Verfasste Beiträge ‘Michael Krieger’

Albert Esser und Michael Krieger haben eine interessante Entdeckung gemacht, über die wir hier auf toepfergemeinde.de gerne in unserer Rubrik “Nachgeforscht” berichten. Es geht um das Stifterbild “Kreuzigung mit St. Georg” in der Taufkappelle in Schlich. Aber lesen Sie selbst:

Nachgeforscht: Das Stifterbild von Schlich.

„Das in der Taufkapelle unserer Kirche hängende Bild ist das alte Altarbild des spätgotischen Georgsaltars in der Kapelle zu D’horn, “ so steht es in der Veröffentlichung des Geschichts- und Heimatvereins Herrschaft Merode „200 Jahre Pfarre St. Martinus D’horn“, in der auch das abenteuerliche Überleben des genannten Bildes bis in die heutige Zeit beschrieben wird. Zum Schützenfest des Jahres 1957 wurde ein neuer Seitenaltar in der Schlicher Kirche fertiggestellt auf dem dann auch das restaurierte Bild seinen Platz fand. Im Pfarrbrief von April 1957 ist hierüber zu lesen: “Ein altes Holzbild aus dem zwölften oder 13. Jahrhundert, wahrscheinlich des ersten Georgaltars hat nun Aufstellung in dem neuen Georgsaltar gefunden“ Aber ist das überhaupt richtig?
“Bei den oben genannten Ausführungen war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens”, meinen Albert Esser und Michael Krieger und können das auch belegen. Albert Esser schreibt: “Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Zeit in dem man das Bild gefunden hat, hatte man andere Sorgen als der Herkunft dieses Bildes nachzugehen. Einen Geschichtsverein gab es noch nicht und nur wenige haben sich mit der Geschichte unserer Heimat befaßt. Zudem war Vieles im Krieg verlorengegangen. Aufschluß über die Herkunft des Bildes gibt ein Blick in die linke untere Ecke des Gemäldes. Hier ist nämlich das Wappen des Stifters zu sehen. Im roten Wappen findet sich ein Busch, vielleicht ein Dornenbusch, links davon steht ein “E“, rechts davon ein „D“. Es wird also Emundus Dohrn gewesen sein dem dieses Altarbild gewidmet wurde. Aber woher stammt Emundus Dohrn? Werner Cremerius, Begründer der heute noch bestehenden Studienstiftung Cremerius (Cremeriana), erwähnt in seinem Testament vom 17.08.1615 einen Neffen Emund, der zu diesem Zeitpunkt Pastor in Echtz war (Quelle: Müller – Westphal). Demnach wäre Emundus Dhorn der Sohn dessen Schwester. Großeltern mütterlicherseits wären Johann Cremerius zu Merken und Adelheid Stütgen, auch Adelheid von Merode genannt, demnach wohl aus Merode stammend.

Eine Detailaufnahme.

Ein Johannes Dorn zu Schlich, ehemaliger Rentmeister der Herrschaft Merode wird in den Akten  eines Prozesses vor dem Reichskammergericht in Speyer aus den Jahren 1596 bis 1602 genannt. Die letzten Personen mit diesem Namen werden in den Kirchenbüchern der Pfarre D’horn geführt. Es waren der Schöffe Petrus Dhorn (gestorben am14.April 1665) und Catharina Dhorn (gestorben am 9.Oktober 1676), beide ebenfalls aus Schlich.
Möglicherweise stammt der Vater des Emundus Dohrn aus dieser Familie.
Aber wer war Emundus Dohrn? Emundus Dhorn wird in einem Erbpachtbrief vom 28.Januar 1614 als „Pastor zu Echtz“ und zusammen mit Petrus Tholen „Altaristen von Dohrn“ und „Provisors des Ritterlichen Hospitals zu Geich“ bezeichnet. Eine Abschrift dieses Erbpachtbriefes aus dem Jahr 1833 befindet sich im Kreis- und Stadtarchiv Düren (Nachlass Hamacher). Den aufgeführten Funktionen zufolge hat Emundus Dhorn eine herausragende Stellung bekleidet. Er ist auch der einzige bekannte Geistliche, der zugleich Pastor in Echtz und Altarist in D’horn war.
Am  25. Februar 1632 wird in den Kirchenbüchern von Mariaweiler ein „R.(eferendus) D.(ominus) Emundum, Pastorem in Echtz“ als Taufpate genannt. Er hat also 1632 noch gelebt, war aber anscheinend 1635 verstorben, da in diesem Jahr Matthias Miessing, Pfarrer von Echtz, auf dem alten Friedhof in Echtz beerdigt worden ist. Das Stifterbild dürfte also aus der Zeit um 1630 stammen. Auf dem Bild ist offenbar der Stifter, mit einem Gebetbuch in Händen, abgebildet.
Ist es wirklich sein Ebenbild? Wir wissen es nicht! Genauso wenig wissen wir, was Emundus Dohrn gestiftet hat. Es dürfte aber mit einiger Sicherheit in seiner Eigenschaft als Altarist am St. Georgsaltar zu D’horn in Verbindung stehen.

