Archiv für Januar, 2011

Langerwehe bekommt schnelles Internet.

In der Gemeinde Langerwehe wird die Breitband-Initiative des Kreises Düren gleich neun Orte mit schnellen Internetanschlüssen versorgen: Luchem, Geich, Obergeich, D’horn, Schlich, Merode, Heistern, Wenau und Hamich. Insgesamt 2900 Haushalte können sich ab dem Frühjahr/Sommer 2011 mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit von 16 Mbit pro Sekunde im Internet zu bewegen.

Bürgermeister Heinrich Göbbels und Landrat Wolfgang Spelthahn freuen sich mit den Langerweher Ortsvorstehern, dass die Töpfergemeinde bald schnelles Internet haben wird.

Für die Nutzer ist das ein entscheidender Fortschritt. Jeweils 135.000 Euro nehmen der Kreis Düren und die Gemeinde Langerwehe dazu aus ihren Konjunkturpaket II-Mitteln in die Hand. Die Dürener Firma Soconet wird damit in die Lage versetzt, leistungsfähige Glasfaserleitungen zu verlegen. Dazu nutzt sie alte Wasserleitungen als Leerrohre. Ohne diese Anschubfinanzierung würde sich der Aufbau der Infrastruktur – wie so häufig im ländlichen Raum – für den Netzbetreiber nicht lohnen. Die Kabelwege sind lang, die Zahl der Nutzer dagegen relativ gering.

“Ein schneller Internetanschluss ist heute sowohl für Privatnutzer wie Firmen ein Muss. Standorte, die das nicht bieten, haben einen immensen Nachteil”, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Unterzeichnung der Überlassungsvereinbarung für die Fördermittel. “Durch unsere Breitband-Initiative haben wir nun kreisweit einen Versorgungsgrad von 80 Prozent erreicht”, resümierte er die Vereinbarungen, die nun in die Tat umgesetzt werden.

Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels bedankte sich für die Unterstützung des Kreises: “Wenn die Maßnahme umgesetzt ist, dann gibt es überall in unserer Gemeinde schnelle Internetanschlüsse.” Dass damit ein sehnlicher Wunsch der Bürger in Erfüllung geht, dokumentierten die Ortsvorsteher, die den Bürgermeister ins Kreishaus begleitet hatten. Andreas Reinartz (D’horn), Helmut Pütz (Obergeich), Markus Dahmen (Geich), Albert Trostorf (Merode), Kurt Hinz (Langerwehe-Pier), Dieter Zietz (Schlich), Dieter Mirbach (Langerwehe) und Regina Stach (Jüngersdorf) bestätigten, dass sie vielfach von den Bürgern auf das Manko angesprochen werden.

„Es ist toll, was man mit einer engagierten Dorfgemeinschaft erreichen kann.“ Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels ist sichtlich stolz auf die Menschen in seinem Heimatort D’horn. In monatelanger Arbeit haben Heinz Adrian, Kaspar Reinartz, Karl-Josef Weiß, Alfred Franzen und Günter Peters dafür gesorgt, dass alle vier historischen Dorfkreuze im Ort wieder in neuem Glanz erstrahlen.

Außerdem haben die Männer den alten Pfarrgarten liebevoll restauriert: Die Umfassungsmauer des Platzes und der alte Torbogen mit dem historischen Stein und der Inschrift von 1848 sind instand gesetzt und gereinigt worden.

Weil in D’horn vor dem Krieg die Pfarrkirche der „Herrschaft“, also von Schlich, Merode, D´horn und Obergeich stand, gibt es auch hier so viele historische Kreuze. Das Hochkreuz am Dorfplatz hat beispielsweise der in ganz Europa berühmte Künstler Bruno Hauser gefertigt. Heinrich Göbbels: „Die Dorfkreuze in D’horn sind wirklich ein besonderer Schatz. Das Dorfkreuz am Bachlauf in der Klaus wird seit 1976 von den Männern aus dem Ort betreut und befindet sich in einem wirklich ganz hervorragenden Zustand. Auf dem alten Friedhof in D’horn steht ein Kreuz, dass an eine der dunkelsten Stunden der Herrschaft erinnert. Beim Angriff auf Düren am 16. November 1944 sind auch 22 Menschen aus der Herrschaft ums Leben gekommen, die in unmittelbarer Nähe zu diesem Kreuz begraben sind. Und auch dieses Mahnmal des Friedens wurde wieder hergerichtet.“

