Der Altar in der Wenauer Klosterkirche.

Der Altar in der Wenauer Klosterkirche.

Gut 100 Zuhörer erlebten in der Klosterkirche in Wenau ein außergewöhnliches Konzert, mit dem an den 250. Todestag des Aachener Architekten Johann Joseph Couven erinnert wurde.

Der Vorsitzende des „Vereins der Freunde von Wenau“, Martin Walter, erinnerte vor den Darbietungen im Rahmen der euregionalen Veranstaltungsreihe „Couven Klangwelten 2013“ daran, dass Couven mit hoher Wahrscheinlichkeit wesentliche Teile der Kirche wie den Hochaltar, die Kanzel, das Orgelgehäuse und die Chorbrüstung entworfen hat. Die Kirche trägt in ihrem heutigen Bild nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Neu- und Wiederaufbauten Charakterzüge diverser Epochen. Darauf nahm auch das „arcadie quartett“ Bezug, das Stücke unterschiedlicher Komponisten aus mehreren Musikepochen spielte.

Unter dem Titel „Barocke Perspektiven“ verknüpften Judith Konter, Susanne Schrage, Thomas Brinkmann und Olaf Futyma Musik aus der Zeit Couvens mit Werken aus späterer Zeit, die jedoch auf barocke Formen zurückweisen. Das Spiel auf Piccolo, Großer Flöte, Alt-, Bass- und Kontrabassflöte bot dabei den Spielraum für unerwartete Klangwelten. Die Zuhörer belohnten die teilweise von dem Quartett selbst arrangierten Darbietungen mit großem Applaus. Bei einem weiteren Konzert in der Klosterkirche im Rahmen der Klangwelten wird am 15. Dezember die „capella aquensis“ adventliche und weihnachtliche Chormusik bieten.

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