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Die Wehter Pfadfinder im Montafon.

Wussten Sie, dass Pfadfinder auch super Tänzer sind? Und den Berg rocken, wenn sie zum Beispiel zum Sommerlager ins Montafon nach Österreich fahren. So wie Pfadfinder aus Langerwehe. Andreaas Herten von der Langerweher Pfadfindergruppe St. Georg hat der Redaktion von toepfergemeinde.de jedenfalls ein Video zur Verüfung gestellt, worauf man nicht nur sehen kann, wie viel Spaß die Wehter Pfadfinder im Montafon hatten, sondern auch wie viel Rhythmus die jungen Leute im Blut haben. Toll!

Andreas Herten

Andreas Herten

Und der kleine Film von Andreas Herten, Manuel Kurth und Tobias Jordans aus Langerwehe ist auch toll. Auch für Nicht-Pfadfinder. Einfach mal reinschauen, ein Klick genügt!  Ach ja, und ziemlich am Schluss kann jeder den flotten Langerweher Pfadfinder-Tanz lernen. Ist auch gar nicht schwer! Tanzmuffel könneen das auch. Und ganz sicher sorgt der “Pfeil- und Bogen-Boogie” (den Namen hat die Redaktion von toepfergemeinde.de sich ausgedacht) für gute Stimmung bei der nächsten Party. Also, viiiiiiel Spaß!


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Es war ein bisschen wie am Töpfermarktsonntag, gestern Nachmittag am Töpfereimuseum Langerwehe. Rund um den Pastoratsweg waren Parkplätze Mangelware, Autos aus Belgien und den Niederlanden standen hier, alle wollten zum Museum. Alle wollten die Ausstellung “Grenzüberschreitung” des “Kermiek Krings Limburg” sehen. Ganz selten gab es im Töpfereimuseum in Langerwehe so einen Andrang bei einer Ausstellung. Und das noch dazu an einem Sonntagnachmittag mit allerbestem, sonnigstem Herbstwetter. Großes Kompliment an Museumsleiterin Dr. Kirsten Maaß und die Ausstellungsmacher von “Grenzüberschreitung”.

“Grenzüberschreitung” ist eine Schau des “Kermiek Krings Limburg”, zu dem derzeit 35 Keramikerinnen und Keramiker aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden gehören. In Langerwehe präsentieren noch bis zum 14. November Lucie Berben, Ingrid Breuers, Alda Brunenberg, Amy Bruynickx, Joop Crompvoets, Ingrid Dirix, Diana Gambardella, Frans Gregoor, Lei Hannen, Cindy Heldens-van-Aarssen, Niek Hoogland, Angelika Jansen-Meints, Hein Janssen, Piet und Heleen Kerkhof/Dekkers, Jellie van Kranen, Stan Linssen, Petra Lommen, Vicky Mantz, Arjen Markenstein, Yvonne MüMo-Neumann, Marlies Pouls, Els Puts-Gouder de Beauregard, Natascha Rieter, Anja van Rijen, Roos Seuren, Miriam Severijns, Sándor Sinkó, Maria Stams, Ruth Stark, Silke Ullrich, Neeltje de Vries, Yanette Wald van H., Margreet Wessels, Petra Wolf und Harm van der Zeeuw ihre Arbeiten. Komplettiert wird die Ausstellung mit Portraits jedes einzelnen Keramikers, die die Aachener Fotografin Marga Meier gemacht hat.

“Grenzüberschreitung” bietet mit den fast 100 Ausstellungsstücken einen großen Querschnitt über die Keramikerkunst von heute. Alle Arbeiten sind es wirklich wert, gründlich betrachtet zu werden. Sie regen zum Nachdenken an, sind immer Kunst, manchmal auch Gebrauchsgegenstand. In jedem Fall sind sie mehr als bloß “Getöpfertes”. Viel mehr.

Jeroen Crena de longh.

Alle Keramikerinnen und Keramiker und auch Jeroen Crena de longh, Vorsitzender des “Keramiek Krings Limburg” lobten sehr den tollen, frisch renovierten  Ausstellungsraum im Töpfereimuseum Langerwehe und vor allen Dingen auch das großartige Engagement und die Begeisterungsfähigkeit von Museumsleiterin Dr. Kirsten Maaß. Zum Dank für ihren Einsatz bekam die Chefin des Töpfereimuseums eine Mosaikwand mit Fliesen der Keramiker, die derzeit in Langerwehe ausstellen. “Diese Wand wird in unserem Haus einen Ehrenplatz bekommen”, so eine sichtliche gerührte Kirsten Maaß. “Und an Sie geht die herzliche Einladung, ihre Fliesen jederzeit hier bei uns zu besuchen.”

