Archiv für die ‘Sonntagstipp’ Kategorie

Die Mitglieder des Mandolinenclubs Pier haben beim gemeinsamen Musizieren viel Freude.

Die Stimmung ist gut im neuen Dorfgemeinschaftshaus im Langerweher Ortsteil Pier, bestens könnte man sagen. 22 Musikerinnen und Musiker, Sängerinnen und Sänger sind gekommen, allesamt sind beim Mandolinenclub T.C. „Rurland“ Pier 1922 aktiv. Gleich beginnt die Probe mit Dirigent Alfons Schwalbach und zwar eine besonders wichtige Probe. Der Mandolinenclub Pier feiert in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag – und zwar gleich zwei Mal. Am kommenden Samstag geht es los mit einem „Volkstümlichen Jubiläumsnachmittag“.

„Für mich“, sagt Fritz Kohlstruck, Vorsitzender des Mandolinenclubs und genau wie seine Frau Marianne seit rund 20 Jahren mit dabei, „ist das Mandolinespielen hier im Orchester reine Entspannung. Und wir haben hier viel Spaß an der Freude und eine tolle Kameradschaft.“ Stimmt, gerade betritt ein Orchestermitglied, das lange krank war, den Probenraum, und wird zuerst einmal von allen umarmt und herzlich begrüßt. Trotzdem steht aber natürlich bei den Mandolinenfreunden die Musik im Mittelpunkt. „Man muss schon einige Erfahrung haben, um bei uns mitspielen zu können“, sagt Fritz Kohlstruck. „Und auch zu Hause üben.“
Für den Jubiläumsnachmittag stehen bekannte Walzer und Märsche genauso auf dem Programm wie das bekannte Lied „Somewhere over The Rainbow“. Gespielt werden aber auch klassische Melodien sowie Operettenlieder oder italienische Schlager. Tatkräftig und stimmgewaltig unterstützt werden die Mandolinenspieler dabei von den vier „Rurland-Singers“.

„Mit den moderneren Sachen“, so Fritz Kohlstruck, „tun wir uns schwerer. Am besten sind Stücke in G- oder D-Dur.“ Unterstützt werden die Mandolinenfreunde auch vom „Shanty-Chor“ aus Hürth, der das Publikum mit Seemannsliedern begeistern möchte.
Der Mandolinenclub Pier sucht neue Mitspieler, „händeringend“, sagt Fritz Kohlstruck. „Mandolinenspieler und auch Gitarristen sind uns sehr herzlich willkommen.“ Manfred Schawalbach, stellvertretender Vorsitzender des Vereins erklärt: „Früher hat es im Kreis Düren jede Menge Mandolinenorchester gegeben. Heute gibt es noch eins in Merken und in Heimbach. Das ist schon sehr schade.“ Das Interesse der jungen Leute sei nicht mehr wirklich vorhanden. Manfred Schwalbach: „Und die Jugendlichen haben einfach nicht mehr so viel Zeit. Das ist ein Problem. Wir hatten in den 80er Jahren 15 Nachwuchsgitarristen bei uns im Verein. Davon ist keiner mehr übrig geblieben.“

Die 22 Aktiven des Mandolinenclub T.C. „Rurland“ Pier 1922 lassen sich davon aber nicht entmutigen. Sie wollen auf jeden Fall weitermachen und freuen sich schon sehr auf ihren volkstümlichen Nachmittag.

„Wir müssen jetzt endlich mit unserer Probe anfangen“, ruft deswegen jetzt auch Dirigent Alfons Schwalbach. Vorher wird aber noch schnell ein schwungvolles „Happy Birthday“ gesungen. Ein Orchestermitglied hatte Geburtstag. Und da ist sie dann wieder, die besondere Kameradschaft, die das Musizieren beim Mandolinenclub Pier zu einem besonderen Erlebnis werden lässt.

