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Holger Quast

Holger Quast

Okay, das hier ist ein Langerwehe-Blog. Aber manchmal, in ausgesuchten Fällen, blicken wir natürlich auch über den Tellerrand. Zumal Holger Quast enge Bindungen in die Töpfergemeinde hat. Er ist mit Tanja Quast verheiratet, und die wiederum stammt aus Langerwehe. Und deswegen ist Holger Quast Teil unserer Reihe “Du bist Langerwehe”. Und weil uns hier in der Redaktion von toepfergemeinde.de seine Musik sehr gut gefällt.  „Endlich doh“ heißt Holger Quasts erste CD, und ein bisschen könnte der Name Programm sein. Der 39-jährige Vollblutkarnevalist aus dem Dürener Stadtteil Derichsweiler hat sein ganzes Leben Musik gemacht. Früher gemeinsam mit seinem Vater Willi, später allein. Seit zehn Jahren singt Holger Quast, der im richtigen Leben als Vermögensberater arbeitet, und jetzt will er es wissen. „Ich habe das gemacht, wovon ich schon mein ganzes Leben träume“, sagt er und präsentiert seine erste CD. Holger Quast ist „endlich doh“.

Angefangen hat alles im vergangenen Sommer: Holger Quast hat sich bei „Linus Talentprobe“ beworben und mit ihm hat sich „halb Derichsweiler“ auf den Weg zum Kölner Tanzbrunnen gemacht. „Das war für mich der Maßstab. Wenn ich hier bestehen kann und nicht ausgebuht werde, wollte ich weitermachen.“ Bei seinem Auftritt in Köln gab es für den Derichsweiler kaum Buh-Rufe, dafür aber viel Applaus. Also hat er sich bei der Kölner Karnevalsgesellschaft „Kajuja“ beworben. „Die betreiben sehr intensiv Nachwuchs- und Talentförderung“, so Quast. „Auch Bands wie ‚Kasalla‘ sind da beispielsweise dabei.“

Holger Quast ist in ein vierjähriges Förderprogramm aufgenommen worden, nimmt regelmäßig an Vorsingen teil und bekommt Hilfe, wie er seine Lieder noch verbessern kann. „Vor allen Dingen“, sagt er, „kann ich aber auch bei den Proben der anderen Künstler zuhören. Und man kann sich mit Hilfe der Kajuja ein gutes Netzwerk aufbauen.“ Um wirklich im Kölner Karneval Fuß zu fassen und vielleicht auch das ein oder andere seiner selbst komponierten und getexteten Lieder im Radio zu hören, hat Holger Quast mit dem Produzenten Günter Weber, der auch schon mit den „Bläck Fööss“ gearbeitet hat, eine CD produziert. „Die habe ich Ende Dezember an verschiedene Radiosender in der Region geschickt. Mal gucken, was daraus wird.“

Welches Ziel Holger Quast in Sachen Karneval ganz exakt verfolgt, kann er selbst nicht so genau sagen. „Natürlich träume ich davon, irgendwann einmal bei einer großen Kölner Karnevalssitzung aufzutreten. Ich glaube, davon träumt jeder, der im Karneval aktiv ist.“ Wie realistisch dieses Ziel ist, ist für den Derichsweiler schwer einzuschätzen. „Es kann durchaus sein, dass ich als Pausenfüller zu einer Sitzung eingeladen werde“, sagt er. „Und das würde ich natürlich auch sofort machen. Es ist einfach cool, im Kölner Karneval aufzutreten.“

Schlager oder „Ballermann-Hits“ zu singen, kommt für Quast nicht in Frage. „Ich weiß, dass meine Chancen dann besser wären, weil die Konkurrenz im Karneval so unglaublich groß ist. Aber ich will Kölsch singen. Karneval ist einfach mein Ding.“ Bis jetzt ist Holger Quasts Gesangskarriere noch ein reines Hobby. „Ich habe noch keinen Euro verdient. Im Gegenteil: Für die CD-Produktion, die etwa drei Wochen gedauert hat, die Fotos, Gema-Gebühren und diese ganzen Sachen, habe ich schon den Wert eines gebrauchten Kleinwagens investiert.“

Das war es dem Vater eines zwölfjährigen Sohnes wert: „Ich bin schon jetzt jede Woche mit den ‚Blau-Weißen Sternen‘ aus Derichsweiler unterwegs. Und es macht mir einfach unglaublich Spaß, zu singen und zu komponieren. Und wenn das mit dem Kölner Karneval klappen würde, würde für mich ein absoluter Traum in Erfüllung gehen.“

Fabian Schell (links) und Maik Eßer.

