Verfasste Beiträge ‘Merode’

Das neue Gedenkreuz im Laufenburger Wald.

Das neue Gedenkreuz im Laufenburger Wald.

Am Laufenburger Steingracht auf dem Weg von Merode zur Laufenburg wurde jetzt ein weiteres Gedenkkreuz der Z.I.F. (Zeitgeschichte: Interdisziplinäre Forschungsgruppe) eingeweiht. Dieses Gedenkkreuz ist zugleich eine Mahn- und Gedenkstätte. Es erinnert an die schweren Kämpfe, die von Mitte November bis Anfang Dezember 1944 im Meroder Wald stattgefunden haben. Mehrere hunderte junge Soldaten beider Seiten wurden damals Opfer dieser Kämpfe. Stellvertretend für die Opfer werden dafür auf der Gedenktafel erwähnt: Panzerjäger Werner Zimmermann aus Thüringen und US Army Offizier George E. Tragnitz. Beide Männer fielen im November 1944 unweit dieser Gedenkstätte.

Bei der Einweihung waren neben den Mitarbeitern der Z.i.F. auch die Angehörigen von Werner Zimmermann aus Thüringen angereist. Die Angehörigen von George E. Tragnitz konnten leider nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen. Für beide Familien ist es eine große Ehre, dass das Andenken an ihren Angehörigen durch dieses Projekt der Z.I.F. bewahrt und geehrt wird. Weitere Gedenkkreuze der Z.I.F. werden im Laufe der nächsten Monate im Raum Aachen sowie in den Gemeinden Büllingen und Bütgenbach in Belgien aufstellt. Z.i.F. bedankt sich auf diesem Weg bei den Prinzen von Merode für die schnelle und unbürokratische Hilfe in dieser Sache.

Thomas Marx

Christoph Marx

Dass Christoph ausgerechnet am 1. Mai geboren ist, ist natürlich purer Zufall. Und trotzdem passt dieses Geburtsdatum perfekt auf den 25-jährigen Zeitsoldat aus Merode: Vor vier Jahren war Christoph Marx Maikönig „in der Herrschaft“, wie Merode in Langerwehe liebevoll genannt wird, seit einem Jahr ist er Vorsitzender der Maigesellschaft. Darüber hinaus hat er gemeinsam mit seinem Bruder Stefan Marx und seinem Vetter Michael Beuel das Amt der Maipolizei ersteigert.

„Mein älterer Bruder war 2006 Maikönig in Merode, mein jüngerer Bruder ist es in diesem Jahr. Ich bin mit dem Maibrauchtum aufgewachsen. Und es war für mich einfach selbstverständlich, in dem Jahr, in dem ich 16 geworden bin, Mitglied der Maigesellschaft zu werden.“ An seine erste Maiversteigerung kann Christoph Marx, der in seiner Freizeit auch noch bei Viktoria Schlich Fußball spielt, sich noch gut erinnern. „Ich weiß nicht mehr, wen ich damals ersteigert habe“, lacht Christoph Marx. „Aber ich weiß noch, dass ich sehr aufgeregt war. Weil ja alles wahnsinnig neu war. Und sehr interessant.“

Für Christoph Marx ist es weder menschenverachtend oder frauenfeindlich, bei einer Maiversteigerung Frauen zu kaufen. „Aber“, gibt er unumwunden zu, „man muss schon sehr viel erklären, wenn man Fremden von den Maibräuchen erzählt.“ Zum Beispiel, dass man die Frauen ja ersteigert, um ihnen in der Mainacht einen Maibaum setzen zu dürfen. Christoph Marx: „Und in der Regel ersteigert man ja auch seine Freundin.“ Als Christoph Marx Maikönig war, hat er für seine Freundin 1640 Euro bezahlt. Bruder Thomas, der in diesem Jahr Maikönig ist, hat für sei- ne Saskia Werres immerhin 1888 Euro hingeblättert. „Sicherlich ist das viel Geld. Aber ich wusste fast vier Jahre, dass ich 2010 Maikönig werden wollte. Und da habe ich mir dann eben immer ein bisschen Geld zurückgelegt.“ Maikönig zu sein, so Marx, sei einfach ein absolut unvergessliches Erlebnis. „Während des Maifestes dreht sich alles um den König. Das ist schon ein sehr schönes Gefühl.“