Der volkstümliche Jubiläumsnachmittag des Mandolinenclubs T.C. „Rurland“ Pier 1922 findet am Sonntag, 18. März, ab 14 Uhr in der Bürgerhalle in Inden-Altdorf statt. Eintrittskarten für zehn Euro gibt es an der Tageskasse. „Das Bürgerhaus in Pier“, so Manfred Schwalbach, „ist leider für den Nachmittag zu klein.“

In Pier findet aber der Festkommers zum 90-jährigen Bestehen des Mandolinenclubs statt. Gefeiert wird im Bürgerhaus am Sonntag, 24. Juni. Los geht es schon vormittags mit einer Festmesse, bevor der feierliche Kommers und ein Jubiläumskonzert folgen werden.

Alexander Scherf

Am Montag, 19. März, ist mit Alexander Scherf (Violoncello) und Alexander Puliaev (Fortepiano) ein exzellentes Duo bei den “Tonspuren” im Töpfereimuseum Langerwehe zu Gast. Alexander Scherf, der dem Tonspurpublikum schon im Aaron-Sreichquartett und der “Compagnia di Punto” durch hervorragendes Cellospiel und charmant-humorvolle Moderationen ans Herz gewachsen ist, präsentiert sich diesmal mit einem eigenen Duoprogramm. Sein Partner, der russische Cembalist und Hammerflügelspieler Alexander Puliaev, ist ein international gefragter Solist und Kammermusikpartner, der unter anderem mit Dorothee Oberlinger, Anton Steck, Hille Perl und Vittorio Ghielmi sowie Concerto Köln auftritt und an der Kölner Musikhochschule unterrichtet. Er spielt auf einem Fortepiano der Mozartzeit.

Dass König Friedrich Wilhelm II von Preußen nach seiner Thronbesteigung 1786 im Volksmund alsbald als der „dicke Lüderjahn“ (Taugenichts) verschrien wurde, lässt erahnen, dass schon zu Lebzeiten seine Regentschaft höchst umstritten war. Unzweifelhaft jedoch ist sein Einfluss auf Komponisten seiner Zeit und besonders sein Verdienst um das klassische Repertoire für sein Instrument, das Violoncello.

Alexander Puliaev

Mit seinem Onkel und Vorgänger, Friedrich dem Großen, teilt er die Leidenschaft für Musik, nicht jedoch die Begabung zum Staatsmann. Als preußischer König schien ihm mehr an Prachtentfaltung zu liegen, denn am politischen Geschäft. Friedrich Wilhelm muss jedoch als exzellenter Cellist gelten, erhielt er doch als Kronprinz Unterricht bei Jean-Pierre Duport, einem der besten Cellisten seiner Zeit, und geht man davon aus, dass er die für ihn komponierten Werke von Haydn, Mozart, Beethoven bis hin zu den virtuosen Sonaten Boccherinis auch selbst musiziert hat.

Dieses Duo-Programm stellt eine imaginäre Soirée am Hofe Friedrich Wilhelms II nach und beleuchtet die rasante stilistische Entwicklung von den noch auf einem Basso continuo aufbauenden Sonaten Boccherinis bis hin zu den Cellosonaten Beethovens op. 5, Prototypen der klassisch-romantischen Duoliteratur.

Mozarts Reise nach Berlin im Jahr 1789 und das legendäre Konzert Beethovens vor dem preußischen König im Februar 1796 bilden den Hintergrund für diesen kurzweiligen Abend mit Musik und Geschichten rund um den „dicken Lüderjahn“.

Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Einlass ist ab 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro, Kartenreservierungen sind möglich unter der Rufnummer 02423/4446. Der Förderverein des Töpfereimuseums schenkt auch diesmal die Getränke aus.

Für alle, die es noch nicht wissen: die “Tonspuren“ finden an jedem dritten Montag im Monat statt!

Der Chor "Joy of Gospel" singt am 11. März in der Pfarrkirche in Schlich.

