Archiv für die ‘Sonntagstipp’ Kategorie

Petra Wolf ist eine von drei Keramikerinnen, die 2012 das Kreativangebot des Töpfereimuseums durch ihre Lehrtätigkeit bereichern. Foto: Marga Meyer

Auch 2012 hat das Team des Töpfereimuseums Langerwehe für Interessierte allen Alters ein abwechslungsreiches Kreativprogramm zusammengestellt.
Insbesondere zu den beliebten Familiensonntagen und Ferienprogrammen sind  Kinder und Erwachsene (Eltern, Großeltern …) zusammen dazu eingeladen, das Material Ton miteinander zu begreifen und dessen vielfältige  Gestaltungsmöglichkeiten gemeinsam zu entdecken. Etwa am Sonntag, 4. März, wenn es von 14 bis 17 Uhr „Rund ums Osternest“ heißt.

Darüber hinaus finden in der Museumswerkstatt Wochenendseminare und mehrwöchige Töpferkurse für Erwachsene statt, die sich sowohl an Anfänger als auch an Fortgeschrittene richten. Leiterin dieser Kurse ist die Keramikkünstlerin Dr. Angelika Arpe aus Langerwehe-Schlich, deren Arbeitsschwerpunkt die figürliche Plastik in Keramik ist.

Ganz besonders freut sich Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß, auch in diesem Jahr die Keramikerin Petra Wolf als Gastdozentin begrüßen zu dürfen. Nicht nur aus der Region, sondern etwa auch aus Sachsen oder Thüringen werden sich Keramikfreunde auf den Weg nach Langerwehe machen, um am 25. und 26. Februar an dem Wochenendseminar der renommierten und mit Preisen ausgezeichneten Keramikerin teilzunehmen. Zudem freut sich Dr. Maaß, dass die Keramikerin Gerda Müller und die Keramikkünstlerin Ingeborg Mayr 2012 erstmals als Gastdozentinnen im Töpfereimuseum tätig sein werden. Gerda Müller wird das Kreativangebot vom 29. Juni bis 1. Juli durch das Wochenendseminar „Töpfern und Kochen wie in Afrika“ bereichern. Ingeborg Mayr bietet am 6. Oktober  das Tagesseminar „Märchenbilder aus Ton gestalten“ an. Sie ist Mitglied der Bonner Fachgruppe für angewandte Kunst der Künstlerinnenorganisation GEDOK, die vom 23. September bis zum 18. November  die Sonderausstellung „fantas-Tisch“ im Töpfereimuseum Langerwehe präsentieren wird.
Die Teilnahme an der „Offenen Werkstatt – Kunst zum Mitmachen“ in Kooperation mit der Gruppe „PROJEKT 5“ (nächster Termin: 6. März, 19 bis 21.30 Uhr, „Schnupperabend Filzen“) oder weitere Kreativkurse, etwa zum Malen, geben Interessierten die Möglichkeit, neben Ton auch andere Arbeitsmaterialien und diverse Techniken des kreativen Ausdrucks im Töpfereimuseum Langerwehe kennen zu lernen.

Weitere Informationen und Anmeldung  zum Kreativprogramm unter der Rufnummer 02423/4446.


Ruth und Urban Stark präsentieren ihre Werke im Töpfereimuseum Langerwehe.