Auf dem neuen Friedhof in D’horn ist das Kreuz an der Priestergrabstelle komplett entfernt und durch ein neues ersetzt worden. „Die ganze Aktion“, so Heinrich Göbbels, „wäre ohne das beispielhafte Engagement der Dorfgemeinschaft und der guten Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat nicht möglich gewesen. Dafür möchte ich mich ausdrücklich bedanken.“

Bei ihrer Aufführung nutzten die Schauspieler auch den Raum im Publikum.

Das Ensemble“ Radiks“ aus Berlin war jetzt mit dem Zwei-Personen-Theaterstück „Und dann kam Alex“ zu Gast im Forum der Europaschule Langerwehe und spielte dort gleich zweimal, nämlich für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge acht und neun.

Alex ist Opfer und Täter zugleich.

In der Art eines Stationendramas führte der 17-jährige Schüler Alex die Zuschauer in seine Welt: Eine Welt, die einerseits geprägt ist durch die Suche nach Nähe und Anerkennung, andererseits aber durch Sprachlosigkeit und Ignoranz. In kurzen prägnanten Szenen schildert Alex sein Verhältnis zu seinen Eltern, spricht über seine Wünsche und Ängste. Er wurde nach eigenen Aussagen über Jahre hinweg von Mitschülern gemobbt und gedemütigt. Um diesen zu imponieren, schlägt er bei einer „Mutprobe“ einen wehrlosen älteren Mann. Alex weiß nicht, dass seine „Mutprobe“ gefilmt und per Handy an andere Mitschüler gesendet wurde. Das Video wird von Lehrern der Schule entdeckt. Alex flüchtet, dringt am nächsten Tag bewaffnet in die Schule und will erzwingen, dass die Mitschüler gestehen, ihn gezwungen zu haben, den Mann zu schlagen.

Die Figur „Alex“ ist Opfer und Täter zugleich. Kontroverse Beiträge der Zuschauer  waren somit für die die sich anschließende Diskussion vorprogrammiert. Diese Diskussion, zu der die beiden Darsteller im Anschluss an das eigentliche Stück einluden, ist wesentlicher Bestandteil der Aufführung.  Wie hätte die Eskalation verhindert werden können?, War die Entwicklung absehbar?, Wer hätte an welchem Punkt eingreifen können?, Wer hat „Schuld“? waren andiskutierte Fragen. Bereits während der Aufführung verstanden es die Schauspieler, die Distanz zum Publikum zu minimieren, indem sie den Publikumsraum für ihr Spiel mit nutzten.

Und dann kam Alex“ entstand in Zusammenarbeit mit Psychologen, erfahrenen Pädagogen sowie dem Bundesverband Mediation  und bietet einen fundierten Beitrag zum Thema Gewaltprävention. Der Bundesverband Mediation ist ein in ganz Deutschland aktiver interdisziplinärer Fachverband für Mediation mit dem Hauptziel der Verbreitung und der Weiterentwicklung der Verständigung in Konflikten

Das Theaterstück ging ganz schön unter die Haut.

„Radiks“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, niveauvolle Theaterkunst in Orte zu tragen, die über kein eigenes festes Theaterhaus verfügen und ist daher überwiegend mobil unterwegs. Die Inszenierungen kommen in nicht speziell dafür ausgelegten Räumlichkeiten mit einem Minimum an technischem Aufwand aus. Das Bühnenbild im Forum der Europaschule Langerwehe bestand lediglich aus einer Leinwand und wenigen Requisiten. Dafür war der Inhalt des Stückes umso gehaltvoller.

