Archiv für die ‘Nachgeforscht’ Kategorie

Horst Deselaers kennt sich mit der Geschichte seiner Bruderschaft bestens aus.

„Kaiser Wilhelm II. war ganz sicher in Langerwehe. Mehrfach sogar. Immer wenn er zu Kriegszeiten die Truppen im Westen besuchen wollte, ist er durch unseren Ort gekommen.“ Dr. Burchard Sielmann, früherer Leiter des Töpfereimuseums, Frenny Simons, Vorsitzender des Museums-Förderkreises, und Horst Deselaers, Brudermeister der Langerweher Schützen, sind im Kaiserfieber. Wilhelm der II., der mit vollem Namen übrigens Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen hieß und von 1859 bis 1941 gelebt hat, war aber nicht bloß Durchreisender der Töpfergemeinde, er war auch Schützenkönig der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Und zwar vor genau 100 Jahren.
Horst Deselaers erzählt: „Früher wurde beim Königsschießen immer der erste Schuss zu Ehren des Kaisers abgegeben. Und beim Schützenfest 1912 ist bei diesem ersten Schuss gleich der Vogel runtergekommen.“ Sogar das „Politische Tageblatt“ vom 26. August 1912 hat über diesen außergewöhnlichen Vorgang berichtet, hier heißt es: „Der Fall wurde sofort nach Berlin berichtet. Jetzt ging folgende amtliche Meldung ein: Seine Majestät der Kaiser und König haben geruht, die bei dem diesjährigen Königsvogelschießen der St. Sebastianus-Schützengesellschaft zu Langerwehe auf Allerhöchst diesselbe gefallene Schützenwürde anzunehmen.“
Deselaers bringt es noch einmal auf den Punkt: „Der Kaiser war bei uns König. Darüber, ob er wirklich beim Schützenfest dabei war, streiten sich die Geister.“ Unstrittig ist, dass das Schützenfest im Jahre 1912 ein besonders prächtiges war. Horst Deselaers: „Unsere Bruderschaft hat damals ihr 300-jähriges Bestehen gefeiert. Und es ist überliefert, dass vor allem der Schützenzug besonders groß war.“

Bürgermeister Heinrich Göbbels schlüpft in die Rolle des Kaisers.

Käthe Rolfink ist die Kaiserin

Der Tatsache, dass Langerwehe einst einen kaiserlichen Schützenkönig hatte, soll beim 25. Eifelmarkt am kommenden Sonntag besonders Rechnung getragen werden. „Natürlich wissen wir“, sagt Dr. Burchard Sielmann, „dass Wilhelm II. durchaus auch ein umstrittener Herrscher war.“ Immerhin galt der Kaiser als Traditionalist, der Deutschland in der Welt isoliert und einen Weltkrieg provoziert hat. Frenny Simons: „Dass wir den Kaiser beim Eifelmarkt noch einmal aufleben lassen und auch auftauchen lassen, hat überhaupt nichts damit zu tun, dass wir ihn als politische Größe huldigen wollen. Wir wollen einfach an die Tatsache erinnern, dass er bei uns vor 100 Jahren Schützenkönig war.“ Die Zeit um die Jahrhundertwende, ergänzt Burchard Sielmann, sei eine unglaublich spannende Zeit gewesen. Seit 1870/71 herrschte in Deutschland ununterbrochen Frieden. Den Menschen ging es wirtschaftlich ziemlich gut. Davon zeugen zum Beispiel die prächtigen Hüte und Kleider, die die Langerweher „Damen der gehobenen Gesellschaft“ beim Schützenumzug 1912 getragen haben. Die ein oder andere wird sich sogar zu Ehren des Kaisers damals ein neues Outfit zugelegt haben.
Der 25. Langerweher Eifelmarkt findet am Sonntag, 9. September, von 10 bis 18 Uhr im Töpfereimuseum, Pastoratsweg 1, statt. 
Kaiser Wilhelm II. wird gemeinsam mit seiner Gattin (gespielt von Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels und Kreiskulturausschussvorsitzende Käthe Rolfink) den Markt gegen 11 Uhr besuchen – mit viel Prunk und Flair aus der Zeit um die Jahrhundertwende.

