Verfasste Beiträge ‘Jüngersdorf’

Heinrich Dohmen hat sein zweites Buch herausgebracht.

Heinrich Dohmen hat sein zweites Buch herausgebracht.

„Drusse es-et iisisch kalt, och rääne ded-et eme mii. Dä Wengk döit met alle Jewalt, schän dii jruese Schalesie.“ So beginnt die Kurzgeschichte „De Käälde“ im neuen Geschichtenband „Alles op Jöngeschdörpe Platt“ von Heinrich Dohmen. Zum zweiten Mal nach 2001 hat der heute 78-Jährige zur Feder gegriffen und kleine Geschichten aus seinem Dorf zu Papier gebracht. Nicht wenige basieren auf wahren Begebenheiten, vieles hat der in Jüngersdorf geborene Rentner selber erlebt. So erfährt der Leser etwas über „de ieschte Frisöerbesuch“ des Autors, über „En Tue no Heimbach“ und vom „Kaliin on seng Maibööm“.

Es sind Geschichten, mit denen Heinrich Dohmen vor allem eines erreichen möchte: Die Sprache mit der er aufgewachsen ist, die nur noch die Älteren im Ort benutzen, vielleicht noch einige Jüngere verstehen, aber kaum mehr aussprechen können, soll in Erinnerung bleiben. „Das liegt mir am Herzen“, erklärt der 78-Jährige. So mancher wird die eine oder andere Zeile sicher zweimal lesen müssen, bevor er sie versteht. Das ist Heinrich Dohmen bewusst: „Et kann net jeede oss Platt sprääsche on vestonn, dat es werklich en Saach vüe sich“, schreibt er im Text über den „Brangkwejje“, den doch irgendwann einmal jemand in „Jüngersdorfer Meer“ umtaufen wollte, nur weil er „Brangkwejje“ nicht aussprechen konnte.

Das unverwechselbare „Jöngesdörpe Platt“ macht aber den besonderen Reiz des kleinen Bändchens aus und dürfte damit vor allem die älteren Einwohner des Ortes begeistern. Für alle, die ein wenig Hilfe bei der Übersetztung benötigen, hat der Autor am Ende auch noch ein paar Worterklärungen angefügt. Die Einleitung für das Büchlein hat Kurt Gielgen geschrieben, der ja hier auf toepfergemeinde.de auch ein Jahr lang eine eigne Platt-Kolumne hatte.

Erhältlich ist das Bändchen „Alles op Jöngeschdörpe Platt“ in der St.-Martin-Apotheke und in der Sparkasse Langerwehe zum Preis von 4,50 Euro.

Kindergarten und Sportverein wollen kooperieren

Kindergarten und Sportverein wollen kooperieren

Johannes Schauerte und Günter Kurth vom TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch besuchten mit einer  Sporttasche voller Geschenke die Kindertagesstätte in der Jüngersdorfer Gartenstraße und wurden dort herzlich empfangen. Nach der Begrüßung durch die Leiterin Gertrud Wirth und Erzieherin Daniela Hacken wurden die Geschenke an die Kinder überreicht. Die Freude war groß und alle Teile wurden ausprobiert. 

Die Kita und der TuS 08 Jüngersdorf unterstützen sich seit Jahrzehnten und dies war auch das Thema des anschließenden Gesprächs.  Gertrud Wirth, Daniela Hacken, Johannes Schauerte und Günter Kurth wollen gemeinsam einen Kooperationsvertrag schließen  in dem die Unterstützungsleistungen und die Art der Zusammenarbeit  klar vereinbart wird.

Hierbei wurden unter anderem folgende Themen besprochen:  Nutzung des Sportplatzes am Königsbusch, Unterstützung bei Kita eigenen Fußballturnieren und sonstigen Veranstaltungen, Auftritte von Kindern der Kita bei Veranstaltungen des TuS 08 Jüngersdorf. Zunächst wird die Vereinbarung  in den Gremien der zukünftigen Vertragspartner besprochen und Anfang nächsten Jahres wird der Vertrag dann unterschrieben.

