Harfen sind Renate und Gerd Müllers große Leidenschaft. Sie bauen die Instrumente sogar selbst

Gerd Müller (58) aus Langerwehe hat schon immer gerne mit Holz gearbeitet. Und seine Frau Renate ist begeisterte Harfenistin. Sie spielt selbst und unterrichtet dieses besondere Instrument auch. Irgendwann war die 55-Jährige auf der Suche nach preiswerten, aber guten Instrumenten für ihre Schüler. Und ziemlich schnell ist den beiden die Idee gekommen, selbst Harfen zu bauen. Renate Müller: „Für mich war wichtig, dass die Harfen gut klingen, dass sie einfach zu transportieren sind und dass man zum Spielen auf einem normalen Stuhl sitzen kann. Naja, und natürlich, dass die Instrumente erschwinglich sind.“ Gerd Müller konnte all diese Wünsche seiner Frau umsetzen. Die Harfen aus Langerwehe sind nicht besonders groß, man kann aber fast alle Stücke auf ihnen spielen. Die Schalldecken seiner Harfen, die für den besonderen Klang sorgen, sind aus echtem Holz, häufig Fichte, Zeder oder Ahorn, der Rest wird aus Multiplexplatten gebaut. Die Nylonsaiten kommen aus Bayern, auch die mechanischen Teile kaufen die Müllers fertig ein. „Meine Frau ist meine Qualitätsmanagerin“, sagt Gerd Müller. „Sie prüft, ob die Instrumente gut klingen. Wichtig ist, dass die Schalldecken besonders dünn sind.“ Wie lange Gerd Müller an einem Instrument arbeitet, kann er gar nicht sagen. „Ich weiß es wirklich nicht, aber im Jahr schaffe ich neben meinem Beruf als technischer Angestellter 15 Harfen.“ 
Viele der Harfen von Gerd und Renate Müller sind fröhlich bunt angestrichen, es gibt sogar eine lustige Kinderharfe, die Entenfüße hat. Renate Müller: „Wir haben schon Harfen nach England verkauft. Jeder, der eine Harfe möchte, muss allerdings nach Langerwehe kommen, um sich eine auszusuchen. Man muss so ein Instrument einfach ausprobieren.“ 
Dazu haben Musikliebhaber auch am Sonntag, 8. September, ausreichend Gelegenheit. Renate und Gerd Müller sind mit ihren Harfen nämlich zum ersten Mal zu Gast beim Langerweher Eifelmarkt, der an diesem Tag bereits zum 26. Mal von 10 bis 18 Uhr im Töpfereimuseum Langerwehe, Pastoratsweg 1, stattfindet. „Wir stellen einen Teil unserer Harfen vor“, so Gerd Müller. „Und natürlich wird meine Frau die Instrumente auch zum Klingen bringen.“

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