Der heutige Sonntagstipp auf toepfergemeinde.de führt wieder einmal ins Töpfereimuseum. Hier gibt es derzeit die  Sonderausstellung „BROT + SPIELE – lebenswert(e)“ mit keramischen Werken von Ruth und Urban Stark.
Ruth Stark ist Keramikerin, Urban Stark freischaffender Künstler. Gemeinsam haben die beiden die verschiedensten Formen und Bildnisse geschaffen, in die die Kölner Autorin und Szenenkennerin Antje Sóleau gelungen einführte: „Sind Brot und Spiele alleine lebenswert?“ – in der Tat lässt sich diese Frage als roter Faden in der Ausstellung immer wieder erkennen.
Denn für die beiden Künstler geht es in ihren Werken „um die Menschen und wie sie miteinander umgehen“, so Ruth Stark. Lust und genügend Essen im Leben, erklärt Urban Stark, verblendeten die Leute für Wesentliches, für Politisches. „Sie werden regelrecht vollgestopft, so dass sie die Augen nicht mehr öffnen“, merkt der sozial kritische Künstler an. Dazu wählte Urban Stark auch den Titel der Ausstellung, welcher auf den römischen Satiriker Juvenal zurück geht, der dem Volk vorwarf, sich nur auf die Lust und nicht auf die Politik zu konzentrieren.
Eines von Urban Starks Objekten besteht beispielsweise aus mehreren schwarzen Gefäßen, die jeweils mit den sieben Todsünden, in Verbindung mit Zitaten von Philosophen beschrieben sind.
Es soll zum Nachdenken darüber anregen, wie jeder einzelne mit seinem Gegenüber umgeht. Die letztendliche Interpretation muss jeder selbst finden. Ruth Stark hingegen konzentriert sich in ihren Arbeiten mehr auf die Keramik, denn „ich liebe das Material“ und somit entstand einfaches, in schwarz und weiß gehaltenes Geschirr mit dem sie auf Nahrung aufmerksam machen möchte: „Ich will zeigen, dass es wichtig ist, sich Zeit für das gemeinsame Essen zu nehmen und nicht nur schnell alleine zwischendurch irgendetwas zu kaufen.“ Es sind elementarste Aspekte, welche die beiden ansprechen. Aber sie beziehen den Betrachter auch aktiv in ihre Kunst mit ein. Eine Skulptur aus Knete darf nach belieben verändert werden „und jeden Tag wird ein Foto vom optischen Wandel gemacht, so dass wir sehen, wie sich das Ganze im Laufe der Zeit verändert hat“, informiert Urban Stark. In ein gesundes Miteinander sind bei Starks auch die Kinder integriert, die die Möglichkeit haben, bei einem speziellen Memory die Ausstellung auf ihre eigene Art und Weise kennen zu lernen. Seinen ganz eigenen Charme hatte auch die stimmungsvolle Einführung von der Sängerin Andrea Katzenburg und ihrem Mann Hans-Jürgen am Klavier. Für die Ausstellung, die noch bis April begutachtet werden kann, bedankte sich Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß.

In der Kukturhalle wird die Tragögie "Medea" aufgeführt.

Beim heutigen Sonntagstipp auf toepfergemeinde.de wird es international, und es geht um Theater. Das euregionale Projekt „Aischylos“ führt am Donnerstag, 8. März, unter Beteiligung der Europaschule Langerwehe die Tragödie „Medea“ von Euripides in der Kulturhalle Langerwehe auf. Schüler und Schülerinnen von sechs Schulen aus drei Ländern haben über Monate gemeinsam geprobt In der Antike revolutionierte der Dichter Aischylos das Theater, indem er in seinen Stücken den Dialog ermöglichte. Ein aktuelles Projekt in der Euregio ist mit seinem Namen überschrieben, weil hier in ganz besonderer Weise der länderübergreifende Dialog und das Theater gefördert werden: „Aischylos“ hat Schüler aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien zusammen gebracht, die bereits im vergangenen Jahr gemeinsam die griechische Tragödie „Hekabe“ von Euripides einstudierten.

„Aischylos“ entstand  durch eine Initiative des Sint-Maartenscollege Maastricht und dem Regisseur Sjeng Verheijden, der auch in diesem Jahr bei “Medea” wieder die Proben leitete. Aus Deutschland nimmt die Europaschule Langerwehe  teil, aus Belgien das Lütticher Gymnasium Athénée Royal „Air Pur“ Seraing, das Viio Humaniora aus Tongeren und aus den Niederlanden das Sint-Maartenscollege Maastricht, sowie das Pleincollege Van Maerlant und das Augustinianum aus Eindhoven.

