Verfasste Beiträge ‘Alte Kirche’

Freuen sich auf die neue Orgel: Orgelbauer Heribert Coenen, Walter Rosarius, Peter Michael Porschen (Verein zur Erhaltung der Alten Kirche) und Orgelbauer Norbert Frensch (von links).

Freuen sich auf die neue Orgel: Orgelbauer Heribert Coenen, Walter Rosarius, Peter Michael Porschen (Verein zur Erhaltung der Alten Kirche) und Orgelbauer Norbert Frensch (von links).

Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe bekommt wieder eine eigene Orgel. Elf klingende Register hat das prächtige Instrument der Orgelbaufirma Wilbrand, 700 Pfeifen, zwei Manualwerke und ein Pedalwerk. Bis vor kurzem hat die Orgel noch im Gregoriushaus in Aachen gestanden. „Für uns ist diese Orgel ein echter Glücksfall“, sagt Walter Rosarius, Geschäftsführer des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“.

Im Gregoriushaus in Aachen sind die Kirchenmusiker und Organisten für das Bistum ausgebildet worden, vor wenigen Jahren ist die Einrichtung geschlossen worden. Martin Jung, Küster und Organist in Langerwehe: „Im Gregoriushaus gab es zwei Orgeln, die noch gut in Ordnung waren. Eine hat das Gymnasium Eschweiler bekommen, eine wir.“

Das Instrument selbst war für den „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ kostenlos. Walter Rosarius: „Die Orgel war in einem Gebäude des Generalvikariats eingelagert. Den Transport von Aachen nach Langerwehe konnten wir Dank der Unterstützung aus unserer Geschäftswelt selbst realisieren.“

Der fachmännische Aufbau der Orgel sowie die Intonierung sind aber natürlich mit Kosten verbunden. Walter Rosarius: „Wir rechnen hier mit knapp 20 000 Euro, die wir mit Hilfe eines Darlehens finanzieren können.“ Ein Vereinsmitglied stellt das Geld zinslos zur Verfügung.

„Die Orgel ist wirklich noch gut in Ordnung“, so Orgelbauer Heribert Coenen, der gemeinsam mit seinem Kollegen Norbert Frensch etwa fünf Wochen mit dem Aufbau der Stockmann-Orgel aus dem Jahr 1977 beschäftigt sein wird. „Und alles, was nicht in Ordnung ist, bringen wir jetzt in Ordnung.“ Die Orgel, erklärt Heribert Coenen, funktioniere rein mechanisch. „Es ist wirklich ein besonderes Instrument.“

Für die Orgelbauer ist es wichtig, dass die Temperatur so bleiben wird im Augenblick. Heribert Coenen: „Die Temperaturschwankungen in diesem Gotteshaus sind schon erheblich, weil es natürlich auch keine Heizung gibt. Wir brauchen aber für die Intonierung über einen längeren Zeitraum mindestens 16 Grad.“

Mitte oder Ende Mai soll das neue Instrument eingesegnet und mit einem feierlichen Konzert offiziell eingeweiht werden. „Einen konkreten Termin haben wir noch nicht“, so Walter Rosarius. „Aber vielleicht gelingt es uns, Domorganist Professor Michael Hoppe für ein Konzert zu gewinnen.“ Die „Alte Kirche“ auf dem Rymelsberg in Langerwehe wird 1157 erstmals urkundlich erwähnt. 1907 wird die Kirche mit dem gesamten Inventar in die neue Pfarrkirche in der Ortsmitte umgelagert. 1944 liegt die Kirche im direkten Frontverlauf und wird stark zerstört. 1949 beginnen die Mitarbeiter des 1927 gegründeten Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche mit dem Wiederaufbau der Kirchenruine.

Heute dient die „Alte Kirche“ wieder als Ort der Liturgie, zum Beispiel für Beerdigungsgottesdienste, als Mahnmal des Friedens und als Begegnungsstätte. Jeden zweiten Sonntag im Monat ist die Kirche von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

e Verantwortlichen vom „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ in Langerwehe um Peter Michael Porschen (2.v.r.) und Pfarrer Heinz Portz (l.) freuen sich über die finanzielle Unterstützung von der Sparkasse Düren. Den Scheck gab es von Landrat Wolfgang Spelthahn.

e Verantwortlichen vom „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ in Langerwehe um Peter Michael Porschen (2.v.r.) und Pfarrer Heinz Portz (l.) freuen sich über die finanzielle Unterstützung von der Sparkasse Düren. Den Scheck gab es von Landrat Wolfgang Spelthahn.

Und wieder hat der „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ in Langerwehe ein Mitglied mehr. Noch während der Spendenübergabe füllt Landrat Wolfgang Spelthahn den Mitgliedsantrag aus. Knapp über 300 Unterstützer hat der Verein jetzt und freut sich über eine Spende in Höhe von 3500 Euro von der Natur- und Kulturstiftung der Sparkasse Düren. „Diese Kirche“, so Landrat Wolfgang Spelthahn, der das Geld gemeinsam mit Sparkassen-Vorstandsmitglied Udo Zimmermann überreicht hat „ist ein echtes Kleinod. Und es ist vorbildlich, welche Arbeit hier ehrenamtlich geleistet wird. Das wollen wir unterstützen und gleichzeitig auch Danke sagen.“ Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe geht bis ins zwölfte Jahrhundert zurück und wird komplette vom Förderverein getragen. Anders gesagt: Das historische Gotteshaus verursacht der katholischen Pfarrgemeinde St. Martin in Langerwehe und dem Bistum Aachen keinerlei Kosten.