Albert Esser und Michael Krieger haben eine interessante Entdeckung gemacht, über die wir hier auf toepfergemeinde.de gerne in unserer Rubrik “Nachgeforscht” berichten. Es geht um das Stifterbild “Kreuzigung mit St. Georg” in der Taufkappelle in Schlich. Aber lesen Sie selbst:

Nachgeforscht: Das Stifterbild von Schlich.

„Das in der Taufkapelle unserer Kirche hängende Bild ist das alte Altarbild des spätgotischen Georgsaltars in der Kapelle zu D’horn, “ so steht es in der Veröffentlichung des Geschichts- und Heimatvereins Herrschaft Merode „200 Jahre Pfarre St. Martinus D’horn“, in der auch das abenteuerliche Überleben des genannten Bildes bis in die heutige Zeit beschrieben wird. Zum Schützenfest des Jahres 1957 wurde ein neuer Seitenaltar in der Schlicher Kirche fertiggestellt auf dem dann auch das restaurierte Bild seinen Platz fand. Im Pfarrbrief von April 1957 ist hierüber zu lesen: “Ein altes Holzbild aus dem zwölften oder 13. Jahrhundert, wahrscheinlich des ersten Georgaltars hat nun Aufstellung in dem neuen Georgsaltar gefunden“ Aber ist das überhaupt richtig?
“Bei den oben genannten Ausführungen war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens”, meinen Albert Esser und Michael Krieger und können das auch belegen. Albert Esser schreibt: “Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, in der Zeit in dem man das Bild gefunden hat, hatte man andere Sorgen als der Herkunft dieses Bildes nachzugehen. Einen Geschichtsverein gab es noch nicht und nur wenige haben sich mit der Geschichte unserer Heimat befaßt. Zudem war Vieles im Krieg verlorengegangen. Aufschluß über die Herkunft des Bildes gibt ein Blick in die linke untere Ecke des Gemäldes. Hier ist nämlich das Wappen des Stifters zu sehen. Im roten Wappen findet sich ein Busch, vielleicht ein Dornenbusch, links davon steht ein “E“, rechts davon ein „D“. Es wird also Emundus Dohrn gewesen sein dem dieses Altarbild gewidmet wurde. Aber woher stammt Emundus Dohrn? Werner Cremerius, Begründer der heute noch bestehenden Studienstiftung Cremerius (Cremeriana), erwähnt in seinem Testament vom 17.08.1615 einen Neffen Emund, der zu diesem Zeitpunkt Pastor in Echtz war (Quelle: Müller – Westphal). Demnach wäre Emundus Dhorn der Sohn dessen Schwester. Großeltern mütterlicherseits wären Johann Cremerius zu Merken und Adelheid Stütgen, auch Adelheid von Merode genannt, demnach wohl aus Merode stammend.

Eine Detailaufnahme.

Ein Johannes Dorn zu Schlich, ehemaliger Rentmeister der Herrschaft Merode wird in den Akten  eines Prozesses vor dem Reichskammergericht in Speyer aus den Jahren 1596 bis 1602 genannt. Die letzten Personen mit diesem Namen werden in den Kirchenbüchern der Pfarre D’horn geführt. Es waren der Schöffe Petrus Dhorn (gestorben am14.April 1665) und Catharina Dhorn (gestorben am 9.Oktober 1676), beide ebenfalls aus Schlich.
Möglicherweise stammt der Vater des Emundus Dohrn aus dieser Familie.
Aber wer war Emundus Dohrn? Emundus Dhorn wird in einem Erbpachtbrief vom 28.Januar 1614 als „Pastor zu Echtz“ und zusammen mit Petrus Tholen „Altaristen von Dohrn“ und „Provisors des Ritterlichen Hospitals zu Geich“ bezeichnet. Eine Abschrift dieses Erbpachtbriefes aus dem Jahr 1833 befindet sich im Kreis- und Stadtarchiv Düren (Nachlass Hamacher). Den aufgeführten Funktionen zufolge hat Emundus Dhorn eine herausragende Stellung bekleidet. Er ist auch der einzige bekannte Geistliche, der zugleich Pastor in Echtz und Altarist in D’horn war.
Am  25. Februar 1632 wird in den Kirchenbüchern von Mariaweiler ein „R.(eferendus) D.(ominus) Emundum, Pastorem in Echtz“ als Taufpate genannt. Er hat also 1632 noch gelebt, war aber anscheinend 1635 verstorben, da in diesem Jahr Matthias Miessing, Pfarrer von Echtz, auf dem alten Friedhof in Echtz beerdigt worden ist. Das Stifterbild dürfte also aus der Zeit um 1630 stammen. Auf dem Bild ist offenbar der Stifter, mit einem Gebetbuch in Händen, abgebildet.
Ist es wirklich sein Ebenbild? Wir wissen es nicht! Genauso wenig wissen wir, was Emundus Dohrn gestiftet hat. Es dürfte aber mit einiger Sicherheit in seiner Eigenschaft als Altarist am St. Georgsaltar zu D’horn in Verbindung stehen.