Zum Abschluss des Besuchs wurde eine kleine Fan-Ecke des TuS 08 Jüngersdorf in der Kita Spatzennest eingerichtet.

Noch sieht die neue Kapelle im Langerweher Ortsteil Jüngersdorf nicht wirklich wie ein Gotteshaus aus. Das Gebäude soll aber auf jeden Fall noch einen Glockenturm bekommen.

„Wir hinken fast vier Monate hinterher“, sagt Dieter Reinartz, Mitglied des Kirchenvorstands der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin in Langerwehe. „Aber wir können und werden am 8. Dezember Einweihung feiern.“ Reinartz spricht vom Bau des neuen „Begegnungszentrums Marienkapelle“ in Jüngersdorf, und es gibt wohl kaum einen, der diese Baustelle besser kennt als er. Dieter Reinartz wohnt direkt neben der Baustelle in Jüngersdorf, er war von Anfang an in die Planungen mit einbezogen und ist seit dem ersten Spatenstich am 12. September 2012 auf der Baustelle, um nach dem Rechten zu sehen. Für den Neubau des „Begegnungszentrums Marienkapelle“ musste die alte Jüngersdorfer Kapelle abgerissen werden. „Ich denke schon“, sagt Dieter Reinartz, „dass viele der alten Kapelle noch nachtrauern. Ich glaube aber auch, dass viele sich immer mehr mit dem neuen Gebäude anfreunden.“ Trotzdem wird in Jüngersdorf auch hin und wieder über die neue Kapelle ein bisschen gelästert. „Manche sprechen von einem Getreidesilo“, schmunzelt Reinartz. Das mag daran liegen, dass das neue Begegnungszentrum von außen noch nicht als Gotteshaus zu erkennen ist. „Es wird aber noch ein Glockenturm gebaut, und wir werden auch das alte Kreuz der Jüngersdorfer Kapelle aufhängen.“

Auch die Innenarbeiten der Kapelle schreiten voran.

Überhaupt sollen in dem neuen Gottesdienstraum, der Platz für rund 100 Gläubige bieten wird, Elemente der alten Jüngersdorfer Kapelle und der früheren Pierer Pfarrkirche einen festen Platz finden. So wird der neue Altar aus Bestandteilen der beiden alten Altare aus Pier und Jüngersdorf zusammengesetzt, eine historische Helena-Figur aus Vilvenich wird einen besonderen Platz bekommen. Im neuen Marienschrein werden abwechselnd die Marienfiguren aus Pier und Jüngersdorf aufgestellt. Neben dem Gottesdienstraum entstehen in dem Begegnungszentrum eine große Küche, ein Raum zum Feiern, sowie zwei Gruppenräume.

 „Es ist jetzt an uns“, betont Dieter Reinartz, „das neue Begegnungszentrum mit Leben zu füllen. Finanziert wird die neue Kapelle aus Entschädigungszahlungen von RWE Power für die abgerissene Kirche in Pier. Das neue Gebäude kostet 2,3 Millionen Euro.  Zum Eröffnungsgottesdienst am 8. Dezember, 10 Uhr, hat sich der Aachener Bischof Heinrich Mussinghoff angesagt. „Schließlich“, so Reinartz, „kommt es heute nicht mehr so oft vor, dass eine neue Kirche gebaut wird.“

Eine Exkursion am 25. Mai führt in das ehemalige Kampfgebiet Merode-Jüngersdorf-Laufenburg.

Die Z.I.F. (Zeitgeschichte: Interdisziplinäre Forschungsgruppe) führt am Samstag, 25. Mai, eine Exkursion im ehemaligen Kampfgebiet Jüngersdorf – Laufenburg – Merode durch. An dieser Exkursion können alle an Geschichte interessierten Bewohner der Gemeinde Langerwehe, insbesondere der Ortschaften Jüngersdorf und Merode, sowie der Nachbargemeinden teilnehmen.

