Verfasste Beiträge ‘Christoh Marx’

Thomas Marx

Christoph Marx

Dass Christoph ausgerechnet am 1. Mai geboren ist, ist natürlich purer Zufall. Und trotzdem passt dieses Geburtsdatum perfekt auf den 25-jährigen Zeitsoldat aus Merode: Vor vier Jahren war Christoph Marx Maikönig „in der Herrschaft“, wie Merode in Langerwehe liebevoll genannt wird, seit einem Jahr ist er Vorsitzender der Maigesellschaft. Darüber hinaus hat er gemeinsam mit seinem Bruder Stefan Marx und seinem Vetter Michael Beuel das Amt der Maipolizei ersteigert.

„Mein älterer Bruder war 2006 Maikönig in Merode, mein jüngerer Bruder ist es in diesem Jahr. Ich bin mit dem Maibrauchtum aufgewachsen. Und es war für mich einfach selbstverständlich, in dem Jahr, in dem ich 16 geworden bin, Mitglied der Maigesellschaft zu werden.“ An seine erste Maiversteigerung kann Christoph Marx, der in seiner Freizeit auch noch bei Viktoria Schlich Fußball spielt, sich noch gut erinnern. „Ich weiß nicht mehr, wen ich damals ersteigert habe“, lacht Christoph Marx. „Aber ich weiß noch, dass ich sehr aufgeregt war. Weil ja alles wahnsinnig neu war. Und sehr interessant.“

Für Christoph Marx ist es weder menschenverachtend oder frauenfeindlich, bei einer Maiversteigerung Frauen zu kaufen. „Aber“, gibt er unumwunden zu, „man muss schon sehr viel erklären, wenn man Fremden von den Maibräuchen erzählt.“ Zum Beispiel, dass man die Frauen ja ersteigert, um ihnen in der Mainacht einen Maibaum setzen zu dürfen. Christoph Marx: „Und in der Regel ersteigert man ja auch seine Freundin.“ Als Christoph Marx Maikönig war, hat er für seine Freundin 1640 Euro bezahlt. Bruder Thomas, der in diesem Jahr Maikönig ist, hat für sei- ne Saskia Werres immerhin 1888 Euro hingeblättert. „Sicherlich ist das viel Geld. Aber ich wusste fast vier Jahre, dass ich 2010 Maikönig werden wollte. Und da habe ich mir dann eben immer ein bisschen Geld zurückgelegt.“ Maikönig zu sein, so Marx, sei einfach ein absolut unvergessliches Erlebnis. „Während des Maifestes dreht sich alles um den König. Das ist schon ein sehr schönes Gefühl.“

Das Maifest in Merode ist eines der größten Maifeste der Region, gefeiert wird im Schlosspark – in diesem Jahr übrigens von Freitag, 9. bis Sonntag, 11. Mai. „Normalerweise“, so Christoph Marx, „ist unser Festzelt immer gut besucht. Das Maifest ist wirklich sehr beliebt.“ Als „Mairemmel“, also Mitglied der Maipolizei, hat Christoph Marx in diesem Jahr noch eine besondere Aufgabe. „Weil mein jüngster Bruder Maikönig ist, haben mein älterer Bruder und mein Vetter diese Aufgabe ersteigert.“ Und was macht die Maipolizei? Marx: „Wir passen auf, dass in der Mainacht nichts passiert. Und dass keiner einen Maibaum setzt oder ein Maiherz aufhängt, der dazu nicht befugt ist.“

Außerdem führen die drei Mairemmel auch den großen Festzug am Sonntagnachmittag durch Merode an. „Und zwar mit einem großen Maibaum, den wir dabei tragen“, so Christoph Marx. Übrigens endet die Mitgliedschaft in der Maigesellschaft automatisch mit der Hochzeit. Christoph Marx: „In der Maigesellschaft dürfen nur Junggesellen Mitglied sein. Aber für die ehemaligen Maikönige gibt es noch den ‚Club 48‘. Die treffen sich also regelmäßig.“