Ein Besuch der Ausschreitung “Grenzüberschreitung” lohnt sich wirklich allemal. Die Schau ist bis Sonntag, 14. November, zu sehen. Das Töpfereimuseum in Langerwehe, Pastoratsweg 1, Telefon: 02423/4446, ist von montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 14 bis 18 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Samstags ist das Museum geschlossen. Erwachsene zahlen 3 Euro Eintritt. Also, liebe Kunstinteressierte und Keramikfreunde: Nix wie hin!

Und um so richtig Lust auf die Schau zu machen, gibt`s hier eine kleine Slideshow. Ein Klick genügt!

Am spannendstens sind wohl Menschen. Männer und Frauen, Kinder und Jugendliche mit ihren ganz unterschielichen Eigenheiten, Charaktern, Vorlieben, Stärken und Schwächen. Menschen halt.

Und genau deswegen will toepfergemeinde.de ab heute in ganz unregelmäßigen Abständen Bilder von Menschen aus Langerwehe zeigen: “Wehter Köpfe”. Leute, die wir irgendwo in Langerwehe getroffen haben, mit denen wir gesprochen haben, die wir kennen. Kurzum Personen, ohne die Langerwehe nicht so liebenswert und quirlig wäre, wie es ist.

Viele dieser “Wehter Köpfe” werden Sie kennen, manche vielleicht auch nicht. Bei allen lohnt es sich jedoch, sie einmel kennen zu lernen.

Heute sehen Sie in unserer kleinen Slideshow Andreas Schneider von der Langerweher Umwelt- und Naturschutz-Aktion (Luna), Elisabeth Bojowald, Förderkreis Töpfereimuseum, die ersten Museumstöpferein Christa Schmitt, Langerwehes Ortsvorsteher Dieter Mirbach, Buchautor Günther Krieger, Heinz Herten und Herbert Hilden von der Interessenvertretung “Pro Langerwehe”, Kunstprofessor Walter Dohmen, Frenny Siemons, Föderkreis Töpfereimuseum, Pfarrer Heinz Portz, Küster und Organist Martin Jung. Luise Morschel vom Wenauer Jugendclub “JuWel”, Museumsleiterin Dr. Kirsten Maaß, SPD-Mann Hans-Uwe Endrigkeit, Schulleiterin der Wehebachschule Dr. Hildegard Haubner-Moya, Rudi Frischmuth, FDP-Ratsherr, Musikclown Gerd Thul, Ralph Mennicken vom Töpfereimuseum im belgischen Raeren, Organist Ernst Rath, Harald Schmidt-Hurtienne vom Museums-Förderkreis, die deutsch-spanischen Familien Herten und Gielgen sowie Gemeindebrandinspektor Timo Löfgen.

Aber sehen Sie selbst!

Pier ist ein alter Ort, ein sehr alter sogar. Die ersten schriftlichen Quellen stammen aus dem Jahr 873. Pier ist also gut und gerne 1173 Jahre alt, ein Dörfchen mit viel Geschichte. Und ein Ort, der bald selbst Geschichte ist. Jedenfalls in seiner jetzigen Form. Pier fällt dem Braunkohletagebau zum Opfer, in fünf Jahren rollen hier die großen Bagger an. Ein Ort wird dem Erdboden gleich gemacht.Viele Häuser stehen schon leer, vor sechs Wochen wohnten nur noch 50 Menschen von ehemals knapp 1300 Einwohnern in Pier.

Die Umsiedler bauen entweder in Schophoven oder im neugegründeten Pier, einem Ortsteil von Langerwehe ihre Häuser neu. Östlich der Ortschaft Jüngersdorf entsteht auf einer Fläche von knapp 30 Hektar der Umsiedlungsstandort für die Bürgerinnen und Bürger aus Pier. Das neue Pier hat Platz für 260 Grundstücke, aber auch genügend Raum für einen Kindergarten und ein Bürgerhaus, in dem die Pierer Dorfvereine eine neue Heimat finden sollen. Einen Bolzplatz gibt es ebenfalls bereits, genau wie einen Kinderspielplatz. Auf dem neuen Friedhof im neuen Ort Pier mit über 500 Grabstellen finden bereits schon heute Beerdigungen statt.

