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Robert Kurth setzt sich unermüdlich für behinderte Menschen ein.

Robert Kurths Mutter war schwer rheumakrank. „Damals gab es für diese Menschen kaum Hilfe“, sagt ihr Sohn, der sie gemeinsam mit seiner Ehefrau gepflegt hat. „Und durch meine Mutter hat mein Engagement für Menschen mit Behinderungen irgendwie angefangen.“ Und es hat ihn nie mehr losgelassen. Robert Kurth ist 73 Jahre alt, pensionierter „Bahner“, selbst zu 100 Prozent behindert und trotzdem noch immer auf Achse. Seit Neuestem vertritt er die Gemeinde Langerwehe im Landesbehindertenbeirat Nordrhein-Westfalen. Insgesamt 22 Mitglieder hat dieses Gremium. Aus dem Kreis Düren sind darüber hinaus noch Oliver Bünten als Vertreter für den Kreis, Maria Steimann für die Stadt Düren sowie Frank Thyssen (Stadt Heimbach) in diesem Gremium vertreten. Die anderen drei Vertreter arbeiten bei der Kreisverwaltung, bei der Stadt Düren beziehungsweise bei der Stadt Heimbach. Für Robert Kurth ist die Arbeit auf Landesebene ein reines Ehrenamt. Trotzdem hat er einen richtigen Dienstausweis mit der Nummer 191. „Ohne den“, so Kurth, „käme ich so ohne Weiteres in den Düsseldorfer Landtag gar nicht rein.“

Mit 29 Jahren hatte Robert Kurth einen schweren Dienstunfall, damals hatte er gerade die Lokführerprüfung gemacht. „Ich hätte zu Hause bleiben können bei vollem Gehalt“, erzählt er. „Aber das war überhaupt nichts für mich.“ Kurth ist in die Personalabteilung der Deutschen Bahn nach Köln gekommen. Und hat angefangen, sich stark für die Belange seiner Mitmenschen und Kollegen einzusetzen. Robert Kurth ist Vorsitzender des Sozialverbandes VdK in Langerwehe, unter seiner Leitung hat sich der Verein von 41 auf über 300 Mitglieder vergrößert. „Ich habe mich immer sehr für die Mitglieder eingesetzt. Manchmal war ich ganze Tage unterwegs, um Leute zu Ämtern und Behörden zu begleiten“, sagt Kurth. Im Kreis Düren und in der Städteregion Aachen, schmunzelt der hilfsbereite Mann, sei er bei fast allen Verwaltungen bekannt. „Die begrüßen mich immer mit Namen. Und das hilft.“ Der Vater eines Sohnes und Opa einer Enkelin, die gerade dabei ist, ihr Abitur „zu bauen“, sitzt zudem seit Jahrzehnten für die SPD im Langerweher Gemeinderat, arbeitet gerne im Garten und wollte sich eigentlich mit Mitte 70 etwas mehr Ruhe gönnen. Aber so richtig wird daraus nichts. Den VdK-Vorsitz in Langerwehe hat er zwar niedergelegt, trotzdem klingelt es oft an seiner Tür, weil Leute Hilfe brauchen. Und die Arbeit in Düsseldorf verlangt natürlich auch Einsatz. Zwar war Robert Kurth erst bei einer Sitzung des Landesbehindertenbeirates, aber nach den Landtagswahlen tagt das Gremium im Schnitt vier Mal im Jahr. „Wir kämpfen für die Belange von behinderten Menschen und Demenzkranken. Das ist sehr wichtig“, sagt Kurth. „Ich bin überzeugt, dass ich in Düsseldorf noch etwas erreichen kann“, so Kurth kämpferisch. „Das habe ich ja hier in Langerwehe und im Kreis Düren gesehen. Der Einsatz ist nicht umsonst.“

Rolf Kurth ist der dienstälteste SPD-Chef in Nordrhein-Westfalen.

