Verfasste Beiträge ‘DRK’

Bei der großen Übung nahmen auch Helfer aus Schlich und Obergeich teil.

Der viel besprochene Weltuntergang war es nicht, obwohl das Szenario dazu hätte passen können. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit probten 80 Kräfte vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) und der Feuerwehr Düren, ergänzt durch die Löschgruppe Obergeich aus der Gemeinde Langerwehe die Zusammenarbeit bei einem so genannten Großschadensereignis. 
In der Industriebrache der alten Glashütte in Düren, so die Ausgangssituation der Übung, war bei einer verbotenerweise in den Fabrikruinen durchgeführten Weltuntergangsparty von Jugendlichen eine Fliegerbombe als Relikt aus dem zweiten explodiert. In den stockdunklen und teilweise verfallenen Hallen lagen die „Verletzten“; vom Jugendrotkreuz gestellte und entsprechend geschminkte Mimen. 
Der 1. Löschzug der Feuerwehr Düren und die Wehrleute aus Obergeich unter der Leitung von Brandinspektor Frank Reinartz gingen auf Erkundungstour. Keine leichte Aufgabe, denn in den Hallen gab es keine Lichtquellen. Da ebenerdig die Gebäudeteile nicht betreten werden konnten mussten die Einsatzkräfte über die Drehleiter in das Obergeschoss gebracht werden. Vor Ort sichteten und behandelten zwei Notärzte die aufgefundenen Personen, die dann teilweise auch mit der Drehleiter geborgen wurden. Zeitgleich sorgten andere Einheiten für eine Beleuchtung der Hallen. Die geborgenen Personen wurden an einer sogenannten Patientenablage weiter behandelt und für den Abtransport in Krankenhäuser vorbereitet.  
Die DRK-Einsatzzüge Düren-Hürtgenwald und Schlich-Langerwehe waren unter den Abschnittsleitern Julian Stock und Rainer Scheibe mit 45 Helfern und zehn Fahrzeugen vor Ort. Die Feuerwehr rückte mit fünf Fahrzeugen an. „Wir proben den Ernstfall, um für die gemeinsame Erstversorgung und Rettung von Trauma-Patienten gewappnet zu sein“, so Stephan Heinrichs vom Roten Kreuz. Interessierte Beobachter der Übung auf dem Glashüttengelände waren der Leitende Notarzt Dr. Detlef Struck, Ralph Butz als Leiter des Amtes für Feuerschutz und Rettungswesen im Kreis Düren sowie Johannes Rotkranz vom gleichen Amt der Stadt Düren. Die Ergebnisse der Übung werden nachgearbeitet und in einer Nachbesprechung erörtert. Nach fast vierstündiger Übung bei Dunkelheit und Regen wärmten sich die Einsatzkräfte in den Räumen der DRK-Bereitschaft Düren bei einer von Jens Bonn und Josef Bünten gekochten Gulaschsuppe auf.

Pfarrer Heinz Portz segnete das neue DRK-Hilfeleistungszentrum ein.

Das Deutsche Rote Kreuz in Schlich freut sich über ein neues Hilfeleistungszentrum. Das schmucke Gebäude wurde jetzt im Rahmen einer kleinen Feierstunde von Pfarrer Heinz Portz offiziell eingesegnet. „Das alte Hilfeleistungszentrum“, so DRK-Geschäftsführer Hans-Dieter Vosen, war über 50 Jahre alt, sehr baufällig und marode. Ich bin froh, dass das jetzt nicht mehr hier steht.“
480 000 Euro hat das neue Hilfeleistungszentrum gekostet, finanziert wurde der Bau durch Gelder der Fernsehlotterie „Glücksspirale“ (30 000 Euro), ein Darlehen (350 000 Euro) und Unterstützung des DRK-Kreisverbandes (100 000 Euro). Darüber hinaus haben die 45 Mitglieder des DRKs in Schlich auch viel selbst an ihrem neuen Hilfeleistungszentum gemacht. Rund 4000 Arbeitsstunden haben die DRKler in ihr 800 Quadratmeter großes Gebäude investiert. „Darauf“, so Rainer Scheibe vom Roten Kreuz in Schlich, „können wir wirklich stolz sein.“

In dem neuen Hilfeleistungszentrum in Schlich werden Hilfsmittel des DRKs untergestellt, außerdem gibt es schöne Ausbildungsräume und ausreichend Platz für die Fahrzeuge. Übrigens sind die Schlichler Rot-Kreuzler eine sehr aktive Gruppe. Im Jahr leisten die Männer und Frauen 8200 ehrenamtliche Dienststunden und machen 100 Dienste im Sanitäts-, Betreuungs- und Verpflegungsbereich pro Jahr. Zu den durch Schlicher Helfer organisierten Blutsspendeterminen kommen im Jahr etwa 1400 Spenderinnen und Spender. 
In kurzen Grußworten würdigten auch Bürgermeister Heinrich Göbbels und Landtagsabgeordneter Peter Münstermann die wichtige Arbeit des DRK in Schlich und wünschten mit dem neuen Hilfeleistungszentrum viel Glück und möglichst wenige Rettungseinsätze.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) bietet am Dienstag, 14. August, einen Blutspendetermin in Langerwehe an. Zwischen 15.30 und 20 Uhr kann in der Kulturhalle, Josef-Schwarz-Straße, Blut gespendet werden.