Das Geld von der Natur- und Kulturstiftung der Sparkasse investieren Vereinsvorsitzender Peter Michael Porschen, Geschäftsführer Walter Rosarius und ihre Mitstreiter in den Ausbau des Kirchturms. „Man kommt derzeit“, so Walter Rosarius, „nur über zwei ziemlich gefährliche Treppen bis zur Glocke. Daran müssen wir etwas ändern. Insgesamt kostet der Ausbau des Turms um die 20 000 Euro.“

Erst im vergangenen Jahr hat der „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ 18 500 Euro in eine neue Blitzschutzanlage investiert. „Es ist wirklich alles sehr teuer“, so Walter Rosarius, „und wir sind für jede Hilfe und Unterstützung sehr dankbar.“

Peter Michael Porschen betont, dass die Alte Kirche ein „Ort voller Leben“ ist. „Hier finden regelmäßig Konzerte statt. Und am Töpfermarktwochenende auch unsere große Lichterbildaktion.“ Der Langerweher Pfarrer Heinz Portz ergänzt: Von Mai bis November feiern wir auch Gottesdienste in der Kirche. Für Beerdigungsgottesdienste ist sie ideal, weil sie direkt am Friedhof liegt. Aber die Kirche ist auch für Hochzeiten sehr beliebt.“

Für Landrat Wolfgang Spelthahn ist es eine Freude, „so ein nachhaltiges Projekt“ zu unterstützen. „Ich würde mir wünschen“, so der Landrat, „dass sich in Zukunft auch vermehrt junge Leute finden, die bereit sind diesen Verein tatkräftig zu unterstützen.“

Bereits zum zweiten Mal bekam die beliebte Reihe „Tonspuren“ im Töpfereimuseum Langerwehe finanzielle Unterstützung von der Natur- und Kulturstiftung der Sparkasse Düren. Darja Großheide, die Initiatorin der Konzertreihe und Museumsleiterin Dr. Kirsten Maaß freuen sich über 2000 Euro.

Die ukrainische Gruppe "Junist" spielt dieses Jahr nicht in der Alten Kirche.

Die ukrainische Gruppe “Junist” spielt dieses Jahr nicht in der Alten Kirche.

Wie der “Verein zur Erhaltung der Alten Kirche” auf Anfrage von toepfergemeinde.de mitteilte, wird es in diesem Jahr kein vorweihnachtliches Konzert mit der Gruppe “Junist” aus der Ukraine in der Alten Kirche auf dem Rymelsberg geben. Aufgrund der derzeitigen Unruhen in ihrem Land haben die Musiker ihre Reise nach Deutschland leider absagen müssen.

Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg.

Am Samstag, 22. Juni, findet um 17 Uhr in der Alten Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe unter dem Motto „Sommer-Klänge“ ein Benefizkonzert mit Johanna Kurth (Sopran) und Natalie Reznik (Klavier) statt. Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Alte Kirche wird gebeten.

Peter Michael Porschen und Walter Rosarius

“Das ist so eine Investition von der man hofft, dass man sie niemals brauchen wird.” Peter Michael Porschen, erster Vorsitzender des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche” in Langerwehe, lächelt. Knapp 18 000 Euro hat sein Verein, der derzeit etwa 300 Mitglieder hat, investiert, um das historische Gotteshaus auf dem Rymlsberg mit einer neuen Blitzschutzanlage auszurüsten. Peter Michael Porschen: „Der 24. April 1846 zeigt uns, wie wichtig so eine Blitzschutzanlage sein kann.” Denn genau an diesem Tag hat der Blitz in den Turm der Alten Kirche eingeschlagen. Porschen: „Der Kirchturm ist damals komplett ausgebrannt, alle Glocken, bis auf die Marienglocken, sind heruntergestürzt und mussten neu gegossen werden.” Schon damals, schmunzelt Porschen, sei das Gotteshaus versichert gewesen. „Und zwar für 1800 Taler bei der Rheinische Provinzial Feuersozietät.” Die Menschen in Langerwehe haben seinerzeit schon gut ein Jahr später mit den Arbeiten für einen neuen Glockenstuhl begonnen. „Und seitdem”, so Peter Michael Porschen, „sieht die Alte Kirche so aus, wie wir sie heute kennen. Eben nicht mehr mit einem spitzen Turm, sondern mit dem Zeltdach.” Die Anlage ist deswegen so teuer, weil im Zuge der Arbeiten auch eine neue Ringanlage um die Kirche gebaut werden musste. Außerdem waren Dachdeckerarbeiten fällig.

Die neue Blitzschutzanlage sind aber nicht die einzige Investition. die der Verein zur Erhaltung der Alten Kirche in diesem Jahr zu stemmen hat. In den nächsten Wochen soll mit dem Ausbau des Turmes begonnen werden. Walter Rosarius, Geschäftsführer des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche”: „Wir müssen in unserem Turm eine Treppe einbauen, damit es möglich ist, für Wartungs- oder Reparaturarbeiten in den Glockenturm zu gelangen. Das ist bisher leider nicht möglich.” Auch die neue Treppe kostet zwischen 16 000 und 17 000 Euro. Wenn der Kirchenvorstand endgültig seine Zustimmung gibt, kann mit den Arbeiten begonnen werden.

„Diese Summen”, sagt Peter Michael Porschen, „muss der Verein aus seinen Mitgliedsbeiträgen und Spenden zusammen bekommen.” Deswegen sind Porschen und Rosarius auch auf (finanzielle) Hilfe angewiesen. Wer den „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche” unterstützen möchte oder sich über dessen Arbeit informieren will, kann das unter der Rufnummer 02423/3871 tun. Auch Besichtigungstermine können vereinbart werden.