„Ich habe nur zwei Bewerbungen geschrieben“, erzählt Fabian Schell. „Einen Ausbildungsplatz zu finden, ging eigentlich sehr schnell.“ Fabian (16) hat Glück gehabt. Und gute Noten. Er macht im Langerweher Autohaus Gerhards eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker, und das ist bei Jugendlichen ein sehr begehrter Beruf. Maik Eßer (17), Fabians Azubi-Kollege, hat da schon ganz andere Erfahrungen gemacht. „Ich habe 25 Bewerbungen geschrieben. Und das auch für andere Berufe.“ Andere Auszubildende, die in Langerwehe gelernt haben, hatten sogar über 100 Bewerbungen geschrieben.

Beiden Lehrlingen war wichtig, einen Handwerksberuf zu erlernen, beide lieben es, an Autos zu schrauben. Deswegen wollen sie auch Kfz-Mechatroniker werden.

Fabian und Maik haben die Mittlere Reife gemacht, beide haben am 1. August mit der Lehre angefangen und müssen seitdem jeden Tag von 8 bis 17 Uhr in der Werkstatt arbeiten. „Das ist schon ein langer Tag“, sagt Fabian. „Daran musste ich mich erst gewöhnen. Aber ich bin sicher, dass es die richtige Entscheidung war, mit der Lehre angefangen zu haben.“

In den ersten Wochen ihrer Ausbildung haben Fabian und Maik schon gelernt, Luft- und Innenraumfilter in einem Auto zu wechseln, Glühlampen auszutauschen oder einen Ölwechsel zu machen. Sie können Reifen wechseln und eine Bremstrommel reinigen. „Der Monteur oder unser Meister guckt natürlich immer noch nach“, sagt Fabian. „Aber wir können schon selbst Sachen machen.“

In der kommenden Woche beginnt für die beiden Azubis die Berufsschule. Im ersten Jahr der insgesamt dreieinhalb Jahre dauernden Ausbildung müssen die beiden einmal in der Woche zur Schule nach Jülich, im zweiten Lehrjahr sogar zwei Mal. „Die Berufsschule ist wichtig“, sagt Maik. „Wir müssen nach zwei Jahren unsere Zwischenprüfung machen und dann natürlich unsere Abschlussprüfung.“ Und dass die besonders gut ausfällt, ist das Ziel der beiden Lehrlinge. Fabian Schell: „Ich mache mir jetzt noch keine großen Sorgen darum, ob ich nach der Lehre eine Stelle finde. Ich gucke jetzt zuerst, dass ich die Ausbildung so gut wie möglich abschließe.“

Beide angehenden Kfz-Mechatroniker wohnen noch bei ihren Eltern, und das wird sich so schnell vermutlich auch nicht ändern. „Wir verdienen jetzt um die 600 Euro brutto im Monat“, erzählt Maik. „Unser erstes Gehalt muss in den nächsten Tagen auf dem Konto sein. Das ist dann für uns auch etwas Besonderes.“ Um eine eigene Wohnung zu finanzieren, sind 600 Euro aber natürlich zu wenig.

Fabian und Maik haben 24 Tage Urlaub im Jahr, auch das ist deutlich weniger als die Schulferien, die sie bisher hatten. „Ich habe früher im Verein Fußball gespielt“, erzählt Fabian. „Aber dafür habe ich jetzt keine Zeit mehr. Die Ausbildung geht einfach vor.“ Fabian ist übrigens derzeit in der Karosserieabteilung seines Ausbildungsbetriebes eingesetzt. Die ist bei den Lehrlingen nicht besonders beliebt, weil sie anfangs noch nicht so viel selbst machen können. „Es geht aber“, sagt Fabian. „Und man muss eben manchmal auch Sachen machen, die nicht so viel Spaß machen.“

Susemarie Groß ist in Langerwehe aufgewachsen. Heute lebt sie in Tansania.

