Verfasste Beiträge ‘Gesamtschule’

Schüler und Lehrer der Europaschule Langerwehe freuen sich auf das internationale Klettern...

Das Projekt klingt spannend: Im Rahmen des Programms „Comenius“ startet die Europaschule in Langerwehe im Oktober einen interessanten Austausch mit Schulen in La Réunion, Spanien, Polen und der Türkei. Im Mittelpunkt steht dabei der Klettersport. „Inhaltlich“, so Klaus Dauven, Lehrer an der Europaschule in Langerwehe, „ist man bei dem Comenius-Projekt eigentlich völlig frei.“ Dauven ist selbst begeisterter Kletterer, er leitet an seiner Schule, die über eine eigene Kletterwand verfügt, die Kletter-AG. Klaus Dauven: „Als wir die Partnerschulen gesucht haben, war uns wichtig, dass es überall in der Nähe der Schulen Naturfelsen zum Klettern gibt. So wie hier bei uns eben die Felsen in Nideggen.“ Bei dem anspruchsvollen Schülerprojekt soll es nämlich nicht nur darum gehen, gemeinsam zu klettern, die rund 20 teilnehmenden Jugendlichen sollen auch die Steinarten geologisch untersuchen. In Nideggen gibt es Sandstein, in den anderen Ländern haben die jungen Kletterer es mit Basalt und Kalkstein zu tun.

Außerdem sollen die jungen Leute sich beispielsweise mit Kletterikonen der entsprechenden Länder beschäftigen. „Klettern“, so Klaus Dauven, „ist eine Sportart, bei der die Schüler viel lernen können. Auch was Dinge, wie Zusammenhalt und gegenseitige Rücksichtnahme angeht.“ Das erste Treffen der fünf teilnehmenden Schulen findet vom 10. bis zum 15. Oktober in Langerwehe statt. Auf dem Programm steht dann außer dem Besuch der Felsen in Nideggen auch ein Besuch in der Kletterhalle in Köln. „Klettern ist ein sicherer Sport“, sagt Klaus Dauven, „wenn man die Sicherheitsstandards einhält. Und um die Sicherheitsstandards festzusetzen, war uns wichtig, dass das erste Treffen bei uns stattfindet.“

Comenius ist übrigens ein europäisches Programm für schulische BIldung. Gefördert werden vorschulische Einrichtungen genauso wie Gymnasien oder Gesamtschulen. Das Kletterprojekt ist an der Europaschule bereits das zweite Coenius-Projekt.
Innerhalb der nächsten zwei Jahre – so lange dauert das Kletterprojekt – werden die Schüler aus Langerwehe dann auch alle vier Partnerschulen besuchen. „Auch La Réunion im indischen Ozean“, lacht Klaus Dauven. „Darauf freuen wir uns schon sehr.“ Die Insel gehört zu Frankreich, und kann deswegen an einem europäischen Projekt teilnehmen.

Schülerinnen und Schüler der Europaschule Langerwehe waren jetzt drei Wochen in Amerika.

Drei Wochen verbrachten insgesamt zwölf Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge acht bis elf der Europaschule Langerwehe (Gesamtschule) in Kooperation mit weiteren Schulen sowohl an der “Alta High School” als auch der “Summit Academy” in Sandy, einem Stadtteil im Süden von Salt Lake City, Utah.

Utah befindet sich im Mittleren Westen der USA. Im Beehive State („Bienenkorbstaat“, so genannt wegen des angeblichen Fleißes seiner Einwohner) leben größtenteils Mormonen, die dorthin 1847 flohen, weil sie in Missouri verfolgt wurden. Den neuen Staat im damals mexikanischen Gebiet nannten sie Deseret. Der Beitritt zur Union erfolgte aber erst 1896 als die Polygamie offiziell abgeschafft wurde.

Salt Lake City ist die Hauptstadt von Utah. Im Jahre 2002 fanden die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City und Park City statt. Auch heute noch kann man auf den Nummernschildern lesen, dass es den besten Schnee der Welt in Utah gibt.

Utah ist dünn besiedelt und etwa die Hälfte der Einwohner wohnt im Gebiet um Salt Lake City. Ein großer Teil der Fläche Utahs ist Wüste, aber mit fünf Nationalparks (Arches, Bryce Canyon, Canyonlands, Capitol Reef und Zions) gibt es in Utah vergleichsweise viele Nationalparks.

Die in Gastfamilien untergebrachten Schülerinnen und Schüler konnten in der ersten Woche das Leben in einer Amerikanischen High School hautnah erleben und Vor- und Nachteile des amerikanischen Schulsystems ausmachen.

Während des spring break verbrachten die Schülerinnen und Schüler Zeit mit ihren Gastfamilien, die es sich nicht nehmen ließen den deutschen Gästen die Umgebung und einige Nationalparks zu zeigen. Aber auch Reisen nach Arizona, Nevada und Kalifornien waren einigen Glücklichen vergönnt.

