Mitglieder des Schlicher Eifelvereins eroberten Kreta.

In zwei Gruppen lernten 60 Wanderer des Eifelvereins aus Neuss und Schlich bei einer spannenden Reise jetzt die Menschen der sonnigen Insel Kreta mit ihrer rauen Herzlichkeit kennen.Marlis Schäpers berichtet für den Eifelverein Schlich über die unvergessliche Reise:  “Wie schon oft hatte Peter Frauenrath ein umfangreiches Programm für die Tour  zusammengestellt. Im Südosten bezogen wir als Standquartier das Hotel Eden Rock in Agia Fotia. Nach einem Wandertag folgte die Erkundung der kulturellen Vielfalt. Im Osten ging es durch die Berge um Ierapetra zum Bergdorf Kalamafka. Hier besuchten wir das 150 Jahre alte, einmalig gelegene Nonnenklosters Exakoutis. Neben den landschaftlichen Eindrücken konnte die kretische Küche begeistern.

Die erste Wanderung führte nach Episkopi zur Kirche Michail Archangelos mit einzigartiger Kuppel aus dem zehnten Jahrhundert. Dann ging es 650 Höhenmeter aufwärts zum fast ausgestorbenen Dorf Agis Joannis. Als nächstes besuchten wir an der Nordküste Krasi mit 2000jähriger und 18 Meter Umfang großen Plantane. Im Dikti-Massiv durchquerten wir die Lassithi-Hochebene 800 Meter.

Ein weiteres Ziel war Pefki und hinab durch imposanter Schlucht und steilen Felswänden bis Makrigialos ans Meer. Zu einer Schiffsreise starteten wir von Agios Nikolaos zur Lepra-Insel Spinalonga. Hier lebten von 1903 bis 1957 auf steilem Felshügel, eingemauert, zwangsweise alle Leprakranken. Nach einem Rundgang fuhren wir mit dem Schiff von der Insel nach Elunda. Als Muss stand Knossos auf dem Programm. Die rätselhafte Palastanlage der sagenhaften minoischen Könige wurde in über 30jähriger mühevoller Kleinarbeit freigelegt. Außerdem besichtigten wir die Hauptstadt Heraklion.

Wiederholt ging es mit dem Bus zur Lassithi Hochebene auf den Berg Kafi , 1117 Meter hoch und mit toller Sicht zur Nordküste. Abwärts über einem alten Maultierpfad und der Nissimos Ebene erreichten wir den Hauptort der Lassithi Tzermiado. Ein weiterer Ausflug brachte uns nach Sitia und zum Kloster Toplou. Es gehört zu den meistbesuchten Klöstern und wurde im 15. Jahrhundert erbaut.

Von einer vielseitigen, steinigen und felsenreichen Insel tief beeindruckt fiel der Abschied schwer und der Dank galt Peter Frauenrath für die hervorragende Organisation.”

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