„Bürgertugenden wie Hilfsbereitschaft und Solidarität“, so der Langerweher Bürgermeister Heinrich Göbbels, „nehmen in unserer Gesellschaft leider immer mehr ab. „Sie alle haben diese Tugenden bewiesen.“ Vor der jüngsten Ratssitzung der Töpfergemeinde wurden langjährige Blutspender ausgezeichnet. Sie alle bekamen eine Ehrennadel mit Eichenkranz in Gold des Deutschen Roten Kreuzes. „Sie können sicher sein“, so Göbbels, „dass sie unschätzbare Dienste für den Nächsten geleistet waren, auch wenn sie nicht genau wissen, wem sie geholfen haben.“ Die Gemeinschaft, so der Bürgermeister, brauche solche Menschen. „Alle zwei Minuten wird in Nordrhein-Westfalen Spenderblut benötigt und der Bestand an Blutkonserven reicht immer nur für wenige Tage.“ 25 Mal Blut gespendet haben: Peter Josef Heinemanns, Oliver Kurth, Rainer Mütter, Susanne Schmitte, Franz Xavier Schmitz-Schunken, Markus Schoenen und Heinz Hubert Sommer. 50 Mal haben Dr. Günter Crecelius, Friedrich Ernst, Astrid Vannahme und Agnes Wirtz Blut gespendet. Für 75-maliges Blutspenden wurden Christa Maria Brinckmann, Helene Leuschner, Margarete Riemke und Herbert Vaasen ausgezeichnet. Gerd Mathieu hat hundert Mal Blut gespendet. Eine besondere Auszeichnung gab es für Alfons Schubert aus Langerwehe-Heistern. Er hat immerhin 125 Mal seinen Lebenssaft gespendet. „Die Mitarbeiter der Verwaltung“, so Bürgermeister Heinrich Göbbels, „gehen mit gutem Beispiel voran.“ Schubert hat beim Wasserleitungszweckverband der Gemeinde gearbeitet.
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Der Ortsname von Langerwehe wird nicht in „Töpfergemeinde Langerwehe“ geändert. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Weil durch eine Namensänderung zusätzliche Kosten entstehen würden, weil zum Beispiel neue Ortsschilder aufgestellt werden müssten, hat sich der Rat endgültig gegen den Antrag der FDP-Fraktion entschieden. Darüber hinaus waren sich die Kommunalpolitiker einig, dass Langerwehe sich nicht freiwillig am „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt. Bei einer freiwilligen Teilnahme hatte die Gemeinde bis Ende September diesen Jahres der Bezirksregierung einen Haushaltssanierungsplan zur Genehmigung vorzulegen. „Wenn wir beim Stärkungspakt mitmachen“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Kurth, „verlieren wir hier in Langerwehe unsere Unabhängigkeit. Und das wollen wir natürlich nicht.“
Die Sportpauschale in Höhe von 40 000 Euro geht in diesem Jahr an folgende Vereine: Der Tus 08 Jüngersdorf-Stütgerloch bekommt 27 000 Euro zum Bau eines neuen Kunstrasenplatzes, 5000 Euro gehen an den VfL Langerwehe, 4500 Euro an Viktoria Schlich, 1400 Euro an den TuS 08 Langerwehe, 600 Euro an den Eifelverein und 1500 Euro an den Verein zur Förderung der Fußballjugend im TuS 08 Langerwehe. Der Schul- und Sportausschuss der Gemeinde Langerwehe ist damit beauftragt worden, einen ausführlichen Kriterienkatalog zu erstellen, mit dessen Hilfe sich die örtlichen Sportvereine um die Sportpauschale bewerben können.