Nach erfolgreichen Exkursionen rund um Merode und der Laufenburg in den vergangenen drei Jahren, startet man in diesem Jahr im Ort Jüngersdorf. Anhand von historischen Fotos, Karten und Zeitzeugenberichten werden hier an verschiedenen Stellen im Ort Jüngersdorf und an allen weiteren Stellen entlang der Route über die damaligen Ereignisse berichtet.

Die Route führt weiter über den Hof Oligdresch zur Laufenburg, welche ebenfalls im November 1944 Mittelpunkt heftigster Kämpfe stand. Nach einer Erfrischungspause geht es weiter durch den Wald in Richtung Merode, wo zunächst der Ehrenfriedhof Marienbildchen aufgesucht wird. Die Exkursion endet im Ort Merode wo nochmals über die schicksalhaften Tage des Jahres 1944 referiert wird. Neben Kommerscheidt in der Eifel gehörte Merode zu einer von zwei Ortschaften im gesamten Kampfgebiet Hürtgenwald, welche von den Amerikanern wieder geräumt werden musste. Noch heute findet man in vielen US Archiven Hinweise über das „Debakel von Merode“

Treffpunkt ist am Samstag,25. Mai,  um 13.45 Uhr am Festplatz neben dem Feuerwehrgerätehaus in Langerwehe-Jüngersdorf,  Laufenburger Straße/Am Weiherhof.

Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro pro Person und kann vor Beginn der Exkursion gezahlt werden. Kinder unter 16 Jahre können kostenfrei teilnehmen.

Interessenten können sich gerne anmelden unter: albert-trostorf@t-online.de oder telefonisch unter 02423/6369 (von 14 bis 17 Uhr).

Die erste Mannschaft des TuS 08 Jüngersdorf

Es war ein bitterer und unglücklicher Tag für die erste Mannschaft des TuS 08 Jüngersdorf, die im Nachholspiel beim Hambacher SV II nicht über ein 2:2 hinaus kam und zwei wertvolle Punkte liegen ließ.
Auf dem kleinen Ascheplatz des Hambacher SV startete dieses Spiel direkt mit einem Schock für die Jüngersdorfer Elf, denn die Hambacher Reserve ging kurz nach Anpfiff durch eine Ecke in Führung, als ein Hambacher Spieler sich gegen drei Jüngersdorfer durchsetzen konnte und den Ball ins Jüngersdorfer Tor unterbrachte.

Die junge Elf vom Königsbusch kämpfte sich jetzt in dieses Spiel zurück und übernahm die Oberhand. Nach zwei vergebenen Großchancen konnte dann Manuel Hoppenz in der 21. Spielminute den verdienten Ausgleich markieren. In der Folgezeit belagerte man das Hambacher Tor, aber es fehlte einfach die nötige Konsequenz vor dem Tor. Besser machten das die Hambacher, die nach einem langen, hohen Ball aus der eigenen Hälfte einen Konter kurz vor der Pause zum 1:2 Halbzeitstand nutzten. Nach der Pause verstärkte der TuS seine Bemühen und vergab eine Reihe von Großchancen, bevor in der 66. Spielminute Peter Stabel dann endlich zum hoch verdienten 2:2 Ausgleich einköpfen konnte.

