Verfasste Beiträge ‘Düren’

Vor dem Amtsgericht Düren müssen sich die Vandalen verantworten.

Eine Serie von Vandalismus hat im November in Langerwehe eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die drei jugendlichen Täter müssen sich   am Freitag, 13. Januar, vor dem Amtsgericht in Düren verantworten. Die Liste der Verwüstungen ist lang: so hatte das Trio ein Reihenhaus komplett unter Wasser gesetzt, die Vereinsheime  des TuS 08 Langerweher und des TuS 08 Jüngersdrof-Stütgerloch Jüngersdorf und Langerwehe demoliert und im Kindergarten „Spatzennest“ in Jüngersdorf so hohen Schaden verursacht, dass die Einrichtung gar geschlossen werden musste.

Außerdem waren die Täter gleich zwei Mal in die nagelneue Seniorentagesstätte des Vereins „Freie Alten- und Krankenpflege“ in der Heinz-Emonds-Straße eingedrungen. Die Schäden belaufen sich auf mehrere 10 000 Euro. Die Täter, die auch provozierende Sprüche wie „Ihr findet uns nie“ hinterlassen hatten, waren Ende November gefasst worden. Ein 15-Jähriger und ein 20-Jähriger landeten in Untersuchungshaft, ein dritter Täter, ebenfalls 20 Jahre alt, blieb als „gelegentlicher Mittäter“ auf freiem Fuß. Der 20-jährige Haupttäter war früher schon mit mehr als einem Dutzend Sachbeschädigungen in Erscheinung getreten. Ihm und dem 15-Jährigen werden nun insgesamt sieben Einbrüche zur Last gelegt.

Janica Hammer (rechts) mit ihrer Mutter Susanna.

Janica Hammer hat ein großes Ziel. In zwei Jahren, wenn sie 16 ist, möchte die Achtklässlerin aus dem Langerweher Ortsteil Hamich beim ATG-Winterlauf in Aachen starten. 18,1 Kilometer muss Janica dann am Stück laufen. Und dafür trainiert sie jetzt schon ziemlich viel.

Janicas großes Hobby ist das Laufen, besser gesagt der Laufsport. Mindestens drei Mal in der Woche schnürt sie ihre Laufschuhe und rennt los – im Schnitt etwas mehr als fünf Kilometer. Sie schafft aber auch schon zwölf Kilometer am Stück.

„Ich bin bei den ‚Hamich Runners‘ aktiv“, erzählt Janica, die schon seit ihrem fünften Lebensjahr gerne läuft, „aber am liebsten laufe ich alleine. Weil ich da mein Tempo selbst bestimmen kann und auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Das ist am besten. Und es ist auch leichter als in der Gruppe.“

Janica Hammer sagt, dass Laufen ihr großen Spaß macht. „Ich muss ziemlich viel für die Schule tun. Und wenn ich dann lange gelernt habe, gehe ich danach sehr gerne laufen.“ Hinterher, sagt Janica, „ist man dann sehr froh, wenn man es geschafft hat.“ Darüber hinaus gefällt es der 14-Jährigen, dass man außer einem Paar guter Schuhe und einer bequemen Hose zum Laufen nichts weiter braucht. „Und ich kann jederzeit von zu Hause loslaufen, muss nirgendwo hinfahren. Das finde ich einen großen Vorteil meiner Sportart.“

Klar gibt es auch Phasen, in denen Janica keine große Lust zum Laufen hat. Und die kennt auch Janicas Mutter Susanna Hammer, die selbst passionierte Läuferin ist und bei den „Hamich Runners“ auch als Trainerin aktiv ist. „Fast alle Kinder und Jugendlichen“, sagt Frau Hammer, „haben zwischendurch mal keine Lust. Dann gehen andauernd die Schuhe auf, die Kinder haben Seitenstechen. Da gibt es viele Ausreden. Die Kinder zu zwingen, bringt gar nichts. Aber bei den allermeisten ist es dann so, dass sie sich doch wieder zu einem Wettkampf aufraffen können. Den schaffen sie dann auch, und schon ist die Lust am Laufen wieder da.“ Janica Hammer nimmt regelmäßig an Wettkämpfen teil. Zuletzt ist sie beim Jülicher Winterlauf gestartet und hat den zweiten Platz gemacht. Beim Tivolilauf in Aachen ist sie sogar Erste geworden.

Ihren nächsten Start hat Janica Hammer am Sonntag, 15. Januar, beim Dürener Stadtlauf in der Innenstadt. „Am wichtigsten“, sagt die talentierte Läuferin, „ist mir, dass ich eine gute Zeit laufe.“ In Jülich habe sie die Strecke in 25 Minuten absolviert. „Das war okay. Aber die Strecke beim Stadtlauf in Düren ist sehr kurvig und manchmal sogar ziemlich glatt. Das ist nicht so einfach.“ Trotzdem ist Janica zuversichtlich, dass sie eine gute Zeit laufen wird. „Ich habe mittlerweile wirklich ein Gefühl dafür, wie schnell ich unterwegs bin.“ Manchmal läuft aber auch Janicas Vater Dirk Hammer einen Wettkampf gemeinsam mit seiner Tochter. Mit Pulsuhr und allem, was dazu gehört. „Und dann weiß ich meine Zeit natürlich immer ganz genau.“ Janica Hammer will‘s wissen. Und deswegen schnürt sie jetzt auch schon wieder ihre Turnschuhe. Das Training ruft. Schließlich will Janica Hammer fit bleiben – für den Stadtlauf und für den ATG-Winterlauf in zwei Jahren.

