Archiv für die ‘Wehter Verzäll’ Kategorie

Langerwehe bekommt keinen neuen Namen.

Der Ortsname von Langerwehe wird nicht in „Töpfergemeinde Langerwehe“ geändert. Das hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung entschieden. Weil durch eine Namensänderung zusätzliche Kosten entstehen würden, weil zum Beispiel neue Ortsschilder aufgestellt werden müssten, hat sich der Rat endgültig gegen den Antrag der FDP-Fraktion entschieden. Darüber hinaus waren sich die Kommunalpolitiker einig, dass Langerwehe sich nicht freiwillig am „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ des Landes Nordrhein-Westfalen beteiligt. Bei einer freiwilligen Teilnahme hatte die Gemeinde bis Ende September diesen Jahres der Bezirksregierung einen Haushaltssanierungsplan zur Genehmigung vorzulegen.  „Wenn wir beim Stärkungspakt mitmachen“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Kurth, „verlieren wir hier in Langerwehe unsere Unabhängigkeit. Und das wollen wir natürlich nicht.“ 

Die Sportpauschale in Höhe von 40 000 Euro geht in diesem Jahr an folgende Vereine: Der Tus 08 Jüngersdorf-Stütgerloch bekommt 27 000 Euro zum Bau eines neuen Kunstrasenplatzes, 5000 Euro gehen an den VfL Langerwehe, 4500 Euro an Viktoria Schlich, 1400 Euro an den TuS 08 Langerwehe, 600 Euro an den Eifelverein und 1500 Euro an den Verein zur Förderung der Fußballjugend im TuS 08 Langerwehe. Der Schul- und Sportausschuss der Gemeinde Langerwehe ist damit beauftragt worden, einen ausführlichen Kriterienkatalog zu erstellen, mit dessen Hilfe sich die örtlichen Sportvereine um die Sportpauschale bewerben können. 

Für den Ausschuss für Bau- und Planungsangelegenheiten, den Schul- und Sportausschuss, den Ausschuss für Jugend- und Sozialangelegenheiten und den Ausschuss für Kultur, Naherholung und Umweltangelegenheiten wurden stellvertretende sachkundige Bürger gewählt: Volker Everhartz, Thomas Mirbach, Stephanie Münstermann, Angelika Stock, Ines Schippers und Dirk Huizing (alle SPD) sowie Heinz Stüttgen, Reiner Liebeck, Julia Dinn, Josef Geicht und Jeffrey Mevis (alle CDU).  
Augeschieden sind die Sozialdemokraten Mario Unger und René Müller sowie Dieter Mirbach von der CDU.

Der Erziehungswissenschaftler und Professor für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Koblenz-Landau, Andreas Helmke, hielt einen Vortrag an der Europaschule.

Im Rahmen einer kollegiumsinternen Lehrerfortbildung (KILF) hielt der renommierte  Erziehungswissenschaftler und Professor für Entwicklungspsychologie und Pädagogische Psychologie an der Universität Koblenz-Landau, Andreas Helmke, vor dem Kollegium der Europaschule Langerwehe einen Vortrag zum Thema „Unterrichtsdiagnostik“.

Das unter seiner Mitarbeit entwickelte Programm EMU (EMU ist ein Akronym für Evidenzbasierte Methoden der Unterrichtsdiagnostik und –entwicklung) sei, so Helmke, ein handlungsorientiertes Konzept, das an der Universität Koblenz-Landau im Auftrag der Kultusministerkonferenz entwickelt worden sei, und sich an alle richte, die ihren Unterricht weiter entwickeln möchten oder andere dabei beraten. Dies seien primär Schulen und Studienseminare. EMU eigne sich jedoch auch für die Schulaufsicht, die Bildungsadministration, pädagogische Berater und universitäre Lehrerbildungszentren.

Wie Helmke weiter ausführte, sei das Ziel von EMU zunächst einmal eine Standortbestimmung durch das Erkennen von Stärken und Schwächen des eigenen Unterrichts. Durch die Bewusstmachung eigener subjektiver Theorien des Lehrens und Lernens, dem Erkennen blinder Flecken bei der Unterrichtswahrnehmung und die Sensibilisierung für die Heterogenität innerhalb der Klasse solle die Lehrperson den eigenen Unterricht besser einzuschätzen lernen. Eine datenbasierte Vereinbarung von Maßnahmen zur Weiterentwicklung des Unterrichts, ein ebenso datenbasierter kollegialer Austausch über Unterricht im bewertungsfreien Raum sowie eine Verständigung über ein gemeinsames Bild von Unterricht im Team oder Kollegium helfe den Pädagogen, die Qualität des Unterrichts gemeinsam zu verbessern. Durch die “Öffnung der Klassenzimmertüren” und den Austausch über den Unterricht entwickle sich nicht nur die Schule als solche weiter, sondern erfahre auch eine Wertschätzung durch die Schüler und Schülerinnen, die mit Hilfe von Fragebogeninstrumenten ebenfalls ein Feedback zum Unterricht beisteuern könnten.

Das Kollegium der Europaschule bedankte sich für den interessanten Vortrag mit einem langanhaltenden Applaus.