Wenn auch Sie, liebe User von toepfergemeinde.de, sich für Heimatgeschichte interessieren, und eine ähnlich interessante Geschichte kennen wie Albert Esser und Michael Krieger, dann lassen Sie es uns wissen. Wir freuen uns schon über Ihre Mails an toepfergemeinde@web.de!

Kürbismarkt in Merode

20/09/2010kinkel

Der Herbst steht vor der Tür und das bedeutet, dass die Kürbissaison eröffnet ist. Und in Sachen Kürbissen gibt`s in Langerwehe, genauer gesagt in Merode, einen echten Experten, nämlich Michael Krieger von “Krieger`s Gärtnerhof”, Schlossstraße 2, 52379 Langerwehe-Merode. Hier findet in diesem Jahr bereits zum 14. Mal der beliebte Kürbismarkt statt und zwar am kommenden Wochenende, 24. und 25. September.

50 Marktbeschicker konnten Michael Krieger und sein Team für ihren Markt gewinnen, mit von der Partie sind Handwerker, Künstler, aber auch Menschen, die sehr viel Leckeres im Angebot haben. Es gibt unter anderem Salz aus den Salinen der Provence, köstlichen Käse, öbergäriges Bier und einen schmackhaften Federroten aus Schloßheck.

Natürlich steht bei einem Kürbismarkt  eben dieses schmackhafte Gemüse auch im Mittelpunkt, bei Michael Krieger gibt es deswegen Kürbis-Eis, Kürbis-Sekt, Kürbiskern-Schokolade sowie Reibekuchen, Suppe, Chips – alles aus Kürbis. Klar, dass man sich bei den Kriegers auch über die verschiedenen Kürbissorten informieren kann  – Hokaido, Butternut und Muskat sind nur drei der wohl bekannteren Kürbissorten.

Für die Kinder gibt es wieder eine Strohburg, es werden Planwagenfahrten angeboten und die kleinen Marktbesucher habenausreichend Gelegenheit,  gruselige oder freundliche Gesichter in große Kürbisse schnitzen. Das nächste Halloween kommt ganz bestimmt…

Ach ja, und die ambitionierte Hobby-Fotografin Rita Quadbeck wird beim Kürbismarkt ihren wunderschönen Fotobildband “Mein Langerwehe” zum Verkauf anbieten. Übrigens wird toepfergemeinde.de noch in dieser Woche ausführlich über Frau Quadbecks Buch berichten und auch einige ihrer Bilder zeigen.

Also, ein Beusch auf dem Meroder Kürbismarkt lohnt sich in jedem Falle, der Markt ist am Samstag, 25. September, von 14 bis 19 Uhr sowie am Sonntag, 26. September, von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Viel Spaß!

Naja, und für alle, die gerne kochen und es bis zum Wochenende ohne Kürbis nicht aushalten, kommt hier ein kleines Rezept zum Nachkochen. Guten Appetit!

Butternutgratin

Zutaten:

ein Butternut-Kürbis

zwei Zwiebeln

Olivenöl

Salz, Pfeffer, Muskatnuß

Sahne, Milch

Bergkäse

Hackfleisch (optional, geht auch ohne)

Den Butternut-Kürbis halbieren und Stiel und Kerne entfernen. Kürbis längs in zwei Zentimeter breite Streifen schneiden, die Streifen wie beim Kartoffelgratin in dünne Scheiben schneiden und in einer Auflaufform oder auf einem hohen Backblech dünn verteilen. Das Hackfleisch und den Bergkäse über den Kürbis flocken. Muskatnuß reiben und mit Salz und Pfeffer in die Sahne geben, mit Milch verdünnen bis genügend Flüssigkeit für den Gratin vorhanden ist und über das Gratin giessen. Im Backofen bei 180 Grad 30 Minuten am besten mit Heißluft backen lassen.

Und wer noch mehr wissen möchte: Direkt zu “Krieger`s Gärtnerhof in Merode geht`s hier!