Bei den „Hamich Runners“ gibt es seit sechs Jahren eine Laufgruppe für Kinder ab fünf Jahren, die „Tapsy Turtles“. Für die Gruppe wird dringend eine zweite Betreuerin gesucht, die Lust hat, mittwochs nachmittags eine Dreiviertelstunde mit den Knirpsen zu laufen und zu spielen. Wer Lust hat, kann sich direkt bei Susanna Hammer unter der Rufnummer 02409/76 01 35 melden.

Die Laufgruppe für ältere Kinder und Jugendliche freut sich über neue Mitglieder. Wer Interesse hat, sollte über eine gewisse Grundfitness verfügen und eine halbe Stunde am Stück laufen können. Die Jugendlichen treffen sich mittwochs um 17. 30 Uhr in Hamich.

Sibylle Stollwerk

Unter dem Motto “Historisches und Modernes” lädt die Museumspädagogin des Langerweher Töpfereimuseums, Sbille Stollwerk, gemeinsam mit der Kreis-Volkshochschule Düren zu einem neuen Kurs für Kinder zwischen fünf und sieben Jahren ein.

Jeder Mensch nutzt in seinem Leben etwa 18 Tonnen Ton nutzt. In der Sonderausstellung “Aus der Grube in den Ofen” gibt es Spannendes und Wissenswertes zum Thema Ton zu erfahren. Die Ausstellung erzählt nicht nur vom Tonabbau und vom Töpferhandwerk früher und heute, sondern auch davon, dass Künstler aus Ton wahre Kunstwerke gestalten und auch Wissenschaftler und Hightechingenieure mit Ton arbeiten. Die Kinder entdecken nicht nur archäologische Funde aus Ton, sondern etwa auch modernste Keramikmesser sowie Werke bekannter Töpfer, Designer und Künstler und noch viel mehr. An verschiedenen Stationen gilt es , knifflige Fragen und Aufgaben zu lösen. Anschließend geht es in die Museumswerkstatt. Hier können die Kinder dann selbst aktiv werden und das Material Ton mit ihren eigenen Händen begreifen. Der Kurs findet in den Herbstferienim Töpfereimuseum, Pastoratsweg 1, am Mittwoch, 26. Oktober, von 10 bis 12.30 Uhr statt. Anmeldung und nähere Information unter der Rufnummer 02423/7373.

Heute gibt´s wieder einmal einen musikalischen Sonntagstipp hier auf toepfergemeinde.de! Seit einigen Jahren organisiert Martin Jung, Küster und Organist in der Katholischen Pfarrgemeinde St. Martin, die Sommerkonzerte in Langerwehe. Diesmal liegt der Schwerpunkt dieser Konzerte auf der Chormusik – und das nicht ohne Grund: wie ausführlich berichtet, feiert der Wehter Kirchenchor in diesem Jahr sein 150-jähriges Bestehen.

Beim heutigen Sonntagstipp gehts um Chormusik vom Feinsten.

Beim jüngsten Sommerkonzert waren jetzt die beiden Dürener Chöre “Cantabile” und “Camerata” zu Gast in der Alten Kirche. Und lieferten in dem voll besetzten Gotteshaus einen viel umjubelten Auftritt. Beide Ensembles sind in Düren zu Hause und und werden von Andrea Eich und Peter J.C. Eich dirigiert.   Ihr Gastspiel war vierte von insgesamt sechs „Sommerkonzerten“ in der Töpfergemeinde.

Das Programm war abwechslungsreich. So gaben die Cantabiles mit „Musica, die ganz lieblich Kunst“ von Johannes Jeep (1585-1644) und „Der kühle Maien“ von Johann Hermann Schein (1586-1630) gleich zwei Mal ihre klingende Visitenkarte ab – und bestachen beide Male, teilweise unterstützt von Christina Kugler am Klavier – mit einem  luftigen, bewegten Klangbild. Freilich wucherten Andrea Eich und ihre künstlerischen Mitstreiterinnen noch mit anderen Talenten: Die beiden Chorsätze “Two Eastern Pictures“ und „Spring – Summer“ des britischen Spätromantikers baltendeutscher Abstammung Gustav Holst (1874-1934) gerieten den Sängerinnen beispielsweise blumig und transparent zugleich.

Die Sommerkonzerte finden in der Alten Kirche auf dem Rymelsberg statt.

Die Mitwirkenden aus dem Kammerchor Camerata, einer gemischten Singgemeinschaft, wussten ihre Zuhörer ebenfalls durch eine enorme Vielfalt in ihrem Repertoire und von der Art der Interpretation  für sich einzunehmen. Neben klassischer  Vielstimmigkeit aus der Feder des Renaissance-Komponisten Orlando di Lasso (1532-1594) stand unter anderem „As Torrents In Summer“ von Edward Elgar (1857-1934) auf dem Programm.