Im Büro von Rolf Kurth im Keller seines Hauses in Hamich hängen unzählige Fotos. Bilder aus Langerwehe, aber vor allen Dingen Fotos mit Rolf Kurth. Rolf Kurth mit Johannes Rau zum Beispiel oder mit BAP-Sänger Wolfgang Niedecken. „Das sind Freunde von mir“, sagt Rolf Kurth. „Wichtige Persönlichkeiten, die mein Leben geprägt haben.“ Persönlichkeiten der deutschen Sozialdemokratie waren es auch, die Rolf Kurth mit 15 Jahren dazu gebracht haben, bei den Jusos, also der Jugendorganisation der SPD, mitzumachen und drei Jahre später in die Partei einzutreten. „Das war eine Folge der 68er Bewegung“, so der 57-Jährige. „Und weil es damals Persönlichkeiten wie Willy Brandt, Johannes Rau und Hans-Jürgen Wischnewski gab. Das waren Männer, die eine Meinung hatten, die sie auch vertreten haben.“  
Rolf Kurth ist seit 32 Jahren SPD-Vorsitzender in Langerwehe (er ist der dienstälteste SPD-Chef in Nordrhein-Westfalen), genauso lange sitzt er im Gemeinderat der Töpfergemeinde, wo er zudem seit sieben Jahren Vorsitzender der SPD-Fraktion ist. Außerdem war er zehn Jahre stellvertretender Bürgermeister in seiner Heimat. Seit vier Jahren ist er zudem Ortsvorsteher von Heistern, Hamich, Wenau und Schönthal, außerdem sitzt er seit 22 Jahren auch im Kreistag in Düren.

 „In der Kommunalpolitik“, sagt Kurth, „kann man Dinge unmittelbar bewegen. Man kann Sachen erreichen, die der Bürger so nicht erreichen könnte. Und das macht einfach Spaß.“ Spaß hat ihm auch immer der Parteivorsitz der Wehter Genossen gemacht, mittlerweile denkt Rolf Kurth aber darüber nach, das Amt abzugeben. „Das Jahr hat 365 Tage“, schmunzelt er, „und ich im gleichen Zeitraum locker 600 Termine. Viel Freizeit bleibt da nicht.“ Genauso wenig wie Zeit für Hobbies. Kurth ist leidenschaftlicher Skatspieler und Saunagänger. 
Als einen seiner wichtigsten Erfolge in seiner langen Karriere als Kommunalpolitiker nennt Rolf Kurth auf Langerweher Ebene die Umwandlung der Hauptschule in eine Gesamtschule („Das war damals die erste Gesamtschule im ländlichen Bereich und ist heute zertifizierte Europaschule.“). Bei allem, so Kurth, habe für ihn das Wohl der Bürgerinnen und Bürger immer absolut im Vordergrund gestanden. „Das ist doch das, worauf es ankommt. Egal, ob die Entscheidungsträger schwarz, gelb, grün oder rot sind.“  

Übrigens hat Rolf Kurth nie mit dem Gedanken gespielt, aus der SPD auszutreten, auch wenn er manchmal mit seinen Genossen ganz schön hadert. Zum Beispiel jetzt, wenn die Landtagsabgeordneten sich mal eben die Diäten um 500 Euro erhöhen. „Das macht mich sauer, vor allem vor dem Hintergrund, dass die Herrschaften sich so schwer damit getan haben, den Hartz-IV-Satz um nur fünf Euro zu erhöhen.“ 
Trotzdem, so Kurth, sei auch heute der Grundsatz seiner Partei immer noch „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“. „Das ist meine Lebensphilosophie. Und daran wird sich auch nie etwas ändern. Ändern können sich nur die Personen, die in der SPD arbeiten, nicht aber diese grundsätzliche Haltung der Partei.“

Edmund Thelen bei seiner Heimkehr nach Langerwehe.

