„Von himmlischer und irdischer Liebe“ lautet der Titel der „Tonspur Nr. 41“, die Gela Birckenstaedt (Sopran) und Klaus Mader (Barocklaute) am Montag, 17. Februar, um 20 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe zur Aufführung bringen.

„Von himmlischer und irdischer Liebe“ lautet der Titel der „Tonspur Nr. 41“, die Gela Birckenstaedt (Sopran) und Klaus Mader (Barocklaute) am Montag, 17. Februar, um 20 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe zur Aufführung bringen.
(Fotograf: Thomas Kost, ©Foto: Gela Birckenstaedt)

Am Montag, dem 17. Februar, um 20 Uhr singt die Sopranistin Gela Birckenstaedt unerhörte deutsche Liebeslieder des 17. Jahrhunderts im Rahmen der „Tonspuren“ im Töpfereimuseum Langerwehe. Der Lautenist Klaus Mader begleitet ihren Gesang auf unterschiedlichen Instrumenten der Lautenfamilie.  

Dass die Wurzeln des romantischen Liedes, wie wir es von Johannes Brahms oder Robert Schumann kennen, bis in die Anfänge des 17. Jahrhunderts zurückreichen, ist kaum bekannt. Doch schon im Frühbarock entdeckten Komponisten wie Heinrich Albert, Gabriel Voigtländer oder Andreas Hammerschmidt das Solo-Lied als den idealen musikalischen Mikrokosmos, um den unterschiedlichsten Gemütsstimmungen in Sachen Liebe in Wort und Ton nachzuspüren, vom tiefsten Schmerz bis zur ausgelassensten Freude. Da sich das deutsche Barocklied noch nicht streng von der (Opern-) Aria des 17. Jahrhunderts trennen lässt, beide Formen sich gegenseitig beeinflussten, und die Bezeichnungen Lied und Aria (bzw. Ode) damals oft synonym benutzt wurden, lohnt es sich sehr, auch in das Arien-Repertoire der Zeit hineinzuhören. Da ist musikalisch Keckes und Vergnügliches vor allem bei Johann Philipp Krieger zu entdecken. Wunderbar eingängige und oft auch recht melancholische Töne schlägt Philipp Heinrich Erlebach an. Und Caspar Kittel gelingt mit seinen Arien über Martin Opitz‘ Nachdichtungen des biblischen Hoheliedes eine Mischung aus melodischer Eleganz und virtuoser Verzierungskunst (Stichwort Diminution), die in der Vokalmusik dieser Zeit ihresgleichen sucht. Allen Liebesliedern und Liebesarien des Konzertprogrammes gemeinsam ist die typisch barocke Bildersprache, die höchst anschaulich irdische Liebessorgen und Nöte, die Vergänglichkeit alles Irdischen, sowie nicht zuletzt das Aufgehobensein des Menschen in der himmlischen Liebe beschreibt.  

Die “Tonspuren”, eine in der Region einzigartige Konzertreihe für Alte Musik, werden vom Förderkreis für das Töpfereimuseum Langerwehe an jedem dritten Montag des Monats veranstaltet. Der Eintritt beträgt 12 Euro, Schüler und Studenten haben freien Eintritt. Aufgrund der begrenzten Sitzplätze wird eine telefonische Kartenreservierung empfohlen Rufnummer 02423/4446.

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