Archiv für November, 2011

Der Verein zur Erhaltung der Alten Kirche in Langerwehe lädt am Sonntag, 4. Dezember, um 18 Uhr, zu einem Konzert in diesem Gotteshaus ein. Zu Gast ist dann die Gruppe “Junist” aus der Ukraine ein. Die Alte Kirche wird beheizt sein. Der Eintritt ist frei, es wird jedoch um eine Spende zugunsten strahlengeschädigter Menschen aus Tschernobyl in der Ukraine gebeten.

Jetzt, in der Advents- und Vorweihnachtszeit, gibt es in der Töpfergemeinde drei Aktionen, mit denen Einzelpersonen, Vereine, Gruppen und Intitutionen unterstützt werden. Wir stellen diese Initiativen gerne vor.

Dieter Mirbach (Ortsvorsteher), Ingo Göntgen (Sparkassen-Geschäftsstellenleiter), Alois Sievers (IG-Langerwehe) und die Kinder des Kindergartens Langerwehe-Süd

In der Sparkasse Langerwehe steht in der Adventszeit wie schon in den Jahren zuvor Weihnachtsbaum mit Wunschzetteln von Kindern und diesmal auch für erwachsene Menschen, die finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Die Verantwortlichen der Interessengemeinschaft der Langerweher Vereine hoffen, dass wieder – wie in den Jahren davor – Bürger die Wunschzettel dort direkt vom Baum nehmen und das Gewünschte besorgen, weihnachtlich verpacken und beschriften. Die verpackten Weihnachtsgeschenke sollten dann bis zum Donnerstag, 22. Dezember bei der Sparkasse abgegeben werden. Danach werden die Päckchen dann verteilt. Ortsvorsteher Dieter Mirbach hat wieder die Schirmherrschaft übernommen. Geschmückt wurde der tolle Baum übrigens von Jungen und Mädchen des Kindergartens in Langerwehe-Süd.

Ute Papst-Sirne (links) und Christiane Sievers bei der Übergabe der Weihnachtsspenden im vergangenen Jahr.

Im “Intercoiffure Salon” von Ute Papst  hängt jetzt in der Adventszeit ein Jutesack, der hoffentlich bis Weihnachten voller Geld sein wird. Ute Papst und ihr Team möchten helfen, dafür haben sie sich ein chinesisches Sprichwort zum Vorbild genommen: “Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt. Lehre ihn Fischen und er wird nie wieder hungern.” Von jeder Bedienung, die während der Adventzeit in unserem Salon erarbeitet wird, spendet der Salon 50 Cents. ußerdem werden Kunden (und selbstverständlich auch Nicht-Kunden) gebeten, eine kleinere oder größere Spende in den Jutesack zu werden. Ute Papst: “Das Besondere an dieser Spendenaktion ist, nicht wir entscheiden alleine an wen diese Spende geht, sondern die Spender können Vorschläge machen, welche wohltätige Organisation unterstützt werden soll. Formulare auf denen der Spendenempfänger aufgeschrieben werden kann, liegen in unserem Salon aus.”  Aus den erbrachten Vorschlägen wird am 23. Dezember per Los entschieden, welcher Vorschlag ausgewählt  wurde.  Die Hälfte des gesammelten Spendengeldes möchte unser das Team des Wehter Frisörsalons allerdings an die “Stiftung Intercoiffure Education for Life” weiterleiten. Diese Stiftung ermöglicht vielen Jugendlichen eine neue Lebensperspektive durch Berufsausbildung im Friseurhandwerk. Die erste Schule in Brasiliens Farvelas, hat bereits vielen Jugendlichen eine bessere Zukunft gegeben, sie aus den Slums, von den  Drogen und der Prostitution befreien können.

Last but not least: Auch die Interessenvereinigung “Pro Langerwehe” will zur Weihnachtszeit etwas Gutes tun. Und so stehen in den Mitgliedsgeschäften derzeit fein geschmückte Spendendosen, die die Kunden tüchtig befüllen sollen. Der Erlös dieser Aktion geht in diesem Jahr an die Jugendgruppe der Matthiaspilger aus Schlich und den “Verein zur musikalischen Förderung geistig behinderter Menschen e.V.”

