Verfasste Beiträge ‘Klaus Dauven’

Europaschüler aus Langerwehe erlebten eine unvergessliche Zeit im irischen Dublin.

Europaschüler aus Langerwehe erlebten eine unvergessliche Zeit im irischen Dublin.

“Céad Míle Faílte! Hunderttausend Mal Willkommen!” – so begrüßt man in Irland Besucher der grünen Insel. Diese sprichwörtliche Herzlichkeit der Insulaner beeindruckte ausnahmslos alle 25 Schülerinnen und Schüler der Europaschule Langerwehe und ihre begleitenden Lehrerinnen Romy Brimmers und Susanne Nehls-Bhayani, so dass am Ende der fünftägigen Studienfahrt vielfach der Wunsch geäußert wurde, man möge doch das Datum des Rückfluges einfach ignorieren.

Bei allen ihren Aktivitäten, sei es beim geführten Stadtrundgang, beim Besuch der berühmten Universität Trinity College, in dessen Bibliothek das “Book of Kelle” aufbewahrt wird, oder einfach beim Kontakt mit den Einheimischen in Geschäften und Restaurants stellten die Langerweher fest, dass die Iren ausgesprochen freundliche Menschen sind, die immer einen Witz oder eine kleine Anekdote parat haben. Für die Schüler der Leistungskurse Englisch war somit “das Bad” in der Zielsprache, dass die Studienfahrt nach Dublin ermöglichen sollte, alles andere als Arbeit sondern müheloses Lernen und oftmals Vergnügen.

Ein besonderes Highlight war in diesem Zusammenhang sicherlich die Küstenwanderung bei Howth, wo der Blick auf Meer und Natur die Oberstufenschüler faszinierte; aber auch der Nachmittag, den die Gruppe damit verbrachte, die gälischen Varianten von Fuß- und Handball und auch das schnellste Spiel der Welt – Hurling – aktiv kennenzulernen. Und nicht zuletzt die Besuche des Stadtteils Temple Bar, wo Pubs mit irischer Live Musik natürlich auch zum „Pflichtprogramm“ einer jeden Studienfahrt gehören.

Begeistert und wehmütig stieg die Langerweher Gruppe dann am Ende doch wieder in ihren Flieger zurück ein. Sie trösteten sich mit dem Gedanken, dass sie beim nächsten Besuch mit Sicherheit wieder hunderttausend Mal willkommen sein würden.

 

Jetzt war es wieder soweit: Nach nur einer knappen Stunde Fahrt kamen 40 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe mit ihren Französischlehrern Amelie Hartrumpf, Anja Heinemann und Klaus Dauven in Jupille im benachbarten Belgien an. Auf dem Programm stand allerdings nicht die Besichtigung der bekannten dort ansässigen Brauerei Jupiler, sondern der Besuch der belgischen Partnerschule Institut

Die deutsche Gruppe am Quai Saint Léonard

Notre Dame de Jupille im Rahmen des bereits zum siebten Mal stattfindenden deutsch-belgischen Austauschtages beider Schulen.

Der Empfang war wie immer sehr herzlich: So gab es neben den zahlreichen von den belgischen Schülern selbstgebackenen Kuchen weitere französische Spezialitäten wie Crêpes, belegte Baguettes und Far Breton, aber auch die berühmten belgischen „gaufres“, die Waffelspezialität aus Lüttich. Aber nicht nur kulinarisch kamen die Schüler voll auf ihre Kosten, denn insbesondere sprachlich war dieser Tag für die deutschen Schüler im 1. und 2. Lernjahr ein Gewinn. Es wurden in Kleingruppen Sprachspiele in beiden Sprachen ausprobiert, und, nachdem das Eis gebrochen war, rege diskutiert und sich ausgetauscht. Nach kurzer Zeit klangen beide Sprachen wie selbstverständlich durch den Raum. Auch kulturell kamen die Schüler und Lehrer nicht zu kurz. Nach einem stärkenden Mittagessen fuhren Deutsche wie Belgier ins nahe Zentrum von Lüttich, wo sie wahlweise das neu eröffnete Musée Curtius besuchten oder eine Stadtrallye machten und auf diese Weise die gemütliche Altstadt erkunden konnten.

Eines steht fest: Diesen Tag wird bei beiden Gruppen in guter Erinnerung bleiben und alle freuen sich schon auf das nächste Jahr, wenn die Belgier sich auf den Weg ins gar nicht so weit entfernte  Langerwehe machen!

Vier Lehrer aus Langerwehe und Istanbul trafen sich zum Austausch.