Für den Ausschuss für Bau- und Planungsangelegenheiten, den Schul- und Sportausschuss, den Ausschuss für Jugend- und Sozialangelegenheiten und den Ausschuss für Kultur, Naherholung und Umweltangelegenheiten wurden stellvertretende sachkundige Bürger gewählt: Volker Everhartz, Thomas Mirbach, Stephanie Münstermann, Angelika Stock, Ines Schippers und Dirk Huizing (alle SPD) sowie Heinz Stüttgen, Reiner Liebeck, Julia Dinn, Josef Geicht und Jeffrey Mevis (alle CDU).
Augeschieden sind die Sozialdemokraten Mario Unger und René Müller sowie Dieter Mirbach von der CDU.
Die nächste Sitzung des Gemeinderates in Langerwehe beginnt mit der Ehrung von Blutspendern. Die Sitzung findet am Donnerstag, 26. April, um 18 Uhr im Foyer der Kulturhalle statt.
Der Rat der Gemeinde Langerwehe hat sich in seiner jüngsten Sitzung ebenfalls für ein Verbot der Kameradschaft Aachener Land (KAL) ausgesprochen. Grünen-Ratsherr Jens Ferner hatte kurzfristig eine Erweiterung der Tagesordnung beantragt. „Die Kameradschaft Aachener Land“, so Ferner, „ist eine Gruppe von Schlägern, die die Bevölkerung terrorisiert.“ Auch SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Kurth sprach sich deutlich dafür aus, dass der Langerweher Gemeinderat sich für ein sofortiges Verbot der KAL ausspricht. Kurth erinnerte daran, dass hochrangige KAL-Mitglieder seinerzeit in Langerwehe gewohnt hätten.
„Wir wollen hier mit Neonazis nichts zu tun haben“, so Kurth. Obwohl einige Ratsvertreter sich von dem plötzlichen Antrag von Jens Ferner überrumpelt fühlten, und Rudi Frischmuth und Hans-Joachim Riediger (beide FDP) darauf hinwiesen, dass auch Linksextremismus zu verneinen sei, stimmte der Rat einstimmig dafür, per Resolution an das NRW-Innenministerium ein Verbot der KAL zu fordern. Zuvor hatten bereits Aachen und die Räte von Stolberg, Herzogenrath und Baesweiler ein solches Verbot gefordert.
Jens Ferner: „Durch die zeitliche Nähe können wir die Gesamtwirkung dieser Resolution noch vergrößern und vielleicht sogar ein Signal nach Düren schicken, damit die Ratspolitiker sich der Forderung nach einem KAL-Verbot anschließen.“
Ebenfalls Thema der Ratssitzung waren die Dorfwerkstatt Merode und die Zukunftswerkstatt Langerwehe. Beide Gremien hatten erstmals die Möglichkeit, ihre Arbeit den Kommunalpolitikern zu präsentieren. Die unterschiedlichen Arbeitsgruppen, bei denen es um Themen wie Energie, Soziales, Tourismus und Verkehr geht, stellten erste Ergebnisse vor. So sind beispielsweise die Pläne für ein Dorfgemeinschaftshaus in Merode schon weit fortgeschritten. Es gibt bereits einen ersten Entwurf. Gemäß dem Leitbild der Dorfwerkstatt „Tradition ist unsere Zukunft“ soll das Dorfgemeinschaftshaus. wenn es denn überhaupt zu finanzieren ist, architektonisch den alten Höfen von Merode ähneln.
Die Politikerinnen und Politiker bedankten sich für das große ehrenamtliche Engagement der Mitglieder von Zukunfts- und Dorfwerkstatt.
Peter Münstermann aus dem Langerweher Ortsteil Schlich ist neues Ratsmitglied für die SPD in der Töpfergemeinde. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Peter Münstermann tritt damit die Nachfolge des verstorbenen Ratsmitgliedes Lorenz Rosarius an. Außer im Gemeinderat wird Peter Münstermann, der sich in seiner Freizeit unter anderem bei der Schützenbruderschaft in Schlich engagiert, noch im Bau- und Prüfungsausschuss, im Rechnungsprüfungsausschuss und im Bau- und Planungsausschuss mitarbeiten.