Der Langerweher Bahnhof im November.

Puh, das war knapp! Kurz vor Monatsende, nämlich am 29. November, haben wir gestern das November-Foto für unser Projekt “Im Jahreskreislauf” gemacht. Und es war schon fast dunkel gestern Nachmittag gegen 17 Uhr. Und trotzdem: Wir haben uns an genau dieser Stelle vor einem Monat den “goldenen November” bei Wettergott Petrus gewünscht, und den haben wir auch bekommen. Vor einem Jahr war in Langerwehe schon alles weiß….

Mal gucken, was der Dezember bringt, wir sind jedenfalls schon gespannt auf unser Jahreskreislauf-Foto im kommenden Monat. Vielleicht liegt ja dann Schnee, oder wir schimpfen, dass wir bei dem warmen Wetter überhaupt kein bisschen in Weihnachtsstimmung kommen. Bei der Gelegenheit: Wie gut, dass es das Wetter gibt, so haben wir wenigstens immer was zum Kühmen….

Aber das ist ja auch der Sinn unseres Fotoprojektes “Im Jahreskreislauf” hier auf toepfergemeinde.de: Ein Jahr lang fotografieren wir jeden Monat den Bahnhof in Langerwehe von immer dem selben Standort aus und gucken, wie das Bild sich verändert.

Alle (bisher vier) Fotos gibt’s übrigens in der kleinen Slideshow rechts auf dieser Seite. Viel Spaß!

Was muss getan werden, um die Hauptstraße wieder attraktiver zu gestalten?

Vor ziemlich genau einem Jahr hat toepfergemeinde.de die Frage aufgeworfen, ob Langerwehe wirklich einen großen Vollsortimenter im neuen Gewerbegebiet “Am Steinchen” braucht. Also einen dieser riesigen Supermärkte, in denen man auch Brot, Fleisch, Aufschnitt, Getränke – eben einfach alles kaufen kann. Damals war der Hintergrund unserer Berichterstattung, dass der Schlecker-Markt in Langerwehe zugemacht hatte. Und heute? Heute wollen wir mit unserer Frage noch ein Stückchen weiter gehen. Heute fragen wir – ganz bewusst sehr provokativ: Stirbt der Einzelhandel in Langerwehe?

Ganz unberechtigt ist die Frage unserer Meinung nach nicht: Das Schmuckgeschäft Kuckertz und Mehne an der Hauptstraße ist geschlossen, hier entsteht demnächst ein Café. Ein Damenbekleidungsgeschäft ist ebenfalls zu, da wo früher eine Raumausstatterin ihren Laden hatte, ist heute eine Fahrschule. Das Schuhgeschäft und auch der Käseladen haben nicht mehr jeden Tag geöffnet. Und zum Jahresende wird auch Frings, wo es bisher Gartengeräte, Farben, Tapeten und ähnliches zu kaufen gibt, schließen. Es gibt Leerstände in den Ladenlokalen an der Hauptstraße. Von einer blühenden Geschäftswelt kann man in Langerwehe wirklich nicht mehr sprechen.
Was meinen Sie, liebe Leser von toepfergemeinde.de? Sehen wir zu schwarz? Ist es um die Situation des Wehter Einzelhandels gar nicht so schlimm bestellt? Und was könnte helfen? Wäre ein DORV-Laden, wie er jetzt in Dürens Grüngürtel eröffnet worden ist, für uns in der Töpferegmeinde die Lösung? Brauchen wir einen kleinen Lebensmittelladen im Zentrum, der den bestehenden Bäckerein und Metzgereien keine Konkurrenz machen soll, aber dafür auch ein Beratungsangebot in allen möglichen Lebenslagen machen soll? Oder muss sich am Bild der Hauptstraße etwas ändern? Ist die Verkehrssituation einfach zu chaotisch, macht es keinen Spaß mehr, in Langerwehe einzukaufen?

Fragen über Fragen, nur die Antworten fehlen. Und deswegen bitten wir Sie, liebe Leser, schreiben Sie uns Ihre Meinung! Nutzen Sie einfach das Kommentarfeld auf dieser Seite oder schicken Sie uns eine E-Mail an toepfergemeinde@web.de. Wir freuen uns schon jetzt auf ganz viele Zuschriften und hoffen auf eine angeregte Diskussion.