Mit einem dreitägigen Evaluationstreffen an der Gesamtschule Langerwehe geht das von der Robert-Bosch-Stiftung geförderte Videoprojekt zu Ende, an dem ein Jahr lang jeweils 15 SchülerInnen der Europaschule und dem Rami Atatürk Anadolu Lisesi aus Istanbul zusammen mit ihren Lehrern Susanne Nehls-Bhayani und Klaus Dauven sowie Tülay und Murat Ugur gearbeitet haben.  Im Anschluss an ein vorbereitendes Treffen im Januar in Istanbul gab es im März und im Mai zwei Austauschtreffen mit Schülerinnen und Schülern, zuerst wieder in Istanbul, dann in Langerwehe.

Vor und während dieser Begegnungen entstanden eine Reihe von Video-Clips zu Liebesliedern -  unter anderem eines in 3D. Darüber hinaus standen das Kennenlernen von Land und Leuten ganz oben auf der Agenda der Teilnehmer. Bei dem abschließenden Nachbereitungstreffens werteten die Projektlehrer die gemachten Erfahrungen aus und stellten die Weichen für die weitere Zusammenarbeit. Doch auch dieses Mal wollte man den Gästen vom Bosporus weitere kulturelle Highlights der Region zeigen, wie das Städtchen Monschau und das Schloss Augustburg in Brühl.

Ein Austausch zwischen einer deutschen und einer türkischen Schule berührt – neben den vom Projekt vorgegebenen inhaltlichen – viele andere aktuelle Aspekte: Türken in Deutschland, Türken in der Türkei, die Türkei und die Europäische Union, sowie die Rolle der Religion in beiden Ländern. Diese und noch weitere Themen wurden zwischen den Projektteilnehmern kontrovers diskutiert. Über die Teilnehmer des Austauschs hinaus konnte der Kreis der Beteiligten ausgeweitet werden, da sich die türkischen Kollegen den kritischen Fragen weiterer Langerweher Oberstufenschüler im Sozialwissenschaftsunterricht stellten. Am Ende jeder Unterrichtsstunde stellte der Lehrer Murat Ugur überrascht fest, dass die Schüler gerne über das Stundenende hinaus diskutiert hätten. Das Interesse an der anderen Kultur war auf beiden Seiten groß. Ein erste Voraussetzung, um jahrelang gepflegte Vorurteile stückweise abzubauen. Gelingt dies auch nur langsam, so waren sich doch alle Beteiligten darin einig, dass sie nun ein mit Sicherheit differenzierteres Türkei- beziehungsweise Deutschlandbild haben, an dem es lohnt, weiter zu arbeiten. Damit dieser wichtige Austausch weiter bestehen kann, ist zum einen angedacht, einen deutsch-türkischen Schüleraustausch an den beiden Schulen zu installieren, zum anderen ist die Schule aus Istanbul neben der weiteren europäischen Schulen Partner im nächsten Comenius-Projektes der Europaschule Langerwehe.

Die ganze Gruppe bei den Kletterfelsen in Nideggen.

„Rocks around Europe“, unter diesem Projekt-Titel empfingen die 20 SchülerInnen und vier Lehrer der Europaschule Langerwehe jetzt Gäste aus Spanien, Polen, der Türkei und Frankreich. Und mit „Rock“ war in dem Fall nicht Musik, sondern die ursprüngliche Übersetzung „Fels“ gemeint, denn nach dem Videoclip-Projekt „Songs, Love & Video clips“, das die Europaschule als ihr erstes Comenius-Projekt durchführte, steht diesmal die Sportart Klettern im Mittelpunkt der gemeinsamen Aktivitäten für die nächsten beiden Jahre.

Die beiden Langerweher Initiatoren und Koordinatoren Susanne Nehls-Bhayani und Klaus Dauven suchten in der Vorbereitung Partner, die sich neben dem Sportklettern in Hallen, das auch an Schulen mittlerweile immer populärer geworden ist (auch die Europaschule besitzt eine eigene Kletterwand!), auf das Abenteuer Outdoor-Klettern mit Schülern einlassen wollten. Sie fanden interessierte Schulpartner aus Granada, aus der Nähe von Krakau, aus Istanbul und von der französischen Insel La Réunion, die sich östlich von Madagaskar im Indischen Ozean befindet! So reisten neun Lehrer mit ihren insgesamt 20 Schülern, die alle bei ihren Korrespondenten untergebracht wurden, an, um im Laufe der Woche gemeinsam mit den deutschen Partnern in der „Kletterfabrik“ in Köln-Ehrenfeld und dann am nächsten Tag  in den Felsen des Klettergebiets „Effels“ bei Nideggen „die Wände hoch zu gehen“. Dabei wurden von der klettertechnisch recht heterogenen Gruppe sowohl Grundkenntnisse erarbeitet, als auch schon anspruchsvollere Routen ausprobiert. Das Programm an den Naturfelsen wurde durch geologische Untersuchungen, die von der Langerweher Lehrerin Anke Brennecke geleitet wurden, abgerundet.

