Verfasste Beiträge ‘Heinrich Göbbels’

In Merode findet am Wochenende die vierte Frühlingspromenade statt.

Merode wird wieder zum Einkaufsparadies: Bei der vierten Frühlingspromenade von Freitag,  20. bis Sonntag, 22. April im Park des Schlosses wird den Besuchern wieder einiges geboten. „Diese Veranstaltung hat sich weiterentwickelt und stellt einen großen Mehrwert für die Gemeinde Langerwehe dar“, sagte Bürgermeister Heinrich Göbbels bei der Programmvorstellung. Sein Dank galt neben der Prinzenfamilie, die Schloss und Park zur Verfügung stellt, vor allem   den vielen Helfern, ohne die die Promenade nicht möglich sei. Der Erlös der Frühlingspromenade kommt der Restaurierung des Schlosses zugute.  
Die Promenade findet wie gewohnt rund um das und im Schloss Merode statt. Über 100 Aussteller bieten ihre Waren an, bei denen für jeden Geschmack etwas dabei ist. Prinz Charles Adrien von Merode freut sich auf die bunte Mischung „regionaler und internationaler Teilnehmer“. 
Ebenfalls wieder im Mittelpunkt steht die Kunst – zeitgenössische in diesem Jahr, um genau zu sein. Auch ein Kunstpreis wird wieder verliehen. 20 Künstler präsentieren ihre Werke einer Jury, die einen sehr prominenten Vorsitzenden hat: Henry Loyrette, Direktor des Louvre in Paris, wird unter anderem auswählen, welche Künstler die Preise für die schönsten Bilder und die schönsten Skulpturen erhalten. Als Belohnung winkt eine zweimonatige Ausstellung in Aachen. Der Kunstpreis wird am Sonntag um 14 Uhr verliehen.
Neben den vielen Waren der Händler und den Kunstwerken, gibt es auch wieder Musik. Es wird eine speziell für die Frühlingspromenade zusammengestellte Konzertreihe mit Kammermusik, Jazz, dem Chor „Vocalensemble Pro Arte“, Orchester und Musikkapelle geben. Auch für die kleinen Besucher wird es ein abwechslungsreiches Programm geben, und die Oldtimerausstellung gibt es ebenfalls erneut.

 Die Frühlingspromenade in Merode öffnet am heutigen Freitag, 20. April, von 14 bis 19 Uhr. Am Samstag, 21., und Sonntag, 22. April, ist die Frühlingspromenade jeweils von 10.30 bis 19 Uhr geöffnet. Eine Dauerkarte kostet 15, die Tageskarte zehn Euro. Kinder von zehn bis 16 Jahren sowie Menschen mit Behinderung zahlen drei Euro Eintritt.

Die nächste Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses der Gemeinde Langerwehe findet am Donnerstag, 19. April, um 18 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses, Schönthaler Straße, statt. Unter anderem wird über eine Gebührenordnung für das Bürgerhaus in Pier und die Sportpauschale für das laufende Jahr beraten

Rolf Kurth, Heinrich Goebbels, Walter Dohmen und Dieter Reinartz (v.l.) in der Aussegnungshalle.

Die Dauerausstellung „Die Gequälten“ des Langerweher Künstlers Professor Walter Dohmen hat ein neues Zuhause gefunden. Auf Anregung des Heisterner Ortsvorstehers Rolf Kurth hängen die sechs Bilderstöcke jetzt in der Aussegnungshalle des Friedhofes Heistern.

Im Beisein von Bürgermeister Heinrich Göbbels, Kulturausschussvorsitzenden Dieter Reinartz und Ortsvorsteher Rolf Kurth erläuterte Walter Dohmen noch einmal kurz seine Beweggründe, die ihn zur Schaffung der Kunstwerke, die jeweils 2,70 Meter mal 0,50 Meter groß sind, veranlasst haben. Die Bilderstöcke entstanden 1990/1991 und wurden im Jahre 1992 durch die Gemeinde Langerwehe erworben. „Ich wusste, dass es diese Bilder gab“, so Rolf Kurth. „Und wir haben die Aussegnungshalle hier in Heistern grundlegend renoviert und neu bestuhlt. Und da ist mir einfach der Gedanke gekommen, dass die Bildstöcke hier gut reinpassen würden.“ In den vergangenen Jahren wurden Walter Dohmens Kunstwerke übrigens unter anderem im Leopold-Hoesch-Museum Düren, in der Pfarrkirche St. Peter Aachen, im Käthe-Kollwitz-Museum Köln sowie im Domschatz- und Diözesanmuseum Eichstätt gezeigt. Die Ausstellung wird jetzt noch an die Propsteipfarrkirche St. Maria Himmelfahrt in Jülich verliehen und anschließend dann wieder in der Aussegnungshalle am Friedhof Heistern verbleiben.Nach Rücksprache mit Walter Dohmen und der Gemeinde Langerwehe ist ein Ausleihen des Gesamtkunstwerkes an Kirchen und Museen möglich.

