Verfasste Beiträge ‘Polizei’

Beißwütige Männer gibt es nicht nur auf dem Fußballplatz: Gleich vier Polizeibeamte brauchte es, um am Abend einen 20-Jährigen aus Langerwehe zu bändigen, der am Mittwoch seit den frühen Morgenstunden mehrfach zwei 46 und 47 Jahre alte Männer  attackiert, beleidigt und bedroht hatte. Während die Beamten eine Anzeige gegen den 20-Jährigen aufnahmen, erschien er plötzlich am Tatort, beleidigte die Beamten und rannte davon. Die Flucht dauerte nur kurz und endete im Polizeigewahrsam. Zuvor hatte der alkoholisierte 20-Jährige, bei dem auch Drogen gefunden wurden, die Beamten bespuckt und mehrfach versucht, sie zu beißen und zu treten.

In der Schlicher Pfarrkirche findet am Mittwoch ein Gedenkgottesdienst für die Opfer des Amoklaufs statt.

Der Amoklauf des 63-Jährigen am Vatertag in Merode hat offenbar zwei Todesopfer mehr gefordert, als der Polizei zunächst bekannt war. Das ganze Ausmaß der grausigen Bluttat, bei der der Mann zuerst seine Frau getötet hatte und dann drei Menschen mit Gewehrschüssen verletzte, zeigte sich am späten Donnerstagabend: In einem Einfamilienhaus in Kerpen-Blatzheim fanden Nachbarn zwei Leichen.

Bei den Opfern handelt um die 71 Jahre alte Schwägerin des Amokläufers und deren 73 Jahre alten Ehemann. Bei der Tat in Blatzheim wurde die gleiche Waffenart und die gleiche Munition verwendet wie in Merode. „Die Tat muss sich gegen 2.30 Uhr wie bei den späteren Fällen abgespielt haben“, sagte Deller.

Der 63-Jährige soll zunächst die Tür des Einfamilienhauses in Blatzheim mit einem Hammer bearbeitet und die Bewohner aus dem Schlaf berissen haben. Als sein Schwager die Tür öffnete, eröffnete der Täter das Feuer. Er ging daraufhin ins Schlafzimmer und tötete die Schwester seiner Frau. Anschließend fuhr er mit seinem Auto zurück nach Merode, erschoss seine Ehefrau, setzte sich erneut ins Auto und begann eine blutige Fahrt durch den Ort: An drei Stellen klingelte er Menschen aus dem Schlaf und schoss an der Haustür auf sie. Als die Polizei den Amokläufer kurz vor 4 Uhr stellte, schoss er sich in den Kopf.

Die Frage nach einem Motiv bleibt weiter offen. „Nur der Täter kann sich dazu äußern. Doch ob er jemals etwas sagen wird, ist fraglich“, sagte Deller mit Blick auf den „äußerst kritischen“ Zustand des Mannes. Für das Kleinkalibergewehr, das der 63-Jährige benutzte, hatte er weder Waffenschein noch Waffenbesitzkarte. Es gibt Hinweise aus der Bevölkerung, dass sich der Täter in der Vergangenheit etwas merkwürdig verhalten hat. So soll der MannBewohner des Ortes schon einmal verbal bedroht haben und mit einer Schussweste und weißen Handschuhen durch Merode gelaufen sein.

Gemeinsam mit der Pfarre D´horn lädt die Dorfgemeinschaft Merode zu einer Trauermesse in die Pfarrkirche in Schlich ein. Am Mittwoch, 15. Mai, soll während der Eucharistischen Anbetung um 18 Uhr und der anschließenden Heiligen Messe um 18.30 Uhr in der Pfarrkirche für die Opfer des schrecklichen Amoklaufes beten, der sich am Morgen des Christi-Himmelfahrts-Tages in Merode, D’horn und Kerpen ereignete.

Polizeihubschrauber kreisten heute am frühen Nachmittag über der Töpfergemeinde. Der Grund: Eine 13 Jahre alte Schülerin hatte mit der Ankündigung, sich das Leben nehmen zu wollen, das Haus verlassen. Ihre Eltern haben sie mehrere Stunden gesucht. Mit Hilfe der Hubschrauber wurde die Jugendliche gegen 15.30 Uhr entdeckt und wohlbehalten wieder nach Hause gebracht.

Nachdem er alkoholisiert einen Verkehrsunfall verursacht hatte, fuhr ein Langerweher (36) am späten Sonntagabend einfach davon. Dank eines Zeugen konnte die Polizei den Flüchtigen ermitteln. Der 36-Jährige war mit seinem Auto um 23.45 Uhr auf der Hauptstraße gegen ein geparktes Auto gefahren und dann weitergefahren. Der Besitzer des Autos hatte den Vorfall beobachte und die Polizei alarmiert. Die Beamten fanden zunächst den Pkw, später auch den dazugehörigen Fahrer, der sich mittlerweile zu Hause schlafen gelegt hatte. Vermutlich wollte er seinen Rausch ausschlafen, denn ein Alkoholtest ergab einen Wert von etwa 1,14 Promille. Der Wagen wurde sichergestellt, ebenso der Führerschein des geständigen Mannes. Da er nicht nur vor Fahrtantritt, sondern möglicherweise auch noch nach dem Unfall Alkohol getrunken hatte, mussten ihm zwei Blutproben entnommen werden. Der Schaden an den Autos wird auf über 10 000 Euro geschätzt.

In Schlich brannte ein Kleintransporter völlig aus.

Aus noch unbekannter Ursache geriet am Donnerstagnachmittag in Schlich ein Kastenwagen in Brand. Es entstand hoher Sachschaden.
Um 17:15 Uhr war einer Zeugin in der Ringstraße zunächst ein merkwürdiger Geruch aufgefallen, dann ein verdächtiges Geräusch. Beides konnte sie erst zuordnen, als sie um die Hausecke blickte. Dort stand ein auf der Straße geparkter Firmenwagen, ein Van eines französischen Automobilherstellers, in hellen Flammen und die Frontscheibe war bereits zerplatzt. Die Löschgruppe der Schlicher Feuerwehr rückte aus und löschte den Brand. Der Wagen, mit dem einige Zeit vor dem Feuerausbruch noch gefahren worden war, hatte jedoch im Bereich der Fahrzeugmittelkonsole bereits einen starken Brandschaden erlitten.

Die Polizei hat die Untersuchungen nach der Ursache aufgenommen. Hinweise auf eine vorsätzliche Inbrandsetzung haben sich bei den ersten Ermittlungen bislang jedoch nicht ergeben.