Wenn auch Sie, liebe User von toepfergemeinde.de, sich für Heimatgeschichte interessieren, und eine ähnlich interessante Geschichte kennen wie Albert Esser und Michael Krieger, dann lassen Sie es uns wissen. Wir freuen uns schon über Ihre Mails an toepfergemeinde@web.de!

So sehen die Stolpersteine von Gunter Demnig aus. Dieser liegt in der Stürtzstraße in Düren.

Wie toepfergemeinde.de bereits berichtet hat, sollen auch in Langerwehe so genannte Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig verlegt werden. Die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) hatte die Idee zu der Aktion. Gunter Demnig  erinnert mit seinen kleinen Kunstwerken an die Opfer der Nazi-Zeit in Deutschland, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing ins Trottoir einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 500 Orten Deutschlands, zum Beispiel auch in Düren,  und in mehreren Ländern Europas. “Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist”, sagt Gunter Demnig. „Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.“

Mittlerweile hat ein erstes Informationstreffen in Langerwehe statt gefunden, es haben sich bereits Sponsoren gefunden (jeder Stolperstein kostet um die 100 Euro) und Ralph Becker aus Luchem hat seine Recherchen über jüdische Familien in Langerwehe zur Verfügung gestellt.

In der Kategorie “Nachgeforscht” will toepfergemeinde.de versuchen, ein wenig über die Geschichte der Wehter Juden zu erzählen. In den 30er Jahren haben etwa 60 Jüdinnen und Juden in Langerwehe gelebt, 23 haben es nicht geschafft, sich vor den Nazis in Sicherheit zu bringen.

Dr. Hans Porschen.

Wir beginnen unsere neue Serie mit dem Kaufmann Leo Höxter. Dr. Hans Porschen, ehemaliger Ortsvorsteher von Langerwehe, hat uns mit Informationen über Herrn Höxter versorgt. Wenn auch Sie, liebe Leser von toepfergemeinde.de, Kenntnisse über jüdische Familien in Langerwehe haben, dann lassen Sie es uns bitte wissen. Damit zumindest einige Namen, denen Gunter Demnig im Dezember einen Stolperstein setzen wird, auch ein Gesicht, eine kleine Geschichte bekommten.

Leo Höxter ist am 28. August 1882 geboren, ihm gehörten die Häuser Hauptstraße 83 und 85. Er war der festen Überzeugung, dass die Nazis, ihm nichts anhaben würden. Höxter hatte im ersten Weltkrieg für Deutschland gekämpft und war sogar mit einer Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet worden. Kein Wunder also, dass er seine Textilgeschäft in der Hauptstraße auch nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten unbeirrt weiter führte.

Hier hat Leo Höxter mit seiner Familie gewohnt.

Er war in Langerwehe beliebt. Sehr beliebt sogar. Nicht selten konnten die Kunden bei Leo Höxter in Raten bezahlen, manchmal sogar ohne Anzahlung. Viele Kinder ärmerer Familien soll er für ihre Erste Heilige Kommunion unentgeldlich ausgestattet haben.

