Die Marienkapelle in Jüngersdorf ist abgerissen worden.

Die Marienkapelle in Jüngersdorf, die 1968 feierlich eingesegnet wurde, und im vergangenen Jahr entwidmet worden ist, ist abgerissen.  An gleicher Stelle entsteht das Gemeindezentrum “Marienkapelle” mit einer größeren Kapelle und angrenzendem Gemeinderaum für rund 2,3 Millionen Euro. Nötig geworden ist der Neubau durch den Umsiedlungsstandort Pier. Der Bau wird rund 15 Monate dauern.

Nur noch ein Haufen Steine.

Werner Gossel war dieser Tage noch einmal in Jüngersdorf unterwegs und hat der Redaktion von toepfergemeinde.de einige Fotos und Gedanken zum Abriss des Gotteshauses geschickt, die wir gerne veröffentlichen. Werner Gossel schreibt: ”Der fast vollendete Abriss der Marienkapelle in Jüngersdorf hat mich veranlasst, ein paar Bilder zu machen und einige Gedanken zu formulieren. ”"Wenn es nicht die Hoffnung gäbe, dass in  jedem Ende ein neuer Anfang steckt, müsste man eigentlich traurig sein, dass die Marienkapelle in Jüngersdorf binnen weniger Tage nur noch ein Haufen Schutt war. Das Läuten des Glöckchens vor Gottesdiensten (bis zuletzt noch auch denen im Bürgerhaus, Pier), Angelus am Samstagabend, Neujahr etc., fehlt sicher nicht nur mir. Hoffen wir, dass die Bauarbeiten an der neuen Kapelle gut vorwärts gehen und schon bald wieder ein “richtiges” Gotteshaus an alter Stelle steht.”

Ein Kommentar zu “Neues von der Marienkapelle in Jüngersdorf”

  1. “Geteiltes Leid”…
    Herr Gossel hat mit viel Fingerspitzengefühl und etwas Wehmut beschrieben, dass die Marienkapelle zu Jüngersdorf in kurzer Zeit dem Rückbau unterlag, und nur eine ebene Fläche übrig geblieben ist, auf die in absehbarer Zeit eine wunderschöne neue und größere Kapelle errichtet werden wird. Ich habe die Baupläne hier vorliegen, und ich denke mir, dass es für alle Jüngersdorfer und Pierer Bürger ein stattliches Bauwerk, resul-tierend aus vielen guten Ideen werden wird.
    Heute habe ich, gemeinsam mit Herrn Strassfeld, viele Fotos vom Abriss der Pierer Kirche aufgenommen, und wir haben uns u.a. sehr angenehm über diese Angelegenheit unterhalten. Der Unterschied zum Kapellenabriss in Jüngersdorf ist, dass hier KEINE neue Kirche entstehen wird, und dass es KEINE dieser tollen Pläne für ein neues Gotteshaus gibt. Auch die vier Glocken aus dem Turm, welche kürzlich ausgebaut wurden, werden nie mehr zu gegebenen Anlässen läuten. Diese Tatsachen lies bei den Anwesenden Altpierern nicht nur Tränen fließen, und das Wort Wehmut war in diesem Fall äußerst gelinde ausgedrückt. Als die alte pierer Kirche dann dem Erdboden gleich war, (so wie in Jüngersdorf) stiegen alle Teilnehmer des traurigen Ereignisses wortlos und sehr ergriffen in ihre Autos, um zurück in ihre NEUE HEIMAT zu fahren.
    Für die Pierer Bürger (Vertriebene) ist es jedoch ein großes Glück, dass die Anwohner der umliegenden Ortschaften, besonders jedoch die Mitbürger aus Jüngersdorf, so rücksichtsvoll und einsichtig sind. Dies gilt auch für die ansässigen Vereine, welche mit offenen Armen und mit ausgestreckter Hand den Leuten aus den Vereinen aus Pier entgegen kamen, um den Beginn einer herzlichen Freundschaft signalisierten.

    Möge diese Zuneigung sich noch weiter entfalten, und somit ein angenehmes Zusammenleben bewirken.

Kommentiere den Beitrag