Verfasste Beiträge ‘Merode’

Viele Helfer haben die Baumaktion unterstützt.

Viele Helfer haben die Baumaktion unterstützt.

Ein Jahr vor dem 840-jährigen Jubiläum der ehemaligen Herrschaft Merode hat der Geschichts- und Heimatverein der Herrschaft Merode  ein besonderes Projekt ins Leben gerufen. Dieses Projekt soll die alte Verbundenheit der Dörfer auch für die Zukunft sichtbar machen. Wie geht das besser als mit einem Baum, der für Leben und Wachstum steht, der aber auch symbolisch die landwirtschaftliche Prägung der Dörfer im alten Verbund der Herrschaft Merode darstellt? Gemeinsam mit unterstützenden Vereinen wurde nun in jedem Dorf der Herrschaft ein Baum gepflanzt. Aber nicht irgendeiner. Der Baum trägt den klangvollen Namen „Birne von Merode“ und wurde bereits um 1800 dem damals noch Grafen von Merode gewidmet.

Die Herrschaft gibt es zwar politisch nicht mehr, aber die Verbundenheit der Dörfer ist nach wie vor ungebrochen. Und auch Pier, als neuem Ort auf dem alten Gebiet, ist mit einem Baum eingebunden.

Unterstützt wurde der Geschichtsverein der Herrschaft vor Ort dabei durch die Dorfgemeinschaft D´horn  (Baum am alten Friedhof), die Dorfgemeinschaft Obergeich (Baum am Bushaus Feuerwehrhaus), den Männergesangsverein „Liederkranz“ Geich  (Baum am Bushaus Herrengarten), den Verein Zukunft unserer Pfarre D´horn e.V. (Baum im Bereich Kirche/Pfarrheim in Schlich), den Ortsvorsteher von Pier Dirk Huizing (Baum in der Streuobstwiese am Luschend), den Heimat- und Geschichtsverein Echtz-Konzendorf  (je einen Baum in Konzendorf, Konzendorfer Straße Ecke Auf dem Flabig und in Echtz, Streuobstwiese Steinbißstraße)  und die Dorfgemeinschaft Merode  (Baum D´horner Straße Ecke Antoniusstraße).

Der Bürgermeister der Gemeinde Langerwehe, Heinrich Göbbels, der Bezirksausschussvorsitzende von Echtz, Ralf Freiberger, und Prinz Carl-Ludwig von Merode begrüßten dieses besondere, auch interkommunale Projekt.

Finanziert wurde die Aktion von der Volksbank Düren eG. Dietmar Krieger, als Vertreter der Volksbank, war begeistert von der Idee und sagte unbürokratische Unterstützung zu.

Ein kleines Schild mit Informationen zur Geschichte des Baumes, zur Symbolik und zur Botanik hängt ebenfalls an allen Bäumen, so dass jeder weiß, wann er herzhaft in die Birnen, übrigens von hoher Qualität, beißen kann. Im Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen Standardwerk „Deutschlands Obstsorten“ heißt es: Die Birne von Merode verdient größte Verbreitung. Der NABU hat diese alte Sorte zur Sorte des Jahres 2006 in Rheinland-Pfalz/Saarland erkoren sowie bundesweit für den Streuobstbau empfohlen. Zuletzt war sie im September diesen Jahres Obstsorte des Monats in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Der romantische Weihnachtsmarkt in Merode ist eröffnet. Rund um das Schloss warten liebevoll dekorierte Buden auf die Besucher.

Der romantische Weihnachtsmarkt in Merode ist eröffnet. Rund um das Schloss warten liebevoll dekorierte Buden auf die Besucher.