Der Langerweher Chor „Joy of Gospel” veranstaltet am Sonntag. 11. März, wieder sein fast schon zur Tradition gewordenes Gospelkonzert in der Schlicher Pfarrkirche St. Martinus. Das Besondere: Es ist das erste große Konzert mit der neuen Chorleiterin Onita Boone.

„Onita Bonne”, so Jürgen Hüftle, bei „Joy of Gospel” zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, „verlangt unserem Chor wirklich unglaublich viel ab. Bei den Proben herrscht äußerste Disziplin.” Zuletzt beim Probenwochenende in der Eifel, so Hüftle, hätte man sieben Stunden geprobt. „Und in der einen Stunde Mittagspause”, schmunzelt Hüftle, „mussten dann die Solisten noch ran. Aber es hat unserem Chor überhaupt nicht geschadet. Wir haben einfach viel mehr Power.”

Die neue Chorleiterin Onita Boone.

Dank Onita Boone hat „Joy of Gospel” einige neue Sängerinnen und Sänger gewonnen, die eigens wegen der Chorleiterin in Langerwehe Gospels singen möchten. „Wir haben fast 70 Mitglieder”, erzählt Jürgen Hüftle, „aber es werden in Schlich noch nicht alle mitsingen. Aber 50 Sängerinnen und Sänger machen bei dem Konzert schon mit.”

Bei dem Konzert in Schlich singen die Gospelfreunde aus Langerwehe fast nur neue Stücke. Mit Onita Boone, die aus New York stammt, hat der Chor auch ein neues Repertoire bekommen. Jürgen Hüftle: „Wir singen jetzt mehr ‚Black Gospel‘, also wirklich das ganz Authentische. Das ist richtig toll.” Die Bandbreite des Chores, der sich vor acht Jahren in der Töpfergemeinde gegründet hat, umfasst die ganze Facette dieser Musik. Mit einer Mischung aus getragenen Rhythmen, mitreißenden Stücken und ausdrucksstarken Soli will „Joy of Gospel” sein Publikum begeistern. Und natürlich mit einer Musik, die die Seele streichelt.

Der Eintritt zu dem Konzert am Sonntag, 11. März, in der Pfarrkirche St. Martinus in Schlich, Paradiesstraße, ist frei. Der Chor freut sich aber über Spenden.

Die Altistin Anna Fischer und der Pianist Theo Palm gestalten am 3. März um 20.00 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe einen musikalischen Abend unter dem Motto „Von Händel bis Hollaender“.

Zu dem musikalischen Abend „Von Händel bis Hollaender“ mit dem Duo Anna Fischer (Alt) und Theo Palm (Klavier) am Samstag, 3. März , ab 20 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe lädt der Förderkreis des Museums herzlich ein.
Die Altistin Anna Fischer und der Pianist Theo Palm präsentieren ein Programm, das den Bogen von der barocken Oper bis zum Chanson des 20. Jahrhunderts spannt. So finden sich unter den Komponisten Namen wie Händel, Purcell, Gluck, Bizet, Saint- Saens, Verdi, aber auch Weill, Hollaender, Eisbrenner, Kreuder, Oscar Straus und Theo Palm, der das Konzert auch moderieren wird. Anna Fischer und Theo Palm waren bereits mehrfach Gast im Töpereimuseum:  Als Duo im Jahr 2011 mit Schuberts „Winterreise“, solistisch im Rahmen der „Tonspuren“ (Anna Fischer) und mit dem Klavier-Soloprogramm „Porz Gwenn“ (Theo Palm).