Das Maifest in Merode ist eines der größten Maifeste der Region, gefeiert wird im Schlosspark – in diesem Jahr übrigens von Freitag, 9. bis Sonntag, 11. Mai. „Normalerweise“, so Christoph Marx, „ist unser Festzelt immer gut besucht. Das Maifest ist wirklich sehr beliebt.“ Als „Mairemmel“, also Mitglied der Maipolizei, hat Christoph Marx in diesem Jahr noch eine besondere Aufgabe. „Weil mein jüngster Bruder Maikönig ist, haben mein älterer Bruder und mein Vetter diese Aufgabe ersteigert.“ Und was macht die Maipolizei? Marx: „Wir passen auf, dass in der Mainacht nichts passiert. Und dass keiner einen Maibaum setzt oder ein Maiherz aufhängt, der dazu nicht befugt ist.“

Außerdem führen die drei Mairemmel auch den großen Festzug am Sonntagnachmittag durch Merode an. „Und zwar mit einem großen Maibaum, den wir dabei tragen“, so Christoph Marx. Übrigens endet die Mitgliedschaft in der Maigesellschaft automatisch mit der Hochzeit. Christoph Marx: „In der Maigesellschaft dürfen nur Junggesellen Mitglied sein. Aber für die ehemaligen Maikönige gibt es noch den ‚Club 48‘. Die treffen sich also regelmäßig.“

 

Der Spielplatz in Merode ist wieder tipptopp.

Der Spielplatz in Merode ist wieder tipptopp.

Die Dorfgemeinschaft Merode  hatte jetzt zu einem Spielplatzaktionstag aufgerufen. Das war kein besonders ausgerichteter Tag zum Spielen, sondern ein Tag rund um die Renovierung bestehender und Aufbau neuer Spielgeräte.

Insgesamt waren über 25 Personen rund um diesen Tag im Einsatz. Morgens um neun ging´s los, dabei schien es ein sonniger Tag zu werden. Direkt wurden Pinsel und Farben ausgepackt und alte Spielgeräte, die im Vorfeld schon geschliffen und grundiert worden waren, wurden neu und in bunten Farben lackiert. Holzgeräte wurden mit Pflegeöl getränkt.

Derweil wurden mehrere Fundamente ausgehoben, um auf dem Spielplatz neue Geräte zu installieren. So finden Kinder dort in Zukunft einen Balancierbalken sowie eine neue große Wippe. Außerdem wurde ein Fahnenmast aufgebaut. Die zugehörige Fahne können Kinder auf einem der nächsten Dorffeste selbst gestalten. Mitglied Dachdecker Christian Schwarz aus Merode erneuerte kostenlos und professionell die Dächer des Kombispielgerätes.

Mittags saßen alle bei leckerer selbstgemachter Suppe und Brötchen zusammen, was der guten Stimmung an diesem Tag nur zuträglich war. Nachmittags wurden dann am Handorn die Fundamente für zwei große Fahnenmaste gegossen. Demnächst heißt es dort: Heißt Meroder Flagge!

Leider schlug das Wetter am Nachmittag um, aber man arbeitete dennoch fleißig weiter, da es gemeinsam leichter zu ertragen war und man trotzdem noch Freude an der Sache hatte. Gegen 16 Uhr waren die Arbeiten alle erledigt. Nach Aushärten des Betons wurden zwischenzeitlich die Aufbauten montiert.

Der Dank richtet sich an alle Helfer und Engagierte. Gemeinsam haben wir viel geschafft.

Wir bedanken uns bei Rudolf Becker und seinem Arbeitgeber RWE für die Spende in Höhe von 2.000 € im Rahmen des Programms „RWE Aktiv vor Ort“ für Geräte und Material zum Renovieren. Außerdem bedanken wir uns bei Bündnis 90/Die Grünen für eine Spende von 150 € zur Unterstützung dieses Aktionstages und bei der Dachdeckerei Schwarz aus Merode für die Bearbeitung der Turmdächer.

Eine Exkursion beschäftigt sich mit der Zeit des Krieges.

Eine Exkursion beschäftigt sich mit der Zeit des Krieges.

