Verfasste Beiträge ‘Orgel’

Die neue Orgel wird eingesegnet.

Die neue Orgel wird eingesegnet.

Die neue, gebrauchte Orgel in der alten Kiche auf dem Rymelsberg in Langerwehewird am Freitag, 6. Juni, eingesegnet. Die Zermonie findet im Rahmen einer Abendmesse statt, die um 18.30 Uhr beginnt. Im Anschluss gibt es ein kleines Konzert auf der Orgel. Am Spieltisch sitzt dazu Theo Palm.

Freuen sich auf die neue Orgel: Orgelbauer Heribert Coenen, Walter Rosarius, Peter Michael Porschen (Verein zur Erhaltung der Alten Kirche) und Orgelbauer Norbert Frensch (von links).

Freuen sich auf die neue Orgel: Orgelbauer Heribert Coenen, Walter Rosarius, Peter Michael Porschen (Verein zur Erhaltung der Alten Kirche) und Orgelbauer Norbert Frensch (von links).

Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe bekommt wieder eine eigene Orgel. Elf klingende Register hat das prächtige Instrument der Orgelbaufirma Wilbrand, 700 Pfeifen, zwei Manualwerke und ein Pedalwerk. Bis vor kurzem hat die Orgel noch im Gregoriushaus in Aachen gestanden. „Für uns ist diese Orgel ein echter Glücksfall“, sagt Walter Rosarius, Geschäftsführer des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“.

Im Gregoriushaus in Aachen sind die Kirchenmusiker und Organisten für das Bistum ausgebildet worden, vor wenigen Jahren ist die Einrichtung geschlossen worden. Martin Jung, Küster und Organist in Langerwehe: „Im Gregoriushaus gab es zwei Orgeln, die noch gut in Ordnung waren. Eine hat das Gymnasium Eschweiler bekommen, eine wir.“

Das Instrument selbst war für den „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ kostenlos. Walter Rosarius: „Die Orgel war in einem Gebäude des Generalvikariats eingelagert. Den Transport von Aachen nach Langerwehe konnten wir Dank der Unterstützung aus unserer Geschäftswelt selbst realisieren.“

Der fachmännische Aufbau der Orgel sowie die Intonierung sind aber natürlich mit Kosten verbunden. Walter Rosarius: „Wir rechnen hier mit knapp 20 000 Euro, die wir mit Hilfe eines Darlehens finanzieren können.“ Ein Vereinsmitglied stellt das Geld zinslos zur Verfügung.

„Die Orgel ist wirklich noch gut in Ordnung“, so Orgelbauer Heribert Coenen, der gemeinsam mit seinem Kollegen Norbert Frensch etwa fünf Wochen mit dem Aufbau der Stockmann-Orgel aus dem Jahr 1977 beschäftigt sein wird. „Und alles, was nicht in Ordnung ist, bringen wir jetzt in Ordnung.“ Die Orgel, erklärt Heribert Coenen, funktioniere rein mechanisch. „Es ist wirklich ein besonderes Instrument.“

Für die Orgelbauer ist es wichtig, dass die Temperatur so bleiben wird im Augenblick. Heribert Coenen: „Die Temperaturschwankungen in diesem Gotteshaus sind schon erheblich, weil es natürlich auch keine Heizung gibt. Wir brauchen aber für die Intonierung über einen längeren Zeitraum mindestens 16 Grad.“

Mitte oder Ende Mai soll das neue Instrument eingesegnet und mit einem feierlichen Konzert offiziell eingeweiht werden. „Einen konkreten Termin haben wir noch nicht“, so Walter Rosarius. „Aber vielleicht gelingt es uns, Domorganist Professor Michael Hoppe für ein Konzert zu gewinnen.“ Die „Alte Kirche“ auf dem Rymelsberg in Langerwehe wird 1157 erstmals urkundlich erwähnt. 1907 wird die Kirche mit dem gesamten Inventar in die neue Pfarrkirche in der Ortsmitte umgelagert. 1944 liegt die Kirche im direkten Frontverlauf und wird stark zerstört. 1949 beginnen die Mitarbeiter des 1927 gegründeten Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche mit dem Wiederaufbau der Kirchenruine.