Seit dem Sommer 2000 arbeiten die beiden Künstler als festes Liedduo zusammen. Neben der klassisch-romantischen Literatur legen sie bei ihrer Programmauswahl Wert auf das Wieder- und Neu Entdecken vergessener oder unbekannter Komponisten wie beispielsweise Norbert Burgmüller, Max von Schillings oder Felix von Weingartner. Ebenso gehören Werke des 20. Jahrhunderts (unter anderem eigens für das Duo geschriebene Stücke) zum festen Repertoire. Cembalo und Orgel als Begleitinstrumente bieten darüber hinaus die Möglichkeit, Alte Musik stilgerecht aufzuführen. Neben zahlreichen Konzerten im In- und Ausland nahm das Duo an verschiedenen Meisterkursen teil, so zum Beispiel bei Irwin Gage (Sommer 2001), Sarah Walker (im Rahmen des Europäischen Musikfestes Stuttgart 2002, Leitung Helmuth Rilling) und Ingeborg Danz (Cantabonn 2003).

Der Einlass zum Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro für Erwachsene und 8 Euro für Schüler. Den Getränkeausschank vor und nach dem Konzert übernimmt der Förderkreis des Töpfereimuseums.

Telefonische Kartenreservierung über das Töpfereimuseum unter der Rufnummer 02423/44 46.

Petra Wolf ist eine von drei Keramikerinnen, die 2012 das Kreativangebot des Töpfereimuseums durch ihre Lehrtätigkeit bereichern. Foto: Marga Meyer

Auch 2012 hat das Team des Töpfereimuseums Langerwehe für Interessierte allen Alters ein abwechslungsreiches Kreativprogramm zusammengestellt.
Insbesondere zu den beliebten Familiensonntagen und Ferienprogrammen sind  Kinder und Erwachsene (Eltern, Großeltern …) zusammen dazu eingeladen, das Material Ton miteinander zu begreifen und dessen vielfältige  Gestaltungsmöglichkeiten gemeinsam zu entdecken. Etwa am Sonntag, 4. März, wenn es von 14 bis 17 Uhr „Rund ums Osternest“ heißt.

Darüber hinaus finden in der Museumswerkstatt Wochenendseminare und mehrwöchige Töpferkurse für Erwachsene statt, die sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene richten. Leiterin dieser Kurse ist die Keramikkünstlerin Dr. Angelika Arpe aus Langerwehe-Schlich, deren Arbeitsschwerpunkt die figürliche Plastik in Keramik ist.

Ganz besonders freut sich Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß, auch in diesem Jahr die Keramikerin Petra Wolf als Gastdozentin begrüßen zu dürfen. Nicht nur aus der Region, sondern etwa auch aus Sachsen oder Thüringen werden sich Keramikfreunde auf den Weg nach Langerwehe machen, um am 25. und 26. Februar an dem Wochenendseminar der renommierten und mit Preisen ausgezeichneten Keramikerin teilzunehmen. Zudem freut sich Dr. Maaß, dass die Keramikerin Gerda Müller und die Keramikkünstlerin Ingeborg Mayr 2012 erstmals als Gastdozentinnen im Töpfereimuseum tätig sein werden. Gerda Müller wird das Kreativangebot vom 29. Juni bis 1. Juli durch das Wochenendseminar „Töpfern und Kochen wie in Afrika“ bereichern. Ingeborg Mayr bietet am 6. Oktober  das Tagesseminar „Märchenbilder aus Ton gestalten“ an. Sie ist Mitglied der Bonner Fachgruppe für angewandte Kunst der Künstlerinnenorganisation GEDOK, die vom 23. September bis zum 18. November  die Sonderausstellung „fantas-Tisch“ im Töpfereimuseum Langerwehe präsentieren wird.
Die Teilnahme an der „Offenen Werkstatt – Kunst zum Mitmachen“ in Kooperation mit der Gruppe „PROJEKT 5“ (nächster Termin: 6. März, 19 bis 21.30 Uhr, „Schnupperabend Filzen“) oder weitere Kreativkurse, etwa zum Malen, geben Interessierten die Möglichkeit, neben Ton auch andere Arbeitsmaterialien und diverse Techniken des kreativen Ausdrucks im Töpfereimuseum Langerwehe kennen zu lernen.

Weitere Informationen und Anmeldung  zum Kreativprogramm unter der Rufnummer 02423/4446.