Archiv für die ‘Aus dem Polizeibericht’ Kategorie

Das Zielobjekt der Schießübung.

Beim Schuss auf ein Schweinchen wurde am Montagabend eine Seniorin durch einen Querschläger verletzt. Die Polizei konnte den Sachverhalt aufklären.

Um 18 Uhr war eine 72 Jahre alte Frau aus Langerwehe zu Fuß auf dem Gehweg der Barbarastraße in Richtung Pochmühlenweg unterwegs. Plötzlich verspürte sie einen stechenden Schmerz auf der Wange unterhalb des rechten Auges. Die Frau hatte eine kleine Verletzung erlitten, bedurfte zur akuten Versorgung jedoch keiner ärztlichen Hilfe. Allerdings wurde die Polizei hinzu gezogen, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Die Ermittlungen führten schnell in ein Haus auf der Barbarastraße und zu einem dortigen Bewohner. Ein 46-Jähriger räumte sofort ein, dass er der Schütze gewesen war. Zur Tatzeit hatte er auf seinem Grundstück, von der Terrasse aus, mit einer Luftpistole auf ein rosafarbenes Plastikschwein geschossen. Das Zielobjekt stand auf dem Boden, etwa zehn Meter von der Straße entfernt. Dabei hatte sich dann ein Geschoss verselbstständigt und als Querschläger die zu diesem Zeitpunkt ahnungslos vorbei gehende Seniorin getroffen. Glücklicherweise war keine schwerwiegendere Verletzung entstanden.

Die Polizei hat die Pistole sichergestellt. Der Beschuldigte handelte sich zudem ein Strafverfahren ein.

Die Polizei hat am Donnerstagnachmittag Ermittlungen zum Fahrer eines flüchtigen PKW aufgenommen, nachdem es zuvor auf der Bundesstraße 264 zu einem Verkehrsunfall gekommen war.

Drei Insassen eines LKW waren beim Unfall mit ihrem Fahrzeug in den Straßengraben gekippt und hatten sich dabei verletzt, sodass sie ins Krankenhauf eingeliefert werden mussten. Gegen 15:25 Uhr befuhr ein 46-jähriger Mann aus Nörvenich mit einem Müllfahrzeug die Bundesstraße 264 aus Düren kommend in Fahrtrichtung Weisweiler. An der Einmündung zur Knotstraße, am Ortseingang von Langerwehe, hatte sich ein vorausfahrender PKW zunächst auf der dortigen Linksabbiegerspur eingeordnet.Für den Fahrer des Müllwagens überraschend und nach Aussagen mehrerer Zeugen auch ohne den Blinker zu setzen, wechselte der Fahrer des PKW jedoch plötzlich die Spur.
Er zog wieder nach rechts, wodurch sich der nachfolgende Fahrer des LKW zum Ausweichen nach Rechts auf den Grünstreifen gezwungen sah. Hierbei verlor der Nörvenicher die Kontrolle über das Gefährt und konnte ein Umkippen in den Straßengraben nicht verhindern.

Sowohl der Fahrer, als auch seine beiden Beifahrer im Alter von 23 und 35 Jahren aus Düren wurden mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Der vermeintliche Unfallverursacher setzte anschließend seine Fahrt in Richtung Weisweiler fort, ohne sich um den umgekippten Mülltransporter und die Folgen des Vorfalls zu kümmern. Die Polizei hat anhand des mitgeteilten Kennzeichens ihre Ermittlungen zum flüchtigen Fahrzeug und dem bislang unbekannten Fahrer aufgenommen.

Zur Bergung des mit Hausmüll beladenen LKW musste ein Kranwagen angefordert werden.

Am vergangenen Donnerstag berichtete die Polizei von einem Verkehrsunfall auf der B 264 bei Langerwehe, bei dem das Auto einer 24-Jährigen zunächst von der Fahrbahn abkam und dann schwer beschädigt entgegengesetzt zur Fahrtrichtung auf dem Seitenstreifen liegen blieb. Der zunächst flüchtige Unfallverursacher meldete sich nun bei der Polizei. Nachdem er den Zeitungsartikel über den Unfall, bei dem die junge Frau verletzt wurde, gelesen hatte, entschloss sich der 21 Jahre alte Mann aus Merzenich, seine Unfallbeteiligung bei der Polizei anzuzeigen.
Auch nachdem der 21-Jährige, gegen den nun ein Strafverfahren wegen Verkehrsunfallflucht eingeleitet wurde, sich der Polizei stellte, meldeten sich weitere Zeugen, die Angaben zu dem auffälligen Pkw des Mannes machen konnten.