„Das bin ich. Damals, als ich endlich wieder nach Hause durfte.“ Edmund Thelen aus Langerwehe ist am 2. Januar 90 Jahre alt geworden, aber wenn er die alten Fotos von früher betrachtet, wird er auch heute immer noch sehr traurig. Edmund Thelen ist 1944, also mit gerade einmal 22 Jahren, in russische Kriegsgefangenschaft geraten. Und ist erst elf Jahre später als einer der letzten im Kreis Düren wieder heil nach Hause gekommen. „Ganz Langerwehe war damals auf den Beinen“, erinnert sich Edmund Thelens Ehefrau Käthe (81). „Ich bin auch von der Arbeit direkt losgefahren, um zu gucken, wie Edmund empfangen wird.“ So richtig hatte damals keiner damit gerechnet, dass Edmund Thelen nach den harten Jahren in Russland noch einmal nach Langerwehe zurückkommen würde. Der mittlerweile verstorbene Unternehmer Franz Schain hatte Edmund Thelen gemeinsam mit Thelens Bruder Willi und Schains Sohn Heinrich im Lager Friedland abgeholt. In einem Korso wurde Edmund Thelen dann durch die Töpfergemeinde gefahren – unter Sirenengeheul und Glockengeläut.
Käthe Thelen: „Dass so viele Leute auf den Beinen waren, hat meinem Mann Mut gemacht. Er hatte ja überhaupt nichts, musste ganz von vorne anfangen. Und das ganze Dorf hat ihm damals wirklich nach Kräften geholfen.“ 1941 musste der junge Soldat an die Russlandfront und noch viele Jahre später hat es ihm immer noch die Tränen in die Augen getrieben, wenn er an die Zeit voller Hunger, Durst und den Kampf gegen Malaria und Hepatitis denken musste. „Es war furchtbar für meinen Mann“, sagt Käthe Thelen.

Edmund Thelen heute mit 90 Jahren.

Nachdem die Russen den jungen Langerweher gefangen genommen hatten, warfen sie ihm Sabotage am russischen Volksvermögen vor. Thelen musste die Tat zugeben, um der Todesstrafe zu entgehen, seine Alternative waren 20 Jahre Zuchthaus. Edmund Thelen war im Lager Workuta in der sibirischen Tundra, erst auf Intervention von Konrad Adenauer und SPD-Politiker Carlo Schmidt ist er frei gekommen.
Von den Briefen, die Edmund Thelen während seiner Gefangenschaft an seine Eltern geschrieben hat, hat er einen Teil verwahrt. „Wir durften natürlich nur positive Sachen schreiben, etwas Negatives wäre niemals angekommen.“ Und so steht in Thelens Heimatpost immer, dass es ihm gut geht. Allerdings waren seine Eltern tragischerweise schon lange tot, als der erste Brief in Langerwehe ankam. Sie waren 1948 gestorben und hatten ihren Jungen tot geglaubt, weil kein Lebenszeichen von ihm kam.

Nach seiner Heimkehr in die Töpfergemeinde musste Edmund Thelen zunächst für ein halbes Jahr in Quarantäne, um alle seine Krankheiten auszukurieren. Danach hat er als Schlosser bei der Rheinbraun angefangen. Ziemlich schnell hat er bei einem Einkauf auch seine Käthe kennengelernt. „Und wir haben bald geheiratet“, erzählt die 81-Jährige. „Mein Mann hat sein ganzes Leben lang unter der russischen Gefangenschaft gelitten. Und das nicht nur, weil er ein Auge verloren hat und sehr häufig krank war. Auch psychisch hat ihn das sehr mitgenommen.“ Heute lebt Edmund Thelen mit seiner Frau immer noch in der Martinstraße, da wo beide auch aufgewachsen sind. Das Paar hat zwei Söhne und vier Enkelkinder.

Janica Hammer (rechts) mit ihrer Mutter Susanna.

Janica Hammer hat ein großes Ziel. In zwei Jahren, wenn sie 16 ist, möchte die Achtklässlerin aus dem Langerweher Ortsteil Hamich beim ATG-Winterlauf in Aachen starten. 18,1 Kilometer muss Janica dann am Stück laufen. Und dafür trainiert sie jetzt schon ziemlich viel.

