In Langerwehe ist wieder Töpfermarkt.

In Langerwehe ist wieder Töpfermarkt.

Der traditionelle Langerweher Töpfermarkt, der vor 39 Jahren der erste seiner Art in ganz Deutschland war, ist mittlerweile zu einer echten Gemeinschaftsaufgabe in der Töpfergemeinde geworden. Neben dem Team vom Töpfereimuseum um Leiterin Dr. Kirsten Ulrike Maaß, sind die Akteure des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“, Mitglieder der Interessenvereinigung „Pro Langerwehe“, die Mittelaltergruppe „Wehter Kumpaney“ und diesmal sogar Kinder der Europaschule Langerwehe mit von der Partie.

Rund 50 Aussteller – davon über 30 Keramiker – präsentieren sich dann im und rund um das Töpfereimuseum. Zum vielfältigen Angebot gehören traditionelles und modernes Gebrauchsgeschirr, fantasievolle Gartenkeramik, edler Schmuck und klangvolle Musikinstrumente aus Ton sowie künstlerisch gestaltete Einzelstücke. Steinzeug, Irdenware, Fayence und Porzellan geben Einblick in das weite Feld der Keramik. Darüber hinaus gibt es aber auch noch leckere Sachen für Genießer – Schnaps aus Bitburg zum Beispiel oder Printen aus Bad Münstereifel. Für die passende Unterhaltung sorgen Gerhard Weiler mit seinem Akkordeon, das Jugendorchester der Bläservereinigung Merode, die Flötengruppe der Musikschule Langerwehe und die Gruppe „KaleidoKlez“. Wie immer gibt es in der Alten Kirche auf dem Rymelsberg ein Lichterbild, das mit unzähligen Teelichtern zum Leuchten gebracht werden soll. Diesmal wird Herbert Strassfeld die Fensterrosette der Pfarrkirche St. Martin mit Sand zeichnen. „Das ist mein zehntes Lichterbild in der Alten Kirche“, so Strassfeld. „Und es ist auch mein letztes. Definitiv.“ Trotzdem wird diese schöne Tradition weiterleben, es hat sich bereits ein Nachfolger für Herbert Strassfeld gefunden. Am Abend des Töpfermarktsamstages wird aus dem Lichterbild in der Alten Kirche ein Lämpchen entnommen und in einem feierlichen, mittelalterlichen Umzug zur neuen Pfarrkirche an der Hauptstraße gebracht. Schüler der Euopaschule Langerwehe wollen auf dem Töpfermarkt selbst gebackene Plätzchen und selbst getöpferten Christbaumschmuck verkaufen. Die Kinder beteiligen sich an dem Projekt „Action Kidz“ der Kindernothilfe. Sie sammeln Geld für Projekte, die sich gegen Kinderarmut in Äthiopien einsetzen. Eine andere Klasse der Langerweher Gesamtschule hat Schuhkartons in Wohnungen umgewandelt und hierfür auch Möbel getöpfert. Diese Arbeiten werden ebenfalls im Rahmen des Töpfermarktes ausgestellt.

„Der Töpfermarkt“, so Käthe Rolfink, Vorsitzende des Kulturausschusses des Kreises Düren, „hat in all den Jahren nicht an Attraktivität verloren.“ Es sei die besondere Atmosphäre, so Dr. Kirsten Maaß, die die Besucher immer wieder begeistern würde. „Weil wir eben kein Weihnachtsmarkt, sondern ein anspruchsvoller Spezialmarkt sind.“
Wie immer findet der Langerweher Töpfermarkt am 1. Adventswochenende, 30. November und 1. Dezember, jeweils von 11 bis 18 Uhr im Töpfereimuseum, Pastoratsweg 1, statt. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

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