Wollen eine Enthärtungsanlage für Langerwehe: Jakob Kuckertz, Rolf Kurth, Heinrich Göbbels und Heinrich Schumacher.

„Wir wollen etwas für die Bürger tun“, sagt Bürgermeister Heinrich Göbbels. „Das Langerweher Wasser soll weicher werden.“ Derzeit hat das Wasser der Töpfergemeinde einen Härtegrad von 21,4 Grad deutsche Härte (zum Vergleich: das Dürenern Wasser hat 10 Grad). Die Folge: Das „Wasser ist äußerst kalkhaltig. Heinrich Schumacher. Betriebsleiter des Wasserleitungszweckverbandes (WZV) in Langerwehe: „Der Härtegrad unseres Wassers hat in den vergangenen Jahren noch zugenommen. Dagegen wollen wir etwas tun.“ Eine Enthärtungsanlage die an der Gewinnungsanlage in Wenau eingebaut werden soll, soll dafür sorgen, dass sich der Härtegrad des Langerweher Wassers halbiert.

Erste Gespräche mit dem Gesundheitsamt des Kreises Düren und der Bezirksregierung Köln seien sehr positiv verlaufen, so Schumacher. „Jetzt muss nur noch die Verbandsversammlung über die Anschaffung der Membranfiltration entscheiden.“ Schumacher ist genau wie Bürgermeister Göbbels, Rolf Kurth, Vorsitzender des Betriebsausschusses und Jakob Kuckertz, Vorsitzender der verbandsversammlung, zuversichtlich, dass die Verantwortlichen sich für die Investition in Höhe von etwa zwei Millionen Euro entscheiden. „Wenn alles klappt“, so Schumacher, „können wir die Anlage schon Ende 2013 in Betrieb nehmen.“ Ein Ingenierubüro ist bereits jetzt mit vorläufigen Planungsarbeiten betraut. Geprüft werden muss unter anderem, wie sich das enthärtete Wasser auf das bisherige Rohrnetz auswirkt.

Rolf Kurth rät daher auch allen Kunden des WZV, mit der Anschaffung einer privaten Wasserenthärtungsnalage zu warten. Die neue Membranfiltration wirkt sich auch auf den Wasserpreis in Langerwehe aus. „Voraussichtlich“, so Heinrich Schumacher, „wird der Wasserpreis um 20 bis 30 Cents pro Kubikmeter erhöhen.“ Bislang kostetder Kubikmeter Frischmasser 1,04 Euro.

Der WZV versorgt 5680 Hausanschlüsse (18 000 Menschen) mit Wasser. Die Kunden kommen aus Langerwehe, Lucherberg sowie Echtz und Konzendorf. Pro Jahr fließen 755 000 Kubikmeter Wasser. Ist die Anlage gebaut, soll sie auch über den Verkauf von Wasser an die Stadtwerke Düren refinanziert werden. 120 000 Kubikmeter kann der WZV abgeben. Darüber hinaus werden ie 1976 errichteten Behälterkammern am Hochbehälter Schönthal saniert. Die Kosten dafür liegen bei rund 500 000 Euro.

Lena Ilic, Hannah-Sophie Mundt, Jacqueline Muhr, Jana Bradt, Dominic Juchem, Bürgermeister Heinrich Göbbels, Paula Breuer, Waleria König und Lisa-Marie Schult haben ein interessantes Gespräch miteinander geführt.

Ein bisschen aufgeregt sind Jana Bradt (9), Dominic Juchem (9), Paula Breuer (10), Lisa-Marie Schult (9), Hannah-Sophie Mundt (10), Lena Ilic (9) und Jacqueline Muhr schon. Die Nachwuchs-Reporter der Wehebachschule in Langerwehe haben ihren ersten Interviewtermin. Und das gleich mit Bürgermeister Heinrich Göbbels. Die Kinder haben sich einige Fragen überlegt und den Bürgermeister damit gelöchert.  toepfergemeinde.de war dabei.

Dominic: Wie alt sind Sie?
Heinrich Göbbels: Wie alt bin ich? Ich bin Jahrgang 1958, da können wir das direkt mit einer Rechenaufgabe verbinden. Also, im Augenblick bin ich noch 53.

Jana: Was machen Sie als Bürgermeister?
Göbbels: Früher gab es in der Gemeindeverwaltung eine Zweiteilung. Es gab den Bürgermeister und den Gemeindedirektor. Der Gemeindedirektor war der Leiter der Verwaltung, und der Bürgermeister war für repräsentative Aufgaben zuständig. Er hat also Feste wie das Schützenfest und die Kirmes besucht und die Gemeinde da vertreten. Außerdem hatte der Bürgermeister die Aufgabe, die Ratssitzungen zu leiten. Heute sind die Ämter verschmolzen. Es gibt jetzt nur noch den hauptamtlichen Bürgermeister, das bin ich. Ich bin der Leiter der Gemeindeverwaltung. Und ich bin auch der Leiter der Kindergärten und Schulen von der Gemeinde Langerwehe. Zu den vielen Festen gehe ich auch noch. Und meistens muss ich hier dann auch noch eine Rede halten.