Janicas großes Hobby ist das Laufen, besser gesagt der Laufsport. Mindestens drei Mal in der Woche schnürt sie ihre Laufschuhe und rennt los – im Schnitt etwas mehr als fünf Kilometer. Sie schafft aber auch schon zwölf Kilometer am Stück.

„Ich bin bei den ‚Hamich Runners‘ aktiv“, erzählt Janica, die schon seit ihrem fünften Lebensjahr gerne läuft, „aber am liebsten laufe ich alleine. Weil ich da mein Tempo selbst bestimmen kann und auf niemanden Rücksicht nehmen muss. Das ist am besten. Und es ist auch leichter als in der Gruppe.“

Janica Hammer sagt, dass Laufen ihr großen Spaß macht. „Ich muss ziemlich viel für die Schule tun. Und wenn ich dann lange gelernt habe, gehe ich danach sehr gerne laufen.“ Hinterher, sagt Janica, „ist man dann sehr froh, wenn man es geschafft hat.“ Darüber hinaus gefällt es der 14-Jährigen, dass man außer einem Paar guter Schuhe und einer bequemen Hose zum Laufen nichts weiter braucht. „Und ich kann jederzeit von zu Hause loslaufen, muss nirgendwo hinfahren. Das finde ich einen großen Vorteil meiner Sportart.“

Klar gibt es auch Phasen, in denen Janica keine große Lust zum Laufen hat. Und die kennt auch Janicas Mutter Susanna Hammer, die selbst passionierte Läuferin ist und bei den „Hamich Runners“ auch als Trainerin aktiv ist. „Fast alle Kinder und Jugendlichen“, sagt Frau Hammer, „haben zwischendurch mal keine Lust. Dann gehen andauernd die Schuhe auf, die Kinder haben Seitenstechen. Da gibt es viele Ausreden. Die Kinder zu zwingen, bringt gar nichts. Aber bei den allermeisten ist es dann so, dass sie sich doch wieder zu einem Wettkampf aufraffen können. Den schaffen sie dann auch, und schon ist die Lust am Laufen wieder da.“ Janica Hammer nimmt regelmäßig an Wettkämpfen teil. Zuletzt ist sie beim Jülicher Winterlauf gestartet und hat den zweiten Platz gemacht. Beim Tivolilauf in Aachen ist sie sogar Erste geworden.

Ihren nächsten Start hat Janica Hammer am Sonntag, 15. Januar, beim Dürener Stadtlauf in der Innenstadt. „Am wichtigsten“, sagt die talentierte Läuferin, „ist mir, dass ich eine gute Zeit laufe.“ In Jülich habe sie die Strecke in 25 Minuten absolviert. „Das war okay. Aber die Strecke beim Stadtlauf in Düren ist sehr kurvig und manchmal sogar ziemlich glatt. Das ist nicht so einfach.“ Trotzdem ist Janica zuversichtlich, dass sie eine gute Zeit laufen wird. „Ich habe mittlerweile wirklich ein Gefühl dafür, wie schnell ich unterwegs bin.“ Manchmal läuft aber auch Janicas Vater Dirk Hammer einen Wettkampf gemeinsam mit seiner Tochter. Mit Pulsuhr und allem, was dazu gehört. „Und dann weiß ich meine Zeit natürlich immer ganz genau.“ Janica Hammer will‘s wissen. Und deswegen schnürt sie jetzt auch schon wieder ihre Turnschuhe. Das Training ruft. Schließlich will Janica Hammer fit bleiben – für den Stadtlauf und für den ATG-Winterlauf in zwei Jahren.

Bei den „Hamich Runners“ gibt es seit sechs Jahren eine Laufgruppe für Kinder ab fünf Jahren, die „Tapsy Turtles“. Für die Gruppe wird dringend eine zweite Betreuerin gesucht, die Lust hat, mittwochs nachmittags eine Dreiviertelstunde mit den Knirpsen zu laufen und zu spielen. Wer Lust hat, kann sich direkt bei Susanna Hammer unter der Rufnummer 02409/76 01 35 melden.