Töpfermeisterin Christa Schmitt. Foto: Berthold Klammer

„Christa Schmitt – Lebenswerk einer Töpfermeisterin“, heißt eine Sonderausstellung, die am Sonntag, 6. Mai, um 11 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe, Pastoratsweg 1, eröffnet wird. Anlässlich ihres 90. Geburtstages im Dezember 2012 präsentiert das Töpfereimuseum Langerwehe die besondere Ausstellung. Ob Kleinserie oder Einzelstück, kennzeichnend für Christa Schmitts Gefäße sind klare, klassische Formen, die sie zum Teil abgewandelt oder verformt hat. Darüber hinaus sind es ihre Glasuren, ein lebendiges Blau und ein warmes Dunkelbraun, die ihre Arbeiten unverwechselbar machen. Durch gekonntes Übergießen und Überspritzen der Glasuren hat sie Effekte erzeugt, die die Formgebung ihrer ausdrucksstarken Gefäße gezielt unterstützen. Auch durch aufgemalte oder gestempelte ornamentartige Motive hat sie die schlichte Schönheit ihrer Gefäßformen wirkungsvoll betont. Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt des keramischen Werks der Töpfermeisterin: Teller, Schalen, Dosen, Becher, Tassen, Kannen, Krüge und so weiter. Nahezu alle Exponate stammen von Leihgebern.  Privatarchivalien geben darüber hinaus Einblick in das Berufsleben einer faszinierenden Frau und Handwerkerin, die nicht nur als Töpferin, sondern auch als Kunsthandwerkerin, als Ausbilderin und als Museumsleiterin eine bedeutende Arbeit für das Töpfereimuseum und den Töpferort Langerwehe geleistet hat. 32 SchwarzWeiß-Fotografien aus fünf Serien runden die Ausstellung ab. Die Aufnahmen stammen von dem Langerweher Berthold Klammer, der nicht nur die Töpfermeisterin und einige ausgewählte Exponate, sondern auch die Leihgeber mit ihren gesammelten Werken fotografiert hat. Das Töpfereimuseum dankt der Töpfermeisterin Christa Schmitt für die gute Zusammenarbeit, den „Sammlern“ für die Leihgaben und ihre Auskunftsbereitschaft und Berthold Klammer für die fotografischen Arbeiten. 
Zur Ausstellungseröffnung spricht Bürgermeister Heinrich Göbbels. In die Ausstellung führt Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß ein, die sich besonders darüber freut, dass die Töpfermeisterin anwesend sein wird. Die Flötistin Darja Großheide begleitet die Ausstellungseröffnung musikalisch. Im Anschluss lädt der Förderkreis des Töpfereimuseums zum Sektempfang ein.

Die Sonderausstellung „Christa Schmitt – Lebenswerk einer Töpfermeisterin“ ist vom 6. Mai bis zum 26. August im Töpfereimuseums Langerwehe zu besichtigen, und zwar immer von Dienstag bis Freitag von 10 bis 13 sowie von 14 bis 18 Uhr, samstags von 12 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18.00 Uhr.

CDU-Landtagskandidat Josef Wirtz, der unter anderem für Langerwehe am 13. Mai wieder in den Düsseldorfer Landtag einziehen will, ist am Freitag, 4. Mai, um 19 Uhr zu Gast beim CDU-Ortsverband in Heistern. Ab 19 Uhr spricht er im Restaurant “Haus Horst”, Hamicher Straße 3, zum The,a “Verantwortung statt Verschuldung”. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Auch die Bovenberger Musikanten aus Heistern waren beim Frühlingsfest mit von der Partie.

Der Wettergott meinte es beim Frühlingsfest im Gewerbegebiet Langerwehe nur „durchwachsen gut“ mit Händlern, Schaustellern und Schaulustigen. Immer wieder trieb es die Menschen in die Verkaufshallen, Tische wurden geschleppt, rein und raus. Die Männer der „Oak City Jazzband“ aus dem belgischen Maaseik waren mehrere Male gezwungen, sich irgendwo unterzustellen, damit ihnen der Regen beim Blasen nicht in die Hälse lief. Das überaus attraktive Programm begann Punkt 11 Uhr. Von 12 bis 17 Uhr öffneten dann die Gewerbetreibenden ihre Pforten. Die beiden Gewerbegebiete in Stütgerloch und in Jüngersdorf hatten für fast jeden etwas zu bieten. Autohändler stellten ihre neuesten Modelle aus. Bekleidungsgeschäfte, Möbelhandlungen und ein Fitnesscenter stellten ihre neuesten Kreationen und Geräte aus.
Im Gewerbegebiet „Am Parir“ präsentierten sich über 20 Firmen mit circa 300 Beschäftigten. Hier ist das Handwerk zu Hause. Metall-, Holz- und Glasprodukte konnten hier begutachtet werden. Natürlich hatten auch die anliegenden Lebensmittelmärkte und die Haushaltswarengeschäfte ihre Tore weit geöffnet und freuten sich über viele Besucher.

Dass neben der Versorgung der Besucher mit Getränken und Speisen auch der Geist von einem attraktiven Unterhaltungsprogramm profitierten, dafür sorgten die Organisatoren des Frühlingsfestes von der Interessenvertretung “Pro Langerwehe”. Neben den schon erwähnten Musikern aus Belgien waren vor Ort: die „Bovenberger Musikanten“ aus Heistern und die „Blasmusikanten“ aus Stolberg-Gressenich. Derweil die Eltern die Geschäfte besuchten, konnte sich der Nachwuchs auf Hüpfburgen und sonstigem Spielgerät die Zeit vertreiben.