Waleria: Um wie viel Uhr stehen Sie auf?
Göbbels: Ich bin bekennender Spätaufsteher. Zwischen halb acht und acht Uhr stehe ich auf. Ihr seht, ich fange nicht ganz so früh an zu arbeiten, aber ich bin in der Regel der letzte, der abends aus dem Rathaus geht. Und ich habe auch in der Woche sehr viele Abendveranstaltungen. Da wird es oft sehr spät. Man hat als Bürgermeister schon einen ziemlich langen Arbeitstag, Aber das weiß man ja, bevor man so ein Amt antritt. Bürgermeister zu sein ist kein Zuckerschlecken. Man muss sich gut überlegen, ob man das wirklich machen möchte.

Jana: Wo wohnen Sie eigentlich?
Göbbels: Ich wohne in D`horn. Kennt ihr D`horn?
Sophie: Wir haben das in Sachunterricht gehabt, das ist doch ein Ortsteil von Langerwehe.
Göbbels: Genau. Ich wohne schon seit meiner Geburt da und bin auch nie umgezogen.

Dominic: Welche Telefonnummer haben Sie?
Göbbels: Die kann ich euch sagen. Ich stehe nämlich auch im Telefonbuch. Also meine Nummer ist 02423/ 901867. Das hat übrigens auch Nachteile, dass alle Bürger aus Langerwehe meine Telefonnummer herausbekommen können. Ich bekomme nämliche viele Anrufe, auch abends oder am Wochenende, wo Leute sich bei mir beschweren, wenn irgendwo in Langerwehe etwas nicht in Ordnung ist. Oder die Bürger kommen sogar persönlich bei mir vorbei und erzählen mir das. Ich soll das dann reparieren. Als Bürgermeister ist man einfach immer im Dienst. Das ist nicht immer so schön. Ich versuche aber, immer nett zu den Leuten zu sein.

Jana: Was essen Sie am liebsten?
Göbbels: Soll ich euch das wirklich sagen? Ich habe schon als Kind sehr gerne Fischstäbchen gemocht. Und die esse ich auch heute immer noch gerne. Fischstäbchen mit Kartoffelpüree. Manche sagen ja, dass Fischstäbchen nicht gesund sind, aber das ignoriere ich seit 53 Jahren erfolgreich.

Dominic: Haben Sie Haustiere?
Göbbels: Ja, ich habe einen Hund. Der heißt Paul.

Jana: Wie lange sind Sie schon Bürgermeister?
Göbbels: Ich bin am 30. August 2009 gewählt worden. Und die Amtszeit dauert immer sechs Jahre.

Hannah: Warum wollten Sie Bürgermeister werden?
Göbbels: Ich bin gelernter Politologe, das heißt ich habe nach der Schule Politik studiert. Und da war der Weg natürlich schon ein bisschen vorgezeichnet, dass ich in die Politik gehe. Lange Jahre war ich Ratsmitglied in Langerwehe und von 1999 bis 2009 sogar auch stellvertretender Bürgermeister. Politische Zusammenhänge haben mich einfach immer interessiert. Und es hat zum Glück auch geklappt, dass ich zum Bürgermeister gewählt worden bin.

Lisa: Mussten Sie etwas Besonderes lernen?
Göbbels: Man braucht eigentlich für das Amt des Bürgermeisters keine besondere Ausbildung. Das kann jeder werden. Man muss nur unbescholten sein und ein gewisses Alter haben.

Jacqueline: Was tun Sie für Kinder in Langerwehe?
Göbbels: Ich finde, in Langerwehe gibt es für Kinder ein sehr gutes Angebot. Die Sportvereine haben Aktionen für Kinder, dann gibt es noch den Verein „Jugend in Langerwehe“. Und auch bei den Kirchen können Kinder und Jugendliche aktiv werden. Ich glaube, dass in dieser Hinsicht in Langerwehe sehr viel passiert.

Lena: Würden Sie uns einen Wunsch erfüllen und in Langerwehe ein kleines Kino eröffnen?
Göbbels: Ein richtiges Kino hättet ihr gerne? Das wird schwierig. Da müsste man einen Betreiber finden, der dieses Kino eröffnet. Die Gemeinde kann so etwas nicht machen. Es hat früher in Langerwehe zwei Kinos gegeben. Die mussten dann aber schließen, weil einfach nicht mehr genug Besucher gekommen sind. Ich fürchte, wenn ihr ins Kino möchtet, müsst ihr auch weiterhin nach Düren fahren.