Heute dient die „Alte Kirche“ wieder als Ort der Liturgie, zum Beispiel für Beerdigungsgottesdienste, als Mahnmal des Friedens und als Begegnungsstätte. Jeden zweiten Sonntag im Monat ist die Kirche von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Die neue Eule-Orgel von Langerwehe - ein wahrhaft prächtiges Instrument.

Beim fünften Türchen unseres Adventskalender-Alphabets hier im Langerwehe-Blog wird`s musikalisch! Das E steht für Eule-Orgel! Es ist noch keinen Monat her, da hat Weihbischof Dr. Johannes Bündgens die neue Orgel in der Pfarrkirche St. Martin eingesegnet.
14 Jahre haben die Mitglieder des Orgelbauvereins gesammelt und gespart, gesungen und Karneval gefeiert, Reibekuchen gebacken und Glühwein verkauft, jetzt endlich waren die 325000 Euro zusammen, das neue Instrument mit 1449 Pfeifen und 23 Registern konnte bestellt werden. Im Juli haben die Mitarbeiter der Bautzener Orgelbaufirma mit den Aufbauarbeiten begonnen, und das neue Instrument ist eine wahre Königin für Langerwehe. Und bereichert nicht nur die Gottesdienste von Langerwehe.

Bei der Gelegenheit: Was ist eigentlich Ihr Liebelingslied? In der Kirche, jetzt zu Weihnachten oder überhaupt? Wir freuen uns wie immer über ganz viele Mails an toepfergemeinde@web.de! Oder nutzen Sie einfach das Kommentarfeld auf dieser Seite  – wir haben auch immer noch nicht alle Buchstaben unseres Adventskalender-Alphabetes komplett…

Die Pfarrkirche in Langerwehe war zur Orgelweihe bis auf den letzten Platz gefüllt

Weihbischof Dr. Johannes Bündgens segnete das neue Instrument.

Endlich war es so weit.  Am Patronatsfest Ihres Schutzpatrons, des hl. Martin, hat Weihbischof Dr. Johannes Bündgens in einem feierlichen Pontifikalamt die neue Orgel der Firma Hermann Eule aus Bautzen in der Pfarrkirche St. Martin Langerwehe geweiht. In der Wehter Pfarrkirche gab es keinen freien Platz mehr, etliche Gläubige mussten sogar stehen, um dem denkwürdigen Ereignis der Orgelweihe, das es so schnell ganz sicher in der Töpfergemeinde geben wird, beizuwohnen. Etliche Vertreter der ortsansässigen Vereine waren gekommen, und ganz sicher auch viele, die den ein oder anderen Euro für die neue Orgel gespendet hatten.

Zusammen mit Pastor Rüdiger Hagens, der von 1997 bis 2009 in Langerwehe wirkte, und der kurz nach seinem Amtsantritt den Orgelbauverein St. Martin mit gegründet hat, mit Pastor Heinz Portz, dem jetzigen Pastor und Gemeindeleiter der Gemeinschaft der Gemeinden Inden/Langerwehe und Diakon Josef Rothkopf, zelebrierte der Weihbischof aus Aachen die Heilige Messe.

Auch Diakon Josef Rotkopf (links) und Pfarrer Rüdiger Hagens (Mitte) nahmen an der Festmesse mit dem Weihbischof teil.

Die Festmesse wurde vom St. Martinus Kirchenchor, der gleichzeitig sein 150jähriges Bestehen feierte, musikalisch gestaltet. Der Chor sang die St.- Thomas-Messe von Klaus Fischbach und wurde von einem Bläserensemble aus Kornelimünster unter der Leitung von Didier Dhont begleitet.Gleich nach dem Einzug zu Beginn des Gottesdienstes stiegen die Priester und Weihbischof Bündchens die steile Wendeltreppe zur Orgelbühne empor, um dort die Weihe der prächtigen Orgel zu vollziehen. Im Anschluss daran ertönte dann die neue Orgel , auf der Kantor Josef P. Eich, ehemaliger Orgelsachvertändiger  des Bistums mit  dem Werk ”Carillon de Westminster, Opus 54″ von Louis Vierne eine erste Probe seines Könnens gab.

Zur Gabenbereitung folgte “Variations de Concert, Op. 1  von Joseph Bonnet und während der Kommunion “Partita über „Quand le Sauveur Jésus Christ fut  né de Marie“” von Pierre d‘ Andrieu.

