
Freuen sich auf die Karnevalssitzung des Orgelbauvereins: Johannes Herten, Frank Hompesch, Bert Graff und Walter Jordans (von links).
Die Proben laufen auf Hochtouren! Am kommenden Samstag, 4. Februar, findet um 19 Uhr im Pfarr- und Jugendheim in Langerwehe bereits zum 13. Mal die beliebte und legendäre Karnevalssitzung des Langerweher Orgelbauvereins statt. Und was im Jahr 2000 eigentlich als Abschiedsabend für die “St.-Martin-Singers” gedacht war, ist heute aus dem Wehter Karneval nicht mehr wegzudenken. Einer der Organisatoren Bert Graff: “Die St.-Martin-Singers hatte der frühere Langerweher Organist Hermann-Josef Hörkens gegründet. Und diese Gruppe ist auch häufiger bei den ‘Löstigen Döppesbäckern’ aufgetreten. Deswegen wollten wir sie mit einer Karnevalssitzung verabschieden.” Dieser Abend war ein so großer Erfolg, dass die Organisatoren sich entschlossen haben, weiter zu machen. Bert Graff: “Seitdem findet die Orgelbausitzung immer zugunsten der neuen Langerweher Orgel statt.” Wenn alles gut läuft, kann es mit der 13. Orgelbausitzung am kommenden Samstag gelingen, die 20000-Euro-Grenze zu knacken.
Von Anfang hat der Langerweher Orgelbaukarneval es sich zur Aufgabe gemacht, Begebenheiten in und aus Langerwehe aufs Korn zu nehemen – Politik, Verwaltung, Geschäftswelt und auch die Wehter Geistlichkeit sind vor den Spitzfindigkeiten der Akteure nicht sicher. Besonders die “Grazien” mit Bert Graff, Johannes Herten und Walter Jordans haben rechtzeitig zur Orgelbausitzung ihren “Giftzahn frisch gefüllt”. Johannes Herten: “In Langerwehe passiert jede Menge, das man aufs Korn nehmen kann. Wir sammeln das ganze Jahr, ich notiere die ganze Themen immer in meinem Handy.” Im September werden dann die wichtigsten und lustigsten Geschichten für den “Grazien”-Vortrag ausgewählt. Bert Graff: “Das sind immer so sechs bis sieben Sachen. Aber wir hätten locker doppelt so viele Begebenheiten, die wir aufs Korn nehmen könnten.” Übrigens haben die “Grazien” in diesem Jahr auch den Einsatz modernster Technik geplant und auch geprobt. “Mehr”, schmunzelt Bert Graff, “wollen wir aber an dieser Stelle nicht verraten.”
Außer den “Grazien” wird auch der frühere Langerweher Seelsorger Rüdiger Hagens gemeinsam mit Werner Gossel ein Zwiegespräch aufführen, genau wie Uschi Nieveler und Christel Dick, der Kegelclub “Keen 9″ mit Wolfgang Stern, Jürgen Brockob, Ferdi Merkens, Gerhard Moonen, Johannes Pelzer und Heiner Hertrampf ist mit von der Partie, Heinrich Dohmen und Marianne Henk machen mit, die Sänger des “Jungen Chores” sowie Anke Veurink, Gerhard Moonen, Frenny Simons und Lothar Kurth, die sich zu der Gruppe “Wehter Puppen” formiert haben. Klar, dass auch Abordnungen der beiden Langerweher Karnevalsgesellschaften “Pannebäckere” und “Löstige Döppesbäcker” dem Orgelbau-Karneval einen Besuch abstatten, aus Eschweiler kommt die Stimmungsband “Inde-Rebellen”.
Bert Graff: “Bei uns ist alles frei: Der Eintritt, aber auch Speisen und Getränke. Wir bitten nur um Spenden für unsere Orgel. Und in all den Jahren hat uns wirklich noch kein Zuschauer ausgenutzt. Das Konzept geht einfach auf.” Insegsamt dauert die Vorbereitung für die Orgelbau-Sitzung rund sechs Monate, außer den Aktiven auf der Bühne, sind noch 20 Helfer mit dabei, die für den Bühnenaufbau und die Verpflegung der Sitzungsgäste sorgen. “Wir haben einfach vor, während und nach der Sitzung immer jede Menge Spaß. Und diese Veranstaltung hat die Gemeinde auch immer zusammen geschweiß, unser ‘Veedel-Gefühl’ irgendwie nach vorne gebracht.”
Für alle, die am Samstag bei der Karnevalssitzung dabei sein wollen, empfiehlt es sich, früh dazu sein, um gute Plätze zu bekommen. Einlass ist ab 18.15 Uhr. Und noch was: Für alle, die noch kein passendes Kostüm haben: Das Motto der Sitzung ist “Quer durch den Garten!”