Ziel des Projektes ist es, Schülerinnen und Schüler aus der Euregio und später aus ganz Europa zusammen zu bringen, um gemeinsam ein Theaterstück der griechischen Antike zu erarbeiten und aufzuführen. Hierbei treffen Mädchen und Jungen unterschiedlicher Länder, Sprachen und Kulturen aufeinander, lernen sich kennen und können ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten unter Beweis stellen. Auf diese Weise füllt sich die Idee eines gemeinsamen Europas mit Leben. Dabei agiert jeder Schauspieler in seiner Muttersprache. Die Zuschauer können sich also auf ein ganz besonderes Erlebnis freuen. Das euregionale Schul- und Theaterprojekt „Aischylos“ führt am Donnerstag, 8. März um 20 Uhr die griechische Tragödie „Medea“ in der Kulturhalle Lagerwehe, Josef-Schwarz-Straße 2, auf.

Freuen sich auf die Karnevalssitzung des Orgelbauvereins: Johannes Herten, Frank Hompesch, Bert Graff und Walter Jordans (von links).

Die Proben laufen auf Hochtouren! Am kommenden Samstag, 4. Februar, findet um 19 Uhr im Pfarr- und Jugendheim in Langerwehe bereits zum 13. Mal die beliebte und legendäre Karnevalssitzung des Langerweher Orgelbauvereins statt. Und was im Jahr 2000 eigentlich als Abschiedsabend für die “St.-Martin-Singers” gedacht war, ist heute aus dem Wehter Karneval nicht mehr wegzudenken. Einer der Organisatoren Bert Graff: “Die St.-Martin-Singers hatte der frühere Langerweher Organist Hermann-Josef Hörkens gegründet. Und diese Gruppe ist auch häufiger bei den ‘Löstigen Döppesbäckern’ aufgetreten. Deswegen wollten wir sie mit einer Karnevalssitzung verabschieden.” Dieser Abend war ein so großer Erfolg, dass die Organisatoren sich entschlossen haben, weiter zu machen. Bert Graff: “Seitdem findet die Orgelbausitzung immer zugunsten der neuen Langerweher Orgel statt.” Wenn alles gut läuft, kann es mit der 13. Orgelbausitzung am kommenden Samstag gelingen, die 20000-Euro-Grenze zu knacken.

Von Anfang hat der Langerweher Orgelbaukarneval es sich zur Aufgabe gemacht, Begebenheiten in und aus Langerwehe aufs Korn zu nehemen – Politik, Verwaltung, Geschäftswelt und auch die Wehter Geistlichkeit sind vor den Spitzfindigkeiten der Akteure nicht sicher. Besonders die “Grazien” mit Bert Graff, Johannes Herten und Walter Jordans haben rechtzeitig zur Orgelbausitzung ihren “Giftzahn frisch gefüllt”. Johannes Herten: “In Langerwehe passiert jede Menge, das man aufs Korn nehmen kann. Wir sammeln das ganze Jahr, ich notiere die ganze Themen immer in meinem Handy.” Im September werden dann die wichtigsten und lustigsten Geschichten für den “Grazien”-Vortrag ausgewählt. Bert Graff: “Das sind immer so sechs bis sieben Sachen. Aber wir hätten locker doppelt so viele Begebenheiten, die wir aufs Korn nehmen könnten.” Übrigens haben die “Grazien” in diesem Jahr auch den Einsatz modernster Technik geplant und auch geprobt. “Mehr”, schmunzelt Bert Graff, “wollen wir aber an dieser Stelle nicht verraten.”

Außer den “Grazien” wird auch der frühere Langerweher Seelsorger Rüdiger Hagens gemeinsam mit Werner Gossel ein Zwiegespräch aufführen, genau wie Uschi Nieveler und Christel Dick, der Kegelclub “Keen 9″ mit Wolfgang Stern, Jürgen Brockob, Ferdi Merkens, Gerhard Moonen, Johannes Pelzer und Heiner Hertrampf ist mit von der Partie, Heinrich Dohmen und Marianne Henk machen mit, die Sänger des “Jungen Chores” sowie Anke Veurink, Gerhard Moonen, Frenny Simons und Lothar Kurth, die sich zu der Gruppe “Wehter Puppen” formiert haben. Klar, dass auch Abordnungen der beiden Langerweher Karnevalsgesellschaften “Pannebäckere” und “Löstige Döppesbäcker” dem Orgelbau-Karneval einen Besuch abstatten, aus Eschweiler kommt die Stimmungsband “Inde-Rebellen”.

