
Blick in die Sonderausstellung „Wiederbelebtes“ die das Töpfereimuseum Langerwehe noch bis zum 28. August präsentiert.
Noch bis zum 28. August 2011 zeigt das Töpfereimuseum Langerwehe die Sonderausstellung „Wiederbelebtes“ mit Werken aus Ton, Filz, Mixed-Media und Malerei der Künstlerinnengruppe „Projekt 5“. Das Museum lädt nicht nur Erwachsene zum Besuch dieser inspirierenden Ausstellung ein, in der Altes in neuem Glanz erscheint, sondern richtet sich mit einem speziell zur Ausstellung entwickelten museumspädagogischen Programm auch an Kinder, die mit ihrer Kindergartengruppe oder Schulkasse oder im Rahmen einer Kindergeburtstagsfeier die fantasievollen Exponate der Ausstellung entdecken und anschließend selber kreativ werden können.
Wie gehen wir mit den alten, kaputten, scheinbar untauglichen und oftmals in Vergessenheit geratenen Dingen um, die gestapelt, gestrandet oder verstaubt in Schubladen und auf Dachböden, in Kellern, Garagen oder auf Schrottplätzen landen? Und was geschieht, wenn wir diese Dinge aus dem Dunkeln hervorholen, sie wiederentdecken und wertschätzen, sie in einen neuen Zusammenhang, sprich: ins neue Licht setzen? Diesen Fragen stellten sich die Künstlerinnen von „Projekt 5“. Sie spürten nach und schufen die Werke, die das Töpfereimuseum in der Ausstellung „Wiederbelebtes“ präsentiert: Angelika Arpe zeigt ausdrucksstarke figürliche Keramiken, deren Oberflächenstrukturen faszinieren. Zum Teil kombiniert sie skurrile Fundstücke mit Tonelementen. Claudia Lawniczak arbeitet in großformatiger, abstrakter Malerei den längst vergessenen Sinn hinter Worten heraus, die viel zu oft zu bloßen Worthülsen geworden sind. Marion Petras interpretiert das ewige Thema „Adam und Eva“ auf originelle Weise und belebt mehr als vierzig Jahre alte Tapete mit ihren surrealistischen Zeichnungen und Linoldruck auf moderne Weise. Lydia Reinartz setzt sich durch Floristik und naturalistische Malerei intensiv und beeindruckend mit dem Thema Vergänglichkeit auseinander. Und Sibylle Stollwerk überzeugt durch extravagante Filzobjekte, in die sie nicht nur ca. 10 Millionen Jahre alte Seqoiafasern, ein Abfallprodukt aus der Braunkohlegewinnung, sondern auch Funde vom Schrottplatz eingearbeitet hat. Die spannungsvoll neben und miteinander präsentierten Werke von „Projekt 5“ regen Besucher allen Alters auf humorvolle oder nachdenkliche Weise an, sich dem Thema „Wiederbelebtes“ zu nähern und vermeintlich alte Dinge in neuem Licht zu sehen. Am Sonntag, 15. Mai, dem 34. Internationalen Museumstag, startete die Ausstellung „Wiederbelebtes“ in Anwesenheit der ausstellenden Künstlerinnen, die aus Langerwehe oder dem nahen Umfeld der Töpfergemeinde stammen, sehr erfolgreich mit einem besonderen Rahmenprogramm, das außer Sonderführungen durch die Ausstellung Workshops zum experimentellen Gestalten mit Ton und Filz beinhaltete.
Inspiriert durch den Besuch der Ausstellung „Wiederbelebtes“ können Kinder noch bis zum 28. August ihre Gedanken und Ideen in der Kreativwerkstatt des Töpfereimuseums umsetzen. Das zur Ausstellung entwickelte museumspädagogische Programm richtet sich an Kindergartengruppen, Schulkassen und Kindergeburtstagsgesellschaften. Neben einer spannenden Entdeckungsreise durch die Ausstellung gestalten die Kinder mit ihren Lieblingsfundstücken „Schuhkartoncollagen“ oder fantasievolle Patchworkkeramiken. Anmeldung und Information sind direkt beim Töpfereimuseum unter 02423/4446 möglich. Die Ausstellung ist bis zum 28. August im Töpfereimuseum Langerwehe montags bis freitags von 10 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags und feiertags von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen.
















