Verfasste Beiträge ‘Holger Quast’

Holger Quast

Holger Quast wird am Samstag auch auftreten.

Rund einen Monat vor dem offiziellen Karnevalsbeginn wird es im Langerweher Ortsteil Schlich am morgigen Samstag schon einmal ziemlich närrisch. Zum ersten Mal lädt die „Vereinigung landrheinischer Karnevalisten“ aus Hürth in Zusammenarbeit mit der Karnevalsgesellschaft „Blau-Weiße-Sterne Derichsweiler“ zu einem Vorstellabend ein.

„Wir feiern natürlich generell gerne Karneval und freuen uns, dass es in diesem Jahr schon etwas früher losgeht als sonst“, so Holger Quast von der Derichsweiler Karnevalsgesellschaft. Der 41-Jährige ist selbst als „Ne joode Jung“ im rheinischen Karneval unterwegs und auch Mitglied der Hürther Vereinigung. Quast: „Wir veranstalten diesen Vorstellabend natürlich in enger Abstimmung mit dem Regionalverband Düren. Im Augenblick gibt es im Kreis Düren keinen eigenen Vorstellabend mehr.“ Für die Karnevalsgesellschaften, sagt Quast, würde es immer schwieriger gute und vor allen Dingen auch bezahlbare Künstler für ihre Sitzungen zu finden.

Bei der „Vereinigung landrheinischer Karnevalisten“ sind Künstler organisiert, die es noch nicht auf die großen Bühnen des Kölner Karnevals geschafft haben. Quast: „Es sind aber gute Künstler. Und die Karnevalsgesellschaften aus der Region haben am Samstag die Gelegenheit, sich die Leute anzugucken und auch direkt mit ihnen in Kontakt zu kommen.“ Zur „Vereinigung landrheinischer Karnevalisten“ gehören über 30 Redner, Musikgruppen, Sänger und Tanzgruppen, die allesamt im Karneval unterwegs sind. Für den Vorstellabend in Schlich haben neben Holger Quast schon die Band „Domstadtbande“ und das Redner-Duo „Geschwister en der Bütt“, das schon viele Preise erhalten hat, ihr Kommen zugesagt. Darüber hinaus wird am Samstag auch die Funkengarde der Derichsweiler Karnevalsgesellschaft zum ersten Mal ihren Tanz der Öffentlichkeit präsentieren.

„Wir wollen den Programmgestaltern in der Region Düren zeigen“, betont Holger Quast, „dass es auch in der zweiten Reihe Spitzenkräfte gibt, die für die Karnevalsvereine bezahlbar sind. Und so kurz vor der Sessionseröffnung freut sich sicher auch der ein oder andere auf ein wenig Karneval auf Probe.“

Die Veranstaltung „Karneval auf Probe“ findet am Samstag, 10. Oktober, um 19 Uhr in Saal Behrendt im Langerweher Ortsteil Schlich, Eifelstraße 36, statt. Einlass ist um 18 Uhr. Eintrittskarten für acht Euro gibt es an der Abendkasse. Die Tickets können zudem unter der Rufnummer 02421/ 66980 vorbestellt werden.

Holger Quast

Holger Quast

Vor einigen Tagen war an dieser Stelle von Holger Quat aus Derichsweiler zu lesen. Der ist deswegen hier im Langerwehe-Blog vorgestellt worden, weil er mit einer Langerweherin verheiratet ist (und deswegen mindestens ein Viertel einer von uns ist :-)!) und vor allen Dingen aber, weil er ein toller Sänger, Komponist und Texter ist, der von einer Karriere im (Kölner) Karneval träumt.

Und weil es auf den Artikel “Du bis aus Langerwehe: Heute mit Holger Quast” jede Menge Reaktionen und viele, viele Klicks gab (häufig mit verbunden mit der Bitte nach einer Hörporbe), gibt es hier das Video von “Hück es der Daach!”

Viel Spaß beim Zuhören!