„Für Heimweh habe ich keine Zeit. Früher nicht und heute auch nicht.“ Susemarie Groß ist 86 Jahre alt und eine fröhliche, agile Frau. Vor 52 Jahren hat sie Langerwehe hinter sich gelassen und ist ins Bistum Njombe nach Tansania gegangen. Um hier Mädchen- und Frauensozialarbeit zu machen. Jetzt ist Susemarie Groß auf Heimaturlaub in der Töpfergemeinde. In Afrika arbeitet sie immer noch. „Ich habe damals in Aachen die soziale Frauenschule besucht“, erzählt Susemarie Groß. „Als das Angebot kam, nach Tansania zu gehen, musste ich nicht lange überlegen. Und mir war auch eigentlich von Anfang an klar, dass Tansania für immer ist.“ Susemarie Groß hat sich in Afrika für Mädchen und Frauen eingesetzt. „Wir haben Frauen gefördert und uns dafür eingesetzt, dass sie etwas können. Denn je mehr die Frauen können, desto besser können sie sich auch gegen ihre Männer durchsetzen.“ Susemarie Groß erzählt von einer Nähschule, von der Fabrikation von Schulkreide und der Bewirtschaftung eines Waldstücks. „Anfangs konnte ich auf Kisuaheli nur bis zehn zählen. Das hat aber gereicht, um den Frauen das Stricken beizubringen.“ Susemarie Groß hat Mütterberatung angeboten und ein Projekt gestartet, dass Frauen Kleinkredite vermittelt. „Natürlich ist die Not an vielen Stellen groß“, erzählt die Langerweherin. „Für viele Familien ist es zum Beispiel sehr schwer, das Schulgeld für die Kinder zusammen zu bekommen. Aber fast alle haben Land und Tiere.“ Da komme es dann auch schon einmal vor, dass man aus lauter Dankbarkeit ein lebendiges Huhn geschenkt bekommt. 
Mit Unterstützung aus Langerwehe und der Gemeinde St. Marien in Düren hat Susemarie Groß den Bau einer weiterführenden Schule verwirklicht. 440 Mädchen werden hier unterrichtet und bis zum Abitur geführt. „Wir haben vor einem Jahr die ersten Schülerinnen aufgenommen“, sagt Susemarie Groß. „Aber wir brauchen unbedingt auch ein Internat. Viele Mädchen kommen schon von ziemlich weit her.“ 
Wenn Susemarie Groß von „ihrem Afrika“ erzählt, dann tut sie das immer mit einer enormen Fröhlichkeit und Lebensfreude. „Die Menschen in Afrika begegnen einem einfach unglaublich freundlich und offen. Ich hatte hier nie Schwierigkeiten. Und jetzt, im Alter, wird mir fast noch mehr Respekt entgegengebracht.“ Was vielleicht daran liegt, dass das Durchschnittsalter in Tansania bei 45 Jahren liegt. Ans Aufhören denkt Susemarie Groß noch lange nicht. „Ich würde mich freuen“, sagt sie, „wenn ich jemanden finden würde, der meine Arbeit fortsetzen möchte. Aber das ist eben sehr schwer.“ Susemarie hat ihren Lebensmittelpunkt in Afrika gefunden, sie will hier nicht mehr weg. „Warum sollte ich?“, fragt sie. „Als ich meiner Mutter damals gesagt habe, dass ich nach Afrika gehe, hat die gesagt: Wenn das Gottes Werk und Wille ist, dann musst du das tun. Ich bin richtig in Afrika.“ 
Der Distrikt Njombe im südlichen Hochland von Tansania hat etwa 420 000 Einwohner. Die gleichnamige Kleinstadt Njombe befindet sich in einer Höhe von rund 1900 Metern und hat etwa 20 000 Einwohner. Bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützt Susemarie Groß auch den Bischof von Njombe, Alfred Leonhard Maluma.

