Archiv für Februar, 2011

Schon jetzt legendär: Synchronschwimmen mit dem Kegelclub "Keen Nüng"!

“Das ist Karneval, wie er sein soll. Das ist Karneval in seiner ganz ursprünglichen Form. Und deswegen komme ich immer wieder gerne zur Sitzung des Langerweher Orgelbauvereins.” Alfred Wings, den Karnevalisten besser bekannt als “Der Lange”, Büttenredner aus Eschweiler, hat Recht: Die Karnevalssitzung des Orgelbauvereines St. Martin ist etwas ganz Besonderes. Und das, was Bert Graff, Martin Jung und Kurt Gielgen in diesem Jahr wieder auf die Beine gestellt haben, verdient höchstes Lob und allerhöchste Anerkennung! Und ein ganz, ganz dickes Dankeschön!

Charmanter "Sitzungspräsident" Kurt Gielgen.

Der kleine Pfarrsaal platzt aus den Nähten, es ist heiß, es ist eng, aber es ist auch urgemütlich. Die rund 150 Männer und Frauen, Kinder und Erwachsene sind farbenprächtig und phantasievoll kostümiert. Und die gut gelaunten Wehter Jecken erleben fast fünf Stunden ein tolles Programm. Viele, viele Eigenwächse aus der Töpfergemeinde sind dabei: Werner Gossel mit einer schwungvollen Büttenrede zum Beispiel, der “Junge Chor” mit vielen Kölschen Liedern und einem Puppenspiel, das die Geschichte eines Ölscheichs erzählt, der Urlaub in Köln macht, aber auch Bert Graffs Kegelclub “Keen Nüng”, der mit seinem unglaublich lustigen Synchronschwimmen (die Herren trugen sogar Nasenklammern und Gerhard Moonen hat lackierte Fußnägel…) noch lange für Gesprächsstoff in der Töpfergemeinde sorgen wird!

Viel Applaus gab es auch für die Eschweiler Stimmungs-Band “Inde-Rebellen”. Und schön war, dass  beide Langerweher Karnevelsvereine, also die KG “Löstige Döppesbäckere” und die KG “Pannebäckere” mit einer Abordnung und vor allen Dingen ihren Funkemariechen mit von der Partie waren. Ach ja, und auch Prinzessin Alice I. (Bauer) hat es sich nicht nehmen lassen, mit ihrer Adjutantin Christiane Lavid den Närrinnen und Narren im Pfarrheim einen (viel umjubelten) Besuch abzustatten!

Die Sängerinnen des Jungen Chores.

Die Menschen haben vergnügt miteinander gefeiert, geschunkelt, gelacht und gesungen – ohne übrigens auch nur einen Euro Eintritt dafür bezahlt zu haben. Auch Speisen und Getränke waren kostenlos. Einzig eine Spende für die neue Langerweher Orgel, die ja bekanntermaßen am 11. November offiziell eingesegnet werden soll, war erwünscht und erbeten.

Kurzum, die Jecken beim Orgelbauverein hatten einen wunderschönen Abend. Weil Bert Graff ein ungeheuer kreatives Programm auf die Beine gestellt hatte, weil alle Akteure mit Leidenschaft und sehr viel Herzblut bei der Sache waren, weil Kurt Gielgen charmant, schlagfertig und sehr liebenswert durch den Abend geführt hat und nicht zuletzt, weil Karneval mit dem Orgelbauverein ein Stück Heimat ist. Und zwar ein Stück Heimat im allerbesten Sinne. Man kennt sich, die Chemie stimmt, es macht einfach Spaß. Es gibt es eben wirklich, das “Wehter Wunderland”!

Naja, und mein am häufigsten gehörten Satz gestern Abend war: “Sandra, zeig doch mal die Bilder!” Und hier sind sie. Alle 257 Bilder, die ich gestern beim Orgelbauverein gemacht habe. Ausnahmslos. Ein Klick genügt. Viel Spaß!
Übrigens wird es an dieser Stelle morgen noch einen kleinen Nachtrag zum Karneval des Langerweher Orgelbauvereins geben. Ein Programmpunkt kommt bis jetzt noch gar nicht vor. Einer, über den es sich lohnt, einmal nachzudenken. Seien Sie gespannt!

Der Fagottist Rainer Johannsen.

Unser heutiger toepfergemeinde.de-Sonntagstipp führt wieder einmal ins Töpfereimuseum Langerwehe. Die „Tonspur Nr. 8 – Kammerkonzerte“, die am Montag, 21. Februar, um 20.00 Uhr im Rahmen der Konzertreihe „Tonspuren im Töpfereimuseum“ in Langerwehe, Pastoratsweg 1, aufgeführt wird, widmet sich der Musik von Vivaldi, Zelenka und Boismotier. Die Idee zum Programm der achten „Tonspur“ stammt von dem gebürtigen Dürener Rainer Johannsen, der als Fagottist inzwischen weltweit mit den renommiertesten Barockensembles konzertiert. Aus Köln kommt der Barockgeiger Martin Ehrhardt, der im März mit seinem Aaron-Streichquartett eine eigene „Tonspur“ gestalten wird. Sein Bruder, der Kontrabassist Bernd Ehrhardt, begleitet mit Willi Kronenberg am Cembalo. Mit Aoi Ishida (Oboe) und Darja Großheide (Flöte) ist das Ensemble komplett. Die Zuhörer dürfen sich auf einen Abend voller virtuoser und klangvoller Musik freuen.