Klettern macht Spaß, ist aber auch ganz schön anstrengend.

Es stellte sich heraus, dass die Bedingungen für das Klettern als Schulsport in den allen beteiligten Ländern sehr unterschiedlich sind. Während dieser Sport zum Beispiel in der Türkei noch in den Kinderschuhen steckt, verfügt in Frankreich fast jede Schule über eine eigene Wand und man kann sogar Klettern im Abitur nehmen. So war auch das Erstaunen der Partner sehr groß, als sie erfuhren, dass die Stadt Nideggen das Klettern, dessen hoher pädagogischer Wert für die Entwicklung von Schülern unbestritten ist, für diese kostenpflichtig gemacht hat – übrigens als einziges Gebiet weltweit!

Neben den sportlichen Aktivitäten kamen natürlich auch die touristischen Höhepunkte Aachen, Köln und Monschau nicht zu kurz und als dann am Ende der gemeinsamen Zeit bei der Comenius-Gala mit Filmen und Vorträgen alles noch einmal Revue passierte, wurden allen Teilnehmern bewusst, wie intensiv die gemeinsamen Erfahrungen gewesen waren. Dass dann die musikalische Bedeutung von „Rock“ bei dem anschließenden Fest ausgiebig zum Tragen kam, führte die Gruppe nur noch näher zusammen und machte große Vorfreude auf das nächste Treffen in Granada im April 2012.

Schüler und Lehrer der Europaschule Langerwehe freuen sich auf das internationale Klettern...

Das Projekt klingt spannend: Im Rahmen des Programms „Comenius“ startet die Europaschule in Langerwehe im Oktober einen interessanten Austausch mit Schulen in La Réunion, Spanien, Polen und der Türkei. Im Mittelpunkt steht dabei der Klettersport. „Inhaltlich“, so Klaus Dauven, Lehrer an der Europaschule in Langerwehe, „ist man bei dem Comenius-Projekt eigentlich völlig frei.“ Dauven ist selbst begeisterter Kletterer, er leitet an seiner Schule, die über eine eigene Kletterwand verfügt, die Kletter-AG. Klaus Dauven: „Als wir die Partnerschulen gesucht haben, war uns wichtig, dass es überall in der Nähe der Schulen Naturfelsen zum Klettern gibt. So wie hier bei uns eben die Felsen in Nideggen.“ Bei dem anspruchsvollen Schülerprojekt soll es nämlich nicht nur darum gehen, gemeinsam zu klettern, die rund 20 teilnehmenden Jugendlichen sollen auch die Steinarten geologisch untersuchen. In Nideggen gibt es Sandstein, in den anderen Ländern haben die jungen Kletterer es mit Basalt und Kalkstein zu tun.

Außerdem sollen die jungen Leute sich beispielsweise mit Kletterikonen der entsprechenden Länder beschäftigen. „Klettern“, so Klaus Dauven, „ist eine Sportart, bei der die Schüler viel lernen können. Auch was Dinge, wie Zusammenhalt und gegenseitige Rücksichtnahme angeht.“ Das erste Treffen der fünf teilnehmenden Schulen findet vom 10. bis zum 15. Oktober in Langerwehe statt. Auf dem Programm steht dann außer dem Besuch der Felsen in Nideggen auch ein Besuch in der Kletterhalle in Köln. „Klettern ist ein sicherer Sport“, sagt Klaus Dauven, „wenn man die Sicherheitsstandards einhält. Und um die Sicherheitsstandards festzusetzen, war uns wichtig, dass das erste Treffen bei uns stattfindet.“

Comenius ist übrigens ein europäisches Programm für schulische BIldung. Gefördert werden vorschulische Einrichtungen genauso wie Gymnasien oder Gesamtschulen. Das Kletterprojekt ist an der Europaschule bereits das zweite Coenius-Projekt.
Innerhalb der nächsten zwei Jahre – so lange dauert das Kletterprojekt – werden die Schüler aus Langerwehe dann auch alle vier Partnerschulen besuchen. „Auch La Réunion im indischen Ozean“, lacht Klaus Dauven. „Darauf freuen wir uns schon sehr.“ Die Insel gehört zu Frankreich, und kann deswegen an einem europäischen Projekt teilnehmen.