Bei gemeinsamen Ausflügen wurde die Region in der dritten Woche dann noch genauer erkundigt. Natürlich durfte der Besuch des ‘This is the Place‘ Heritage Park nicht fehlen und auch ein Besuch des Tempelplatzes ließ die Schülerinnen und Schüler weitere Einblicke in die Geschichte Utahs nehmen.

Neben dem weltgrößten Dinosauriermuseum besuchte man außerdem das Living Planet Aquarium, das Clark Planetarium, Utah’s Hogle Zoo, das State Capitol Building sowie die weltgrößte Kupfermine, die Bingham Copper Mine. Außerdem durften wir an den Originalschauplätzen des Drehortes von High School Musical, der East High School in Salt Lake City vorbeischauen.

Die Schülerinnen und Schüler hatten hautnah die Gelegenheit den American Way of Life kennenzulernen. Großer Beliebtheit erfreuten sich die shopping malls. Den kleinen Kulturschock konnten die die Schülerinnen und Schüler aber aufgrund der Herzlichkeit und Fürsorge der Gastfamilien mehr als gut verkraften.

Am Ende des Schüleraustausches war klar: man hat neue Freunde gefunden und wäre auch sicherlich gerne noch länger geblieben. Der ein oder andere denkt auch darüber nach, für ein Jahr in den USA zur Schule zu gehen. Ein sentimentaler und tränenreicher Abschied blieb dann auch nicht aus.

Landleben an der Langerweher Europaschule...

Können Sie sich noch erinnern? An Ihren letzten, Ihren allerletzten Schultag? An das Gefühl, endlich erwachsen zu sein, die Welt aus den Angeln heben zu können? Ich schon. 57 junge Frauen und Männer von der Europaschule Langerwehe haben heute ihren letzten Schultag. Ihren letzten Schultag vor dem Abitur. Und vielleicht sogar ein bisschen dieses Gefühl. Mein Gefühl von damals.

Um Punkt neun Uhr bekommen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13 von Schulleiter Heinz Moll und Vertrauenslehrer Klaus Dauven ihre Zulassungen für die Abi-Prüfungen und danach haben die Abiturienten ihre Lehrer erst einmal zum gemütlichen Grillen eingeladen. Eine schöne Geste.

Schulleiter Heinz Moll ist stolz auf seine Abiturientia.

Überhaupt haben die jungen Herrschaften sich in ihrer letzten Schulwoche eine ganze Menge einfallen lassen. Wie an fast allen Schulen mit gymnasialer Oberstufe gab es auch an der Europaschule eine Mottowoche, aber, so jedenfalls der Eindruck von Heinz Moll “so originell und so ideenreich wie in diesem Jahr” sei sie an der Europaschule noch nie gewesen. Aber es hat ja in Langerwehe auch noch nie so viele Abiturienten gegeben wie 2011.

An einem Tag waren die “13er” als Hippies verkleidet, am nächsten als fantasievolle Märchenfiguren, gestern war “Strand” das Thema der Mottowoche. Höhepunkt war ganz sich aber der Tag “Landleben” am Mittwoch. Vor der Europaschule stand ein echter Traktor, vor dem Büro des Schulleiters lagen dicke Strohballen, bunte, hart gekochte (Land-)Eier wurden verteilt und Möhren gab es auch. Klar, dass die Schülerinnen und Schüler mit Dirndl und Lederhose passend gekleidet waren, einige Kühe auf zwei Beinen sind auch gesehen worden….

Europaschule Langerwehe.

Die erste Klausur (in Deutsch) des zentralen Abiturs findet dann direkt nach den Osterferien am Montag, 2. Mai, statt. Danach geht es Schlag auf Schlag bis zur letzten mündlichen Prüfung Ende Juni.

Bleibt uns hier in der Redaktion von toepfergemeinde.de nur, den jungen Leuten ganz viel Glück und Erfolg zu wünschen. Toi, toi, toi! Wir drücken Euch ganz fest die Daumen!

Das euregionale Projekt „Aischylos“ führt am Donnerstag 7. April,  um 20 Uhr unter Beteiligung der Europaschule Langerwehe die Tragödie „Hekabe“ von Euripides in der Kulturhalle Langerwehe auf. Schüler und Schülerinnen von sechs Schulen aus drei Ländern haben über Monate gemeinsam geprobt.

In der Antike revolutionierte der Dichter Aischylos das Theater, indem er in seinen Stücken den Dialog ermöglichte. Ein aktuelles Projekt in der Euregio ist mit seinem Namen überschrieben, weil hier in ganz besonderer Weise der länderübergreifende Dialog und das Theater gefördert werden: „Aischylos“ hat Schüler aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zusammen gebracht, die gemeinsam die griechische Tragödie „Hekabe“ von Euripides einstudierten.

„Aischylos“ entstand  durch eine Initiative des Sint-Maartenscollege Maastricht und dem Regisseur Sjeng Verheijden, der auch in diesem Jahr die Proben leitete. Aus Deutschland nehmen Schülerinnen und Schüler der Europaschule Langerwehe teil, aus Belgien Jugendliche des Lütticher Gymnasiums Athénée Royal „Air Pur“ Seraing, das Viio Humaniora aus Tongeren und aus den Niederlanden das Sint-Maartenscollege Maastricht, sowie das Pleincollege Van Maerlant und das Augustinianum aus Eindhoven.

Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler aus der Euregio und später aus ganz Europa zusammen zu bringen, um gemeinsam ein Theaterstück der griechischen Antike zu erarbeiten und aufzuführen. Hierbei treffen Mädchen und Jungen unterschiedlicher Länder, Sprachen und Kulturen aufeinander, lernen sich kennen und können ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis stellen. Auf diese Weise füllt sich die Idee eines gemeinsamen Europas mit Leben. Dabei agiert jeder Schauspieler in seiner Muttersprache. Die Zuschauer können sich also auf ein ganz besonderes Erlebnis freuen.

Die Gesamtschule Langerwehe ist jetzt ganz offiziell Europaschule.

„Der Titel Europaschule ist viel mehr als nur ein Name. Er ist Programm und Verpflichtung zugleich.“ Heinz Moll, Leiter der Gesamtschule Langerwehe, strahlt über das ganze Gesicht, als er diesen Satz sagt. Viele Menschen, Schüler, Ehemalige, Eltern, Lehrer sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft haben sich im Forum der Langerweher Gesamtschule versammelt, um gemeinsam zu feiern. Gefeiert wird die offizielle Europazertifizierung der Schule.

Schulleiter Heinz Moll

Um Europaschule zu werden, musste die Wehter Gesamtschule viele Voraussetzungen erfüllen:  Viele verschiedene Schüleraustausche sind ebenso vorgeschrieben, wie bilinguale Unterrichtseinheiten, die es an der Langerweher Schule in Englisch, Französisch und Russisch gibt.  Europäische Unterrichtsinhalte müssen in allen Fächern und allen Jahrgangsstufen einkehren.  Heinz Moll: „Es geht um Sprache, Kultur und Kommunikation. Europaschule zu sein bedeutet, nationalistische Tendenzen zu überwinden, das Gemeinschaftsgefühl in Europa zu stärken. Das ist die Basis für Wohlergehen, Frieden und Freiheit.“  Besonders bedankte Moll sich bei seiner Kollegin Susanne Nehls-Bhayani, die sich unermüdlich für die Etablierung der Europaschule in Langerwehe eingesetzt habe.

Auch der CDU-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Thomas Rachel gratulierte der „Familie“ der Europaschule in Langerwehe, genau wie übrigens Bürgermeister Heinrich Göbbels, Landtagsabgeordneter Josef Wirtz und Schulpflegschaftsvorsitzender Dr. Karl Wolter. Rachel betonte, dass gerade die Region Euregio-Maas-Rhein, zu der Langerwehe ja auch noch gehören würde, vom Europagedanken geprägt sei. „Das ist ein Lebensgefühl. Wenn Sie hier an dieser Schule Ihren Abschluss gemacht haben“, so Rachel in Richtung Schüler, „haben Sie schon die gemeinsamen kulturellen Wurzeln in Europa entdeckt. Und die Zusammenarbeit mit Menschen anderer Länder ist für Sie längst selbstverständlich.“

Großes Lob gab es für die Langerweher Europaschule auch von Joachim Keferstein, Ministerialrat im nordrhein-westfälischen Schulministerium und zuständig für die Europaschulen im Land. „Europaschulen sollen auf das Leben in Europa vorbereiten. Weil sie mehr Wissen über Europa vermitteln, die Schüler mehr Sprachen lernen und sich deswegen besser verständigen können und auch mehr persönliche Kontakte gewinnen.“  Landesweit, so Keferstein weiter,  gebe es mittlerweile schon 126 Europaschulen. Von den 104 Schulen im Kreis Düren seien allerding nur vier als Europschule zertifiziert. „Das kann noch besser werden“, so Joachim Keferstein. „Ich berate alle Schulen gerne, besonders auch die Grundschulen.“

Klar, dass auch die Schüler der Langerweher Europaschule bei der über zwei Stunden dauernden Feierstunde ganz maßgeblich mit von der Partie waren. Und  bewiesen, dass der Europagedanke an ihrer Schule wirklich schon jetzt tief verwurzelt ist. Die Schulband „Pencilcase begeisterte mit Rocksongs , der Schulchor sang in Englisch und Französisch, die Oberstufenband hatte sich ebenfalls amerikanische Titel ausgesucht, und bei der Zauber-AG wurde mehr als einmal plötzlich die Europafahne buchstäblich aus dem Hut gezaubert. Moderiert wurde der Abend übrigens von den beiden Schülersprechern Jessica Reinartz und Marvin Wirtz (beide Jahrgangsstufe 11). Und dass die jungen Leute sich wirklich mit „ihrer“ Europaschule identifizieren, wurde auch deutlich, weil viele schon die neuen Schul-T-Shirts anhatten: Dunkelblau mit Schriftzug: Europaschule!

Viele Bilder von der tollen Feier im Forum der Europschule gibt es übrigens hier! Ein Klick genügt.