Vor dem Schlusssegen bedankte sich die Juniorchefin der Firma Eule, Ann Christine Eule für das große Vertrauen der Pfarrgemeinde St. Martin,  und für die hervorragende Zusammenarbeit während der gesamten Planungs- und Aufbauphase sowie  für die ausgesprochen fürsorgliche Betreuung   ihrer Mitarbeiter, die seit dem 4. Juli in Langerwehe mit Orgelaufbau und -intonation beschäftigt waren.  Kurt Gielgen, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates erwiderte den Dank und stellte fest, dass von Anfang bis Ende das ganze Projekt, auch unter Beteiligung der Firmen für die Änderung der Orgelbühne immer pünktlich und korrekt abgewickelt wurde. Er lud die Kirchenbesucher im Anschluss an den Gottesdienst zu einem frohen Miteinander ins Pfarr- und Jugendheim ein mit den für den 11.11. treffenden Worten „komm, losse me fiere“. Den schließlich wird an diesem Tag nicht nur das Fest des Langerweher Pfarrpatrons gefeiert, sondern im Rheinland auch der Beginn des Karnevals.

Nach dem Segen und dem Tedeum  brillierte Josef P. Eich mit “Toccata und Fuge d-Moll BWV 565″ von Johann Sebastion Bach auf der neuen imposanten Orgel und riss die Besucher  zu  wahren Beifallsstürmen hin.

Der Vorstand des Orgelbauvereins Langerwehe.

Beim anschließenden Empfang im Pfarr- und Jugendheim bedankte sich der erste Bürger der Gemeinde, Bürgermeister Heinrich Goebbels vor allem beim Orgelbauverein St. Martin,  der seit seiner Gründung im Jahre 1997 bis jetzt mit vielen Aktionen und Attraktionen die stolze Summe von 325.000 Euro gesammelt hat. Zwar fehlen jetzt noch 25.000 Euro, die die Pfarrgemeinde vorgestreckt hat, und weitere 150.000 sind notwendig, um das große Instrument endgültig zu vollenden , und darum, so der Vorsitzende Kurt Gielgen, werde der Orgelbauverein auch in den nächsten Jahren weiter am Ball bleiben und die  Mitbürger aus Langerwehe auch in Zukunft zu weiteren Spenden animieren.

Die neue Eule-Orgel von Langerwehe - ein wahrhaft prächtiges Instrument.

Zwei Tage nach der Orgelweihe präsentierte Orgelbaumeister Armin  Zuckerrieder das königliche Instrument und erläuterte anhand einer eindrucksvollen Bilddokumentation den Aufbau der Orgel mit den jeweiligen Bauteilen, Registern, Manualen und Pfeifen und wurde von der Juniorchefin Ann Christine Eule und dem zweiten Domorganisten am Kölner Dom, Ulrich Brüggemann unterstützt.

Im Anschluss fand dann das erste Konzert auf der neuen Orgel statt. Ulrich Brüggemann spielte Werke von Jean Adam Guilain, Johannes Sebastan Bach, Gustav Biener und César Franck.

Die vielen Besucher erfreuten sich an der Klangfülle ihrer „neuen Königin“ und so bleibt zu hoffen, dass im Rahmen ihrer Konzertreihe „Sommerkonzerte“ und darüber hinaus,  die neue Orgel  das Pfarrleben in St. Martin und die Kulturszene in der Töpfergemeinde in Zukunft weiter bereichern wird.

Die neue Orgel "herbeigesungen": die vier "Wehter Vokalisten" Bert Graff, Martin Jung, Walter Jordans und Johannes Herten.

Eigentlich ist Martin Jung ein ruhiger, zurückhaltender Mann. Einer, der nicht viele Worte macht. Auf die Frage, ob er schon auf der neuen Eule-Orgel in der Pfarrkirche St. Martin gespielt hat, geht aber plötzlich ein Strahlen über das Gesicht des Organisten der Wehter Pfarrgemeinde St. Martin, seine Augen leuchten regelrecht. “Ja, habe ich”, sagt Martin Jung. “Und das ist schon schön. Sehr schön sogar.”

