Verfasste Beiträge ‘Heribert Koch’

Schülerinnen und Schüler des Langerweher Pianisten Heribert Koch gestalten am Sonntag, 1. Dezember, ihr alljährliches Konzert im Forum der Europaschule Langerwehe (Exmouthplatz)

Ab 17 Uhr, im Anschluß an den Töpfermarkt, präsentieren die jungen Musiker aller Ausbildungsstufen im Alter von von sieben bis 18 Jahren einen abwechslungsreichen Querschnitt durch die  Stilepochen der Klavierliteratur von Bach und Mozart bis zur aktuellen Filmmusik.

Der Eintritt ist frei!

Anna Rita und Lauda Hitaj sind Ausnahme-Pianistinnen.

Einmal, da hat Heribert Koch aus Langerwehe von Laida und Anna Rita Hitaj aus Albanien eine Email bekommen. Darin haben die beiden Schwestern ihren Klavierlehrer aus Langerwehe gefragt, ob es schlimm ist, dass sie manchmal nur vier Stunden am Tag Zeit haben, um Klavier zu spielen. „So was“, schmunzelt Heribert Koch, „bin ich von meinen Langerweher Klavierschülern überhaupt nicht gewohnt.“

Doch Laida (14) und Anna Rita (18) sind aber eben auch keine „normalen Klavierschülerinnen“. Für die beiden Mädchen aus der albanischen Stadt Vlora ist Klavierspielen nämlich viel mehr als nur ein Hobby, die Schwestern wollen Pianistinnen werden. Und tun alles, um ihr großes Ziel zu erreichen. Zum Beispiel jeden Tag mindestens vier Stunden üben.

Heribert Koch ist bei einem Nachwuchs-Klavierwettbewerb in Albanien, bei dem er als Preisrichter in der Jury gesessen hat, auf Anna Rita und Laida aufmerksam geworden. Die beiden Mädchen haben bei dem Wettbewerb Spitzenplätze belegt und unter anderem einen Meisterkurs bei Heribert Koch gewonnen. Seitdem betreut der Langerweher Pianist und Klavierlehrer die beiden Mädchen.

Mehrmals im Jahr kommen Anna Rita und ihre Schwester, deren Mutter übrigens auch Klavierlehrerin ist zum Klavierunterricht nach Langerwehe, manchmal fährt Heribert Koch auch nach Albanien, um mit Anna Rita und Laida zu arbeiten. Und wenn es gar nicht anders geht, wird das ein oder andere Klavierstück auch schon per Skype von Albanien nach Langerwehe vorgespielt. „Viel Zeit“, sagt Heribert Koch, „haben wir aber nicht miteinander. Aber wenn die beiden hier sind, versuchen wir so viel wie möglich, miteinander zu arbeiten.“

Heribert Koch versucht darüber hinaus, den talentierten Schwestern gute Auftrittsmöglichkeiten in Langerwehe und Umgebung zu vermitteln.

Anna Rita und Laida haben beispielsweise schon in der Europaschule der Töpfergemeinde gespielt, Anna Rita, die im Herbst ihr Musikstudium an der Musikhochschule in Hannover bei dem aus Düren stammenden Professor Lars Vogt begonnen hat, war Stipendiatin bei dem berühmten Kammermusikfestival „Spannungen“ in Heimbach. Außerdem ist sie schon im Aachener Eurogress aufgetreten.

Und Laida hat am morgigen Sonntag ihren großen Auftritt beim Neujahrskonzert des Dürener Konzertforums „Cappella Villa Duria“. „Das ist ja eben das, was wir machen wollen“, sagt Anna Rita, die schon vor zwei Jahren mit der Cappella Villa Duria zusammen aufgetreten ist. „Konzerte geben.“ Es sei für sie eine große Ehre gewesen, mit dem Dürener Orchester aufzutreten. „Und die Leute waren auch alle sehr nett“, sagt Anna Rita, die schon richtig gut Deutsch gelernt hat. „Wenn man zusammen Musik macht, spielt es keine Rolle, ob der eine jünger oder der andere älter ist. Man arbeitet einfach zusammen.“ Für die jungen Frauen ist es einfach ein tolles Gefühl, auf einer Bühne zu stehen.

„Ich finde es toll“, sagt Anna Rita, „wenn ich den Menschen mit meinem Klavierspiel eine Geschichte erzählen kann.“

Auch Johannes Esser, der Chef des Konzertforums „Cappella Villa Duria“ und Dirigent des Sinfonieorchesters, ist von den beiden jungen Musikerinnen total beeindruckt. „Es ist enorm, wie Laida spielen kann“, sagt er. „Manchmal habe ich den Eindruck, als hätte sie überhaupt keine Nerven.“

Für andere Hobbys bleibt Anna Rita und Laida Hitaj übrigens nicht mehr viel Zeit. „Eigentlich“, sagt Laida, „mache ich nur meine Hausaufgaben und spiele Klavier. Aber das ist ja auch genau das, was ich gerne machen möchte. Und deswegen ist das für mich überhaupt nicht schlimm.“

Das nächste Sommerkonzert findet in der Alten Kirche statt.