 „Es ist einfach schön hier. Ich komme gerne nach Merode.“ Marianne Weber ist eine von etlichen Besuchern, die gestern kurz nach der Eröffnung um 14 Uhr dem romantischen Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode einen Besuch abstatten. Aber als die Dürenerin mit ihrer Schwester gegen 15 Uhr in Merode ankommt, ist sie längst nicht die erste Besucherin. Autos aus Neuss, Düsseldorf und Köln stehen schon auf dem Parkplatz, sogar zwei Busse voller Schüler aus Belgien sind schon in dem Ortsteil von Langerwehe angekommen.

Bereits zum fünften Mal findet der Meroder Weihnachtsmarkt in diesem Jahr statt, die Besucher erwartet ein idyllisches Dorf von weihnachtlich dekorierten Holzhäuschen. Traditionelle Handwerker vom Drechsler und Schmied bis hin zum Kerzenzieher, Krippenbauer, Filzer, Glasschleifer, Korbflechter, Töpfer und Löffelschnitzer präsentieren ihre Gewerke und bieten ihre Waren an. Für viel Atmosphäre und Gemütlichkeit sorgen unzählige offene Feuerstellen. An jedem Abend wird zudem in Merode ein Kessel Feuerzangenbowle gebraut – nach geheimer Rezeptur. Zu Ehren der Heiligen Lucia findet am Samstag, 14. Dezember, die „Lange Nacht der Lichter“ statt. Nach altem Brauch zieht dann die Heilige Lucia im weißen Gewand mit einer Lichterkrone über den Markt.

Regelmäßig stattet auch das Christkind dem Weihnachtsmarkt in Merode einen Besuch ab. Täglich um 17, 18 und 19 Uhr erwartet die Besucher ein feierliches Gedicht.

An allen vier Adventssonntagen richtet die Dürener Kreisbahn für alle Besucher des romantischen Weihnachtsmarktes einen kostenlosen Bus-Shuttle ein. Damit besteht die Möglichkeit, sein Auto im Gewerbegebiet Am Parir (Parkplätze der Supermärkte Norma und Rewe) abzustellen und mit dem Shuttle-Bus bis zum Weihnachtsmarkt und anschließend auch wieder zurück gefahren zu werden.

In der Zeit von 13 bis etwa 20 Uhr pendelt der Bus im 15-Minuten-Takt zwischen dem Gewerbegebiet und dem Schloss Merode. Eine Haltestelle wird in Jüngersdorf auf der Straße Am Weiherhof (am Kreisverkehr) aufgestellt. Für die Rückfahrt befindet sich die Einstiegshaltestelle am Hintereingang des Schlosses im Eduard-Kaczmarek-Weg. Die letzte Rückfahrt vom Weihnachtsmarkt erfolgt gegen 20 Uhr.  Der Weihnachtsmarkt auf Schloss Merode ist vom 28. November bis 22. Dezember von donnerstags bis samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 12 Uhr geöffnet.

Das Christkind beim Weihnachtsmarkt von Schloss Merode.

Das Christkind beim Weihnachtsmarkt von Schloss Merode.

Auch in diesem Jahr öffnet der „Romantische Weihnachtsmarkt“ im Schloss Merode an allen vier Adventswochenenden von Donnerstag bis Sonntag seine Pforten. Die Besucher erwartet ein idyllisches Dorf von weihnachtlich dekorierten Holzhäuschen. Traditionelle Handwerker vom Drechsler und Schmied bis hin zum Kerzenzieher, Krippenbauer, Filzer, Glasschleifer, Korbflechter, Töpfer und Löffelschnitzer präsentieren ihre Gewerke und bieten ihre Waren an.

Für viel Atmosphäre und Gemütlichkeit sorgen unzählige offene Feuerstellen. An jedem Abend wird zudem in Merode ein Kessel Feuerzangenbowle gebraut – nach geheimer Rezeptur. Zu Ehren der Heiligen Lucia findet am Samstag, 14. Dezember, die „Lange Nacht der Lichter“ statt. Nach altem Brauch zieht dann die Heilige Lucia im weißen Gewand mit einer Lichterkrone über den Markt. Regelmäßig stattet auch das Christkind dem Weihnachtsmarkt in Merode einen Besuch ab. Täglich um 17, 18 und 19 Uhr erwartet die Besucher ein feierliches Gedicht.