Die neue Orgel steht. 14 Jahre lang hat der Orgelbauverein St. Martin Geld gesammelt und gespart, jetzt endlich sind die 325000 Euro für den ersten Bauabschnitt zusammen gekommen. Die restlichen 25000 hat der Kirchenvorstand vorgestreckt, die neue, prächtige Orgel konnte bestellt werden. Seit Juli sind die Männer der Bautzener Orgelbaufirma Eule mit Aufbau und vor allen Dingen mit der Intonation des Instrumentes beschäftigt.

Vier, die in all den 14 Jahren unermüdlich ihre Stimmbänder für das neue Instrument gequält haben, sind die “Wehter Vokalisten”, also Martin Jung, Bert Graff, Walter Jordans und Johannes Herten, die als schwung- und humorvolles Männerquartett unzählige Gebrutstage, Betriebsfeste und Jubiläumsfeiern in der Töpfergemeinde bereichtert haben und niemals ohne eine Spende für die neue Orgel nach Hause gegangen sind. Die vier haben in Bonn beim deutsch-spanischen Kulturverein gesungen, überhaupt, so Johannes Herten schmunzelnd, hätte man das komplette Rheinland bereist und selbstverständlich auch besungen. Über 20 Auftritte sind da im Jahr locker zusammen gekommen, macht in 14 Jahren knapp 280 Gesangseinlagen, und die 500000 Töne, die Johannes Herten für die neue Eule-Orgel für Langerwehe gesungen haben will, sind da sicher locker zusammen gekommen.
Darüber hinaus haben die vier Männer regelmäßig eine Karnevalssitzung zu Gunsten der neuen Orgel auf die Beine gestellt, Orgelwein verkauft, und die großen Märkte im Töpfereimuseum mit Reibekuchen- und Glühweinständen bereichert. “Wir hatten eigentlich gedacht”, sagt Bert Graff, “dass wir das Geld für die neue Orgel schneller zusammen bekommen. Aber es war schon schwer.” Die Bereitschafte und wohl auch die Möglichkeiten zu spenden, hätte ihm Laufe der Jahre nachgelassen, und so sei die neue Orgel eben nicht zum 100-jährigen Jubiläum der Pfarrkirche vor vier Jahren fertig geworden, sondern erst jetzt zum 150-jährigen Jubiläum des Kirchenchores. Aber, und auch das ist Walter Jordans, Johannes Herten, Martin Jung und Bert Graff sehr wichtig, die neue Wehter Eule-Orgel sei auf eine sehr breite Basis gestellt. Bert Graff: “Wir haben für die Einsegnung der Orgel 356 Einladungen verschickt. Und das sind alles Menschen, die für das Instrument gebaut haben.” Ein Instrument, das übrigens 1449 Pfeiffen hat und 23 Register. 150 Bürgerinnen und Bürger haben für eine der Pfeiffen eine Patenschaft übernommen, da ist also noch viel Platz für weitere Patentanten und -onkel…

Der neuen Orgel feine Klänge zu entlocken ist ein wahrhaftes Vergnügen.

Klar, dass so eine Orgeleinsegnung auch gefeiert werden muss. Schon erst recht, wenn gleichzeitig der Kirchenchor 150 Jahre alt wird. Am Freitag, 11. November, wird in einer feierlichen Messe Weihbischof Dr. Johannes Bündgens das neue Instrument weihen und seiner Besimmung übergeben. Nach dem Goottesdienst findet ein Empfang im Pfarrjugendheim statt. Am Sonntag, 13. November, erklärt der Orgelbaumeister Arnim Zuckerriedel, der die Langerweher Orgel in ihrer Planungsphase betreut hat, das neue Instrument. Der Vortrag beginnt um 15.30 Uhr. Am gleichen Tag beginnt um 17 Uhr ein Konzert mit dem zweiten Kölner Domorganisten Ulrich Brüggemann an der neuen Eule-Orgel.

Der Wehter Kirchenchor gibt sein Jubiläumskonzert am Sonntag, 20. November, um 18.30 Uhr in der Langerweher Pfarrkirche. Auf dem Programm steht dann das Oratorium „Der Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy. Schon jetzt gibt es Karten im Pfarrbüro, bei Martin Jung sowie bei allen Chormitgliedern. Die Tickets kosten im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 18 Euro. Für Kinder und Jugendliche ist der Eintritt frei.