Das nächste Sommerkonzert der Katholischen Pfarrkirche St. Martin findet am Mittwoch, 27. Juni, um 19.30 Uhr in der Alten Kirche auf dem Rymelsberg statt, dann steht anspruchsvolle Klaviermusik im Mittelpunkt. Schülerinnen und Schüler der Klavierklasse von Heribert Koch spielen beliebte Werke aus Klassik und Romantik, das Motto des Konzertes lautet „Vom Türkischen Marsch bis zur Revolutionsetüde“. Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.

Die beiden Schwestern Anna Rita (links, 17) und Laida (13) Hitaj aus Vlora (Albanien)

Wenn am Samstag, 2. Juni, das berühmte Kammermusikfest “Spannungen” im Heimbacher Jugendstilkraftwerk beginnt, ist auch eine junge Künstlerin dabei, die in enger Beziehung zu Langerwehe steht. Die albanische Pianistin Anna Rita Hitaj, die von dem Langerweher Pianistin Heribert Koch unterrichtet wird, ist eine von insgesamt drei Stipendiaten, die die Verantwortlichen des Kunstfördervereins,der das Festival nunmehr seit 14 Jahren organisiert, in die Eifel eingeladen haben. Lars Vogt, weltbekannter Pianist und “Erfinder” sowie künstlerischer Leiter von “Spannungen”   ist vor einiger Zeit auf die junge Künstlerin Anna Rita Hitaj aufmerksam geworden. Nicht zuletzt ihr Auftritt mit Tschaikowskys Klavierkonzert im Aachener Eurogress hat ihn überzeugt. Er selbst hatte mit dem gleichen Werk, dem gleichen Orchester und dem gleichen Dirigenten sein Orchesterdebut gegeben. Kurz entschlossen hat er Anna Rita zu seinem Festival „Spannungen“ nach Heimbach eingeladen, nachdem er sich ihren Auftritt in Aachen auf youtube angesehen hat. Ana Rita Hitaj wird in Heimbach unter anderem am Samstag, 2. Juni, um 20 Uhr mit zwei Werken von Franz Liszt zu hören sein.

Die Karten für “Spannungen” sind heißt begehrt und oft wenige Minuten nach Vorverkaufsbeginn vergriffen. Der Kartenvorverkauf beginnt am heutogen Samstag, 31. März, Punkt 10 Uhr (und keine Minute früher). Karten können dann über das Bestellformular im Internet oder per Fax (02421/971683) bestellt werden. Schon vorab ist eine postalische Bestellung über einen Vordruck (keine formlose E-Mail) möglich an: Spannungen: Musik im Kraftwerk Heimbach, Postfach 10 11 45, 52311 Düren. Die Karten kosten zwischen 15 und 32 Euro. Für Schüler und Studenten gibt es Ermäßigungen. Achtung: Erfahrungsgemäß sind die Tickets sehr schnell vergriffen. In der Konzertwoche können Restkarten über ☏ 0175/5987970 angefragt werden.
Da der Parkplatz am Kraftwerk in diesem Jahr nicht mehr zur Verfügung steht, pendelt ein kostenloser Bus zwischen dem ausgeschilderten Parkplatz Schwammenauel und dem Veranstaltungsort.

Die beiden Schwestern Anna Rita (17) und Laida (13) Hitaj aus Vlora (Albanien)

Für die beiden Schwestern Anna Rita (17) und Laida Hitaj (13) war die gute Woche in Langerwehe sicherlich anstrengend. Die beiden Mädchen aus Vlora in Albanien haben in neun Tagen vier Konzerte in Düren, Heinsberg, Rheinberg und Langerwehe gespielt.

Bei ihrem Konzert im Forum der Europaschule Langerwehe, zu dem leider nur sehr wenige Zuschauer gekommen waren, präsentierten die beiden Schwestern Werke von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Liszt, Frédéric Chopin und Franz Schubert.

Die beiden Ausnahmetalente haben vor drei Jahren bei einem hoch dotierten Klavierwettbewerb in Albanien vordere Plätze belegt. Damals saß der Langerweher Pianist und Klavierlehrer Heribert Koch in der Jury, seither hat er die weitere Ausbildung der beiden Schwestern übernommen. In regelmäßigen Arbeitsphasen in Deutschland und in Albanien bereitet er sie gemeinsam mit er Mutter der beiden, die ebenfalls als Klavierpädagogin arbeitet, auf Konzerte und Wettbewerbe vor.

Bei dem Konzert in Langerwehe begeisterten beide Mädchen mit einer ungeheuren Virtuosität und viel Verständnis für die schwierigen Werke. Mit einer großen, fast unglaublichen Leichtigkeit meisterten die Nachwuchs-Pianistinnen auch technisch schwierigste Passagen.

Gerade in dem Spiel der vier Jahre älteren und damit auch ein Stück weit reiferen Anna Rita fand sich eine große Überlegenheit und viel Musikalität.