Offiziell eröffnet wird der „Romantische Weihnachtsmarkt“ von Schloss Merode in Langerwehe, Eifelstraße, am Freitag, 29. November, um 17 Uhr. Dann wird auch die Krippe des Marktes gesegnet. Am Wochenende, 7. und 8. Dezember, wird der Nikolaus auf dem Markt erwartet. Das vierte Marktwochenende beginnt am Freitag, 20. November, mit einem abendlichen Weihnachtskonzert im Rittersaal des Schlosses. Am Samstag wird im Rahmen des Marktes der „Europäische Schützentag“ in Merode gefeiert. Am vierten Adventsonntag, 22. Dezember, gibt es jede halbe Stunde ein Krippenspiel, das ganz besonders auch den kleinen Weihnachtsmarktbesuchern gefallen soll. Wie immer bekommen auch caritative vereine die Gelegenheit, ihre Arbeit auf dem Weihnachtsmarkt zu präsentieren.

Der Markt ist von Donnerstag bis Samstag von 14 bis 21 Uhr und am Sonntag von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Donnerstags bis sonntags kosten die Eintrittskarten 6 Euro, sonntags, 6,50 Euro. Kinder (von sechs bis 16 Jahren) und Menschen mit einem gültigen Behindertenausweis zahlen einen Euro Eintritt.

Wieder Dorftrödelmarkt in Merode!

Das Trödelteam der Dorfgemeinschaft Merode e.V. veranstaltet nach den großartigen Erfolgen der beiden letzten Jahre den dritten Dorftrödelmarkt.  Am Sonntag, 6. Oktober, in der Zeit von 11 bis 17 Uhr verwandelt sich  ganz Merode wieder in einen riesigen Trödelmarkt.

Über 70 Familien öffnen Tür und Tor, um sich von vielen schönen Dingen und liebgewonnenen Schätzen zu trennen. Besucher können Bücher, altes Geschirr, Schönes aus Bronze und Silber, Kleidung für Erwachsene und Kinder, Spielsachen, Fahrräder, Schallplatten, Elektronik- und Computerzubehör und vieles mehr finden – also alles außer Neuware. In Merode gibt es garantiert für jeden Geschmack und jeden Sammler etwas. Neben der angenehmen Atmosphäre bietet der Dorftrödel insbesondere gegenüber den Internetauktionshäusern den Vorteil, dass der Käufer die Objekte in Augenschein nehmen und persönlich mit dem Verkäufer um den Preis feilschen kann.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit in zwei Cafeterien bei selbstgebackenem Kuchen, Gegrilltem, und heißen und kalten Getränken miteinander ins Gespräch zu kommen und sich vom anstrengenden Feilschen zu erholen.

Sowohl die Häuser der teilnehmenden Familien, als auch die Cafeterien, werden mit roten und gelben Luftballons markiert sein. Darüber hinaus  werden an den Verkaufsständen Lagepläne bereitliegen. Merode freut sich auf zahlreiche Besucher aus Nah und Fern.

Der Erlös des Trödelmarktes soll dem Projekt Dorfhaus zu Gute kommen.

150 Männer und Frauen aus Merode erlebten einen wunderschönen Tag in Belgien.

Die Dorfgemeinschaft Merode hat jetzt erstmals einen gemeinsamen Ausflug veranstaltet. Ziel der fröhlichen war  das Schloßfest in Westerlo in Belgien.