Irgendwann wurden Leo Höxter und seine Familie in einem Haus im Aachener Stadtteil Diepenbenden untergebracht, einige Male durfte er von da aus noch nach Langerwehe fahren. Alle Bewohner der Sammelunterkunft in Diepenbenden sind während des Krieges abtransportiert worden. Wohin, weiß keiner genau. Sicher ist nur, dass Leo Höxter und seine Frau verschollen sind. Von den beiden Töchtern ist nach dem Krieg nur Erika wieder aufgetaucht, sie war früh nach Israel ausgewandert. Der großen Beliebtheit Leo Höxters ist es wohl zu verdanken, dass heute in Langerwehe die Südtangente vom Bahnhofsplatz bis zur Einmündung in den Kreisverkehr (in unmittelbarer Nähe des jüdischen Friedhofs) nach ihm benannt wurde.

Die Kapelle in Obergeich.

Die Kapelle in ihrem Heimatort Obergeich ist fester Bestandteil von Annemie Hertens Leben. Die rührige Vorsitzende des “Kapellenbauvereins Obergeich” ist 72 Jahre alt, die schmucke Kapelle mitten im Ort an der Beethovenstraße zählt inzwischen  75 Lenze. “Mein Vater, mein Bruder und mein Vetter waren alle schon Vorsitzende des Kapellenbauvereins”, erklärt Annemie Herten. “Und jetzt bin ich es halt.”

Am 4. Dezember 1923 wurde in dem Langerweher Ortsteil Obergeich ein Kapellenbauverein gegründet mit dem Ziel, in der Dorfmitte eine Kapelle einzurichten. Nach mehreren Beuchen im Generalvikariat des Bistums Aachen und beim Bauamt des Kreises Düren bekamen die Obergeicher die Baugenehmigung für ihre Kapelle und legten auch gleich los. Am 23. September 1934 war die Grundsteinlegung der Kapelle, aus diesem Anlass wurde auch die erste Heilige Messe am späteren Standort des kleinen Gotteshauses gefeiert. Auf Wunsch des damaligen Schlicher Pfarrers Josef Ossemann wurde die Kaplle unter den Schutz der Heiligen Bernadette Soubirous, der Seherin des berühmten Wallfahrtsortes Lourdes, gestellt. Er war es auch, dem es gelang, eine Reliquie mit einem Haupthaar der Heiligen Bernadette nach Obergeich zu holen. Die steht zwar heute in der Schlicher Pfarrkirche St. Martinus, eine schöne Figur der Seherin in der Obergeicher Kapelle erinnert  aber immer noch an die große Heilige. Und wird zu besonderen Anlässen auch in der Obergeicher Kapelle zur Verehrung gereicht.

In den ersten Jahren übernahmn die Eucharistiner aus Düren, später die Patres von der Heiligen Familie, die Spiritaner aus Broichweiden und die Franziskaner aus Vossenack die seelsorgerische Betreuung der Kapelle.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kapelle schwer zerstört, die Bewohnerinnen und Bewohner von Obergeich sorgten jedoch mit Ausdauer, Zeit und Opferbereitschaft für eine schnelle Instandsetzung. Annemie Herten: “Damals wurden wir sehr unterstützt von den Pfarrern Dr. Bruno Selung und Johannes Heinrich Schmitz. Die haben auch für regelmäßige Gottesdienste an Sonn- und Werltagen gesorgt.”

Die Kapelle, die vor neun Jahren komplett renoviert wurde und mittlerweile ein echtes Schmuckstück in und für Obergeich ist, hat 110 Sitz- und noch einmal rund 60 Stehplätze. Die Damen und Herren vom Kapellenbauverein – immerhin ist mehr als die Hälfte der Obergeicher hier Mitglied – bekommen für ihr Gotteshaus kein Geld vom Bistum Aachen, sie finanzieren ihr Kirchlein komplett selbst. Alle vier Jahre findet ein großes Kapellenfest mit Losverkauf, Kinderbelustigung, Grillbude und Cafeteria statt. Und so konnten unter anderem ein Toilettenanbau, eine neue Heizung  und die Sanierung des Daches realisiert werden. “Die Obergeicher hängen alle sehr an ihrer Kapelle”, sagt Annemie Herten. “Das ist wirklich wahr. Auch wenn leider nicht sehr viele aktiv mitarbeiten. Aber immerhin haben wir jetzt ein paar junge Männer bei uns im Vorstand.” Klar, dass die Kapelle bei den Dank Pfarrer Bernhard Gonmbert, der derzeit die Gläubigen in Schlich und damit auch in Obergeich betreut, immer noch regelmäßig stattfindenden Gottesdiensten nicht besonders voll ist. “Aber”, so Annemie Herten, “am Wochenende als Pfarrgemeinderatswahlen waren, hatten wir einen Rekordbesuch. Da sind 107 Menschen zu uns in den Gottesdienst gekommen. Das war toll!”

Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe ist ein wahres Kleinod. Im Jahr 1157 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, blickt das Gotteshaus auf eine bewegte Geschichte, eigentlich eine ständige Geschichte von Zerstörung und Wiederaufbau. Noch im zwölften Jahrhundert wurde die Kirche durch einen Brand zerstört, wieder aufgebaut und dann sowohl während der „Geldrischen Fehde“ (1543) und im „Kölner Krieg“ (1586) ebenfalls zerstört. Im 30-jährigen Krieg wird das Gotteshaus in Mitleidenschaft gezogen, 1846 zerstört ein Blitzschlag den Turm der Kirche fast völlig. Während des Zweiten Weltkrieges liegt die Alte Kirche im direkten Frontverlauf und wird erneut sehr, sehr stark zerstört. Aber schon 1949 beginnen erste Sanierungsarbeiten und der Wiederaufbau der Kirche.

1957 hat sich der Verein zur Erhaltung der Alten Kirche (VEAK) gegründet, der sich bis heute zu für die Erhaltung und Sanierung des Gotteshauses einsetzt. Die Kirche hat mittlerweile einen neuen Fußboden aus Tonfliesen bekommen, eine neu Eingangstür, eine Sakaristeitür, auch die Kreuzigungsgruppe im Altarraum wurde restauriert. Die letzte, sehr aufwendige Sanierung umfasste die Stützmauer der Kirche, die aber jetzt auch wieder sicher Wind und Wetter trotzt.

Walter Rosarius

Nächstes, dringendes Projekt ist eine Sanierung des Turmes der Alten Kirche. Walter Rosarius, Geschäftsführer des VEAK erklärt: „Der Turm hat Rissschäden, die möglichst bald repariert werden müssen. Um genau feststellen zu können, wie groß die Schäden sind, werden wir wohl ein Gerüst aufstellen müssen. Und das kostet natürlich wieder viel Geld.“

Ansonsten, auch das wird in Walter Rosarius aktuellem Geschäftsbericht für die Alte Kirche mehr als deutlich, ist die Alte Kirche aus dem gemeindlichen Leben in Langerwehe mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Nicht nur, dass in den Frühlings- und Sommermonaten hier regelmäßig Gottesdienste stattfinden, es gibt auch Ausstellungen und Konzerte. Außerdem öffnet das Gotteshaus zum Tag des offenen Denkmals seine Pforten und beteiligt sich mit einem Lichterbild am Langerweher Töpfermarkt.

Peter Michael Porschen

Übrigens ist Peter Michael Porschen neuer Vorsitzender des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“. Bisher war immer der Pfarrer von Langerwehe Vereinschef, da Pastor Heinz Portz aber sieben Pfarrgemeinden zu betreuen hat, hat er dieses Amt zur Verfügung gestellt. Peter Michael Porschen war bis jetzt stellvertretender Vereinsvorsitzender. Selbstverständlich bleibt Pfarrer Portz, der sich dem histrischen Gotteshaus sehr verbunden fühlt, Vorstandsmitglied.

Im Augenblick hat der „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ etwa 300 Mitglieder. „Das sind aber üerwiegend ältere Leute“, so Walter Rosarius, Geschäftsführer des Vereins. „Es muss uns gelingen, neue Mitglieder zu bekommen. Beitrittserklärungen für den Verein zur Erhaltung der Alten Kirche liegen in dem Gotteshaus aus. Die Mitgliedschaft kostet zwölf Euro im Jahr.

Heute ist die Alte Kirche auf dem Rymelsberg von 11 bis 17 Uhr für Besucher göffnet, wer sich vorher einen Eindruck über das wunderschöne Gotteshaus verschaffen möchte, sehen Sie selbst!