Ein schwerer Verkehrsunfall mit drei Schwerverletzten wurde in Langerwehe simuliert.

“Schwerer Verkehrsunfall, drei Verletzte, dringend Hilfe erforderlich!”  Dies war die Meldung eines verwirrten, unbeteiligten Beobachters an die Rettungsleitstelle, wenn auch nur als Bestandteils eines äußerst realistischen Übungsszenarios.

Gemeinsame Übung von Feuerwehr, DRK und DLRG

Mindestens ein Mal im Jahr trainiert die Löschgruppe Langerwehe der Freiwilligen Feuerwehr einen ganzen Tag dieses Unfallbild – diesmal zusammen mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK)  und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG). 18 Feuerwehrleute, vier Rettungsassistenten und sieben Wasserretter als Unfallmimen waren im Einsatz. Die realistischen Unfalldarstellungen mit jeweils drei professionell geschminkten Verletzten führten die Retter deutlich an ihre Grenzen. Eine eingeklemmte, unter Schock stehende und ständig zu beruhigende Fahrerin mit ihrem bewusstlosen Sohn, der neben einer Kopfverletzung mit Glassplittern eine offene Arterienverletzung am Handgelenk erlitten hatte, bedurften genauso schnell der Hilfe, wie der ebenfalls am Kopf verletzte Fahrer eines zweiten Wagens.

„Die ersten zehn Minuten sind die wichtigsten und dienen der Erstversorgung der Verletzten“ erläutert Rüdiger Heimbüchel, der Organisator dieser Übungseinheiten der Löschgruppe  Langerwehe. Anschließend geht es an die Rettung, unter Einsatz technischer Geräte wie Spreizer und Schere zum Entfernen der Autotüren und zum Abnehmen des Autodachs, um beispielsweise die Fahrerin ohne die Gefahr einer Wirbelsäulenverletzung nach oben aus dem Auto heben zu können.

„Nur die reibungslose Koordination der Rettungskräfte gewährleistet ein zügiges Ineinandergreifen der einzelnen Rettungsschritte. Die Betreuung der Verletzten und die technische Rettung erfolgen parallel. Dies mit simulierten Verletzten zu üben, macht die Schwierigkeit dieser Übung aus“ bekräftigt Heike Mittelstrass, die Leiterin des Mimenteams der DLRG. Regelmäßig werden bei der DLRG die Darsteller dieses Teams aufwendig mit viel Farbe geschminkt, in Verletzte verwandelt und bei Übungen des Wasserrettungsdienstes eingesetzt.

Für die Helfer war die Übung eine wichtige Erfahrung

Fazit der gemeinsamen Veranstaltung war, dass eine technische Rettung mit “richtigen Unfallopfern”, statt mit Dummies zu arbeiten, eine wesentliche Bereicherung für die Langerweher Feuerwehr war und die Betreuung der Verunfallten, neben der Befreiung und der Versorgung der Verletzungen, nicht zu vernachlässigen ist. Selbst die an diesem Tag eigentlich eher passiven Mimen der DLRG konnten feststellen, dass die situationsbezogenen Erfahrungen, die man als “Patient” gemacht hat, zukünftig auch helfen, wenn man als potentieller Ersthelfer in der Wasserrettung tätig werden muss.

13 Wanderführer absolvierten jetzt einen Erste-Hilfe-Kurs.

Mit der  Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes in Schlich konnte jetzt die Durchführung eines Erste-Hilfe-Kurses für 13 Wanderführer vereinbart werden. Er fand an zwei Tagen im neuen Hilfeleistungszentrum Schlich statt. Geleitet wurde der umfangreiche Kurs vom Erste-Hilfe-Ausbilder Christian Ehser, der auch zivile und militärische Kräfte für Auslandseinsätze ausbildet.

Von den Wanderführern wurde der Kurs für äußerst wichtig angesehen. Zwischen dem letzten Erste-Hilfe-Unterricht bis jetzt, waren 15 bis 55 Jahre vergangen. Schritt für Schritt wurde jedes Maßnahmenkapitel erklärt und geübt. Auch die moralische und gesetzliche Verpflichtung gehörte dazu. Es kommt besonders auf das sachgerechte Verhalten bei Not- und Unfällen im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten an. Hierbei sind die Ersthelfer enorm wichtig. Sie sichern unter Beachtung der Eigensicherung Unfallstellen, bringen Verletzte aus dem Gefahrenbereich, betreuen, versorgen, kümmern sich um Patienten und verständigen frühzeitig über 112 (kostenfreier Notruf) den Rettungsdienst.

Maßgeblich sind das Ansprechen, die richtige Anwendung des Rettungsgriffs und die stabile Seitenlage. Die Übungen zur Wundversorgung mit Verbandsarten und der Transport von Verletzten nahmen breiten Raum ein. Der Umgang mit Defibrillation, die Abnahme eines Kradhelms und vieles andere wurden gelehrt.