Verfasste Beiträge ‘Ratssitzung’

Bei der jüngsten Ratssitzung wurden Blutspender ausgezeichnet.

Bei der jüngsten Ratssitzung in der Gemeinde Langerwehe sind auch langjährige Blutspender ausgezeichnet worden. Bürgermeister Heinrich Göbbels lobte das soziale Engagement der Blutspender. „Ihre gute Tat hilft Verletzten und rettet Leben. Soziales Engagement und Sorge für den Mitmenschen sind für Sie selbstverständlich.“ Dieser Einsatz, betonte der Langerweher Bürgermeister, sollte Ansporn und Vorbild für die ganze Gesellschaft sein. Für 25-maliges Blutspenden wurden Günter Breuer, Annemarie Ernst, Petra und Karsten Köhnen, Josefine Meisenberg, Inga Pohl, Frank Rensinghoff, Sabine Schain und Franz Walter Schwarz ausgezeichnet. Sogar schon 50 Mal Blut gespendet haben Lutz Becker, Heinz Josef Bröcker, Astrid Lehmann, Albert Neumann, Richard Reinartz und Robert Simons. Günter Peters und Friedel Pohl wurden mit der Ehrennadel in Gold mit Eichenkranz bedacht, weil sie bereits 75 Mal Blut gespendet haben. Georg Esser aus Jüngersdorf hat bereits 100 Mal Blut gespendet, und Heinz-Albert Kuckertz, der ebenfalls in Jüngersdorf wohnt, hat bereits 125 Mal seinen Lebenssaft zur Verfügung gestellt.

Die Kunden der Gemeindebücherei können ab Januar zwischen einer Jahresgebühr oder einer Gebühr pro Einzelausleihe wählen. Das hat der Gemeinderat so entschieden.

Der Rat der Gemeinde Langerwehe hat in seiner letzten Sitzung des Jahres auch über eine Anhebung der Realsteuerhebesätze entschieden. Während die Hebesätze für die Grundsteuer A bei 240 von Hundert und auch der Gewerbesteuerhebesatz bei 411 von Hundert konstant, wird die  die Grundsteuer Bminimal auf 413 von Hundert erhöht. Der Hebesatz ist der Faktor, der die Höhe der den Gemeinden zustehenden Steuern bestimmt. Je höher dieser Hebesatz ist, desto mehr Schlüsselzuweisungen stehen der Gemeinde zu. Bürgermeister Heinrich Göbbels: „In Langerwehe lag der Hebesatz für die Grundsteuer B bisher bei 400. Die Erhöhung bedeutet für die Bürger im Durchschnitt eine Erhöhung von 7,60 Euro im Jahr.“ Mit einem Hebesatz von 413, so Göbbels weiter, zahlten die Langerweher den geringsten Hebesteuersatz im ganzen Kreis. Die Töpfergemeinde liegt auch weiter unter dem Landesdurchschnitt, wo der Hebesteuersatz für die Grundsteuer B bei 444 von Hundert liegt. Ergänzt werden die Gebühren für die Gemeindebücherei. Die Leiterin der Bücherei, Andrea Kick, hatte angeregt, als Alternative zu der Jahresgebühr in Höhe von 18 Euro eine Einzelgebühr für die Ausleihe von Büchern und Medien einzuführen. Diesem Vorschlag sind die Langerweher Ratsmitglieder gefolgt. Die Einzelgebühr für die Ausleihe eines Buches, einer CD oder einer CD-Rom beträgt ab Januar einen Euro, für DVDs kostet die Einzelausleihe 1,50 Euro. Für die Büchereikunden, die nach wie vor die Jahresgebühr in Höhe von 18 Euro bezahlen, ändert sich nichts. 
Auch über den Wirtschaftsplan für die Indeland GmbH hat der Gemeinderat entschieden. In diesem Zusammenhang haben die Kommunalpolitiker sich dafür ausgesprochen, Indeland-Geschäftsführer Jens Bröker nach Langerwehe einzuladen, um über die Situation der Indeland GmbH genau zu informieren. Göbbels: „Wir hoffen, dass jetzt nach dem Fördergeldbescheid des Landes auch Gelder fließen. Und sich auch in Sachen Indeland-Infopunkt in Langerwehe am Bahnhof endlich etwas tut.“ Zum Schluss stand auch noch die Genehmigung von verkaufsoffenen Sonntagen auf der Tagesordnung. Hier haben die Ratsmitglieder einstimmig entschieden, dass an folgenden drei Sonntagen in Langerwehe eingekauft werden kann: Am 14. April 2013 anlässlich des Frühlingsmarktes im Gewerbegebiet in Jüngersdorf, am 7. Juli zum Sommerfestes der IG „Pro Langerwehe“ und am 1. Dezember 2013 beim Töpfermarktes.

Die Entscheidung über den Langerweher Haushalt fällt erst heute Nachmittag um 17 Uhr in der Ratssitzung der Töpfergemeinde. In einem interfraktionellen Gespräch haben die Kommunalpolitiker schon im Vorfeld der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss entschieden, die komplette Haushaltsdiskussion an den Rat zu verweisen. „Es gibt“, so Bürgermeister Heinrich Göbbels, „noch Beratungsbedarf. Dazu wollen wir allen Parteien die nötige Zeit geben.“

Die finanzielle Lage von Langerwehe ist alles andere als rosig, so viel war in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses schon zu erfahren. Immerhin konnte die Töpfergemeinde ihr Defizit von 4,6 Millionen Euro auf 3,98 Millionen Euro verringern. Die Schlüsselzuweisungen, die Langerwehe bekommt, sind um 1,3 Millionen Euro zurück gegangen. 48,18 Prozent der Ausgaben des Haushaltes müssen für die Kreisumlage (rund sechs Millionen Euro) gezahlt werden, immerhin noch etwa 2,5 Millionen Euro zahlt die Kommune an Kreisumlage. Bis zum Jahresende rechnet Langerwehe mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von gut 2,8 Millionen Euro. Wegen des EM-Halbfinales mit möglicher deutscher Beteiligung beginnt die Ratssitzung schon um 17 Uhr. Die Politiker tagen im Bürgerhaus in Pier.