Sigrun Reckhaus und Stefan Knodel (von links) freuen sich über die neue Küche für das Heinrich-Böll-Haus. Die Küche hat die Firma Herten gesponsort. Heinz Herten (rechts) schaute sich mal im Böll-Haus um.

Als Heinz Herten im Sommer über den Renovierungsbedarf des Heinrich-Böll-Hauses in Langenbroich gelesen hat und erfuhr, dass unter anderem drei Küchen in den Stipendiatenwohnungen erneuert werden müssen, erklärte sich die Firma Möbel Herten aus Langerwehe spontan bereit, die Küche in einer Wohnung zu sponsern. Wie in jedem Jahr,  anlässlich des Tages der Küche, beziehungsweise des Tages des Tischlers, versucht  die Firma Herten mit einer Aktion zu helfen. Im vorigen Jahr wurde in der Klosterkirche in  Wenau ein Altarpodest gestiftet. Dass die Hilfe im Heinrich Böll Haus gut angelegt ist, davon konnte sich Firmenchef Heinz Herten persönlich überzeugen. Zurzeit leben drei Schriftsteller in Langenbroich, die sich in ihren Ländern für die Freiheit des Wortes und die Menschenrechte einsetzen. In der Wohnung, in der nun die Küche erneuert wird, lebt zur Zeit ein chinesischer Journalist mit seiner Familie. Für viele Schriftsteller war und ist das Heinrich-Böll-Haus erste Station ihres Exils. Die  Tradition von Heinrich Böll und seiner Frau Annemarie, die hier immer wieder Gäste aufnahmen, wird heute vom Verein Heinrich-Böll-Haus-Langenbroich e.V. fortgeführt. Die Familie Böll hatte unter anderem 1974 Alexander Solschenizyn für einige Tage bei sich im ruhigen Eifelort Langenbroich aufgenommen, das Haus war im Focus der Weltöffentlichkeit. Heute kümmert sich der Trägerverein um die Schriftsteller und Künstler, die sehr oft mit ihren Familien kommen. „Zu einem angenehmen  Aufenthalt gehört eben auch eine funktionsfähige Küche“, so Stefan Knodel, bei der  Stadtverwaltung Düren für die Geschäftsführung des Verein zuständig und Sigrun Reckhaus künstlerische Leiterin des Hauses von der Heinrich-Böll-Stiftung in Köln. Hier ist jede Hilfe willkommen, da die finanziellen Mittel des Heinrich Böll Hauses begrenzt sind. Heinz Herten: „Gerne sind wir in einem Bereich tätig,  indem wir uns einbringen und mit unseren Produkten   helfen können“. Vielleicht ist dies ein Beispiel, dem noch Nachahmer folgen, freute sich auch Prof. Dr. Herbert Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Heinrich-Böll- Hauses über die Küchenspende.

2 Kommentare zu “Eine Küche aus Langerwehe für das Heinrich-Böll-Haus in Langenbroich”

  1. Liebe Damen und Herren,

    Habe gerade Ihren Beitrag entdeckt. Ich bin durch Herrn Böll ans wirkliche Lesen gekommen, und ebenfalls Schriftsteller geworden. Ich werde nie die erste Lektüre seiner Bücher vergessen. Ich habe eigentlich nie aufgehört, ihn zu lesen. Er darf nicht vergessen sein.

    Alles Gute für Ihre Arbeit und viele Grüße
    Rüdiger Preuss

  2. Wie heißt es so schön: Im Netz geht nichts verloren.
    Nach 3 Jahre entsteht eine Aufmerksamkeit zum Heinrich Böll Haus in unserer Nähe. Wir haben uns seinerzeit durch eine Kücheninstallation sehr gerne engagiert. Professor Dr. Herbert Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des Heinrich Böll Hauses, gab die Anregung bei einem Sommerfest. Denn dieses Haus hat Weltgeschichte geschrieben. Der ehemalige “Alterssitz” von Heinrich Böll ist auch ein sehr interessantes und außergewöhnliches Anwesen.
    Immer wieder finden Aktivitäten im Heinrich Böll Haus, Langenbroich statt.
    Man kann nur raten, dieses Kleinod unserer Region durch einen Besuch zu unterstützen und zu helfen.

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