Der TuS spielte danach nur noch nach Vorne und wollte unbedingt den Sieg, aber das große Manko an diesem Samstagnachmittag war die mangelnde Chancenauswertung. Und dann kam auch noch Pech dazu, so trafen zum Beispiel Mike Esser sowie Dustin Gillon nur den Pfosten. Am Ende steht somit nur ein Punkt aus diesem Spiel auf dem Konto der Jüngersdorfer. Verdient hätten sie drei gehabt, aber so ist Fußball! Die mangelnde Chancenauswertung sah auch Trainer Thomas Butz als Grund für dieses Unentschieden. „Hambach macht aus vier Chancen zwei Tore, während wir aus dem fünffachen an Chancen ebenfalls nur zweimal treffen. Aber der Blick geht nach Vorne. Wir lassen uns von diesem Unentschieden nicht umwerfen und gehen unseren Weg weiter.“

TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch

Im Nachholspiel beim SC Jülich 10 wenige Tage später fuhr die erste Mannschaft des TuS 08 Jüngersdorf dann eine schmerzhafte 1:3 Niederlage ein. Von Beginn an waren die Jüngersdorfer das aktivere Team und bestimmten den Spielverlauf, ließen aber jede Menge Chancen leichtfertig liegen. Bei einem Konter der Jülicher entschied der Referee auf Elfmeter und so konnten die Gastgeber nach 27 Spielminuten überraschend in Führung gehen. Noch vor der Pause konnte Timo Körner, nach einer schönen Hereingabe von Luca Ronchini, den 1:1 Ausgleich erzielen, was auch der Pausenstand war. Nach der Pause dasselbe Bild wie in der 1. Halbzeit, der TuS stürmte, während die Jülicher verteidigten und auf Konter lauerten. In der 62. Spielminute dann kam es zum Aufreger des Abends: Die Jüngersdorfer erzielten das 2:1. Nach dem der Ball im oberen Tornetz landete, drischte ein Jülicher Feldspieler den Ball mit der Hand wieder aus dem Tor heraus. Der Schiedsrichter stand ideal zum Ball und hatte freie Sicht gehabt, aber er verweigerte das Tor und gab auch zu verstehen, dass er das Handspiel nicht gesehen habe. Selbst die Jülicher Spieler konnten dies nicht nachvollziehen! Trotz dieser eindeutigen Benachteiligung ließen sich die Jüngersdorfer nicht schocken und spielten weiter auf den Führungstreffer hin. Chancen gab es genügend, doch wer seine Chancen nicht nutzt, der wird bestraft! Und so markierten die Jülicher nach einem Konter das 2:1. Der TuS wurde nach dem Gegentreffer noch offensiver und brachte einen zusätzlichen Stürmer.
In der 83. Spielminute fiel dann mit dem 3:1 für den SC Jülich 10 auch die Entscheidung. Und wieder war der Schiedsrichter im Blickpunkt des Geschehens, denn beim Flankenball wurde Torwart Sören Brockob mit einem Bodycheck im eigenen Fünfmeterraum von den Beinen geholt. Den abprallenden Ball schob ein Stürmer der Jülicher lässig ins Jüngersdorfer Tor ein. Auch dieses Vergehen wurde vom Schiedsrichter nicht geahndet, obwohl er auch dieses Mal wieder ideal stand.

Nach dem Spiel machte sich natürlich eine große Enttäuschung unter den Spielern und Anhängern der Mannschaft breit. „So viel Pech wie wir diese Saison schon gehabt haben ist gar nicht zu glaube!“ sagte ein enttäuschter TuS-Coach Thomas Butz nach dem Spiel. „Wir waren wie sooft das bessere Team, aber wir stehen wieder einmal mit leeren Händen da. Wenn wir einen Fehler machen, wird das direkt mit einem Gegentor bestraft. Dann erzielen wir heute ein immens wichtiges Tor zur 2:1 Führung, was uns nicht anerkannt wird, weil der Schiedsrichter aus unerklärlichen Gründen nicht gesehen hat, dass der Ball im Tor war! Mit diesem Treffer wäre das Spiel ganz anders verlaufen. Das ist sehr sehr bitter und nur mit einer großen Portion Galgenhumor zu ertragen! Ein ganz schwarzer Abend für uns.“

Das nächste Spiel ist bereits am Sonntag, 7. April,  gegen die erste Mannschaft von Victoria Pier-Schophoven. Anstoß ist um 15 Uhr auf dem Jüngersdorfer Königsbusch.