Mittendrin brillierte Chorleiterin Andrea Eich  als Solistin. Dvoráks „Zigeunermelodien“ sang sie, begleitet von Christina Kugler am Klavier.

Naja, zugegeben, ein richter Sonntagstipp war das bis jetzt nicht wirklich. Schließlich ist das Konzert der beiden Eich-Chöre aus Düren vorbei. Aber das nächste, vorletzte Sommerkonzert kommt bestimmt. Es findet am Sonntag, 11. September, um 17 Uhr, unter der Leitungvon Martin Jung statt. Der “Junge Chor Langerwehe” bringt dann moderne weltliche und geistliche Werke zu Gehör. Veranstaltungsort ist wiederum die alte Kirche auf dem Rymelsberg.

Ihr Meinung ist gefragt: Gibt es in Langerwehe Platz für sechs weitere Windräder?

Westlich von Echtz, direkt an der Autobahn A4, will ein Unternehmen sechs neue Windräder aufstellen. Das hat die Stadt Düren der Gemeinde Langerwehe in einem Brief mitgeteilt. Die Windkraftanlagen stehen zwar auf Dürener Gebiet, befinden sich aber in unmittelbarer Nähe zu Langerwehe und vor allen Dingen zum Ortsteil Luchem. Die Windräder sollen 185,5 Meter hoch sein. Nur mal so zum Vergleich: Der Kölner Dom ist „nur“ 157,38 Meter hoch, und die neun Windräder auf der Halde Nierchen schlappe 90 Meter. Will heißen, gerade mal halb so groß wie die Windräder, die der Investor in Düren aufstellen möchte. Die Planungen der Stadt Düren, westlich von Echtz eine Vorrangfläche für Windkraftanlagen auszuweisen, befinden sich noch ganz am Anfang.

Darüber hinaus hat sich eine Firma aus Erkelenz gemeldet, die 670 Meter östlich des Stütgerhofes, 830 Meter nordwestlich von Langerwehe-Geich und 1630 Meter westlich von Echtz ebenfalls zwei Windräder aufstellen möchte. Die Projektmanagement-Gesellschaft hat einen Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde gestellt, über den der Bauausschuss in einer seiner nächsten Sitzungen zu entscheiden hat. Zwei Windräder sollen hier aufgebaut werden, zwei Windräder mit einer Höhe von 179,5 Metern.

Bürgermeister Heinrich Göbbels.

„Wir sind hier im Langerweher Rathaus nicht gegen Windkraft und auch nicht gegen regenrative Energien“, so Bürgermeister Heinrich Göbbels auf Anfrage von toepfergemeinde.de. „Überhaupt nicht.“ Es müsse aber, so der Verwaltungschef, doch erlaubt sein, gründlich zu beraten, wo und wie die Windkraftanlagen am effizientesten auszunutzen seien. In dem geplanten Feld hinter Echtz sei das gerade mit Blick auf Luchem vielleicht nicht der Fall. „Luchem ist schon jetzt durch das Kraftwerk in Weisweiler, den Tagebau Inden und die Autobahn sehr stark belastet.“ Befürchtet wird, dass die hohen Windtürme weite Schatten werfen und die Räder gefährlichen Feinstaub verwirbeln. Darüber hinaus habe Langerwehe ja auch schon neun Windräder auf der Halde Nierchen. „Über diese Bedenken nachzudenken, ist nicht mehr als Legitim“, so Göbbels. Deswegen hat der Langerweher CDU-Bürgermeister auch Mitte März einen Brief an dies Stadt Düren verfasst, in dem er alle seine Sorgen bezüglich der Windkraftanlagen beschreibt. „Natürlich haben wir keine Handhabe“, so Göbbels. „Das Gebiet, um das es geht, gehörte zwar früher mal zur Gemeinde Langerwehe, ist aber nach der Flurbereinigung städtisches Dürener Gebiet. Trotzdem hoffen wir, so früh wie möglich in die Planungsprozesse mit ein bezogen zu werden. Schließlich sind wir direkt betroffen.“  Bis jetzt hat aus der Stadtverwaltung in Düren noch keiner auf das Schreiben aus dem Wehter Rathaus reagiert.

Was meinen Sie, liebe Leser von toepfergemeinde.de? Sind neun Windräder und ein großes Kraftwerk für Langerwehe genug? Und sollen die Bürger sich mit aller Macht gegen einen weiteren Windpark in der Nähe von Echtz oder gar auf Langerweher Gemeindegebiet wehren?

Oder hat uns die Atomkatastrophe von Fukushima gezeigt, dass wir in Sachen Energiepolitik gründlich umdenken müssen? Kann man gegen Atomkraft sein und gleichzeitig auch gegen Windkrafträder oder Überlandleitungen vor seiner Haustür wettern? Bitte schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Thema Windräder! Nutzen Sie das Kommentarfeld auf dieser Seite! Wir freuen uns schon jetzt auf einen regen Austausch.