Zumindest am Samstagnachmittag war beim Töpfermarkt wenig los.

Ausstellerin Elke Kubicek-Rossenbach beobachtet seit einigen Jahren, dass immer weniger Besucher zum Töpfermarkt nach Langerwehe kommen.

„Die Qualität des Marktes ist gut“, sagt Keramikerin Elke Kubicek-Rossenbach aus Pillig in Rheinland-Pfalz. „Ramsch gibt es hier wirklich keinen. Aber es kommen seit einigen Jahren immer weniger Besucher. Das ist eben meine Beobachtung.“ Dem stimmt auch Aussteller Guido Zenke aus Aldekerk am Niederrhein zu. „Ich komme schon 15 Jahre zum Töpfermarkt“, sagt er. „Und es kommen immer weniger Leute. Ich kann mir nicht erklären, woran es liegt.“ Es ist Samstagnachmittag, 15.30 Uhr, und auf dem 37. Töpfermarkt am Töpfereimuseum in Langerwehe ist es wirklich ziemlich ruhig. Anders als in früheren Jahren kann man bequem über den Keramikmarkt schlendern, und das Angebot, das Museumsleisterin Dr. Kirsten Maaß und ihr Team nach Langerwehe geholt haben, kann sich wirklich sehen lassen. Über 50 Aussteller und Ausstellerinnen haben in Langerwehe ihre Waren präsentiert, davon allein 42 Keramiker und Keramikerinnen, immerhin zwölf, die am Wochenende zum ersten Mal in Langerwehe mit von der Partie waren. Überwiegend gab es beim Langerweher Töpfermarkt Gebrauchs- und Gartenkeramik, es wurden aber auch Kunstobjekte angeboten. Und wie immer hatte Dr. Kirsten Maaß auch Künstler eingeladen, die auf dem Töpfermarkt Produkte aus Holz, Leder, Glas und Filz angeboten haben. Die Mitglieder des Förderkreises haben Lose verkauft, es gab Reibekuchen vom Orgelbauverein, Glühwein und ein Nikolaus war auch mit von der Partie.

Gerhard Moonen gehörte zur Truppe des Glühweinstandes und hatte offenbar bei der Arbeit viel Spaß.

Der Töpfermarkt in Langerwehe ist Gemeinschaftsaufgabe. Und so ist es auch kein Wunder, dass nicht nur im Museum am ersten Adventswochenende fleißig gearbeitet wird, die Mitglieder des Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche machen mit, und auch die Interessenvereinigung „Pro Langerwehe“ der Geschäftsleute, Einzelhändler und Freiberufler, hatte am verkaufsoffenen Sonntag wieder für ein buntes Programm mit viel Musik und Unterhaltung für die ganze Familie in der Langerweher Hauptstraße gesorgt. Schade nur, dass ausgerechnet am Sonntag der November begonnen hat, sich zumindest zeitweise von seiner ziemlich ungemütlichen, herbstlichen Seite zu zeigen.

Ein besonders stimmungsvoller Höhepunkt war wie immer der Lichterzug am Samstagabend von der Alten Kirche auf dem Rymelsberg zur neuen Pfarrkirche mitten im Ort. Mit diesem Zug will man seit einigen Jahren dokumentieren, wie sich das dörfliche Leben in Langerwehe im Laufe der Jahrhunderte von der Alten Kirche bis in die neue Kirche verlagert hat. Beim Umzug mit von der Partie sind die Langerweher Mittelaltergruppe „Wehter Kumpaney“, eine mittelalterlich gewandete Flötengruppe und viele, die beim Töpfermarkt mitgemacht hat.

Beim traditionellen Lichterzug am Samstagabend waren auch viele Kinder und Erwachsene in mittelalterlichen Kostümen mit dabei.

Pfarrer Heinz Portz hat die Gruppe in der neuen Pfarrkirche empfangen. Anschließend wurde auf dem Kirchvorplatz noch bei Glühwein, Kinderpunsch und heißen Würstchen gefeiert. Musik gab es von einer Bläsergruppe unter der Leitung von Renold Quade.