Die Gruppe „Z.i.F.“ (Zeitgeschichte: Interdisziplinäre Forschungsgruppe) lädt für Samstag, 26. April, zu ihrer vierten „Meroder Exkursion“ ein. Kernthema der Führung ist der Untergang der „First Infantry Division“ Ende November 1944 in Merode. Damals hat diese Einheit des amerikanischen Militärs hier 300 Soldaten verloren. Albert Trostorf aus Merode setzt sich seit vielen Jahren mit der Geschichte seines Heimatdorfes auseinander. Er hat in unzähligen Gesprächen und Schriftwechseln mit deutschen und amerikanischen Veteranen viele Informationen zusammengestellt, die am 26. April präsentiert werden sollen. Treffpunkt zu der Exkursion ist in der Kreuzherrenstraße. Anmeldung und nähere Information unter der Rufnummer 02423/6369. Die Teilnahme kostet fünf Euro.

Viele Helfer haben die Baumaktion unterstützt.

Viele Helfer haben die Baumaktion unterstützt.

Ein Jahr vor dem 840-jährigen Jubiläum der ehemaligen Herrschaft Merode hat der Geschichts- und Heimatverein der Herrschaft Merode  ein besonderes Projekt ins Leben gerufen. Dieses Projekt soll die alte Verbundenheit der Dörfer auch für die Zukunft sichtbar machen. Wie geht das besser als mit einem Baum, der für Leben und Wachstum steht, der aber auch symbolisch die landwirtschaftliche Prägung der Dörfer im alten Verbund der Herrschaft Merode darstellt? Gemeinsam mit unterstützenden Vereinen wurde nun in jedem Dorf der Herrschaft ein Baum gepflanzt. Aber nicht irgendeiner. Der Baum trägt den klangvollen Namen „Birne von Merode“ und wurde bereits um 1800 dem damals noch Grafen von Merode gewidmet.

Die Herrschaft gibt es zwar politisch nicht mehr, aber die Verbundenheit der Dörfer ist nach wie vor ungebrochen. Und auch Pier, als neuem Ort auf dem alten Gebiet, ist mit einem Baum eingebunden.

Unterstützt wurde der Geschichtsverein der Herrschaft vor Ort dabei durch die Dorfgemeinschaft D´horn  (Baum am alten Friedhof), die Dorfgemeinschaft Obergeich (Baum am Bushaus Feuerwehrhaus), den Männergesangsverein „Liederkranz“ Geich  (Baum am Bushaus Herrengarten), den Verein Zukunft unserer Pfarre D´horn e.V. (Baum im Bereich Kirche/Pfarrheim in Schlich), den Ortsvorsteher von Pier Dirk Huizing (Baum in der Streuobstwiese am Luschend), den Heimat- und Geschichtsverein Echtz-Konzendorf  (je einen Baum in Konzendorf, Konzendorfer Straße Ecke Auf dem Flabig und in Echtz, Streuobstwiese Steinbißstraße)  und die Dorfgemeinschaft Merode  (Baum D´horner Straße Ecke Antoniusstraße).

Der Bürgermeister der Gemeinde Langerwehe, Heinrich Göbbels, der Bezirksausschussvorsitzende von Echtz, Ralf Freiberger, und Prinz Carl-Ludwig von Merode begrüßten dieses besondere, auch interkommunale Projekt.

Finanziert wurde die Aktion von der Volksbank Düren eG. Dietmar Krieger, als Vertreter der Volksbank, war begeistert von der Idee und sagte unbürokratische Unterstützung zu.

Ein kleines Schild mit Informationen zur Geschichte des Baumes, zur Symbolik und zur Botanik hängt ebenfalls an allen Bäumen, so dass jeder weiß, wann er herzhaft in die Birnen, übrigens von hoher Qualität, beißen kann. Im Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Standardwerk „Deutschlands Obstsorten“ heißt es: Die Birne von Merode verdient größte Verbreitung. Der NABU hat diese alte Sorte zur Sorte des Jahres 2006 in Rheinland-Pfalz/Saarland erkoren sowie bundesweit für den Streuobstbau empfohlen. Zuletzt war sie im September diesen Jahres Obstsorte des Monats in der Landeshauptstadt Düsseldorf.