Lesen Sie selbst den “Reisebericht” von Philipp Schmitz-Schunken von der Dorfgemeinschaft:

“Um 9 Uhr in der Früh gings los. 150 Meroder freuten sich auf einen schönen abwechslungsreichen Tag. Aufgeteilt auf drei Busse waren wir relativ zügig in Belgien. Unser erstes Ziel war das Rathaus von Westerlo. Das Rathaus ist ein ehemaliges Schloß der Prinzen von Merode und gehört mittlerweile der Gemeinde. Uns erwartete ein überaus herzlicher und warmer Empfang: Bürgermeister Guy van Hirtum, die stellvertretende Bürgermeisterin, Vertreter der Verwaltung sowie Prinz Badouin de Merode und Prinz Felix de Merode begrüßten jeden Gast per Handschlag. Nach den herzlichen Begrüßungsreden kam man bei kühlen Getränken und Snacks schnell ins Gespräch. Die gemeinsame Geschichte von Merode und Westerlo war überall zu spüren und war auch immer wieder Thema während des Ausflugs. Rund um die Provinzen Antwerpen, Limburg, Brabant gibt es dort, ähnlich unserem Indeland, einen Tourismusverband namens “de Merode”.

Mitreisende aus Merode stammten aus Westerlo, was natürlich die Aufmerksamkeit des Bürgermeisters auf sich zog, und zu einem kleinen Plausch führte. Als kleines Präsent hatten wir eine Kiste mit Literatur aus der Herrschaft dabei. Viele Vereine hatten dankenswerterweise Jubiläumsfestschriften gestiftet, der Geschichtsverein und Autoren einige geschichtlich interessante Schriften und Günter Krieger zwei seiner Romane rund um Merode. Angesprochen auf die Fahne von Westerlo, die die gleiche wie die von Merode ist, war der Bürgermeister sehr pragmatisch: Da wir noch keine Flagge als Tuch hatten, schenkte er uns kurzerhand eine neue Flagge aus dem Bestand der Gemeinde. So kann demnächst auch in Merode auf dem Handorn “unsere” Flagge wehen.

Nach einem gemeinsamen Foto auf der großen Freitreppe gings dann, angeführt von Prinz Felix, zu Fuß rüber zum Schloß Westerlo. Auch dort wurden wir von den Eigentümern, Simon und Anna Prinz von Merode, sehr herzlich begrüßt. Nach einem gemeinsamen Foto im Innenhof des Schlosses konnte sich jeder seinen Tag frei gestalten. Natürlich konnte man dieses wunderschöne alte Schloß besichtigen. Man merkt dem Schloß an, dass es nicht im Krieg zerstört wurde: Die alte Pracht ist noch vollkommen erhalten. Die Wagemutigen konnten bis auf das Dach emporsteigen und sich dann an einer Seilbahn hängend über den Weiher hinunter stürzen. Etwas weniger Mutige bevorzgten dann eher die Tretboote auf dem Weiher. Neben verschiedenen Ausstellern gab es Vergnügungen für die ganze Familie. Es spielten verschiedene Musikkapellen auf, die Schützen zeigten ihr Fahnenschwenken, ein Chor wanderte umher, Greifvögel und Pferde waren zu sehen und dergleichen mehr. Bei den heißen Temperaturen zogen die Getränkestände die Leute immer wieder an. So verbrachten viele einen Teil des Nachmittags im Schatten sitzend am Weiher, während sich darauf ein Bootswettkampf nach Vorbild mittelalterlicher Lanzenturniere abspielte. Zwei Boote ruderten gegeneinander an, während ein Lanzenstecher den jeweiligen Gegner ins Wasser zu stoßen versuchte. Es war ein unterhaltsames Schauspiel und am liebsten wäre man den Leuten ins Wasser hinterher gesprungen, um sich etwas abzukühlen. Auffallend war, dass es sich anscheinend herumgesprochen hatte, dass soviele Gäste aus Merode da waren. Die Menschen waren alle ungemein gastfreundlich und man kam immer wieder schnell ins Gespräch. Gegen 18 Uhr machten wir uns wieder auf den Heimweg, so dass alle um kurz nach 20 Uhr wieder daheim waren.”