Nachdem sich in Langerwehe die Einbruchs- und Vandalismusdelikte in letzter Zeit gehäuft hatten, nahm die Polizei jetzt ein kriminelles Trio fest und klärte damit eine beunruhigende Straftatenserie schnell auf. Am Montag nahm die Polizei nach einer erfolgsorientierten Ermittlungsarbeit drei Männer aus Langerwehe fest. Es handelt sich um zwei 20-Jährige und einen 15-Jährigen. Dem Hauptduo, bestehend aus einem der Heranwachsenden und dem 15-Jährigen, werden derzeit sieben Einbrüche und eine weitere Sachbeschädigung vorgeworfen. Bei dem anderen 20 Jahre alten Mann besteht zumindest der Tatverdacht der Mittäterschaft bei zwei Delikten. 

Unter den aus Sicht der Polizei aufgeklärten Fällen befinden sich auch der von Verwüstungen begleitete Einbruch in den Jüngersdorfer Kindergarten, bei dem nicht nur Gegenstände entwendet worden waren, sondern insbesondere ein hoher Vandalismusschaden verursacht worden war, was sogar zur vorübergehenden Schließung der Kindertagesstätte geführt hat. Das Hauptduo war aber auch bereits im September sowie dann erneut vom 14. auf den 15. November und dann noch mal in der Nacht darauf in eine Alten- und Krankenstation in der Heinz-Emonds-Straße eingestiegen; dort gab es neben Diebstahl ebenfalls erhebliche Vandalismusschäden zu beklagen (toepfergemeinde.de berichtete). Zu den aufgeklärten Straftaten zählen weiter zwei Einbrüche in die Vereinsheime der TuS 08 Jüngersdorf-Stütgerloch und  des TuS 08 Langerwehe sowie ein Einbruch in ein Reihenhaus vom 18. auf den 19. November in der Straße “An der Lochmühle”. Dabei hatten die Täter vorsätzlich mehrere Wasserhähne aufgedreht und Schläuche so platziert, dass das Gebäude komplett unter Wasser gesetzt wurde. Zum Leerpumpen des Hauses war die Feuerwehr im Einsatz. Durch das freigesetzte Wasser war auch das Nachbarhaus in Mitleidenschaft gezogen worden. Auf dem Weg zu diesem Tatort hatten die Täter auch noch die Windschutzscheibe eines Autos im Drosselweg eingeschlagen. Die Gesamtschadenshöhe aller Straftaten kann noch nicht beziffert werden, liegt jedoch sicher bei mehreren zehntausend Euro. Ob weitere Straftaten auf das Konto der Festgenommenen gehen, kann derzeit noch nicht gesagt werden. An einigen Tatorten hatten die mehr als dreisten Täter provozierende Beleidigungen und Sprüche wie “Ihr findet uns nie” hinterlassen. 

Dass es jetzt anders kam, ist auch der Akribie kriminalpolizeilicher Sachbearbeiter zu verdanken. Der 20-jährige Haupttäter war bereits früher mit mehr als einem Dutzend Sachbeschädigungen polizeilich in Erscheinung getreten und darum in den Verdachtsfokus der Ermittler geraten. Dann ging alles sehr schnell. Der 20-Jährige und der seit einiger Zeit bei ihm aufhältige 15-Jährige hatten einige der entwendeten Gegenstände in ihrer Langerweher Wohnung gebunkert, wie sich bei der polizeilichen Durchsuchung heraus stellte. Geständnisse liegen inzwischen vor. Die Staatsanwaltschaft verfügte die richterliche Vorführung der beiden Haupttäter, die bereits früher mit einer breiten Deliktspalette polizeilichen Kontakt hatten. Ob das zuständige Gericht noch am heutigen Dienstagnachmittag die Untersuchungshaft anordnen wird, ist vorab nicht bekannt.  Die Ermittlungen in der Straftatenserie dauern derzeit an.

Ein 34-Jähriger ist in der Nacht zum Sonntag von einer Gruppe Jugendlicher verprügelt worden. Den Abend hatte der Dürener in einer Gaststätte im Ortskern verbracht. Zwischenzeitlich waren mehrere junge Männer des Lokals verwiesen worden, nachdem sie dort randaliert haben sollen.
Als der 34-Jährige gegen 1.30 Uhr die Kneipe verließ, wurde er bereits erwartet. Insgesamt fünf junge Männer, einige davon vermummt, nebelten ihn mit Reizgas ein und schlugen gemeinsam auf ihn ein, wie mehrere Zeugen bestätigten. Danach flüchteten die Täter. Der 34-Jährige wurde nur leicht verletzt.
Die Polizei stellte wenig später zwei 15-Jährige, von denen zumindest ein Kreuzauer als Täter in Frage kommt. Der Jugendliche, der knapp 1 Promille beim Alkoholtest aufwies, bestreitet die Tat, wurde jedoch von Zeugen wieder erkannt. Gegen ihn und die noch nicht bekannten Mittäter dauern die strafrechtlichen Ermittlungen an. Die beiden Jugendlichen wurden ihren Eltern übergeben.