Die Laufgruppe für ältere Kinder und Jugendliche freut sich über neue Mitglieder. Wer Interesse hat, sollte über eine gewisse Grundfitness verfügen und eine halbe Stunde am Stück laufen können. Die Jugendlichen treffen sich mittwochs um 17. 30 Uhr in Hamich.

So sieht das Bild des Heiligen Florians aus.

Herbert Strasssfeld

„Ich weiß auch nicht, wo ich das her habe. Aber mein Opa war auch ein richtiger Künstler.“ Herbert Strassfeld aus Langerwehe ist ein sehr rühriger Mann. Seit Jahren engagiert der 67-Jährige sich im Verein zur Erhaltung der Alten Kirche, ist mittlerweile sogar Vorstandsmitglied und seit fast einem Jahrzehnt für das Lichterbild in dem historischen Gotteshaus auf dem Rymelsberg verantwortlich. „Eigentlich wollte ich das Lichterbild gar nicht machen“, erinnert sich Herbert Strassfeld. „Ich dachte, dass ich das nicht kann. Aber der damalige Pastor von Langerwehe, Rüdiger Hagens, hat mir Mut gemacht. Und gesagt: ‚Mit Gottes Hilfe schaffen Sie das schon.‘  Und er hatte Recht.“

Das Lichterbild erstrahlt immer am Töpfermarktwochende, diesmal also am 26. und 27. November, und zwar an beiden Tagen von 11 bis 18 Uhr. Die Verantwortlichen vom Verein zur Erhaltung der Alten Kirche verkaufen auf dem Markt im Töpfereimuseum, Pastoratsweg 1, kleine Teelichter, die dann entsprechend der Sandlinien von Herbert Strassfeld im Altarraum der Kirche aufgestellt werden. „Je mehr Kerzen desto besser“, lacht Vereins-Vorsitzender Peter-Michael Porschen. „Die Lichteraktion ist für uns wirklich zu einer sehr wichtigen Einnahmequelle geworden.“ An guten Töpfermarkt-Tagen leuchten in der Alten Kirche schon einmal rund 1500 kleine Kerzen.

Walter Rosarius, Trudi Prümer, Ulrike Schieren, Herbert Strassfeld und Peter Michael Porschen.

Das Motiv des Lichterbildes ist immer ein anderes, Herbert Strassfeld und seine Vorstandskollegen versuchen sowohl einen aktuellen, als auch einen Bezug zur Töpfergemeinde herzustellen. „Diesmal“, so Herbert Strassfeld, „haben wir uns für den Heiligen Florian entschieden, den Schutzpatron der Feuerwehr.“ Damit wollen Strassfeld und seine Kollegen der Langerweher Feuerwehr ein Dankeschön aussprechen. Walter Rosarius: „Die Feuerwehrleute helfen uns immer, wenn wir sie brauchen. Zum Beispiel, wenn es gilt, den Turm zu besteigen. Das ist wirklich toll.“ Für Herbert Strassfeld war das Floriansmotiv ziemlich anspruchsvoll. „Ich habe fast 20 Stunden daran gearbeitet“, sagt er. Zuerst zeichnet Herbert Strassfeld verschiedene Entwürfe, den, der ihm am besten gefällt, überträgt er auf ein Rasterdiagramm. „Die Raster klebe ich mit Folie auf den Kirchenboden. Dann kommt das Bild mit Kreide darauf, die Klebestreifen werden entfernt und zum Schluss werden die Sandlinien mit einem Trichter gemalt, die dafür sorgen, dass die Kerzen besseren Halt haben“, so Strassfeld. Der rüstige Senior, der auch leidenschaftlich gerne fotografiert, freut sich schon, wenn sein Florian im Kerzenschein erstrahlt. „Das ist ein schöner Moment. Und ich merke auch, dass die Kirchenbesucher dann immer ganz ergriffen sind.“ Vor dem Sonntags-Ansturm ist Herbert Strassfeld übrigens morgens ab acht Uhr in der Kirche. Und bessert aus. Damit der Florian tipptopp in Ordnung ist.