„Ich finde es ganz toll, wenn man Leute interviewen kann. Das macht einfach Spaß.“ Lisa-Marie Schuld ist neun Jahre alt und besucht die Wehebachschule in Langerwehe. Lisa-Marie geht in die vierte Klasse, und sie gehört zum Redaktionsteam der „Flüstertüte“. Das ist die Schülerzeitung der Wehebachschule. Vor rund zwei Jahren hatten Schulleiterin Dr. Hildegard Haubner-Moya und Gudrun Aldenhoff die Idee, an der Wehebachschule eine Schülerzeitung zu machen. Das Redaktionsteam der Wehebachschule trifft sich einmal in der Woche, genauer gesagt immer montags in der fünften Stunde. Dann wird überlegt, über welche Themen in der nächsten Schülerzeitung berichtet werden soll, die Jungen und Mädchen lernen aber auch, wie eine richtige Tageszeitung entsteht. „Wir hatten an unserer Schule“, erzählt Jacqueline Muhr (9) schon einmal ein sehr tolles und großes Zirkusprojekt. Eine Woche lange haben wir selber Kunststücke einstudiert. Und darüber wollen wir in der nächsten ‚Flüstertüte‘ auf jeden Fall berichten.“
Die fleißigen Nachwuchsreporter wollen aber auch für die dritte Ausgabe der „Flüstertüte“ Leute interviewen. „Und zwar Leute aus Langerwehe, die jeder kennt, über die man aber noch nicht so viel weiß“, sagt Dominic Juchem. Der Bürgermeister von Langerwehe steht ganz oben auf der Liste der Leute, die die Flüstertüten-Redakteure interviewen wollen, aber auch die neue Leiterin der Gemeindebücherei soll befragt werden und vielleicht auch Heinz Mundt. Der ist Geschäftsführer einer großen Firma in Langerwehe, bei der über 200 Männer und Frauen arbeiten. Und darüber hinaus der Vater von Hannah-Sophie, die auch zum Redaktionsteam der „Flüstertüte“ gehört.
Alle Kinder, die bei der Schülerzeitung mitmachen, haben übrigens eins gemeinsam: Sie lesen viel und schreiben auch gerne Aufsätze und kleine Geschichten.
„Bis die Flüstertüte fertig ist“, sagt Waleria König (9), „ist ganz schön viel Arbeit. Wir machen ja auch nicht alles selbst. Wir möchten ja, dass auch Kinder aus anderen Klassen etwas für unsere Zeitung schreiben. Aber manchmal werden die nicht rechtzeitig fertig.“
Klar, dass so eine Schülerzeitung den Lesern auch Spaß machen soll. Deswegen gibt es in der „Flüstertüte“, die immer so um die 45 Seiten stark ist, auch Witze, Rätsel und Knobelaufgaben. „Und wir wollen informieren“, sagt Paula Breuer. „Damit zum Beispiel die Eltern wissen, was an unserer Schule so alles passier ist und noch passiert. Das ist ja auch sehr wichtig.“ In einem sind sich die acht Nachwuchs-Reporter übrigens absolut einig. „Der schönste Moment ist, wenn die neue Ausgabe fertig ist“, so die Kinder.
















