit der „indeland-GmbH“ und den einzelnen Kommunen organisierte Hantschel die Autorenlesungen in den sieben indeland-Gemeinden. Langerwehe ließ sich von der Bedeutung dieser einzigartige Bildungsinitiative überzeugen und finanziert die Lesungen für ihre Kommune ohne zu zögern.

„Wie bereits 2010 und 2011 lesen fünf Autoren in sieben Schulen an fünf Tagen im indeland“, berichtet Manuela Hantschel, der es besonders wichtig ist, dass das Lesen als etwas Schönes erlebt wird. „Leseförderung ist Sprach- und Lebensförderung. Und diese funktioniert über die Faszination für Geschichten“, ist Hantschel überzeugt. Ziel ist es, Kindern unabhängig von ihrem sozialen und kulturellen Hintergrund die Möglichkeit zu geben, Lesen als Bereicherung zu erleben. Deshalb ist die für die Schulen kostenfreie Autorenlesung das demokratischste Mittel der Leserförderung.