Holger Quast

Holger Quast

Okay, das hier ist ein Langerwehe-Blog. Aber manchmal, in ausgesuchten Fällen, blicken wir natürlich auch über den Tellerrand. Zumal Holger Quast enge Bindungen in die Töpfergemeinde hat. Er ist mit Tanja Quast verheiratet, und die wiederum stammt aus Langerwehe. Und deswegen ist Holger Quast Teil unserer Reihe “Du bist Langerwehe”. Und weil uns hier in der Redaktion von toepfergemeinde.de seine Musik sehr gut gefällt.  „Endlich doh“ heißt Holger Quasts erste CD, und ein bisschen könnte der Name Programm sein. Der 39-jährige Vollblutkarnevalist aus dem Dürener Stadtteil Derichsweiler hat sein ganzes Leben Musik gemacht. Früher gemeinsam mit seinem Vater Willi, später allein. Seit zehn Jahren singt Holger Quast, der im richtigen Leben als Vermögensberater arbeitet, und jetzt will er es wissen. „Ich habe das gemacht, wovon ich schon mein ganzes Leben träume“, sagt er und präsentiert seine erste CD. Holger Quast ist „endlich doh“.

Angefangen hat alles im vergangenen Sommer: Holger Quast hat sich bei „Linus Talentprobe“ beworben und mit ihm hat sich „halb Derichsweiler“ auf den Weg zum Kölner Tanzbrunnen gemacht. „Das war für mich der Maßstab. Wenn ich hier bestehen kann und nicht ausgebuht werde, wollte ich weitermachen.“ Bei seinem Auftritt in Köln gab es für den Derichsweiler kaum Buh-Rufe, dafür aber viel Applaus. Also hat er sich bei der Kölner Karnevalsgesellschaft „Kajuja“ beworben. „Die betreiben sehr intensiv Nachwuchs- und Talentförderung“, so Quast. „Auch Bands wie ‚Kasalla‘ sind da beispielsweise dabei.“

Holger Quast ist in ein vierjähriges Förderprogramm aufgenommen worden, nimmt regelmäßig an Vorsingen teil und bekommt Hilfe, wie er seine Lieder noch verbessern kann. „Vor allen Dingen“, sagt er, „kann ich aber auch bei den Proben der anderen Künstler zuhören. Und man kann sich mit Hilfe der Kajuja ein gutes Netzwerk aufbauen.“ Um wirklich im Kölner Karneval Fuß zu fassen und vielleicht auch das ein oder andere seiner selbst komponierten und getexteten Lieder im Radio zu hören, hat Holger Quast mit dem Produzenten Günter Weber, der auch schon mit den „Bläck Fööss“ gearbeitet hat, eine CD produziert. „Die habe ich Ende Dezember an verschiedene Radiosender in der Region geschickt. Mal gucken, was daraus wird.“

Welches Ziel Holger Quast in Sachen Karneval ganz exakt verfolgt, kann er selbst nicht so genau sagen. „Natürlich träume ich davon, irgendwann einmal bei einer großen Kölner Karnevalssitzung aufzutreten. Ich glaube, davon träumt jeder, der im Karneval aktiv ist.“ Wie realistisch dieses Ziel ist, ist für den Derichsweiler schwer einzuschätzen. „Es kann durchaus sein, dass ich als Pausenfüller zu einer Sitzung eingeladen werde“, sagt er. „Und das würde ich natürlich auch sofort machen. Es ist einfach cool, im Kölner Karneval aufzutreten.“

Schlager oder „Ballermann-Hits“ zu singen, kommt für Quast nicht in Frage. „Ich weiß, dass meine Chancen dann besser wären, weil die Konkurrenz im Karneval so unglaublich groß ist. Aber ich will Kölsch singen. Karneval ist einfach mein Ding.“ Bis jetzt ist Holger Quasts Gesangskarriere noch ein reines Hobby. „Ich habe noch keinen Euro verdient. Im Gegenteil: Für die CD-Produktion, die etwa drei Wochen gedauert hat, die Fotos, Gema-Gebühren und diese ganzen Sachen, habe ich schon den Wert eines gebrauchten Kleinwagens investiert.“

Das war es dem Vater eines zwölfjährigen Sohnes wert: „Ich bin schon jetzt jede Woche mit den ‚Blau-Weißen Sternen‘ aus Derichsweiler unterwegs. Und es macht mir einfach unglaublich Spaß, zu singen und zu komponieren. Und wenn das mit dem Kölner Karneval klappen würde, würde für mich ein absoluter Traum in Erfüllung gehen.“