Von den rund 500 Konzerten, die Antonio Vivaldi im Laufe seines Lebens schrieb, bildet die Gruppe der 70 Kammerkonzerte nur einen kleinen Anteil. Die Solisten werden ausschließlich vom Basso continuo und nicht von einem großen Orchester begleitet. Vivaldi, der „rothaarige Priester“, wie die Venezianer ihn nannten, war berühmt als Geigenvirtuose, Komponist, Dirigent und Lehrer. Die Musik Vivaldis erfreute sich zu Beginn des 18. Jahrhunderts in ganz Europa großer Beliebtheit. Besonders in Dresden, wo Pisendel die Hofmusik leitete, befinden sich bis zum heutigen Tag viele seiner Konzerte in Abschriften. Dort arbeitete auch der böhmische Komponist Zelenka, dessen Musik  heute wieder große Wertschätzung erfährt. Sie zeichnet sich durch raffinierte harmonische Wendungen aus und ist in ihrer Art ganz einzigartig.

Der Einlass zum Konzert beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt beträgt 10 Euro. Schüler haben freien Eintritt. Den Getränkeausschank in der Pause übernimmt wie immer der Förderkreis des Töpfereimuseums. Karten für das Konzert können unter der Rufnummer 02423/44 46 vorbestellt werden.

Die „Tonspuren“ sind eine neue Konzertreihe im Töpfereimuseum in Langerwehe, hinter der die Flötistin Darja Großheide als Initiatorin steht. Die Konzerte finden jeweils am dritten Montag im Monat um 20 Uhr statt.

Die Gewinner des Lesewettbewerbs an der Europaschule Langerwehe mit ihren Lehrern.

Mia Möbes ist Siegerin des Lesewettbewerbs der Europaschule Langerwehe und kann sich über eine Siegerurkunde und den Wanderpokal „Leseratte des Jahres“ freuen. Außerdem wird sie ihre Schule auf Kreisebene vertreten. Mit dem von ihr selbst gewählten Auszug aus Paul Maars „Eine Woche voller Samstage“ und dem für jeden Teilnehmer obligatorischen Auszug aus „Sams in Gefahr“ erreichte sie insgesamt die höchste Punktzahl, dicht gefolgt von Anna Jonsdottir, die mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“ auf den zweiten Platz kam. Den dritten Platz erreichte Jan Kieven, der aus „An der Arche um Acht“ vorlas. Die Plätze vier und fünf fielen auf Lennard Drängmann („Gregs Tagebuch: Gibt’s Probleme?“) und Per Christian Münstermann („Max – mein Bruder“).

Die fünf jungen Leseratten der Jahrgangsstufe 6 waren in der Gemeindebücherei angetreten, um sich einer kritischen Jury und dem Publikum aus Mitschülern zu stellen. Dabei mussten sie sich gleich in zwei Disziplinen messen: Zuerst sollten sie aus einem Buch ihrer Wahl eine vorbereitete Seite vorstellen und vorlesen; im zweiten Durchgang hingegen galt es, eine Seite aus einem unbekannten Buch vorzutragen. Für den diesjährigen Wettbewerb hatte die Jury sich für den Kinderbuch-Klassiker von Paul Maar, „Sams in Gefahr“, entschieden.

Der Jury gehörten dieses Mal ausschließlich Deutschlehrer an. Nach zweistündigem Wettkampf war es dann soweit und die Gewinner konnten ihre wohlverdienten Buchpreise aus der Hand des Abteilungsleiters II, Richard Braun, entgegennehmen. Auch für das Publikum und die Jury gab es zum Abschluss noch eine Belohnung in Form einer Schale Süßigkeiten, die sich rasch leerte.

Johannes und Stachel aus der Bärenbude.

„Gleich geht’s rund, gleich wird’s bunt“ singt Erwin Grosche. Der Musiker und Kabarettist trägt einen froschgrünen Anzug; er sitzt mit seiner Gitarre auf einem großen Radio. Der Vorhang der “Bärenbude” ist noch geschlossen und rund 110 Kinder recken gespannt ihre Köpfe. Auf den Moment haben die Erst- und Zweitklässler der Langerweher Wehebachschule schon lange gewartet. Gleich werden sie die Kuschelbären Johannes und Stachel persönlich erleben, die sie bisher nur aus dem Radio kennen. Endlich öffnet sich der blaue Samtvorhang der “Bärenbude”. Kaum aus dem Radio gezaubert und wach geschnipst, quatschen Johannes und Stachel auch schon drauf los. Zusammen mit Erwin Grosche haben sie den Kindern bärenstarke Lieder und aufregende Abenteuer zum Mitfiebern und Mitmachen mitgebracht.