 Wer hören möchte, wie Susemarie Groß von ihrer wichtigen Arbeit berichtet, hat dazu am Mittwoch, 14. August, Gelegenheit. Ab 19 Uhr erzählt sie im Pfarrheim von Langerwehe, Auf den Kämpen, über ihr spannendes Leben in Tansanie.

Dr. Hildegard Haubner-Moya

„Den Kontakt zu den Kindern und auch zu meinen Kollegen, den großen Trubel, den es hier immer gab, werde ich ganz bestimmt ziemlich vermissen.“ Fast 40 Jahre hat Dr. Hildegard Haubner-Moya als Grundschullehrerin gearbeitet, 37 Jahre davon an der Wehebachschule in Langerwehe. Die vergangenen fünf Jahre war sie dort Schulleiterin. Eine Woche nach ihrem 65. Geburtstag ist sie jetzt in den Ruhestand verabschiedet worden.

In Langerwehe ist Frau Dr. Haubner-Moya eine Institution, vielen Schülergenerationen hat sie das Lesen, Schreiben und Rechnen beigebracht. Darüber hinaus ist der Kunstunterricht immer ihr großes Steckenpferd gewesen.

Immer wieder hat Hildegard Haubner-Moya Ausstellungen mit Bildern ihrer Schülerinnen und Schüler in Langerwehe organisiert – in der Sparkassenfiliale, aber auch im Museum.

„Es ist einfach passiert, dass ich Lehrerin geworden bin. Ich wollte als junges Mädchen eigentlich Architektin werden“, erzählt die Schulleiterin. „Aber meine Abiturnote war damals nicht gut genug. Ich habe keinen Studienplatz bekommen. Und nach dem Examen hat mir mein Beruf so viele Spaß gemacht, dass ich dabei geblieben bin und kein zweites Studium gemacht habe. Und ich habe es keinen Tag lang bereut.“

Die Schülerinnen und Schüler aber auch die Schule, so Hildegard Haubner-Moya, hätten sich in den vergangenen fast vier Jahrzehnten schon sehr verändert. „Der Umgang mit den Medien“, so die 65-Jährige, „verändert Kinder schon“.

„Es fällt vielen Jungen und Mädchen immer schwerer, sich für den Unterricht zu konzentrieren.“ Auch die Anforderungen an die Lehrer seien gestiegen. „Die Kollegen müssen immer mehr Bürokratie bewerkstelligen.“

Seit fünf Jahren ist die Wehebachschule mit ihren knapp 220 Schülern und den 18 Lehrerinnen und Lehrern eine offene Ganztagsgrundschule, bereits viel länger werden dort auch Kinder mit einer Behinderung unterrichtet.

„In diesem Schuljahr“, so Hildegard Haubner-Moya, „hatten wir 15 Schüler mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt. Im kommenden Schuljahr werden es zwölf sein“. In der Regel, so Haubner-Moya, klappe der gemeinsame Unterricht gut. „Wir hatten erst einen Fall, wo ein Schüler letztendlich doch auf eine Förderschule gewechselt ist. Er braucht einfach kleinere Lerngruppen, die wir ihm hier nicht bieten konnten.“

Es sei ihr in ihrer Zeit als Schulleiterin immer wichtig gewesen, die Wehebachschule nach außen zu öffnen.

„Zum Beispiel für Betriebe. Und auch die Zusammenarbeit mit der Europaschule hat sich sehr positiv entwickelt.“

Jetzt, nach ihrer Pensionierung, möchte Hildegard Haubner-Moya erst einmal Ferien machen. „Ich freue mich darauf, meine Tage jetzt nach meinen Bedürfnissen gestalten zu können. Und ich glaube, so lange mein Mann und ich gesund sind, werden wir auch viel unterwegs sein.“

Tobias Endrigkeit

Tobias Endrigkeit ist einer, der gerne anpackt. Dinge entscheidet, mitbestimmt. Und eben nicht nur zu Hause in seinem Zimmer sitzt und meckert. Deswegen engagiert sich der 18-jährige Schüler aus Langerwehe, der gerade am Wirteltor-Gymnasium sein Abitur gemacht hat, auch in der Politik. Tobias ist seit zwei Jahren bei den Jusos, also der Jugendorganisation der SPD. „Das ist einfach die Partei, bei der ich mich am meisten zu Hause fühle“, sagt er. „Kann aber auch sein, dass ich da familiär vorbelastet bin.“ Tobias‘ Vater ist stellvertretender Bürgermeister der SPD in Langerwehe.

