Verfasste Beiträge ‘Marienkapelle’

Noch sieht die neue Kapelle im Langerweher Ortsteil Jüngersdorf nicht wirklich wie ein Gotteshaus aus. Das Gebäude soll aber auf jeden Fall noch einen Glockenturm bekommen.

„Wir hinken fast vier Monate hinterher“, sagt Dieter Reinartz, Mitglied des Kirchenvorstands der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin in Langerwehe. „Aber wir können und werden am 8. Dezember Einweihung feiern.“ Reinartz spricht vom Bau des neuen „Begegnungszentrums Marienkapelle“ in Jüngersdorf, und es gibt wohl kaum einen, der diese Baustelle besser kennt als er. Dieter Reinartz wohnt direkt neben der Baustelle in Jüngersdorf, er war von Anfang an in die Planungen mit einbezogen und ist seit dem ersten Spatenstich am 12. September 2012 auf der Baustelle, um nach dem Rechten zu sehen. Für den Neubau des „Begegnungszentrums Marienkapelle“ musste die alte Jüngersdorfer Kapelle abgerissen werden. „Ich denke schon“, sagt Dieter Reinartz, „dass viele der alten Kapelle noch nachtrauern. Ich glaube aber auch, dass viele sich immer mehr mit dem neuen Gebäude anfreunden.“ Trotzdem wird in Jüngersdorf auch hin und wieder über die neue Kapelle ein bisschen gelästert. „Manche sprechen von einem Getreidesilo“, schmunzelt Reinartz. Das mag daran liegen, dass das neue Begegnungszentrum von außen noch nicht als Gotteshaus zu erkennen ist. „Es wird aber noch ein Glockenturm gebaut, und wir werden auch das alte Kreuz der Jüngersdorfer Kapelle aufhängen.“

Auch die Innenarbeiten der Kapelle schreiten voran.

Überhaupt sollen in dem neuen Gottesdienstraum, der Platz für rund 100 Gläubige bieten wird, Elemente der alten Jüngersdorfer Kapelle und der früheren Pierer Pfarrkirche einen festen Platz finden. So wird der neue Altar aus Bestandteilen der beiden alten Altare aus Pier und Jüngersdorf zusammengesetzt, eine historische Helena-Figur aus Vilvenich wird einen besonderen Platz bekommen. Im neuen Marienschrein werden abwechselnd die Marienfiguren aus Pier und Jüngersdorf aufgestellt. Neben dem Gottesdienstraum entstehen in dem Begegnungszentrum eine große Küche, ein Raum zum Feiern, sowie zwei Gruppenräume.

 „Es ist jetzt an uns“, betont Dieter Reinartz, „das neue Begegnungszentrum mit Leben zu füllen. Finanziert wird die neue Kapelle aus Entschädigungszahlungen von RWE Power für die abgerissene Kirche in Pier. Das neue Gebäude kostet 2,3 Millionen Euro.  Zum Eröffnungsgottesdienst am 8. Dezember, 10 Uhr, hat sich der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff angesagt. „Schließlich“, so Reinartz, „kommt es heute nicht mehr so oft vor, dass eine neue Kirche gebaut wird.“

Die Marienkapelle in Jüngersdorf ist abgerissen worden.

Die Marienkapelle in Jüngersdorf, die 1968 feierlich eingesegnet wurde, und im vergangenen Jahr entwidmet worden ist, ist abgerissen.  An gleicher Stelle entsteht das Gemeindezentrum “Marienkapelle” mit einer größeren Kapelle und angrenzendem Gemeinderaum für rund 2,3 Millionen Euro. Nötig geworden ist der Neubau durch den Umsiedlungsstandort Pier. Der Bau wird rund 15 Monate dauern.

Nur noch ein Haufen Steine.

Werner Gossel war dieser Tage noch einmal in Jüngersdorf unterwegs und hat der Redaktion von toepfergemeinde.de einige Fotos und Gedanken zum Abriss des Gotteshauses geschickt, die wir gerne veröffentlichen. Werner Gossel schreibt: ”Der fast vollendete Abriss der Marienkapelle in Jüngersdorf hat mich veranlasst, ein paar Bilder zu machen und einige Gedanken zu formulieren. ”"Wenn es nicht die Hoffnung gäbe, dass in  jedem Ende ein neuer Anfang steckt, müsste man eigentlich traurig sein, dass die Marienkapelle in Jüngersdorf binnen weniger Tage nur noch ein Haufen Schutt war. Das Läuten des Glöckchens vor Gottesdiensten (bis zuletzt noch auch denen im Bürgerhaus, Pier), Angelus am Samstagabend, Neujahr etc., fehlt sicher nicht nur mir. Hoffen wir, dass die Bauarbeiten an der neuen Kapelle gut vorwärts gehen und schon bald wieder ein “richtiges” Gotteshaus an alter Stelle steht.”

Die Marienkapelle am Maarweg in Langerwehe.

„Es gibt nichts Neues“, sagt Hermann Reinartz aus Langerwehe. „Die Täter sind nicht gefunden, und die Staatsanwaltschaft hat das Verfahren eingestellt.“ Wie toepfergemeinde.de ausführlich berichtet hat, war das Marienkapellchen von Reinartz am Frenzer Weg in Langerwehe wiederholt Opfer von schlimmem Vandalismus geworden.

Zuletzt war sogar die Madonnenfigur der Kapelle demoliert wordn. Trotz einer Belohnung von 300 Euro konnten die Täter nicht gefasst werden.

Hermann Reinartz will die kleine Kapelle dennoch wieder aufbauen. „Das Material habe ich schon bestellt“, sagt er. „Und sobald das Wetter wieder besser ist, fange ich an.“ Demnächst wird die Kapelle ein massives Eisengitter bekommen, damit zumindest die Madonna in Zukunft vor  der blinden Zerstörungswut mancher Menschen besser geschützt ist.

Hermann Reinartz hängt sehr an seiner Marienkapelle.

Viele Männer und Frauen, Bürger von Langerwehe,  waren entsetzt und wütend, als sie vorgestern an dieser Stelle gelesen haben, dass Hermann Reinartz` Marienkapellchen am Maarweg in Langerwehe seit Wochen dauernd Opfer schlimmen Vandalsimus ist. Im Augenblick, ist die schmucke Kapelle, die Hermann Reinartz so sehr am Herzen liegt und die er so liebevoll umsorgt, geschlossen: In einer Nacht- und Nebelaktion haben die Täter diesmal die Madonnenfigur komplett demoliert, toepfergemeinde.de berichtete.

Hermann Reinartz – das ist für ihn Ehrensache – will seine Kapelle auf jeden Fall wieder herrichten. Um die Täter zu finden, hat er eine Belohnung von 200 Euro bereit gestellt. Die hat Andreas Schmitz-Schunken, als er von der Sache gehört hat, kurzerhand um weitere 100 Euro erhöht. Also, bitte, liebe Leute: Wer etwas beobachtet hat oder Hermann Reinartz beim Wiederaufbau der Marienkapelle helfen möchte, kann sich direkt beim ihm melden, Telefonnummer 02423/2615.

Der Kapellenchor Jüngersdorf lädt am Sonntag, 5. Dezember, um 17 Uhr zu einer kirchenmusikalischen Andacht in die Jüngersdorfer Marienkapelle, Am Weiherhof, ein.

Der Junge Chor St. Martin aus Langerwehe und der Kapellenchor gestalten eine besinnliche, vorweihnachtliche Stunde. Die Gesamtleitung liegt bei Martin Jung.