“Bärenbude Klassenzauber”war zu Gast in der Turnhalle in Langerwehe und nahm die Erst- und Zweitklässler mit in die zauberhafte Welt des Kinderradios. Mit ihren Wortspielen und Versprechern brachten Erwin Grosche und natürlich die Bären Johannes und Stachel ihr „hochverkehrtes Pubslikum“ immer wieder zum Lachen. Da halfen die Kinder ihnen auch gerne tatkräftig beim Bestehen ihrer spannenden Abenteuer. Auf einer wilden Fahrt mit dem Heißluftballon pusteten sie, was das Zeug hielt, und legten sich wagemutig in die Kurven. „Huiih“ – die Schüler warfen ihre Arme in die Luft, als die Kuschelbären ein Luftloch überflogen und sorgten dafür, dass sie wieder heil auf dem Boden landeten.

Fantasie haben und Zuhören können – zwei wichtige Fähigkeiten für Kinder, die durch das medienpädagogische Projekt “Bärenbude Klassenzauber” gefördert werden. Die Veranstaltung ist nur ein Teil des Unterrichtsprojekts, bei dem die Kinder mit Hör- und Geräuschespielen fürs Zuhören sensibilisiert und zum Nacherzählen und Weiterdichten  ermutigt werden.

Erwin Grosche

Die “Bärenbude” ist die tägliche Sendung von WDR 5 für Radioanfänger ab vier Jahren. Seit fast fünf Jahren packen die “Bärenbude”-Bewohner einmal in der Woche ihre Koffer und Kisten und kommen zum Klassenzauber an verschiedene Grundschulen in Nordrhein-Westfalen. Erwin Grosche macht Musik mit dem Akkordeon, der Gitarre, mit dem Mund und der Mundharmonika. Er führt als Moderator durchs Programm und spielt mit Lauten und Klängen. Bei den Kindern weckt er Fantasie und Spaß am Fabulieren. Die beiden Kuschelbären Johannes und Stachel treten in ihrem Puppentheater, der Bärenbude auf. In ihren Sketchen lösen die beiden Bären selbst gestellte Aufgaben. Dabei brauchen sie auch die Hilfe der Kinder.

Kira Schmitz ist Langerwehes erste Kinderprinzessin überhaupt.

Langerwehe hat seine erste Kinderprinzessin! Kira Schmitz (10) wurde beim offiziellen Sessionsauftakt der KG „Löstige Döppesbäckere“ offiziell in ihr närrisches Amt eingeführt. Döppesbäckere-Vorsitzender Hubert Gasper hat Kira I. Krone und Zepter überreicht. Süß sah das Mädchen im schicken Prinzessinnenkleid aus, und die Freude über das neue Amt und die vielen Geschenke, die sie zu ihrer Inthronisation bekommen hat, waren Kira deutlich anzusehen. Und dass ihr Karneval eindeutig im Blut liegt, hat die Schülerin, die in ihrer Freizeit gerne liest und natürlich als Funkenmariechen aktiv ist, bei ihrer Inthronisation auch mit einer flotten Antrittsrede unter Beweis gestellt. „Ich stehe gerne auf der Bühne“, so Kira. „Und ich kann gut auswendig lernen.“ Ferner wurde der neue Orden der Gesellschaft vorgestellt, alle Garden und Funkenmariechen der KG haben ihre neuen Tänze präsentiert.

Willibert I. regiert die Narren und Närrinnen in Heistern.

Und auch Heistern ist endlich karnevalistisch gesehen in den besten Händen. Denn immerhin ist Prinz Willibert I. ein Wiederholungstäter. Und darüber freut sich die Karnevalsgesellschaft Heistern sehr. Vor neun Jahren war Willibert Houben – so der Name der neuen Heisterner Tollität im normalen Leben – schon einmal Prinz.

Damals schwang der 57-Jährige das Narrenzepter in Lucherberg. „Er ist ist ein echter Vollblut-Karnevalist“, sagte Richard Simons, der Präsident der „KaGeHei“, bevor er Willibert Houben in den Stand des Narrenherrschers erhob. Das geschah im Rahmen einer stimmungsvollen Feier in dem kleinen Langerweher Gemeindeteil. Willibert I. hatte ein paar Dinge aus seiner karnevalistischen Vergangenheit mitgebracht: Einerseits genau die Prinzenfedern, die er auch vor neun Jahren schon an seiner Kappe getragen hatte.

Andererseits zeigte sich der neue Prinz sehr erfreut darüber, dass das Trommlercorps Lucherberg anwesend war, um der ehemaligen Tollität des Ortes zu seiner neuen Regentschaft zu gratulieren. Was für den Prinzen gilt, das kann der neue Adjutant der „KaGeHei“ schon lange von sich behaupten.

Walter Prick begleitet Willibert I. durch die Session. Prick ist sowohl Wiederholungstäter als auch Vollblut-Karnevalist. Drei Mal schon war er Adjutant in Heistern. Zwei Mal führte er die Narren seiner Gesellschaft als Prinz an, war zudem Präsident und ist aktuell Senator. Der Prinz und sein Adjutant hatten dann auch direkt nach ihrer Inthronisierung alle Hände voll zu tun.