Bert Graff: “Bei uns ist alles frei: Der Eintritt, aber auch Speisen und Getränke. Wir bitten nur um Spenden für unsere Orgel. Und in all den Jahren hat uns wirklich noch kein Zuschauer ausgenutzt. Das Konzept geht einfach auf.” Insegsamt dauert die Vorbereitung für die Orgelbau-Sitzung rund sechs Monate, außer den Aktiven auf der Bühne, sind noch 20 Helfer mit dabei, die für den Bühnenaufbau und die Verpflegung der Sitzungsgäste sorgen. “Wir haben einfach vor, während und nach der Sitzung immer jede Menge Spaß. Und diese Veranstaltung hat die Gemeinde auch immer zusammen geschweiß, unser ‘Veedel-Gefühl’ irgendwie nach vorne gebracht.”

Für alle, die am Samstag bei der Karnevalssitzung dabei sein wollen, empfiehlt es sich, früh dazu sein, um gute Plätze zu bekommen. Einlass ist ab 18.15 Uhr. Und noch was: Für alle, die noch kein passendes Kostüm haben: Das Motto der Sitzung ist “Quer durch den Garten!”

Eine kleine Pause während des Aufbaus ihrer Ausstellung im großen Saal des Töpfereimuseums Langerwehe gönnen sich Ruth und Urban Stark zusammen mit der Architektin Gudrun Wittig, die das Ausstellungskonzept entwickelt hat.

Der aktuelle Sonntagstipp auf toepfergemeinde.de führt wieder einmal ins Töpfereimuseum Langerwehe. Am Sonntag, 22. Januar, lädt das Töpfereimuseum Langerwehe um 15 Uhr alle Keramikfreunde und Kunstinteressierte herzlich zur feierlichen Eröffnung der großen Sonderausstellung „Brot und Spiele – Lebenswert(e)“ mit keramischen Werken von Ruth und Urban Stark ein. Zur Begrüßung spricht Museumsleiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß, die sich besonders darüber freut, dass die Keramikerin und der Künstler anwesend sein werden. In die Ausstellung führt die Kölner Autorin und Keramikkennerin Antje Soléau ein. Andrea Katzenburg sorgt mit Jazz für den musikalischen Rahmen. Anschließend lädt der Förderkreis des Töpfereimuseums zum Sektempfang ein. Die Sonderausstellung kann bis zum 15. April zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums besichtigt werden.

Die spannungsvoll präsentierten Arbeiten von Ruth und Urban Stark laden ein, sich unkonventionellen Sehgewohnheiten zu öffnen und darüber nachzudenken, was das Leben lebenswert macht: Sind es Brot und Spiele? Oder anders gefragt: Hamburger, Dauerparty und Wahlgeschenke? Macht das satt? Was brauchen Körper, Geist und Seele wirklich? Die Keramikerin und der freischaffende Künstler nähren sich dem Ausstellungsthema aus unterschiedlichen Positionen und entwickeln im Wechselspiel von Neben- und Miteinander neue Impulse und kreative Denkanstöße. Und schließlich ermutigen sie, Dinge anzufassen und interaktiv zu gestalten.

Ruth Stark und Urban Stark sind miteinander verheiratet. Das Paar lebt und arbeitet in Kelmis/Belgien. Übrigens: Der Ausstellungstitel geht auf das geflügelte Wort „Brot und Spiele“ (Panem et Circenses) des römischen Satirikers Juvenal zurück, der um 100 nach Christus dem Volk vorwarf, dass es sich durch Brot und Spiele bei Laune halten und somit von den eigentlichen Missständen ablenken lasse, statt sich aktiv an Politik und Staatswesen zu beteiligen.

Die Sonderausstellung „Brot und Spiele – Lebenswert(e)“ ist vom 22. Januar bis zum 15. April zu den üblichen Öffnungszeiten des Töpfereimuseums Langerwehe zu besichtigen, also von Montag bis Freitag von 10 bis 13 und von 14 bis  18 Uhr, sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr. Begleitend zur Ausstellung wird ein museumspädagogisches Programm angeboten, dass sich an Kindergartenkinder und Grundschüler sowie an Schüler der Sekundarstufen I und II richtet. Weitere Informationen unter  der Rufnummer 02423/4446.