Anfang Juni ist Tobias vier Tage in Berlin, er ist einer von 311 Jugendlichen aus ganz Deutschland, die an der Aktion „Jugend und Parlament“ teilnehmen. Tobias Endrigkeit: „Jeder von den Teilnehmern bekommt am ersten Tag eine Rolle, die er dann auch erfüllen muss. Es kann passieren, dass ich ein 56-jähriger Liberaler bin. Durch dieses Eintauchen in eine andere Rolle lernt man die Argumente der anderen besser zu verstehen. Und man erkennt auch die Stärken und Schwächen der anderen Parteien besser.“

In Berlin simulieren die Jugendlichen Parlamentssitzungen, debattieren über Gesetzesvorlagen, haben Ausschusssitzungen und müssen natürlich auch an Treffen mit ihren „Fraktionskollegen“ teilnehmen. Tobias Endrigkeit: „Wir tun all das, was die Bundestagsabgeordneten auch tun. Und das Programm ist ziemlich straff.“ Die Tage in Berlin sind total durchgeplant, morgens um sechs Uhr treffen sich die Jung-Parlamentarier zu Fraktionsfrühstücken. „Und der letzte Termin am Abend ist um 21 Uhr.“

Tobias freut sich sehr auf die Zeit in Berlin, vor allem findet er es total spannend, dass er sich vier Tage im Reichstag frei bewegen kann. „Da kommt man ja sonst nicht so einfach hin. Diese Zeit wird bestimmt etwas Besonderes, zumal ich ja auch bestimmt viele interessante Leute kennenlerne. Wir werden auch Politiker kennenlernen.“

Zu Hause interessiert sich Tobias Endrigkeit besonders für Schul- und Bildungspolitik. „Das sind natürlich auch die Themen, mit denen ich in den vergangenen Jahren am meisten konfrontiert war.“ Tobias Endrigkeit ist davon überzeugt, dass seine Altersgenossen nicht Politik verdrossen sind. „Sie sind Partei verdrossen. Viele Jugendliche haben Schwierigkeiten, sich an eine Partei zu binden. Aber sie haben überhaupt keine Schwierigkeiten damit, sich für ein Thema zu interessieren und sich auch dann dafür einzusetzen.“

Um mehr Jugendliche aus dem Kreis Düren für Politik zu begeistert, organisiert Tobias Endrigkeit mit Vertretern der Jungen Union, der Jungen Liberalen und der Grünen Jugend einen „Tag der politischen Jugend“ in Düren. „Wir wollen am Dienstag, 9. Juli, Schülerinnen und Schüler ins Haus der Stadt oder ins Kreishaus einladen, um gemeinsam mit ihnen über Politik zu diskutieren. Und natürlich hoffen wir, auch den ein oder anderen so zu begeistern, dass er sich vielleicht doch in einer der Jugendorganisationen der Parteien engagiert.“ Denn auch wenn Tobias Endrigkeit sich manchmal über das, was in den Parteien passiert, ärgert, so ist ihm doch eines klar. „Parteien sind ganz wichtig für die Demokratie. Und nur hier kann man auch wirklich mitbestimmen.“

Übrigens kann sich Tobias Endrigkeit durchaus vorstellen, später einmal als Politiker zu arbeiten. Zunächst möchte er aber einmal Maschinenbau in Aachen studieren. „Es müssen ja nicht nur Juristen im Parlament sitzen. Ich finde es wichtig, dass möglichst viele Berufsgruppen vertreten sind.“ Auf jeden Fall möchte Tobias sich auch in Zukunft vor Ort weiter politisch engagieren. In Langerwehe und im Kreis Düren. „Hier gibt es noch viel zu tun“, sagt der junge Mann.