Die Schießsportabteilung der Sebastianus-Bruderschaft Langerwehe hat ihre Vereinsmeister ermittelt. Ausgeschossen wurden die Titel in den jeweiligen Klassen mit dem Luftgewehr (LG) und dem Kleinkalibergewehr (KK):

LG Schüler aufgelegt: 1. Alexa Bücker (83 Ringe), 2. Natascha Bücker (82), 3. Michelle Plazinski (80). LG Schüler freihand: 1. Roland Ost (126), 2. Sebastian Boom (119), 3. Pierre Filusch (118). LG Schützen freihand: 1. Dieter Bücker (136), 2. Werner Bücker (134), 3. Ulf Melssen (130). LG Damen 1 freihand: 1. Sandra Johnen (135), 2. Sigrid Cremer (109), 3. Susanne Vonden (105). LG Altersklasse freihand: 1. Karl–Josef Stolz (139), 2. Wolfgang Kampmann (129), 3. Horst Deselaers (129). LG Senioren angestrichen: 1. Hermann–Josef Claßen (94), 2. Peter Simons (91), 3. Karl–Heinz Stenten (90). LG Damen 2 aufgelegt: 1. Elisabeth Coenen (150), 2. Regina Feucht (147), 3. Uschi Frings (147). LG Damen 3 aufgelegt: 1. Brunhilde Schain (146 ), 2. Erna Schnitzler (144), 3. Irmgard Claßen (141). LG Altersklasse aufgelegt: 1. Waldemar Filusch (148), 2. Hans–Josef Becker (147), 3. Karl–Josef Stolz (147). LG Senioren 1 aufgelegt: 1. Hermann–Josef Claßen (159), 2. Karl–Heinz Stenten (146), 3. Peter Simons (142). LG Senioren 2 aufgelegt: 1. Josef Lück (140), 2. Hermann Reinartz (131). KK Schützen freihand: 1. Sandra Johnen (119), 2. Ulf Melssen (111), 3. Karl–Josef Stolz (107). KK Senioren aufgelegt: 1. Hermann–Josef Claßen (140), 2. Karl – Heinz Stenten (130), 3. Josef Lück (127). KK Damen 2 aufgelegt: 1. Helga Schindler (137), 2. Uschi Frings (137), 3. Karin Becker (136). KK Altersklasse aufgelegt: 1. Hans- Josef Becker (144), 2. Dietmar Nießen (142), 3. Richard Cremer (141).

Der Wasserleitungszweckverband der Gemeinde Langerwehe hat getagt.

Der Wasserleitungszweckverband Langerwehe (WZV) hat bei seiner vergangenen Sitzung beschlossen, eine Ungerechtigkeit bei den Unterhaltskosten für die Trinkwasswerhausanschlüsse aus der Welt zu schaffen.
Die Hausanschlüsse unter der Straße sind in der Regel nur an einer Fahrbahnseite verlegt. Die Bürger, die zufällig auf dieser Straßenseite wohnen, haben einen wesentlich kürzeren Hausanschluss als diejenigen, die auf der anderen Seite wohnen. Ihr Hausanschluss muss quer unter der Straße hindurch zur Hauptversorgungsleitung auf der gegenüber liegenden Seite gezogen werden. Kam es unter der Straße bei zu hoher Belastung durch Schwerlastverkehr oder Absackungen zu einem Bruch des Hausanschlussrohres, musste der Hauseigentümer bislang dafür aufkommen.
Künftig will der WZV die Kosten für Schäden an den Hausanschlüssen im öffentlichen Bereich übernehmen. Der Kunde muss nur noch für Reparaturen auf seinem Grundstück zahlen.
Der WZV rechnet mit Mehraufwendungen in Höhe von 40 000 Euro jährlich. Dieser Betrag soll über eine Erhöhung der Grundgebühr um zwei Cent pro Tag ausgeglichen werden. Hinzu kommen Mehrausgaben durch Tariferhöhungen und Energiekosten, so dass sich die Grundgebühr um insgesamt drei Cent je Tag erhöhen wird. Dennoch bleibe der WZV der günstigste Anbieter im Kreis Düren, hieß es.
Im abgelaufenen Jahr wurden 2,8 Kilometer des Rohrnetzes saniert, 2011 sollen weitere 2,6 Kilometer Rohre erneuert werden. Alle Hausanschlussakten wurden inzwischen archiviert. Im kommenden Jahr kann der WZV sein einhundertjähriges Bestehen feiern. Die Pumpstation in Wenau mit drei Tiefenbrunnen wurde zuletzt auf den neuesten Stand gebracht. Der WZV fördert durchschnittlich 775 000 Kubikmeter Trinkwasser im Jahr und versorgt damit 18 000 Einwohner. Das Wasser liegt im Härtebereich 3.