Im November 2004 fand der erste Spatenstich für die Grunderschließung des neuen Ortes statt, ein halbes Jahre später standen die ersten Grundstücke zur Bebauung zur Verfügung.  Die erste Umsiedlerfamilie ist im März 2006 in ihr neues Haus eingezogen. Mittlerweile haben 106 Umsiedlerfamilien ihr neues Eigenheim in Langerwehe-Pier bezogen und vor zwei Jahren hatte der neue Ort insgesamt bereits 283 Einwohner zu verzeichnen. 26 Familien planen und bauen derzeit ihr neues Zuhause.

Und im alten Pier? Hier ist die Situation sehr trostlos, der Ort gleicht ein bisschen einer Geisterstadt. Fast an allen Häusern sind die Rolladen heruntergelassen, Leben findet hier kaum noch statt. Die Menschen verlieren ihre Heimat, aber sie gewinnen auch ein neues Zuhause. Vielleicht in Langerwehe.

Impressionen aus dem alten und neuen Ort sehen Sie hier.

Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe ist ein wahres Kleinod. Im Jahr 1157 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, blickt das Gotteshaus auf eine bewegte Geschichte, eigentlich eine ständige Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau. Noch im zwölften Jahrhundert wurde die Kirche durch einen Brand zerstört, wieder aufgebaut und dann sowohl während der „Geldrischen Fehde“ (1543) und im „Kölner Krieg“ (1586) ebenfalls zerstört. Im 30-jährigen Krieg wird das Gotteshaus in Mitleidenschaft gezogen, 1846 zerstört ein Blitzschlag den Turm der Kirche fast völlig. Während des Zweiten Weltkrieges liegt die Alte Kirche im direkten Frontverlauf und wird erneut sehr, sehr stark zerstört. Aber schon 1949 beginnen erste Sanierungsarbeiten und der Wiederaufbau der Kirche.

1957 hat sich der Verein zur Erhaltung der Alten Kirche (VEAK) gegründet, der sich bis heute zu für die Erhaltung und Sanierung des Gotteshauses einsetzt. Die Kirche hat mittlerweile einen neuen Fußboden aus Tonfliesen bekommen, eine neu Eingangstür, eine Sakaristeitür, auch die Kreuzigungsgruppe im Altarraum wurde restauriert. Die letzte, sehr aufwendige Sanierung umfasste die Stützmauer der Kirche, die aber jetzt auch wieder sicher Wind und Wetter trotzt.

Walter Rosarius

Nächstes, dringendes Projekt ist eine Sanierung des Turmes der Alten Kirche. Walter Rosarius, Geschäftsführer des VEAK erklärt: „Der Turm hat Rissschäden, die möglichst bald repariert werden müssen. Um genau feststellen zu können, wie groß die Schäden sind, werden wir wohl ein Gerüst aufstellen müssen. Und das kostet natürlich wieder viel Geld.“

Ansonsten, auch das wird in Walter Rosarius aktuellem Geschäftsbericht für die Alte Kirche mehr als deutlich, ist die Alte Kirche aus dem gemeindlichen Leben in Langerwehe mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Nicht nur, dass in den Frühlings- und Sommermonaten hier regelmäßig Gottesdienste stattfinden, es gibt auch Ausstellungen und Konzerte. Außerdem öffnet das Gotteshaus zum Tag des offenen Denkmals seine Pforten und beteiligt sich mit einem Lichterbild am Langerweher Töpfermarkt.

Peter Michael Porschen

Übrigens ist Peter Michael Porschen neuer Vorsitzender des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“. Bisher war immer der Pfarrer von Langerwehe Vereinschef, da Pastor Heinz Portz aber sieben Pfarrgemeinden zu betreuen hat, hat er dieses Amt zur Verfügung gestellt. Peter Michael Porschen war bis jetzt stellvertretender Vereinsvorsitzender. Selbstverständlich bleibt Pfarrer Portz, der sich dem histrischen Gotteshaus sehr verbunden fühlt, Vorstandsmitglied.

Im Augenblick hat der „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ etwa 300 Mitglieder. „Das sind aber üerwiegend ältere Leute“, so Walter Rosarius, Geschäftsführer des Vereins. „Es muss uns gelingen, neue Mitglieder zu bekommen. Beitrittserklärungen für den Verein zur Erhaltung der Alten Kirche liegen in dem Gotteshaus aus. Die Mitgliedschaft kostet zwölf Euro im Jahr.

Heute ist die Alte Kirche auf dem Rymelsberg von 11 bis 17 Uhr für Besucher göffnet, wer sich vorher einen Eindruck über das wunderschöne Gotteshaus verschaffen möchte, sehen Sie selbst!